Nach einer emotional geführten Debatte über Gleichberechtigung und Frauenrechte verlässt Eiffelturm-Generaldirektor Patrick Branco Ruivo das Unternehmen – nach acht Jahren und einem Skandal, der den 324 Meter hohen Turm einen ganzen Tag lahmlegte.
Imago ABACAPRESS
Der Eiffelturm in Paris ist 324 Meter hoch, 18.038 Eisenteile halten ihn auf dem Champ de Mars stabil. 1887 bis 1889 ließ Gustave Eiffel ihn für die Weltausstellung zum 100. Jahrestag der Revolution bauen – zuerst als Provisorium, heute als meistbesuchtes kostenpflichtiges Monument der Welt. 2025 waren 6,75 Millionen Menschen in den verschiedenen Etagen, betrieben wird das Wahrzeichen von SETE, einer Gesellschaft der Stadt Paris mit 420 Beschäftigten, ohne jede staatliche Subvention.
Eine Delegation des hinduistischen BAPS-Ordens besuchte am 5. September vor allem die zweite Plattform, 115 Meter über der Seine. Am Folgetag weihte diese Bewegung in Bussy-Saint-Georges ihren ersten großen Tempel in Frankreich ein. Laut SETE hatten die Gäste verlangt, Kontakte ihres geistlichen Vertreters zu Frauen zu begrenzen – und die Direktion der Eiffelturm-Gesellschaft willigte ein.
Mitarbeiterinnen – auch von Fremdfirmen – sollten ihre Posten räumen, die Steuerung der Aufzüge Männern überlassen und gewisse Zonen meiden. Eine Fahrstuhlführerin sagte, man habe sie an diesem Tag aus der Kabine geholt, sie habe sich beleidigt gefühlt. Der BAPS-Orden bestritt später, jemanden ausgeschlossen zu haben, und die SETE räumte ein: Bedingungen, die Frauen diskriminieren, hätten nie akzeptiert werden dürfen.
Der Streit innerhalb des Unternehmens eskalierte: Am 7. September streikte die Belegschaft. Die Türen blieben zu – ungewöhnlich für ein Haus, das sonst den ganzen Tag Tickets verkauft und 2024 mehr als 140 Millionen Euro Umsatz machte. Bürgermeister Emmanuel Grégoire (PS) sprach von legitimer Empörung: Gleichberechtigung ende nicht am Fuß historischer Denkmäler.
Und Marine Le Pen erklärte, in Frankreich dürfe die Anwesenheit von Frauen nirgendwo begrenzt werden. Die Stadt und die SETE ließen den Vorfall nun prüfen: Das interne Gutachten fand „Versäumnisse“ bei Protokollbesuchen und nannte die Ausgrenzung der Frauen inakzeptabel.
Branco Ruivo führt den Turm seit Ende 2018, jetzt muss er seinen Job aufgeben: Bürgermeister Grégoire forderte, dass sich der Vorfall nicht wiederholt. SETE-Präsident Ariel Weil kündigt eine eigene Protokollabteilung und Schulungen zur Gleichstellung an. Drei öffentlich zugängliche Ebenen – 57, 115 und 276 Meter – seien Arbeitsplätze, und wer dort verkauft, fährt oder kontrolliert, darf nicht unsichtbar gemacht werden, nur weil ein Gast das so wünscht.


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Den Herren Mönchen scheint es an Selbstkontrolle zu mangeln. Deshalb sollen die Frauen aus dem Blickfeld verschwinden. Hmmmm, wo habe ich das schon einmal gehört?
Bravo! Wenn es diesen „Gläubigen“ bei uns nicht passt, dann sollen sie abhauen. Ich weine solchen Intoleranten Religionsbeglückern keine Träne hinterher, ebensowenig Verrätern an unseren Werten und unserer Kultur.
Worauf will der Autor hinaus?
Findet er es gut, das Frauen aus religiösen Gründen versteckt werden oder findet er das Einknicken des Direktors daneben? Fakt ist, mit „Frauenrechten“ hat die Empörung nichts, mit Anstand und Gleichbetechtigung dagegen alles zu tun.
Und wenn der Direktor das nicht von sich aus kapiert, muss eben nachgeholfen werden. Das schreibe ich als jemand, der den Feminismus zum k… findet.
Offenbar haben viele Religionen was gegen Frauen, nicht nur Muslime. Hier geht es um Hinduisten: >>>Swaminarayan – Wikipedia<<< Die Katholische Kirche (die mit den Heiligen Klima und Migration) kennt ebensowenig Gleichberechtigung – nur eine Päpstin in der Geschichte und selbst das unsicher.
Wenn die Prophetin Luisa gerade einen Luther-Preis kriegt, wird sie sicherlich nicht katholisch beatifiziert?
Die einzig richtige Reaktion wäre es gewesen diesen Tempel zu schliessen und deren Anhänger zurück nach Indien zu schicken! DAS wäre das richtige Mittel gewesen! Wer heir archaischen Ritualen und Religionen fröhnen will soll das dann doch lieber in seinem Heimatland machen!
Die hier die Frauen in den Hintergrund schicken wollen, „beackern“ anderswo die Weiber Tag und Nacht, wo sie können, wo sie wollen; da gibt’s keine vornehme Zurückhaltung, denn das Weib ist ihnen Untertan und Diener. Das ist nicht nur bei einer Religionsmafia so, sondern wohl bei den meisten.
Man kann nur noch kotzen ob der Doppelmoral der üblen anmaßenden Gottesvertreter jedweder Couleur!
Keine Frauen erlaubt? Darum wählen Frauen für ein „noch mehr davon“, denn, wie wusste schon Al Bundy:
„Versuchen sie nicht, Frauen zu verstehen. Frauen verstehen Frauen und Frauen hassen einander.“