DITIB – oder die einäugige Bundesregierung

Die deutschen Meinungsführer-Medien berichten identisch eintönig und kommentarlos einer DPA-Meldung entlang. Stehen Muslim-Verbände weiter unter politischem Naturschutz?

© Friedemann Vogel/Getty Images
A general view during the friday prayer at the DITIB-Merkez Mosque in Duisburg, Germany

Ali Ertan Toprak (Ditib, „eine Art türkische Stasi“) hält es für falsch, Volker Beck („Tochteragentur einer Behörde in Ankara“) auch, Alexander Graf Lambsdorff hat die Bundesregierung aufgefordert, Ditib als Partner fallen zu lassen. Das Gleiche hatte Sevim Dagdelen von der Landesregierung NRW verlangt – Christian Lindner und Armin Laschet im gleichen Fahrwasser. Für Cem Özdemir war Ditib schon letztes Jahr die „türkische Pegida“. Sahra Wagenknecht will die „Agenten Erdogans“ ausweisen. Die jüdische Gemeinde zweifelt am Staatsvertrag. Aber die Bundesregierung hat die wegen der Spitzel- und Spionageaffäre gesperrte Bezuschussung aus Steuergeldern für den türkisch-islamischen Dachverband Ditib freigegeben: fast eine Million Euro bis Jahresende.

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Die Zahlungen waren wegen des Verdachts eingefroren worden, Ditib-Imame hätten im Auftrag der türkischen Religionsbehörde Diyanet in Moscheegemeinden Anhänger der Gülen-Bewegung ausspioniert. Der Generalbundesanwalt beantragte Haftbefehle gegen sechs Imame, die der Ermittlungsrichter beim Bundesgerichtshof ablehnte. Dass von 16 beschuldigten Imamen zehn Deutschland inzwischen verlassen haben, scheint die Bundesregierung nicht zu irritieren.

Bei den drei bezuschussten Ditib-Projekten gehe es um zwei Initiativen des Bundesprogramms „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ und ein Projekt der Flüchtlingshilfe, meldete DPA.

Die deutschen Meinungsführer-Medien berichten identisch eintönig und kommentarlos einer DPA-Meldung entlang. Stehen Muslim-Verbände weiter unter politischem Naturschutz?

Eine Organisation, die zumindest teilweise des islamischen Extremismus verdächtigt wird, erhält Steuermittel zur „Bekämpfung“ von Kräften, die des „Rechtsextremismus“ beschuldigt werden. Was um Himmels Willen geht in den Köpfen der Verantwortlichen nur vor sich? Mit der „türkischen Pegida“ (Özdemir) gegen die deutsche?

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Kommentare

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  • Armin Reichert

    Bis endlich auch der dümmste Altparteien-Wähler kapiert hat, dass diese Frau Merkel im Auftrag der Globalisierer / Islamisierer unser Land auflösen will, wird noch einige Zeit vergehen.

    Bis dahin dürfen sich unsere Kinder im Religionsunterricht anhören, dass „Dschihad“ nichts mit Gewalt oder Krieg zu tun hat (das sei die Erfindung eines mittelalterlichen Mönchs), sondern Dschihad sei die tägliche Anstrengung der Mohammedaner, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Oder „Kalifat“ bedeute soviel wie Bewahrung der Schöpfung und Umweltschutz.

    So jedenfalls steht es im „Lernmaterial“ der saarländischen Schulen und wird im Namen des SPD-Kultusministers durch seine untergebenen „Pädagogen“ gelehrt.

    Allahu Akbar!

  • Schwabenwilli

    Ein schwacher Trost, jedes mal wenn sich die deutsche Obrigkeit mit den Türken eingelassen hat ging das in ganz großem Stile in die Hose, für die Deutschen aber auch, zum Glück, für die Türken. Müsste nicht mehr sein aber dazu lernen tun wir Deutschen wohl bloß über die Strafe.

  • hasenfurz

    Sie können doch gut mit Menschen und kontakten dauernd. Teilen Sie Ihre Wut, dann tun Sie schon mit das Beste für dieses Land, das Sie können! 😉

  • S7

    Natürlich stehen Muslimverbände unter Naturschutz – drum werden ja auch 2, nochwas Millionen € aus dem Deggendorfer Fluthilfefond für den Neubau einer Protzmoschee hergenommen, während ca. 300.000 Menschen in Deutschland kein Obdach haben. Der tägliche Wahnsinn geht weiter.

  • Reconquista

    Sind Politiker blöde?
    Stellen die sich nur blöde?
    Oder ist es Vorsatz?
    Eines von diesen dreien muss es doch sein.

  • Hosenmatz

    „Bei den drei bezuschussten Ditib-Projekten gehe es um zwei Initiativen des Bundesprogramms „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ und ein Projekt der Flüchtlingshilfe, meldete DPA.“

    Wer gegen „rechts“ ist, kann doch nur zu den Guten gehören. Und etwas ehrenhafteres als Flüchtlingshilfe kann man sich im Moment ja gar nicht vorstellen.

    Allerdings: Der Feind meines Feindes ist nicht automatisch mein Freund und den Zustrom weiterer Glaubensbrüder zu unterstützen, bedeutet vielleicht nicht unbedingt humanitäres Engagement.
    Wie so oft bleibt die Frage: Cui bono?

    • Michel Rieke

      Cui bono? Schauen Sie mal, ob weitere 104,5 Millionen für folgendes Projekt zur Verfügung stehen:

      „Demokratie leben! Aktiv gegen Linksextremismus, Islamismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“

      • Hosenmatz

        😉

  • Kassandra

    Wenn man bedenkt, dass es im Islam keine Trennung zwischen Religion und Staat gibt und dass diese Vereine auch hier dennoch großzügigst finanziert werden – was bezwecken die Volksvertreter, die mit Steuergeldern so was gutheißen, damit eigentlich?
    Hamed Abdel Samad in einem Interview der Wiener Zeitung:
    „Der Islam hat einen Geburtsfehler, die Vermischung von Religion und Staat.
    Mohammed war nicht nur Prophet wie Jesus, sondern Staatsoberhaupt, Richter,
    Armeeführer und Polizist. Daraus ist ein Konzept entstanden, in dem Alltag und
    Politik, Gesetzgebung und Gesellschaft zusammengehören. Davon hat sich der
    Islam bis heute nicht gelöst. Wenn man über Reformen spricht, muss man diese
    Krankheit benennen, einen chirurgischen Eingriff vornehmen und auch an der
    Behebung arbeiten. Einfach nur ein schöneres Bild des Islam in der
    Öffentlichkeit darzustellen, was leider viele Reformer machen, ist nicht die
    Lösung.

    Wir haben im Islam keine Kirche. Es ist ein Fehler, die islamischen
    Glaubensgemeinschaften als solche zu behandeln, denn das sind sie nicht. Sie
    sind ethnisch-nationale Vereine. Sie dürfen den Status der Glaubensgemeinschaft nicht haben, weil sie keine zentrale Kirche haben, die die Theologie bestimmt, die Lehrkräfte und Imame ausbildet. Deshalb muss der Staat all das regeln. Das heißt, der Staat vergibt offizielle Lizenzen für Moscheen, kontrolliert deren Finanzierung, bildet die Imame aus und teilt sie den verpflichtend Moscheen zu.“

    http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/mehr_kultur/888913_Der-Islam-hat-einen-Geburtsfehler.html

    • Michel Rieke

      „Sie dürfen den Status der Glaubensgemeinschaft nicht haben, weil sie keine zentrale Kirche haben,…“

      Da sind sich sogar GRÜNE und AfD einig, mit dem Unterschied, dass die GRÜNEN sich einen Dreck darum scheren werden, wenn sie mitregieren dürfen.

      GRÜNE: „Die vier großen muslimischen Verbände (DİTİB, Islamrat, Zentralrat der Muslime, V.I.K.Z.) erfüllen aber aus XYZ Sicht zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht die vom Grundgesetz geforderten Voraussetzungen an eine Religionsgemeinschaft im Sinne des Religionsverfassungsrechts. Sie sind religiöse Vereine. Ihre Identität und Abgrenzung untereinander ist nicht durch Unterschiede im religiösen Bekenntnis begründet, sondern politischen und sprachlichen Identitäten aus den Herkunftsländern und der Migrationsgeschichte geschuldet. Die
      DİTİB ist dabei zudem eine Tochterorganisation des Präsidiums für
      Religionsangelegenheiten (Diyanet İşleri Başkanlığı) in Ankara. Die strukturelle Abhängigkeit von einem Staat und dessen jeweiliger
      Regierungspolitik entspricht nicht der grundgesetzlich geforderten
      Trennung von Religion und Staat.“

      AfD: „Keine öffentlich-rechtliche Körperschaft für islamische Organisationen. Die AfD lehnt es ab, islamischen Organisationen den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts zu verleihen, weil sie die rechtlichen Voraussetzungen nicht erfüllen. Islamische
      Organisationen erstreben den Körperschaftsstatus mit seinen Privilegien, um ihre Macht zu stärken. Voraussetzung für den Körperschaftsstatus ist eine ausreichende Repräsentanz, die Gewähr der Dauer sowie die Achtung des freiheitlichen Staatskirchenrechts. Letzteres verlangt die
      Anerkennung der Religionsfreiheit, der weltanschaulichen Neutralität des Staates und der Parität der Religionen und Bekenntnisse.“

  • Michel Rieke

    http://izhmedia.de/gedenkveranstaltung-zum-todestag-von-imam-khomeini/

    Ansprache zur Feier des Todestages von Ayatollah Khomeini im IZH Hamburg, einem Mitgliedsverband des ZMD, am 4. Juni 2016:

    „Und hier ist es, dass der Islam, obwohl er der Islam der (1) und Barmherzigkeit ist, auch der Islam des Widerstandes ist. Wenn der Zeitpunkt kommt, ist es der Islam des Aufstandes, der (2), der Revolution, der Veränderung.“

    „Einige sagen, der Islam ist gekommen für das Jenseits, für die Beziehung zu Gott, das ist richtig, aber der Islam ist nicht nur deswegen da. Der Islam bezieht sich auf den Kern des Lebens des Menschen, in Bezug auf alles, was der Mensch bedarf und braucht.

    Wenn es der Zeitpunkt ist, wird eine Regierung gegründet.

    Wenn es der Zeitpunkt ist, wird ein Plan für die Ausführung der Regierung gegeben.“

    Beide Zitate beziehen sich auf die islamische Revolution im Iran, aber wann ist der immer wieder genannte „Zeitpunkt“ in Deutschland gekommen?

    Anmerkung: bei (1) und (2) sind die Worte für mich nicht klar zu verstehen:

    (1) das Wort könnte der arabische Begriff für Barmherzigkeit sein
    (2) klingt wie das persische Wort für Revolution

  • Randall Flagg

    Das dieser Verein Ditib aka Erdogans/Islams fünfte Kolonne, gegen die „Rechtsextremisten“ kämpfen, ist natürlich logisch.
    Sind es doch die einzigen, die gegen ihr falsches Spiel vorgehen möchten. Unter „Rechtsextremist“ wird alles subsumiert, was Ditbib/den Islam hinterfragt und die Arbeit der Agenten behindert, die hier installiert wurden.
    Die sind überall, bis in die Fernsehräte hinein. Willige Helfer finden sie in Leuten wie Frau Kahane. Was ich von diesen Leuten halte und Frau Kahane im speziellen, dass darf ich nicht mal hier schreiben.
    Diese Leute sind Volksverräter. Entschuldigung, aber mir fällt dafür kein anderer Ausdruck ein.
    Sie hassen ihre eigene Kultur, ihr Land, ihre Mitmenschen und opfern diese bereitwillig für eine mörderische Ideologie, die seit 1400 Jahren nichts, aber auch gar nichts positives bewirkt hat.
    Und dafür verwenden sie Geld, was ihre verhassten Landsleute erarbeitet haben und fühlen sich dabei auch noch moralisch überlegen.