Die Deutschen lehnen die Migrationspolitik der Ampel ab

Die illegale Migration von Asylbewerbern ist 2022 stark gestiegen. Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung ist darüber besorgt, wie eine aktuelle Umfrage zeigt, und lehnt die Migrationspolitik der Bundesregierung, die nichts dagegen tut, ab.

IMAGO / Frank Ossenbrink
Bundeskanzler Olaf Scholz, Bundesinnenministerin Nancy Faeser und die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Reem Alabali-Radovan, 28.11.2022
Mehr als zwei Drittel der deutschen Bevölkerung lehnt die Einwanderungspolitik der Bundesregierung ab. Das zeigt eine repräsentative Insa-Umfrage im Auftrag von Bild. 68,3 Prozent der Befragten sind besorgt über die steigenden Asylbewerberzahlen, weniger als ein Viertel (23,5 Prozent) sehen die Migrationslage gelassen. Nur unter den Anhängern der Grünen ist eine Mehrheit (55 Prozent) nicht besorgt.

Allein im Oktober lag die Zahl illegaler Migranten bei über 13 425. Seit Jahresbeginn kamen über 85 308 Menschen unerlaubt ins Land, im Vorjahr waren es 57 637 illegale Einreisen.

Wenig Zustimmung findet die Ansicht, dass Deutschland von der aktuellen Einwanderung profitiere. Das glauben nur 16,3 Prozent. Weitere 31,4 Prozent meinen, dass sich die Vor- und Nachteile für Deutschland die Waage halten. Rund die Hälfte der Befragten (48,4 Prozent) fürchtet dagegen, dass die Lage in Deutschland sich durch die derzeitige Einwanderung zum Schlechteren wenden wird. Während die Mehrheit der AfD-, Unions- und FDP-Unterstützer glaubt, dass die aktuelle Migration Deutschland schlechter machen werde, glaubt die Mehrheit der SPD- und Grünen-Wähler, dass das Land weder besser noch schlechter werde.

Besonders die Einwanderung von Muslimen bereitet den Deutschen Kopfzerbrechen. Fast jeder zweite Befragte sagt, dass es eher schlecht sei, wenn Einwanderer aus dem islamischen Kulturkreis nach Deutschland kommen. Lediglich 16 Prozent finden das eher gut. Einem Drittel ist es egal, ob Einwanderer aus muslimischen Ländern kommen.

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Kommentare ( 129 )

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Juergen P. Schneider
1 Monat her

Es gibt offenkundig Mehrheiten gegen so ziemlich alles ,was die links-grüne Gesinnungsblase im Land will. Nur an den Wahlurnen zeigt sich dies in keiner Weise. Diese Mehrheiten sind also unzufrieden mit der Politik, wählen aber immer wieder die Parteien, die diese Politik bevorzugen. Die Nichtwähler sind darüber hinaus noch der irrigen Annahme, ihre Wahlenthaltung sei ein Widerstandsakt. Es drängt sich der Verdacht auf, dass die Mehrheit im Lande verblödet ist.

Siggi
1 Monat her
Antworten an  Juergen P. Schneider

Nein, sie ist nicht verblödet, sie wird betrogen und das nach Strich und Faden. Wer die Medien und die Justiz im Griff hat, kann machen was er will; und das gegen jede Mehrheit. Die finale Anpassung der Verfassungsgerichts wird gerade im Hinterzimmer ausgeklüngelt.

Karsten Maltinger
1 Monat her
Antworten an  Juergen P. Schneider

Vor allem sind die Leute beispiellos hirngewaschen!
Wäre man mit der AfD in den zurückliegenden 10 Jahren auch nur einigermaßen fair umgegangen, so wie es – vergleichsweise – der FPÖ in Österreich widerfährt, lägen die Blauen auch bei uns über 20 Prozentpunkten bundesweiten Wählerzuspruchs!

Sonny
1 Monat her

Ob Deutschland ein Einwanderungsland ist, kommt darauf an, aus welcher Sicht man das betrachtet. Nach allem, was hier so abgeht, habe ich eher das Gefühl, dass Deutschland zum Auswanderungsland für Deutsche geworden ist, besonders von deutschen Großindustrien und Deutschen, die sich nicht enteignen lassen wollen. Siemens, Porsche, BMW und und und. Kein Unternehmen, dass noch irgendwelche Pläne mit Neubauten und Neuentwicklungen sowie Forschungen mit Deutschland verbindet. Die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen findet längst woanders statt. In Deutschland gibt es hauptsächlich nur noch Alibiprojekte. Insbesondere in Amerika, ob nun Nord oder Süd, wird investiert, aber jedenfalls kaum in Deutschland. Kein Wunder.… Mehr

Last edited 1 Monat her by Sonny
Marcel Seiler
1 Monat her
Antworten an  Sonny

Das Abwürgen der deutschen Wirtschaft kann man rückgängig machen, wenn es gewollt wird. Das wird schwierig, aber es wird gehen. Die Einwanderung und die kulturelle Umgestaltung des Landes aber nicht.

Siggi
1 Monat her
Antworten an  Marcel Seiler

Alles lässt sich rückgängig machen, was im Unrecht bestimmt wurde. Allerdings müssen wir erst den Crash erleben, bevor eine Korrektur möglich ist. Diese Links/Grünen meint ja, alles geregelt zu bekommen. Das ist nicht der Fall. Deshalb kommt erst der Zusammenbruch und dann die Korrektur.

StefanZ
1 Monat her

Jeder der hier illegal einwandert, ist ein Fluchtgrund mehr. Die Mehrheit, will das also gar nicht? Die Mehrheit, möchte auch die Kernkraftwerke weiterlaufen lassen? Die Mehrheit will gar nicht gendern? Die Mehrheit, will und kann sogar die hohen Energiepreise nicht mehr zahlen? Die Mehrheit, will keine höheren Steuern und Abgaben zahlen? Die Mehrheit, will gar nicht bis 70 arbeiten? Die Mehrheit, will scheinbar vieles, was diese Regierung nicht will. Die Mehrheit, weiß wohl schon nicht mehr, wie Demokratie funktioniert. Oder liebe Mehrheit, seid ihr einfach nur dämlich?

Peter Silie
1 Monat her

Die Ergebnisse legen nahe, daß unter „den Deutschen“ bzw. „der deutschen Bevölkerung“, die hier befragt wurden, auch Migranten, also keine autochthone Deutsche, waren. Das verfälscht die Sache natürlich. Ein Migrant wird i.d.R. ein großes Interesse daran haben, daß viele weitere seinesgleichen kommen.
Auf den Geburtenstationen und in den Kitas sind die deutschen Kinder ohnehin kurz davor in die Minderheit zu geraten. Das ist nicht mehr abwendbar und jeder weiß, wie das enden wird. Jeder weiß es.

RHU
1 Monat her

Man nennt es, glaube ich, Demokratie, wo jeder Volltrottel, der sein eigenes Leben nicht unter Kontrolle hat, dann alle 3,4 oder 5 Jahre sein Kreuzchen auf einem Zettelchen machen darf, welches er dann in eine Urne(!) werfen darf, damit er/sie/es geschätzet werde. Mit der Urne geschieht dann, was Urnen dann so im Allgemeinen widerfährt, der Inhalt wird verbrannt und die Urne vergraben. Gut so! Weiter so! Falls Ihr aber irgendwann die Kontrolle über Euer eigenes Leben zurückgewinnen wollt, solltet Ihr Euch überlegen, wie dieses sinnvoller gehandhabt werden könnte.

Last edited 1 Monat her by RHU
Cethegus
1 Monat her

Ja, ja die Deutschen sind so besorgt wegen der Massenmigration, daß sie nach 2015 sogar eine linksradikale Ampel gewählt haben, die die Tore nicht einmal mehr symbolisch auch nur einen Zentimeter schließt!
Hört mir doch auf mit diesen Umfragen….

Marcel Seiler
1 Monat her
Antworten an  Cethegus

Die einzige Partei gegen diese Einwanderung war und ist die AfD. Und die hat noch andere Punkte im Programm, die offenbar viele nicht akzeptieren wollen. Das ist jedenfalls meine Erklärung.

Jan
1 Monat her

„Ist „Deutsch“ inzwischen eigentlich eine psychiatrische Diagnose?“

Danke für diesen Lacher in deprimierenden Zeiten!

Jan
1 Monat her

Gegen Migration sein, aber Pro-Migrations-Parteien wählen, die das vor der Wahl auch noch ankündigen – finde den Fehler. Der Deutsche wählt einfach dumm, es ist so! In der Politik zählen keine Argumente und keine Diskussionen, sondern nur die nackte Macht. Solange die Schwampel-Parteien (Schwarz, Rot, Gelb, Grün) immer wieder locker an die Macht kommen, werden sie die totale Migration ohne Obergrenze bis zum Abwinken durchziehen. Jedes Gegenargument prallt an ihnen ab, denn sie haben die Macht, darauf nicht eingehen zu müssen. Das ist seit Jahrzehnten so und das wird auch in Zukunft so bleiben. Es sei denn, es ändert sich… Mehr

Endlich Frei
1 Monat her

Die Wähler werden sich verwundert fragen, warum sie künfig in einer Reihe mit ihren Welcome-Mündeln vor dem Gesundheitskiosk anstehen. Scholl-Latours Kalkutta-Prinzip eben.

StefanZ
1 Monat her
Antworten an  Endlich Frei

Scholl-Latour hatte Unrecht. Er konnte es aber damals noch nicht einmal ahnen. Kalkutta ist mittlerweile eine aufstrebende Stadt, das kann man von den Städten in Deutschland nicht behaupten.

gelernter Ossi
1 Monat her

Wenn die Deutschen diese Migrationspolitik wirklich ablehnen würden, würden sie anders wählen.