CDU verschiebt Parteitag auf unbestimmte Zeit

Die CDU braucht immer für alles so lange, bis es auch schon egal ist.

imago images / Winfried Rothermel

TE hatte schon am 10. März gemeldet, dass die CDU-Führung eine Verschiebung des für den 25. April geplanten Parteitags in Berlin erwägt. Heute traf die Parteiführung nun tatsächlich diese Entscheidung: Die Neuwahl eines Parteivorsitzenden wird auf unbestimmte Zeit verschoben. Die noch amtierende Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer erklärte, für die CDU sei klar, „die Sicherheit und die Gesundheit der Menschen in unserem Land haben höchste Priorität. Sie wolle dem Parteivorstand empfehlen, den Parteitag „durchzuführen, sobald die epidemische Lage dies gestattet“.

Zurzeit verdoppeln sich die bestätigten Corona-Neuerkrankungen in Deutschland aller zwei Tage. Da in Deutschland – anders als in Italien, der Schweiz, Österreich und Dänemark – große Veranstaltungen immer noch nicht generell abgesagt, und auch ähnliche Beschränkungen wie in den Nachbarländern nicht verordnet worden sind, dürfte der Höhepunkt der Infektionen erst in mehreren Monaten erreicht sein.

Ein Parteitag könnte in dieser Lage erst gegen Jahresende stattfinden.

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Kommentare ( 10 )

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francomacorisano
4 Jahre her

Dann hat Merkel ja beste Argunente, “ wegen der außergewöhnlichen Situation, entgegen früheren Absichten, sich noch einmal als Kanzlerin zur Verfügung zu stellen…“

Ursula Schneider
4 Jahre her
Antworten an  francomacorisano

Über Greta und Corona direkt zu Angela? Was für ein Albtraum!

Traumatisierte Amoebe
4 Jahre her

Und so kommt denn das Ende der deutschen Demokratie in bester bundesrepublikanischer Tradition: mit atemberaubender Banalität. Kein Putsch, keine Verfassungskrise, es werden bloß aufgrund einer Seuche die Wahlen verschoben, bis keiner mehr einen Grund sieht, sie noch nachzuholen – ihr Verschwinden hinterlässt eine Lücke, die sie vollständig ersetzt. Ob die Kommunikationsbachelors, Musiktherapeuten und Fachidioten ohne Fach nun geschäftsführend oder gewählt auf ihren Posten sitzen, macht eh keinen Unterschied…

ChristianeB
4 Jahre her

Läuft. Merkel auf der Zielgeraden. RRG volle Fahrt voraus. Ich hatte gestern anlässlich der Bundespressekonferenz schon den Eindruck, daß sie sich ins Fäustchen lacht bzw. knabbert. Von Ernsthaftigkeit war da keine Spur. Und sage keiner, sie könnte keine Entscheidungen treffen. Oh doch, sie kann, siehe 2015, Atomausstieg, Euro. Sie lässt die Karre jetzt einfach laufen und treibt die Wähler zu ihren Lieblingen. Ich habe mein Angebot an „besten“ Wünschen für Frau Bundeskanzlerin soeben final erweitert. Mehr geht nicht. Gibt es in dieser Partei eigentlich keine Kerle mehr, die mal mit der Faust auf den Tisch hauen: „Bis hierhin Mädchen und… Mehr

Andrej Stoltz
4 Jahre her

Wenn Corona nicht gewesen wäre, dann hätten sie bestimmt eine andere Ausrede gefunden die Demokratie zu verschieben.
Vielleicht das Wetter, zu warm oder zu kalt ?
Am Montag nach der Kommunalwahl wird die CSU jedenfalls ein grosses Aua haben und die Partei sowie ihr Söder möglicherweise Amok laufen. Dürfte also so oder so spannend bleiben bei der „Union“.

Heiner Mueller
4 Jahre her

Media
Glauben Sie, dass es dann noch Neuwahlen gibt?

Karl Napf
4 Jahre her

CDU verschiebt Parteitag auf unbestimmte Zeit –
Warum nicht?
Sie verschiebt auch
– nationale Haltung
– nationales Handeln
– innerparteilich irgendeine Meinung neben Merkels Meinung zu dulden
auf unbestimmte Zeit.

Was ist da schon ein Parteitag?

country boy
4 Jahre her

Trump handelt. Deutschland schläft.

Lars Baecker
4 Jahre her

Vielleicht will man eine Kampfabstimmung vermeiden und die Zeit nutzen, Merz und Roettgen in der Öffentlichkeit zu diskreditieren und dazu zu bewegen, ihre Kandidaturen zurückzuziehen.

Max Media
4 Jahre her

Na ist doch schön für „Jetzt ist das Virus halt da – Angela“.
Keine Umbrüche in der deutschen Politik durch anders Denkende mehr möglich.
AKK von Merkels Gnaden bleibt einfach…sagen wir „Geschäftsführend“ im Amt
und macht was Mutti möchte.

Notstand ausrufen bis zur nächsten Bundestagswahl und dann einfach mit oder unter
Grün mit-/weiterregieren.

Schändlich, unverantwortlich und Realität.