Besonders bei den Mannschaftsdienstgraden melden sich zu wenige Freiwillige für den Dienst an der Nato-Ostflanke. Bis 2027 sollen 4.800 Soldaten und 200 Zivilbeschäftigte dauerhaft in Litauen Dienst leisten. Gegenwärtig sind dort aber nur 1.700 bis 1.800 Bundeswehrangehörige stationiert.
picture alliance/dpa | Alexander Welscher
Für das Vorzeigeprojekt von Merz, Pistorius und Bundeswehr, die Litauenbrigade, melden sich zu wenige Freiwillige. Verteidigungsausschuss-Vorsitzender Thomas Röwekamp will Soldaten notfalls zum Einsatz in Litauen verpflichten. Tönte da nicht gerade erst die EU-Außenfrau Kallas von einer „Europäischen Armee“?
Röwekamp: „Wer sich für den Soldatenberuf entscheidet, übernimmt Verantwortung für den Schutz von Frieden, Freiheit und unserer Bündnispartner. Diese Verantwortung endet nicht an der Landesgrenze – sie schließt auch den Dienst dort ein, wo Abschreckung Frieden sichert, wie in Litauen.“ – Sollte man denken, ist aber nicht so.
Der Spiegel hatte aus einem vertraulichen Papier des Verteidigungsministeriums berichtet, besonders bei den Mannschaftsdienstgraden meldeten sich zu wenige Freiwillige für den Dienst an der Nato-Ostflanke. Bis 2027 sollen 4.800 Soldaten und 200 Zivilbeschäftigte dauerhaft in Litauen Dienst leisten. Gegenwärtig sind dort aber nur 1.700 bis 1.800 Bundeswehrangehörige, bis Jahresende sollen es 2.000 sein.
Die Gesamtbrigade, allerdings nur inklusive noch in Deutschland stationierter Teile, hat jetzt eine nominelle Stärke von ca. 2.800 Soldaten.
• Panzerbataillon 203 (Augustdorf). Soll: 414 Dienstposten für Litauen → Freiwillige: nur 197 (ca. 48 % der benötigten Zahl, also fehlen ca. 217).
• Panzergrenadierbataillon 122 (Oberviechtach). Soll: 640 Dienstposten → Freiwillige: nur 181 (ca. 28 %, also fehlen ca. 459).
• Weitere Hauptkräfte (z. B. Artillerie, Aufklärer, Pioniere, Unterstützungstrupps): Für 1.971 Dienstposten haben sich bundeswehrweit nur rund 10 % (ca. 197–209 Freiwillige) gemeldet → fehlen ca. 1.762–1.774 (also über 90 % ).
Insgesamt melden sich bei kritischen Kampfeinheiten (besonders Mannschaften) nur 28–47 % der nötigen Freiwilligen, in manchen Bereichen gar nur 10 %. Besonders bei Mannschaftsdienstgraden (einfache Soldaten) ist der Mangel groß; bei Offizieren sieht es besser aus.
Viele Soldaten, besonders solche mit Familien, suchen privat oder mit Unterstützung der Bundeswehr Wohnungen auf dem zivilen Markt in Vilnius, Kaunas oder Umgebung. Es gibt offizielle Bundeswehr-Videos und Berichte, in denen Soldaten bei der Wohnungssuche begleitet werden. Litauische Immobilienmakler berichten, dass deutsche Soldaten mit Familien Ein-Zimmer-Wohnungen (inkl. NK) für ca. 1.500 € nachfragen und Zwei- bis Drei-Zimmer-Wohnungen oder -Häuser bis 2.500 €.

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Köstlich – und vor dem deutschen Militär hat mal die halbe Welt gezittert. -Letztlich gute Nachrichten, dass sich kaum mehr einer von der neuerlichen Ostfront-Propaganda beeindrucken lässt. Interessant auch, dass nur noch alte Säcke (m/w/d) die wohl in der Familie weitergegebene Angst vorm Russen zu schüren versuchen. Verfängt aber längst nicht mehr. Um sein Leben für die Eliten in der EU wegzuwerfen bereit zu sein, muss man ja auch schön bescheuert sein.
Hier fällt dem „Herren-“ volk das jahrzehntelang kultivierte Narrativ von dem primitiven Osteuropa auf die Füsse. Meine Bekannten konnten iin den 80igern nie verstehen, warum ich in den Ostblock fuhr, während sie sich auf Kreta langweilten. Jetzt will eben keiner nach „Litwa“ wg. „Atom“, „Neonazis“ „radioaktiv verseuchtem Essen“ usw.
Wäre das nicht ein guter Job für die blitzeingebürgerten „Fachkräfte“?
Na denn Jungs (und Mädels), bleibt mal schön zu Hause. Wenn der Fritze und sein Pitolerius großmachtsfanatasien haben, soll sie sich doch selber nach Littauen begegeben. Wohnungssuche für die beiden Millitaristen nicht nötig. Die dürfen soldatisch im Zelt kampieren (ist kuschlig dort, wenn im Winter der Kanonenofen ausgeht und eine Benzinheizung wegen CO2 nicht vorhanden ist.
1 Zimmerwohnung warm+NK für 1500,- in Litauen?
haben die zuviel Geld oder gehen sie von Berliner Preisen aus?
absurd,die ganze Geschichte,das Alarmsoldaten privat mieten sollen….
Wir haben eine Bundeswehr die fast nur noch aus Langgedienten und Hochbeförderten „Befehlsgebern“ besteht ! Es fehlen die Befehlsempfänger , die Ausführer oder etwas derber ausgedrückt , die Dreckfresser – die Drohnenbeute- die Frontschweine- das Kanonenfutter- die Stoppelhopser !
> Röwekamp: „Wer sich für den Soldatenberuf entscheidet, übernimmt Verantwortung für den Schutz von Frieden, Freiheit und unserer Bündnispartner. Diese Verantwortung endet nicht an der Landesgrenze – sie schließt auch den Dienst dort ein, wo Abschreckung Frieden sichert, wie in Litauen.“
Oder am Hindukusch oder früher mal in Stalingrad? Besser, die Soldateska bleibt strikt innerhalb der Landesgrenzen, ohne militärische „Weltrettungen“.
die BW ist formal eine territoriale Landesverteidigungsarmee…alles andere läuft nur mit FREIWILLIGEN!