Zwischen Elon Musk und Friedrich Merz: Wie Deutschland das Arbeiten verlernt hat

Während in den USA Raketenautos präsentiert werden, feiert sich Deutschland für fest verbundene Flaschendrehverschlüsse. Eine Gesellschaft, die Reden mit Leistung verwechselt und echte Leistung als Krankheit behandelt, wird sterben.

IMAGO / Chris Emil Janßen

Wenn man wissen will, wie weit wir bei unserem wirtschaftlichen und kulturellen Abstieg schon gekommen sind, dann lohnt sich meist ein Blick nach Hamburg. Dort sitzt die Redaktion der Wochenzeitschrift „Die Zeit“, und deren Redakteuren fallen immer wieder so lustige Sachen ein wie diese hier: „Der Plastikdeckel stiftet 1000x mehr Nutzen als ein Fantasieautor das niemals fahren wird“, so Mark Schieritz.

Das ist keine Satire. Der „Zeit“-Mann, der sich hier derart sagenhaft dämlich einlässt, meint das völlig ernst. Er kann den unfassbaren Quatsch überhaupt nur deshalb publizieren, weil er ahnt, dass seine Position einigen Beifall finden wird in Deutschland.

Zumindest damit dürfte er richtig liegen. Und das beschreibt auch schon recht gut die existenzielle Krise, in der sich unser Land befindet: Wir können echte Leistung (wie Raketenautos) nicht mehr von Unfug (fest verbundenen Flaschendrehverschlüssen) unterscheiden.

Und das liegt daran, dass wir uns angewöhnt haben, Leistung zu verachten.

Berlin, Texas

Vor einiger Zeit hat Elon Musk gesagt, niemand habe die Welt je mit einer 40-Stunden-Woche verändert. Damit hatte er recht, wie mit so vielem.

Ebenfalls vor einiger Zeit hat Friedrich Merz gesagt, mit Work-Life-Balance und Vier-Tage-Woche lasse sich der Wohlstand Deutschlands nicht erhalten. Damit hatte er recht, auch wenn er sonst nicht mit so vielem recht hat.

Zwei wahre Sätze. Doch die Folgen, die sie hatten, könnten kaum unterschiedlicher sein.

Elon Musk ging nach seiner Aussage an die Arbeit und baute unter anderem die ersten wiederverwendbaren Raketen der Menschheitsgeschichte. Friedrich Merz, nun ja, ruderte zurück. Eine Woche nach seiner Aussage dementierte der Bundeskanzler sich sozusagen selbst: Man könne nicht pauschal sagen, dass die Deutschen zu wenig arbeiteten. Der konzertierte Aufschrei von Gewerkschaften, Soziologie und Feuilleton hatte genügt.

Das ist viel mehr als eine Anekdote. Es ist eine Diagnose. Wenn der Regierungschef der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt sich nicht traut, ein positives Bild von Arbeit zu zeichnen und zu verteidigen:

Dann ist klar, dass dieses Land ein gestörtes Verhältnis zur Arbeit hat.

Die Entzauberung der Werkbank

Die Beziehungsstörung zwischen den Deutschen und der Arbeit beginnt in Paris. Dort veröffentlicht im Jahr 1880 ein gewisser Paul Lafargue sein Pamphlet „Das Recht auf Faulheit“. Der Mann ist übrigens, ausgerechnet, der Schwiegersohn von Karl Marx.

Seine These ist damals ein Kuriosum. Im 20. Jahrhundert wurde daraus ein Lehrplan.

Frankreich hat der Welt wundervolle Denker geschenkt: René Descartes, Blaise Pascal, Alexis de Tocqueville. Nach 1945 war der intellektuelle Export unseres westlichen Nachbarn weit weniger prickelnd. Die französische Linke der Nachkriegszeit hat die Erwerbsarbeit bekämpft, indem sie sie dekonstruierte. Das war erschütternd wirkungsvoll.

Michel Foucault stellte die Fabrik in eine Reihe mit dem Gefängnis, der Kaserne und dem Krankenhaus: menschenfeindliche Orte der Disziplinierung, der Abrichtung, der „gelehrigen Körper“. Wer pünktlich zur Schicht erscheint, ist in dieser Lesart kein Mensch mit Verantwortungsgefühl, sondern nur ein erfolgreich dressierter Affe. Gilles Deleuze und Félix Guattari erklärten den Menschen zur „Wunschmaschine“, die der Kapitalismus in Arbeitsmaschinen umbaue. Pierre Bourdieu entlarvte jede Leistung als verkapptes Erbe, jeden Aufstieg als Reproduktion von Privilegien. Und André Gorz verabschiedete das Proletariat gleich ganz und predigte die Befreiung VON der Arbeit – statt die Befreiung DURCH sie.

Für den Pariser Chor lieferte die „Frankfurter Schule“ die Begleitmusik. Herbert Marcuse prägte den Begriff „Leistungsprinzip“ – das bei ihm freilich kein erstrebenswertes Ziel ist, sondern eine Form der Unterdrückung. Theodor Adorno und Max Horkheimer degradierten die moderne Produktionswelt zur „Kulturindustrie“, in der selbst die Freizeit nur eine verlängerte Fabrik ist.

Wer arbeitet, ist entfremdet.
Wer sich anstrengt, hat das System verinnerlicht.
Wer stolz auf sein Werk ist, leidet an falschem Bewusstsein.

Diese Denkschule hat die Arbeitswelt in Deutschland zerstört, ohne eine einzige Fabrik zu schließen. Das musste sie gar nicht. Stattdessen hat sie den Menschen in den Fabriken einfach eingeredet, dass sie sich schämen sollten, dort zu sein.

Pyramide mit Konstruktionsfehler

Diese akademische Theorie allein hätte die Massen allerdings wohl kaum erreicht. Dafür brauchte es noch ein anschauliches, einprägsames Bild. Das kam aus der Psychologie, und es ist bis heute in jedem Managementseminar, jedem Schulbuch und jeder Wohlfühlbroschüre zu besichtigen:

Die Bedürfnispyramide von Abraham Maslow.

Der US-Psychologe hat das, was der Mensch braucht, in Hierarchiestufen eingeteilt: Unten die Physiologie – Essen, Schlaf, ein Dach über dem Kopf. Darüber Sicherheit, dann Zugehörigkeit, dann Anerkennung. Ganz oben, im lichten Gipfelbereich: die Selbstverwirklichung. Die populäre Lesart verortet die Erwerbsarbeit ganz unten, quasi im Keller. Arbeit dient dem Broterwerb, also der Befriedigung der Grundbedürfnisse. Das eigentliche Leben, das wahre Ich, die Entfaltung – all das findet anderswo statt. Oben. Nach Feierabend. Im Yoga-Kurs. Im Sabbatical. In der Rente.

Aus dieser Topographie folgt der ganze Rest mit zwingender Logik. Wenn Arbeit unten liegt und Glück ganz oben: Dann ist jede Arbeitsstunde eine Stunde, die dem Glück gestohlen wird. Dann ist die Work-Life-Balance kein modisches Schlagwort, sondern ein Menschenrecht. Das Wort selbst verrät die Ideologie: Es stellt „Work“ und „Life“ einander gegenüber, als wäre Arbeit das Gegenteil von Leben.

Als würde der Tischler, der eine Treppe baut, die ein halbes Jahrhundert hält, in der Zeit, in der er an der Treppe arbeitet, in Wahrheit gar nicht leben. Sondern nur überleben, höchstens.

Maslow selbst hat diesen Gegensatz übrigens nie behauptet. Die Pyramide als Grafik stammt nicht einmal von ihm, sondern wurde erst später von ganz anderen Autoren gemalt. Maslow beschreibt in seinen Schriften über Management die Selbstverwirklichung gerade als etwas, das sich in wichtiger, ernsthafter Arbeit vollzieht – in der Hingabe an eine Aufgabe, die größer ist als man selbst. Die Spitze der Pyramide ist nicht der Ort, an dem man der Arbeit entkommt. Sie ist der Ort, an dem Arbeit zur Berufung wird.

Eine ganze Epoche hat ein Diagramm falsch herum gelesen und ein Lebensmodell daraus gemacht.

Kein Leben ohne Arbeit

Arbeit ist kein notwendiges Übel, das der Mensch zähneknirschend ertragen muss, bis er irgendwann endlich von Maschinen erlöst wird. Arbeit ist ein anthropologisches Grundmuster des Homo sapiens. Der Mensch ist das Wesen, das seine Umwelt nicht vorfindet, sondern herstellt. Ohne Werkzeug keine Herstellung, ohne Herstellung keine Kultur, ohne Kultur kein Mensch.

Selbst die Bibel, die man in Deutschland heute vor allem als Zitatequelle für Kirchentagsresolutionen kennt, ist hier präziser als die Soziologie. Der Mensch wird in den Garten Eden gesetzt, „damit er ihn bebaue und bewahre“. Das steht im zweiten Kapitel der Genesis – vor dem Sündenfall. Die Arbeit war schon im Paradies vorgesehen.

Wie es aussieht, wenn der Mensch keine Arbeit mehr hat, haben die Wiener Sozialforscher Marie Jahoda, Paul Lazarsfeld und Hans Zeisel 1933 in Marienthal empirisch dokumentiert. In dem österreichischen Dorf wurde die einzige Fabrik geschlossen. Die Wissenschaftler fanden aber keine befreiten Menschen, die endlich Zeit zur Selbstverwirklichung hatten. Sie fanden apathische Menschen, die nichts mehr mit ihrem Leben anzufangen wussten. Die arbeitslosen Männer verloren das Zeitgefühl und gingen messbar langsamer über die Straße – weil es nichts mehr gab, wofür man pünktlich sein musste.

Das Leben ohne Arbeit war nicht Freiheit. Es war Leere.

Falsches Heilsversprechen

Philosophen, Gewerkschafter und linke Politiker verbreiten seit Jahrzehnten dieselbe Verheißung: Je weniger ein Mensch für seinen Lebensunterhalt arbeiten muss, desto glücklicher und freier ist er. Das bedingungslose Grundeinkommen ist nur die konsequenteste Form dieser Idee, die Vier-Tage-Woche bei vollem Lohnausgleich ist ihre tarifpolitische Variante, das Bürgergeld (neuerdings „Grundsicherung“) ihre sozialstaatliche Ausprägung.

Die Verheißung ist falsch, ihre Folgen sind verheerend.

  • Orientierungslosigkeit
    Arbeit strukturiert den Tag, die Woche, den Monat, das Leben. Wer sie als Zumutung begreift, verliert das Gerüst, an dem wir uns durch die Zeit bewegen.
  • Disziplinverlust
    Selbstbeherrschung ist kein angeborener Charakterzug, sondern eine trainierte Fähigkeit. Sie entsteht dort, wo man etwas tun muss, auch wenn man gerade keine Lust hat. Eine Gesellschaft, die das Müssen abschafft, schafft das Können gleich mit ab.
  • Verlust des Preisgefühls
    Nicht im Sinne von Euro und Cent, sondern im fundamentalen Sinn: dass alle Dinge erarbeitet werden müssen. Der Strom kommt nicht aus der Steckdose, das Brot nicht aus dem Regal, die Rente nicht aus dem Bundeshaushalt. Hinter allem steht jemand, der früh aufgestanden ist. Wer das nicht mehr weiß, hält Wohlstand für einen Naturzustand – und seine Verteilung für die einzige noch offene Frage.

Am Ende steht: Depression. Niemals hatten die Deutschen mehr Freizeit, niemals mehr Urlaubstage, niemals kürzere Jahresarbeitszeiten. Und niemals waren die Wartezimmer der Psychotherapeuten voller. Das ist kein Zufall. Der Mensch braucht das Gefühl, gebraucht zu werden. Die Ideologie der Arbeitsvermeidung nimmt ihm genau dieses Gefühl – und verkauft ihm die Leere als Selbstfürsorge.

Herrschaft der Kommentatoren

Wo das Herstellen verdächtig wird, macht das Reden Karriere. Das ist die eigentliche Umwälzung der vergangenen fünfzig Jahre. Wer Werte schafft, wer ein Unternehmen gründet, wer eine Maschine erfindet, wer einen Dachstuhl richtet: Der gilt als Profiteur, bestenfalls als notwendiges Übel, schlimmstenfalls als Klimasünder. Wer dagegen über diese Tätigkeiten spricht, sie „einordnet“, bewertet, kritisiert und reguliert: Der steigt auf.

Den öffentlichen Diskurs in Deutschland beherrschen heute die Kommentatoren: Journalisten, Geistes- und Sozialwissenschaftler, Kirchenvertreter, Politiker und ein unüberschaubares Heer direkt oder indirekt staatlich finanzierter Sozialhelfer, Berater und NGO-Aktivisten. Ihre einzige Leistung ist das Urteil über die Leistung anderer. Ihre Einkommen hängen an Zwangsgebühren, Steuermitteln und Fördertöpfen.

Sie leben gut von genau der Wertschöpfung, die sie schlechtreden.

Nirgends lässt sich das schöner besichtigen als in den Talkshows des zwangsgebührenfinanzierten Rundfunks. Die „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ hat gezählt, wer bei ARD und ZDF über Wirtschaft reden darf: Politiker stellen gut 41 Prozent der Gäste, Journalisten knapp 30 Prozent. Vertreter der Wirtschaft kommen auf magere 7,8 Prozent – wohlgemerkt in Sendungen, deren Thema die Wirtschaft war.

Der Handwerksmeister, den die bürokratischen Zumutungen der Ämter ersticken, sitzt dort nicht. Die Unternehmerin, die ihr Werk nach Ungarn verlagert, weil die Stromrechnung in Deutschland sie ruinieren würde, sitzt dort nicht. Es sitzen nur diejenigen dort, die über den Handwerksmeister und die Unternehmerin reden.

Wer echte Werte schafft, kommt in der Selbstbeschreibung unseres Landes praktisch nicht mehr vor.

Eine Gesellschaft, die das Kommentieren von Produktionsprozessen für wichtiger hält als die Produktionsprozesse selbst, ist dem Untergang geweiht. Das ist Arithmetik. Kommentare kann man nicht essen, nichts mit ihnen herstellen und nicht mit ihnen heizen (trotz der unfassbaren Volumina an heißer Luft). Irgendwann ist die ökonomische Substanz verzehrt, über die die wirtschaftsfremden Kommentatoren so trefflich räsoniert haben. Dann, übrigens, gibt es auch nichts mehr zu kommentieren.

Damit sind wir wieder bei Friedrich Merz. Der Kanzler ist nicht der Gegenpol zu diesem System. Er ist sein Produkt. Ein Mann, der mal ein paar richtige Sätze sagt, die aber gleich beim ersten Gegenwind wieder einsammelt: So ein Mann ist ja selbst nur ein Kommentator.

Erfunden in Erlangen, verkauft in Cupertino

Unser Niedergang lässt sich auf eine Frage verdichten: Was hat Deutschland in den vergangenen dreißig Jahren erfunden, das die Welt verändert hat?

Die Antwort fällt peinlich kurz aus. Und selbst die Ausnahmen bestätigen die Regel. Das MP3-Format entstand am Fraunhofer-Institut in Erlangen. Die großen Geschäftsmodelle entwickelten Apple mit dem iPod (USA) und später Spotify (Schweden). Deutschland hat bestenfalls noch ein paar Ideen – aus denen andere Produkte und Wohlstand machen.

Durch harte Arbeit, übrigens.

Für die EU insgesamt sieht es kaum besser aus. Der Kontinent, der einst den Buchdruck, die Dampfmaschine, das Röntgengerät, den Dieselmotor und den Computer hervorbrachte, glänzt heute vor allem durch Weltmarktführerschaft in Regulierung. Datenschutz-Grundverordnung, KI-Verordnung, Lieferkettenrichtlinie: Brüssel normiert, was andere erfinden.

Diese „Anderen“ sitzen vor allem in den USA. Das Smartphone, die Suchmaschine, der Online-Handel, das soziale Netzwerk, die Cloud, das Elektro-Auto als Massenprodukt, die wiederverwendbare Rakete, der Satelliteninternet-Schwarm, die großen Sprachmodelle – sämtlich in den USA erfunden oder zum Massengeschäft gemacht. Oder beides.

Ein paar „Andere“ sitzen inzwischen auch in China. Dort wurden nach Berechnungen der „International Federation of Robotics“ (IFR) allein im Jahr 2024 rund 295.000 Industrieroboter installiert. Das waren satte 54 Prozent aller Neuinstallationen weltweit. Der chinesische Bestand hat längst die Marke von zwei Millionen überschritten. Humanoide Maschinen aus Hangzhou tanzen, laufen und boxen, während man in Deutschland noch über die Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats bei der Einführung von Excel-Makros verhandelt.

Die Geschichte hat übrigens einen ausgesprochen feinen Sinn für Ironie: Die IFR hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Man zählt in Deutschland sorgfältig, was andere bauen.

Neid als Staatsräson

Wer selbst nichts mehr erschafft, dem bleibt ein Gefühl gegenüber denen, die es noch tun: Neid. Er ist längst die stärkste Triebfeder der deutschen Politik. Der Soziologe Helmut Schoeck hat schon 1966 beschrieben, wie der Neid sich als Gerechtigkeitssinn verkleidet. Heute trägt er das Kostüm der „sozialen Gerechtigkeit“, der „Umverteilung“, des „starken Staates“.

Die eigentliche gesellschaftliche Kluft verläuft gar nicht zwischen Arm und Reich; das wollen die Linken aller Disziplinen uns nur immer einreden. Der eigentliche Graben liegt zwischen denen, die Werte schaffen – und denen, die von diesen Werten immer nur parasitär profitieren. In Deutschland haben wir hier die moralischen Vorzeichen mal eben getauscht:

Wer schafft, muss sich rechtfertigen. Wer nimmt, ist sakrosankt.

Neid ist bei all dem nur die logische Konsequenz: Wer Arbeit für Entfremdung hält, kann Reichtum nur als Ergebnis von Glück, Erbe oder Ausbeutung begreifen. Dass jemand mehr hat, weil er mehr getan hat, kommt in diesem Weltbild nicht vor. Also ist jedes Vermögen ein Skandal, jede Gewinnmeldung eine Provokation, jede Erbschaft eine Ungerechtigkeit.

Und der Staat muss das alles gefälligst heilen.

Keine Rakete ohne Nachtschicht

Die Linken wollen Wohlstand, aber ohne Arbeit. Sie wollen Leistung, aber sie wollen nicht die Mühsal, ohne die es keine Leistung gibt – und auch keinen Wohlstand.

Die Deutschen wollen Reichtum wie in der Schweiz, aber Arbeitszeiten wie in Frankreich. Sie wollen Elon Musks Raketenautos, aber nicht seine Überstunden. Es ist die zutiefst naive Weltsicht eines Landes, das vergessen hat, woher die Dinge kommen. Nur kleine Kinder halten die Steckdose für eine Stromquelle. Eine Gesellschaft, die alles haben, aber nichts produzieren will und Arbeit verachtet: Die wird irgendwann nichts mehr haben.

Dann wird man in den Talkshows ausführlich darüber diskutieren, wer schuld ist. Eingeladen werden wieder die Kommentatoren.

Falls noch irgendetwas zu retten sein sollte, dann jedenfalls nicht durch ein Gesetz, sondern allenfalls durch eine Rehabilitierung: Arbeit ist Würde. Leistung ist Tugend. Erschaffen ist die vornehmste Selbstverwirklichung des Menschen.

— Moritz Kremb (@moritzkremb) October 5, 2026

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