Tino Chrupalla soll im ARD-Sommerinterview erklären, warum sein Parteikollege Ulrich Siegmund dies macht und das macht und jenes. Das Gespräch verzettelt sich in Partei-Interna und alten Vorurteilen. Zum Schluss muss der AfD-Chef sogar noch klären, wie man Häuserfassaden streicht.
picture alliance / Andreas Gora
Neuer Rekord! Im ARD-Sommerinterview dauert es nicht einmal mehr eine Minute, bis Moderator Markus Preiß zum ersten Mal die legendären Hitzetoten erwähnt, die das Robert-Koch-Institut in diesem mörderischen Sommer gezählt haben will. 14.000 seien es, sapperlot. Im ZDF-Sommerinterview mit Alice Weidel sind es zeitgleich noch 12.000. Das RKI zählt aber wirklich schnell, Respekt und Anerkennung an der Stelle! Schon während der angeblichen Corona-Pandemie war das Institut mit fantasiereichen Daten aufgefallen und hatte sogar eigene Erkenntnisse unterdrückt, um politische Vorgaben zu befolgen, wie wir seit den RKI-Protokollken wissen.
Man muss dem Sender allerdings zugutehalten, dass er gegen Chrupalla keine linken Aktivisten und lautstarken Störer ins Szene setzt wie im Sommer 2025 beim Interview der zweiten AfD-Vorsitzenden Alice Weidel. Stattdessen heute Studioatmosphäre.
Nur im Kopf des Moderators herrscht beim Klima schreiende Unruhe. Er lässt das Niedrigwasser im Rhein einspielen, bestöhnt die besagten 14.000 Hitzetoten und zeigt einen Ulrich Siegmund, der auf seiner sommerlichen Wahlkampfbühne fröhlich die Menschen und den Klimawandel begrüßt.
Satte sieben Minuten lang reitet Moderator Preiß auf dem Thema herum. Chrupalla spricht sich für Maßnahmen aus, um den höheren Temperaturen zu begegnen, etwa mehr Klimaanlagen für Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime. Doch er mahnt, es solle „ökonomisch bezahlbar“ bleiben. Man müsse prüfen, ob sich „Gegenmaßnahmen überhaupt rechnen, ob sich eine Gegenwirkung damit erzielen lässt“.
Preiß gibt nicht auf. „Bei wieviel Grad ist es dann nicht mehr lustig“ will er wissen und lässt AfD-Mann Hans-Thomas Tillschneider einspielen, der mehr Kohle- und Atomstrom forderte, um Klimaanlagen betreiben zu können. „Ich kann da keinen Widerspruch zu meinen Aussagen sehen“, entgegnet Chrupalla. Die Frage sei doch eher: „Können sich die Menschen überhaupt noch Gas und Strom leisten?“
Einen hat Preiß noch. Was denn Chrupalla als gelernter Malermeister künftig machen werde, wenn er bei so hohen Temperaturen seine Farbe nicht mehr verarbeiten kann. Die Nachhilfestunde folgt auf dem Fuße: „In der Mittagshitze kann ich keine Fassade streichen. Das konnte ich früher schon nicht.“ Das müsse man seit jeher in den frühen Morgen- oder in den Abendstunden erledigen, erklärt Chrupalla. Und ein kleiner Seitenhieb: Er habe Verständnis dafür, dass mancher Politiker mit frühem Aufstehen wohl gewisse Berührungsängste habe.
„Mit diesem Thema möchte man von den wirklichen Problemen in Deutschland ablenken“, sagt der AfD-Chef. Man solle sich eher darum kümmern, ob zum Beispiel die Renten sicher sind. „Da ist das Klima wirklich graduell ein Nebenthema“, sagt Chrupalla, Ändert sich Ihr Blick?“, fragt Preiß, noch immer hitzegeschockt. Chrupalla: „Nein, ich habe da eine andere Wahrnehmung.“ Und außerdem: „Die Menschen in südlichen Ländern belächeln uns ja.“
Das Interview verstrickt sich über weite Strecken in Parteiinterna, pauschalen Vorurteilen und Vorwürfen des Moderators: Immer wieder muss sich Chrupalla für den Spitzenkandidaten in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, rechtfertigen und sogar für dessen Mitarbeiter. Ob es okay sei, dass Siegmund nur allein regieren wolle oder gar nicht, will Preiß wissen. „Erstmal ist es ja seine Entscheidung“, antwortet Chrupalla. „Da wird sich der Bundesvorstand nicht einmischen.“ Er freue sich auf den Wahlsonntag, und die AfD werde sicher allen Parteien die Hand ausstrecken. Aber es gelte ein altes Motto: „Erstmal den Bär erlegen, bevor wir über die Aufteilung des Fells sprechen.“
„Wir machen das Angebot der Gespräche. Wir haben keine Brandmauer. Wir laden alle ein, die es gut mit Deutschland meinen“, sagt Chrupalla. Doch er schränkt ein: „Wenn die anderen diese Hand wegschlagen, dann müssen sie es ihren Wählern erklären.“
Schon wieder kommt Siegmund aufs Tableau. Man fragt sich langsam, warum die ARD ihn nicht gleich selbst eingeladen hat. Ulrich habe den Pflegeheimen vorgeworfen, dort würde den betreuten Menschen „der Stift geführt“. Mit anderen Worten: Wahlmanipulation. Preiß sieht hier Pflegekräfte beleidigt und verunglimpft. Chrupalla berichtet, was ihm selbst zugetragen wurde: Angehörige hätten gemeinsam mit ihren Verwandten im Heim die Briefwahl erledigen wollen und dann erstaunt festgestellt, dass es bereits geschehen war. „Haben Sie Anzeigen erstattet“, fragt Preiß. „Kann ich nicht“, sagt Chrupalla, „weil ich es nicht gesehen habe und nicht bezeugen kann. Es wurde mir zugetragen als Politiker.“ Es seien vermutlich „Einzelfälle, und ich hoffe, es werden Einzelfälle bleiben“. Er habe diesen Vorwurf im übrigen „nicht auf die Pflegekräfte bezogen, das können ganz andere Personen auch sein“.
Der AfD-Chef räumt gelassen mit den immer wiederkehrenden Vorwürfen auf; er hat sie in den vergangenen Jahren wohl einfach zu oft gehört, als dass sie ihn noch aufregen. „Das sind Menschen, die hier herzlichen willkommen sind“, sagt der AfD-Chef über den syrischen Arzt. „Er braucht sich nicht angesprochen zu fühlen. Wir haben eine große Zahl Migranten, die uns wählen, weil wir für Recht und Ordnung einstehen.“ Und „für diese Probleme in diesem Land ist mit Sicherheit nicht die AfD verantwortlich“.
Ulrich Siegmund, die Dritte: Der wolle eine „freiwillige Bürgerwacht“ einführen. Das stoße bei der Polizei auf Ablehnung. Bewaffnete Bürger, die Selbstjustiz üben – was sage denn Chrupalla zusolchen Plänen. Das Thema knüpfe an die alte „Stadtbild-Debatte“ des Kanzlers an, antwortet Chrupalla. „Wir haben jetzt schon eine ganze Reihe privater Sicherheitsfirmen. Diese Personen gibt es in jedem Fußballstadion“. Es gehe nicht um Selbstjustiz, sondern um die Unterstützung der Polizei im rechtlich einwandfreien Rahmen. Wenn die Polizei das kritisiere, solle sich doch bitte mal erklären, ob sie personell in der Lage sei, jedes kleine Dorffest selbst zu sichern. „Sie können es nämlich nicht.“
Und nochmal Siegmund, der „Posterboy und Publikumsmagnet“, wie die ARD ihn im Einspieler nennt. Einige seiner engsten Mitarbeiter seien vor zwanzig Jahren mal Mitglieder der „Heimattreuen deutschen Jugend“ gewesen, ergo: offenbar Nazis. Chrupalla nimmt den Vorwurf volley: Die Personen hätten „ein lupenreines Führungszeugnis“ und „keine Rechtsverstöße“ begangen. Irgendwelche „Jugendsünden“ täten nichts zur Sache, wenn sich die Personen „in den letzten Jahren einwandfrei verhalten haben“. Es sei zweitrangig, „ob man vor 20 Jahren dort mal auf so ‘nem Camp war.“
Chrupalla erinnert an den grünen Ex-Außenminister Joschka Fischer, der in seiner Jugend ein linksradikaler Steinewerfer war. So sei der Lauf der Welt. Chrupalla: „Das ist der Querschnitt dieser Gesellschaft.“






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Warum wird immer nur auf der AfD herumgehackt. Wer wo wann in welcher Orga war und warum. Bei den etablierten Parteien gab es auch genug merkwürdige Vögel und sogar Politiker in Führungspositionen die ein NSDAP Parteibuch hatten. Aber das waren natürlich keine Nazis. Namen erspare ich mir.
Immer die gleiche Propaganda im ÖRR! Und für diesen unausgewogenen Dreck müssen wir eine Steuer leisten, ansonsten kommt man in den Knast! Ein ekelhaftes linkes Mafia-System.
Die AfD will dem öffentlich-rechtlichen-Propagandafunk finanziell den Stecker ziehen.
Frösche mögen es nicht, wenn ihr wohliger Sumpf trockengelegt werden soll.
Chrupalla und Weidel haben sich in den Sommerinterviews gut geschlagen.
Es wird noch viel mehr Hitzetote geben, wenn Putin eine Nuklearbombe auf eine deutsche Stadt schießt. Das wäre dann nicht mehr der Klimawandel, sondern die unbeschreibliche Dummheit von Friedrich Merz, der jeden Tag eine Atommacht herausfordert, die uns bereits mehrfach als Kriegspartei bezeichnet hat.
Warum gehen Weidel und Chrupalla überhaupt noch in solche Interviews? Man erweist diesen Sendern nur eine unnötige Reverenz und zu gewinnen gibt es da ohnehin nichts. Solche Sendungen schauen sich nur noch Leute an, die schon halbtot in ihren Fernsehsesseln wie in einem Grab liegen.
Peiss macht seinen Job, und den macht er gut, weil er ihn so schlecht macht. Er weiß doch, zuerst kommt das Fressen und dann die Moral. Das hat sich so sehr eingespielt, daß man den Blick vom Tachometer bei Tempo 300 nicht mehr hoch bekommt vor der Kurve.
Nächste Woche ist es so weit. Wenn das BSW in SA unter 5 % bleibt, kann die AfD allein regieren. Die Grünen müssen durch die ÖDP ersetzt werden.
https://cna343.wordpress.com
Und wenn’s im nächsten Jahr ein kühlerer Sommer wird, dann herrscht Schweigen im Walde – oder schlimmer noch: dann wird wieder das Märchen von den angeblichen „Extremen“ aufgefahren. Die Natur kann’s den wohlstandsverwahrlosten und komfortverwöhnten Sensibelchen halt niemals recht machen. Diese Leute gehören auf die Couch oder in die Geschlossene, je nach Schweregrad der Erkrankung.
Preiß mal ganz ohne die Unterstützung des Antifa-Krawallwagens? Immerhin, die AfD mit ihrer Doppelspitze fast gleichzeitig bei ARD/ ZDF – geht doch!
„Hitzetote“?? Heute Morgen, 24.08.(also fast noch in Mitte des kalendarischen Sommers) um 10:00 Aussenlufttemp. in Waiblingen = 14°C. Zum Glück bin ich noch an der süd-östlichen Adria bei 30°C zu gleichen Zeit, aber hier spricht auch niemand vom „Klimawandel“ oder gar „Hitzetoten“ wie im Land der Klima-Bekloppten. Und aufgrund seines üppigen Salärs wird dieser ÖRR-Chef-Ankläger niemals selber eine Wand streichen müssen.