„Wir haben noch nicht begriffen, was das für eine Gesellschaft bedeutet“

Der Geburtenrückgang stellt nicht nur das Sozialsystem vor Herausforderungen. Im TE-Interview fordert die ÖVP-Abgeordnete Gudrun Kugler, selbst vierfache Mutter, gesellschaftliche Faktoren stärker in den Blick zu nehmen und insbesondere Frauen zu stärken.

picture alliance / Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB | Patrick Pleul

Gudrun Kugler ist ÖVP-Abgeordnete, Vizepräsidentin der Parlamentarischen Versammlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) und deren Sonderbeauftragte für Demografie und Sicherheit. Im Interview mit TE spricht die vierfache Mutter über Fehlannahmen zur demografischen Entwicklung, über deren Ursachen, Folgen sowie über mögliche Lösungsansätze.

Tichys Einblick: Frau Kugler, 2025 ist die Geburtenrate in Deutschland auf 1,32 Kinder gefallen, der tiefste Wert seit fast 30 Jahren. Sie haben 2025 einen OSZE-Bericht zum demografischen Wandel vorgelegt, aus dem hervorgeht, dass die sinkende Geburtenrate die gesamte OSZE-Region betrifft.

Weniger Menschen heißt doch, dass weniger Ressourcen gebraucht werden; angesichts des technologischen Fortschritts kann man davon ausgehen, dass mittel- und langfristig viele Arbeitsplätze wegfallen werden: Werden sich die Systeme nicht einfach an weniger Menschen anpassen? Warum wird diese Entwicklung als Problem betrachtet?

Gudrun Kugler: Weniger Menschen sind an sich nicht das Problem. Das Problem ist der Weg dahin, also die Schrumpfung. Unsere Wirtschafts- und Sozialsysteme sind auf Wachstum hin angelegt, ein Rückgang muss sorgfältig geplant werden. Demografie ist eine exakte Wissenschaft. Die Politik legt derzeit aber zu wenig Wert darauf, die Schrumpfung genau zu berechnen und die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen.

Woran liegt das?

Politiker denken häufig nur in Legislaturperioden. Es kommt beim Wähler natürlich nicht gut an, wenn ein Politiker sagt, dass beispielsweise hier und jetzt eine Gemeindezusammenlegung erfolgen muss, weil in 25 Jahren nicht mehr genügend Menschen in den betroffenen Ortschaften leben werden. Der demografische Wandel betrifft fast alle Bereiche der Politik. Die Infrastruktur, vor allem im ländlichen Raum, ist nur ein Aspekt unter vielen.

Unsere Großstädte werden nicht so schnell oder vielleicht gar nicht schrumpfen, dafür zeigen sich dort andere Probleme: Sie werden muslimischer und es besteht die Gefahr einer Ghettoisierung.

Demografischer Kollaps
Sinkende Geburtenrate: Ohne Bewusstseinswandel keine Kinder
Der demografische Kollaps wirft auch im Hinblick auf die demokratische Teilhabe Fragen auf. Wie verändert sich die Demokratie, wenn die Wähler älter werden und sich politische Parteien vorwiegend an den Wünschen der Alten orientieren? Oder eben auch: Wenn sie sich an den Wünschen von muslimischen Gruppierungen ausrichten werden? Auch da verschieben sich die Verhältnisse in der Gesellschaft.

Unmittelbar betroffen sind die Sozialsysteme: Renten, Gesundheit, Soziales, das ist bei einer alternden Bevölkerung für die Jüngeren kaum noch zu stemmen. Wir müssen das alles neu konzipieren.

Auch nach außen hin ergeben sich Probleme. Wie verteidigen wir unser Land, wenn wir plötzlich nur noch halb so viele Rekruten haben? Was passiert auf der internationalen Ebene, wenn wir unseren Wohlstand nicht halten können, dadurch an Einfluss verlieren und geopolitisch nicht mehr ernst genommen werden?

Welche Folgen hat der demografische Wandel für das Individuum?

Das soziale Gefüge ist bedroht, und das betrifft den Einzelnen ganz konkret. Wir leiden im Westen bereits unter einer Epidemie der Einsamkeit. Es gibt immer mehr Menschen, die einsam sind: Die Alten, die niemanden mehr haben, aber auch viele junge Menschen, die dadurch, dass es kaum noch Großfamilien gibt, vereinsamen und die durch die Verlagerung des Lebens in die digitale Welt kaum noch Kontakte pflegen.

Wenn man Zuwanderer herausrechnet, liegt die Geburtenzahl bei Westeuropäerinnen bereits bei 1. Das heißt: Dieses Durchschnittskind hat keine Geschwister, keine Cousins, keine Onkel und Tanten. Wir haben noch nicht begriffen, was das für eine Gesellschaft bedeutet.

Wolfgang Mazal, der Leiter des Österreichischen Instituts für Familienforschung an der Universität Wien, sagt, eine Gesellschaft ohne Kinder wird leiser, langsamer, vorsichtiger und passiver.

Nun ist die sinkende Geburtenrate ein weltweites Phänomen…

Ja, das ist die große Frage: Warum bekommen Frauen keine Kinder mehr? Mit Ausnahme einiger weniger zentralafrikanischer Länder ist das auf der ganzen Welt zu beobachten. Selbst Indien liegt bereits unter der Reproduktionsrate, ganz Lateinamerika auch.

Lange wurde das Narrativ verbreitet, dass Überbevölkerung eine große Gefahr sei; es wurde auch durchaus Panik geschürt vor Hungersnöten und anderen Problemen.

Die „Population Bomb“, die Paul Ehrlich postuliert hat, ist schlicht unseriös. Jetzt weisen Demografen darauf hin, dass er gar nicht vom Fach war, und dass sie immer schon wussten, dass seine Thesen nicht haltbar sind.

Zum Tod von Paul Ehrlich:
Der Bevölkerungs-Blindgänger
Wer davon heute noch überzeugt ist, denkt zumeist sehr pauschal an Afrika – obwohl die Geburtenraten wie gesagt auch dort in den meisten Ländern sinken, auch wenn sie noch über dem Bestanderhaltungsniveau liegen. Es wird noch einige Jahrzehnte dauern, bis die Geburtenraten auch dort unter die magischen 2,1 sinken, aber man geht davon aus, dass dies auch in ganz Afrika geschehen wird.

Mit dem derzeit noch bestehenden Ungleichgewicht verbindet sich in Europa vor allem die Sorge, dass immer mehr Menschen aus diesen Regionen nach Europa drängen. Das ist derzeit noch sicher berechtigt.

Woher rührt der globale Rückgang, obwohl die Kulturen und Gesellschaften sehr unterschiedlich sind?

Ich würde sagen, es gibt grundsätzlich drei Bereiche, denen sich die Gründe für die sinkende Geburtenrate zuordnen lassen, wobei diese dann kulturell jeweils unterschiedlich begründet werden. Grob gesagt kann man diese Problemfelder zusammenfassen unter den Schlagworten „nicht ich“, „nicht jetzt“ und „nicht möglich“.

Zunächst gibt es die Menschen, die sagen: „Ich will keine Kinder.“ Wichtig ist zu verstehen, dass sich durch die Methoden der Geburtenkontrolle das Kinder bekommen vom „Opt-out“ zum „Opt-in“ gewandelt hat. Man muss also nicht nur irgendwie Kinder wollen, sondern sie als Priorität sehen.

TE-Serie Demografie 1 von 4:
“Der Wandel, den wir brauchen, ist zutiefst kulturell bedingt”
Das erklärt auch, warum größere Unterstützung von Familien durch die Politik nicht stärker fruchtet: Es geht nicht um wirtschaftliche Kosten, sondern um persönliche Kosten – und für diese braucht es richtig gute Gründe, die unsere Gesellschaft kaum bietet. Daraus ergibt sich, dass viele einfach zuwarten – aber dann keinen günstigen Zeitpunkt finden. Häufig tritt der „richtige“ Zeitpunkt nie ein, und das biologische Fenster, um den Kinderwunsch umzusetzen, schließt sich.

Und dann gibt es diejenigen, die sagen: „Mir ist es nicht möglich“ – weil ein medizinisches Problem vorliegt, oder weil man keinen Partner findet. Viele Menschen haben zudem den Eindruck, dass sie sich keine Kinder leisten können, weil finanzielle Mittel oder Wohnraum fehlen.

Welche Rolle spielt die Kultur, also zum Beispiel eine kulturelle Haltung, die Selbstverwirklichung an die erste Stelle setzt?

Es gab 2008 einen signifikanten Einbruch der weltweiten Geburtenraten, just, als sich das Smartphone sehr schnell global verbreitete. Es gibt die Hypothese, dass dadurch der westliche Lebensstil weltweit exportiert und womöglich der Wunsch verstärkt geweckt wurde, so zu leben wie die Menschen im Westen – und diese haben offensichtlich kaum Kinder. Also hat man das so interpretiert, dass Kinder ein Hindernis sind, um diesen Lebensstandard zu erreichen. Wie gesagt, das ist bisher nur eine Vermutung, aber eine durchaus interessante, der man nachgehen sollte.

Das Hauptproblem ist übrigens nicht die geringe Kinderanzahl derer, die Kinder haben, sondern die Kinderlosigkeit. Die Kinderanzahl hat sich in einer Vergleichsstudie von 42 Industrienationen seit 1980 nicht verändert: 2,25 Kinder pro Mutter. Die Kinderlosigkeit ist allerdings seit 1960 in diesen 42 Industrienationen von vier Prozent auf 38,5 Prozent gestiegen. Da liegt das Problem.

Warum ist die Kinderlosigkeit so stark angestiegen?

Einerseits kann man an dieser Stelle auf die drei Problemfelder hinweisen, die ich genannt habe. Aber man sollte auch fragen, ob und wie sich die Mentalität der Menschen verändert hat. Und da spielt in meinen Augen der Feminismus eine wichtige Rolle.

Der Feminismus hat Anfang des 20. Jahrhunderts reale Probleme angesprochen. Frauen konnten sich oftmals nicht so entfalten, wie wir das heute als angemessen und richtig empfinden. Aber die Lösung, die dem Feminismus vorschwebt, hat ein noch gravierenderes Problem geschaffen.

Man hat nämlich den Frauen gesagt, dass das, was sie von Männern unterscheidet, sie schwach, verletzlich und dem Mann gegenüber minderwertig mache. Frauen wird suggeriert: Wenn du dem Mann ebenbürtig sein willst, musst du leben wie ein Mann.

Man hat also als Maßstab für Gleichberechtigung den Mann angesetzt. Gibt es eine Alternative zu dieser Form des „Feminismus“?

Wir müssen zu einem neuen Narrativ für ein gelungenes Frauen-Leben kommen. Zum einen müssen wir das in den Blick nehmen, was Frauen eigen ist: Es gibt Dinge, die nicht jeder kann – und die wollen wir wertschätzen.

Manchmal hat man den Eindruck, dass jungen Frauen suggeriert wird, dass ein Kind eine Katastrophe sei – Bildungs- und Karriereziele könne man begraben, genauso Freiheit, Selbstbestimmung und so weiter. Welche Rolle spielen solche Glaubenssätze?

Wir müssen Frauen die Angst davor nehmen, dass Kinder und ein erfülltes Leben einander ausschließen. Das Schlüsselwort ist für mich „Seasons of Life“, also Lebensstationen, Lebensphasen. Kinder sind keine Frage von „entweder – oder“.
Die heute jüngeren Generationen leben statistisch betrachtet zehn bis 15 Jahre länger als die Generation meiner Eltern. Es steht also viel mehr Zeit zur Verfügung. Da ist genügend Raum für die Studienzeit, für die Zeit, in der man Kinder bekommt und versorgt, und auch für viele Jahre Karriere und Erwerbsarbeit.

TE-Serie Demografie 3 von 4:
Die Einleitung der demografischen Wende: Dezentralisierung & Bildungsreform
Die Arbeitswelt hat sich ohnehin verändert. Man muss nicht mehr 45 Jahre lang in einer Firma sein. Eine Frau kann auch 20 Jahre in einem Unternehmen tätig sein und viel erreichen. Diese Durchlässigkeit und ein Verständnis für die Qualitäten einer Frau, die Kinder groß gezogen hat, müssen sich noch stärker durchsetzen.

Die Arbeitswelt muss sich auch den Bedürfnissen von Frauen anpassen. Aufstiegsmöglichkeiten dürfen nicht allein an die Zeit gekoppelt sein, die man in den vergangenen Jahren im Büro verbracht hat. Frauenpolitik muss aufhören, darauf zu drängen, dass Frauen wie Männer funktionieren. Sie sollte vermitteln, dass Frauen ganz wunderbar sind, so, wie sie sind, und sie dazu ermutigen, ihr Potential auf allen Ebenen zu verwirklichen.

In der deutschen Politik gewinnt man den Eindruck, dass das nicht gewollt ist, sondern dass man im Gegenteil Frauen genau in der Zeit, in der sie am fruchtbarsten sind, fest im Arbeitsmarkt einbinden will – das gilt ja selbst für Mütter, die man am liebsten alle in Vollzeitbeschäftigung sehen würde. Ist das einfach kurzsichtig, oder woher kommt diese Einstellung?

Politik ist leider oft kurzsichtig. Und das ist ein gutes Beispiel dafür. Wir brauchen Arbeitskräfte, auch aufgrund des demografischen Wandels. Es gibt unterschiedliche Gruppen, aus denen man sie rekrutieren könnte. Und da richtet man den Blick ausgerechnet und ausschließlich auf die jungen Mütter.

In Österreich gab es vor Jahrzehnten eine Koalitionsvereinbarung für ein verpflichtendes kostenloses Kindergartenjahr. Das stand im Regierungsprogramm als „wirtschaftsfördernde Maßnahme“. Da sieht man also, worum es wirklich geht: Nicht um Selbstbestimmung oder Selbstverwirklichung oder um das Wohlergehen von Frauen und Kindern, sondern um die Wirtschaft. Für ein echtes Empowerment von Frauen greift das zu kurz, und auch für die Wirtschaft ist es nur ein kurzfristiger Kick. Denn wenn die Menschen keine Kinder mehr bekommen, können wir unseren Wohlstand langfristig nicht halten; wir verlieren Absatzmärkte und zukünftige Arbeitnehmer.

Ihrer Ansicht nach braucht es also einen neuen Feminismus und eine Orientierung weg von der Tendenz, Frauen nur im Hinblick auf ihren Wert als Arbeitnehmer zu sehen. Welche Rolle spielt Mutterschaft im Rahmen eines solchen Paradigmenwechsels?

Wir suggerieren, dass Kinder nichts als eine Belastung seien, und zugleich, dass Frauen dann nur etwas wert seien, wenn sie gut Geld verdienen. Wir müssen stattdessen das Elternsein gesellschaftlich anerkennen!

Muttersein, Elternsein ist etwas Großes. Natürlich auch eine Herausforderung. Ich habe vier Kinder. Aber ich werde kaum je als Mutter vorgestellt, sondern immer über meine beruflichen oder politischen Leistungen definiert.

TE-Serie Demografie 2 von 4:
Die Ursachen der demografischen Krise
Im Grunde brauchen wir eine neue teleologische Anthropologie. Das klingt etwas abstrakt: Gemeint ist ein Menschenbild, das den Menschen nicht nur nach seiner Leistungsfähigkeit oder seinem wirtschaftlichen Nutzen beurteilt, sondern Lebensziele unterstreicht, die die Fähigkeiten des Menschen widerspiegeln: Dazu gehört, den eigenen Intellekt einzusetzen, Verantwortung zu übernehmen, bedingungslos zu lieben, mutig zu handeln, kreativ zu gestalten – und auch neues Leben hervorzubringen und Kinder großzuziehen. All das sind Ausdrucksformen menschlicher Erfüllung.

Diese Vorstellung müssen wir allerdings von Missverständnissen befreien. Sie bedeutet nicht, dass Frauen zu Hause bleiben oder keiner Erwerbsarbeit nachgehen sollen. Sie bedeutet auch nicht, dass sich Frauen ausschließlich über ihre Mutterschaft definieren. Mutterschaft ist eine Fähigkeit unter vielen. Aber sie gehört zu den Fähigkeiten des Menschen, die gesellschaftlich wieder stärker wertgeschätzt werden müssen. Frauen besitzen dabei eine einzigartige Fähigkeit: Sie können neues menschliches Leben in sich tragen und zur Welt bringen.

Eine Gesellschaft, die Frauen wirklich achtet, schafft die Voraussetzungen dafür, dass sie ihr gesamtes Potenzial entfalten können. Sie setzt Frauen nicht unter den Druck, allem gleichzeitig gerecht werden zu müssen und im Zweifel die Erwerbsarbeit stets über Familie und Mutterschaft zu stellen.

Sie sprechen von einer neuen Wertschätzung für Mutterschaft. Aber was ist mit Frauen, die keine Kinder bekommen können? Sind das dann keine richtigen Frauen?

Ungewollte Kinderlosigkeit ist ein schweres Schicksal. Ich denke, zum einen können auch Kinderlose in ihrem Umfeld schauen, wie sie Anteil am Leben von Kindern haben und Kinder beim Erwachsenwerden unterstützen können. Weiters sollte man Menschen nicht gegeneinander ausspielen. Es gibt weiterhin auch viele andere Dinge, für die Menschen Wertschätzung erfahren. Dass Eltern mehr soziale Anerkennung entgegengebracht werden soll, heißt nicht, dass man andere zurücksetzt.

Das führt mich zur nächsten Frage. Oft wird vorrangig auf die Frauen geschaut. Welche Rolle spielen die Männer, die Väter?

Statistisch betrachtet gibt es insgesamt immer weniger Beziehungen. Das hat vielleicht auch damit zu tun, dass Männer immer unsicherer werden. Da wiederum spielt eine Rolle, dass Frauen heutzutage gebildeter sind und tendenziell nach oben heiraten, womit hochgebildete Frauen und weniger gebildete Männer keine Partnerin finden. Auch Männer brauchen also ein neues Selbstbewusstsein!

Denn eine stabile Beziehung ist einer der wichtigsten Faktoren. Es gibt eine Studie mit dem Titel „no ring, no baby“ – kein Ehering, kein Kind. Ganz so pauschal stimmt das nicht, aber durch das höhere Maß an Stabilität erhöht vor allem die Ehe signifikant die Chance, dass Kinder geboren werden.

Vielen Dank. Eine letzte Frage: Sie sind selbst Politikerin; wir haben über politische und kulturelle Aspekte gesprochen. In welchem Verhältnis stehen diese Ihrer Meinung nach zueinander?

Politik ergibt sich aus der Kultur. Kultur wird durch Politik beeinflusst, aber sie ist eindeutig der stärkere Parameter. Deshalb spielt jeder eine wichtige Rolle, der mit dazu beiträgt, die Kultur zu verbessern. Denn nur aus einer guten Kultur kann auch gute Politik erwachsen.


Lesen Sie zum demografischen Wandel auch die Artikelserie von TE-Autor David Boos:



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Kommentare ( 65 )

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Sabine Schoenfelder
1 Stunde her

Ein Beitrag der, bewußt oder unbewußt, viele zentralen Themen ignoriert.  Seit der Coronaimpfung beschleunigte sich dieser Trend des Geburtenrückgangs, und die Gründe stehen wie ein rosa Elefant mitten im Raum…und hier gelangen wir in medias res. Die herbeigeschworene und agitierte Überbevölkerung soll „abgebaut“ werden….doch wie ist die Realität ? Was in Deutschland geboren wird, heißt überwiegend „Achmed“ oder „Fatima“. Wurde bewußt m I g r i e r t und von Geburt an subventioniert. Zahlt nur in wenigen Fällen in das System. Das Entscheidende ist, es ist beabsichtigt und gewollt. Ein Subventionsdesaster soll den Staat zusammenbrechen lassen…ein gefühltes „wir-sind-zu-viele“ suggerieren…… Mehr

giesemann
3 Stunden her

Wer eigene Kinder als Rentenzahler für andere Dummköpfe missbrauchen will, nur zu. Kinder, die solche Eltern haben, brauchen keine weiteren Feinde mehr. Und immer daran denken: Die Jungen von heute sind die Alten von morgen. Das zeigen uns derzeit die „Boomer“, gezeuget in fröhlichen Zeiten. Gut, das geht vorüber, schon mir, Jahrgang 1950, sozusagen also Vor-Boomer, sind die Zeit meines Lebens im Nacken gesessen. Jetze habt ihr sie an der Backe, mir egal, die konnten mir eh nicht das Wasser reichen.

Sabine Schoenfelder
8 Minuten her
Antworten an  giesemann

„Die Jugend von heute sind die Alten von morgen.“ Man kann ihre feine Beobachtungsgabe und philosophische Tiefe gar nicht genug würdigen, zwischen all den menschenverachtenden Statements, die Sie so gerne in a bisserl bayrische Jovialität verpacken.. 
Wiederhole mich gerne. Nur Wohlstand führt auf natürliche, interessengeleitete Weise zu einem Geburtenrückgang, und gerade DEN wollen die Geldsäcke dieser Welt n i c h t mit der Bevölkerung, mit den „Regierten“ teilen. Im Gegenteil ! Think about. 

Der Person
3 Stunden her

„Da wiederum spielt eine Rolle, dass Frauen heutzutage gebildeter sind und tendenziell nach oben heiraten, womit hochgebildete Frauen und weniger gebildete Männer keine Partnerin finden. Auch Männer brauchen also ein neues Selbstbewusstsein!“ Das ist halbfalsch. Der Fachbegriff ist Hypergamie, es bedeutet, dass Frauen sozial/finanziell höhergestellte Männer als Partner suchen; eine Krankenschwester will einen Facharzt, eine Medizinerin dann einen Chefarzt, sie wollen „nach oben“ heiraten, während dem Mann der soziale/finanzielle Status der Frau egal ist. In normalen oder extrem aufgeklärten Gesellschaften wie z.B. Norwegen ist das egal, weil Frauen da typische Frauenberufe ergreifen, die i.d.R. weniger anspruchsvoll sind und damit weniger… Mehr

giesemann
3 Stunden her

Wir leben in einer historisch erst- und einmaligen Situation mit über acht Milliarden Menschen auf dem Planeten; das gab es noch nie, mit Kohle, Öl&Gas wars möglich. Zzgl. moderne Medizin&Technik. Im Jahre 1950, dem Jahr meiner Gnadengeburt, gab es ca. 2,5 Milliarden Erdenbewohner, weniger als heute allein in China und Indien leben. Es gibt also nur ein globales Problem: Es gibt eine Zeichnung von Sempé, die einen gewaltigen Demonstrationszug zeigt: unübersehbar viele Menschen sind zusammengeströmt, von den Seiten laufen immer noch mehr dazu. Der Zug folgt einem großen, aus den Massen emporgereckten Banner mit der Aufschrift »Wir sind zu viele!«… Mehr

Michaelis
3 Stunden her

Wird hier bei TE jetzt Werbung für die reaktionäre ÖVP (und die OSZE) gemacht?? Verstörend!!

Last edited 3 Stunden her by Michaelis
AlNamrood
6 Stunden her

Natürlich. Frauen stärken. Der Frosch möchte mehr Sumpf. Viel mehr fällt ihm nicht ein.

Nibelung
6 Stunden her

Nicht alles was heilig erscheint, nämlich die Mutterschaft, billigt die Mittel und die unheilige Ambrosius-Gersdorf schaltet sich gerade ein und wirbt für ein selbstbestimmtes Sein der Frau, was ja richtig sein mag, solange es bei uns nicht verboten ist und das Wirken des Heiligen auch auch in Bezug auf`s lernen und wissen, scheint bei ihr trotzdem zu kurz gekommen zu sein und es gut war, sie in höchste Stellen nicht zu vermitteln. Nach rent a Car nun rent a Baby, was die ganze Sache unverbindlicher macht und schon deshalb unheilig ist, weil es gegen Gottes Gebote verstößt, der über diese… Mehr

humerd
8 Stunden her

die größte gesellschaftliche Veränderung wurde 2015 eingeleitet. In dieses Land Kinder zu gebären können nur noch Bürgergeldempfänger und Migranten verantworten.

Innere Unruhe
3 Stunden her
Antworten an  humerd

Wir sollen aufhören, den Asylanten Kinder zu bezahlen. Dafür sind wir nicht da. Wenn Fatima und Mustafa aus Syrien ein Kind möchten, sollen sie seine Windeln und sein Kinderzimmer selbst zahlen.
Wir sind nicht verpflichtet, ihnen hier Familiengründung zu ermöglichen. Schutz vor Assad – nicht mal mehr das brauchen sie – mehr haben wir nie versprochen.
Ein Erlass, ihnen Hilfe zu streichen und Meldeadresse zur Heimrückkehr zu übermitteln, ist schnell abgestimmt.

murphy
12 Stunden her

Danke für diesen Beitrag. Das ist ein absolut zentrales Problem. Es existiert weil wir den Mammon anbeten, uns von Geld steuern lassen. Alle wissen, Geld kann man letztlich nicht mitnehmen und trotzdem wird das in kranker Manier gejagt. Von Leuten die millionenfach mehr haben, als sie für die restliche Reise durchs Leben brauchen bis hinunter zu einfachen Arbeitern die dem Geld nachjagen müssen, weil der Staat ihnen den Großteil ihrer Arbeitsleistung raubt und vergeudet. Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen braucht es mehr als die AfD, nämlich eine andere Grundeinstellung zum Leben. Vorstellungen dazu gibt es. Es wäre die Aufgabe von… Mehr

gummibaum
13 Stunden her

Hm, ich las oft das Wort „Männer“ oder „Mann“ und „Mutter“. Das Wort „Vater“ habe ich nicht gefunden.
Ich probiere mal die Suchfunktion.