Endlose Gewalt an Ludwigshafener Schule: SPD will Polizeipräsenz erhöhen

In Ludwigshafen wird eine Schule nach der anderen zur Problemschule. An der Karolina-Burger-Realschule plus herrscht buchstäblich Krieg. Lehren und lernen scheinen fast unmöglich. Die Landes-Ampel ließ die Zustände lange schlüren – bis Lehrer einen Brandbrief schrieben. Nun soll es permanente Polizeipräsenz richten.

picture alliance / Uwe Anspach/dpa | Uwe Anspach
2018 gab es bereits einen Großeinsatz an der Karolina-Burger-Realschule in Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz, 14.03.18

Es ist der Krieg, in den sie die Kinder geschickt haben. Die junge Generation scheint weit voraus, sie schmeckt die Zukunft schon heute. Man könnte auch sagen, sie wurde in etwas hineingeworfen, das sie nicht gewählt hat. Die Berichte aus der Ludwigshafener Karolina-Burger-Realschule plus sind jedenfalls im Wortsinn erschreckend. „Plus“ steht dafür, dass die Hauptschule integriert ist. Eigentlich sollte es hier um Schulabschlüsse und die Berufsschulreife gehen. Aber viele Schüler sprechen kein gutes Deutsch und beherrschen die Grundrechenarten nicht. Schüler kommen ohne Materialien in die Schule. Lehrer beschreiben ihr Institut als „Förderschule mit einer Klassengröße von 30 Schülern und einer Lehrkraft“. Das Thema sind offenbar Schüler mit Migrationshintergrund, aber das wird nur hinter vorgehaltener Hand gesagt. Kinder kommen aus „bildungsfernen Familien“, heißt es dann gerne pauschal.

Grundschule mit 40 % Migrantenanteil gekippt
Eltern schlagen Alarm: Gewalt, Drohungen, Sprachbarrieren an Cottbuser Grundschule
Außergewöhnliche Gewalt, Drohungen und massive Unterrichtsstörungen sind an der Burger-Schule an der Tagesordnung. Schüler schlagen mit dem Nothammer auf andere ein, hantieren mit Messern, Reizgas und Böllern. An diesem Montag und Dienstag wurde erneut Reizgas im Treppenhaus der Schule versprüht. Es gab zwei Notfalleinsätze von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten. Nach den Tätern wird noch ermittelt. So vertreiben sich Gelangweilte die Zeit.

Ist das noch das Niveau Rütlischule Neukölln oder haben die Zustände nun bundesweit eine neue „Qualität“ angenommen? Neukölln ist schon heute fast überall zu finden, so, wie es einige prophezeit haben. 2023 war die Gräfenauschule im benachbarten Stadtteil in die Schlagzeilen geraten – auch sie wegen Überforderung, Überlastung und Integrationsproblemen. Dort musste ein Drittel der Erstklässler die Klasse wiederholen. Im selben Jahr trat die Ludwigshafener Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck aus Protest aus der SPD aus. Sie mahnte im Gegensatz zur damaligen Bildungsministerin Stefanie Hubig einen „Ludwigshafener Sonderweg“ bei der Schulpolitik an: „Es muss einen geben!“

Nach dem Amoklauf spitzt sich die Überlastung zu

Am 28. Mai 2025 kam ein Mädchen mit dem Klappmesser in die Schule und ging auf eine Lehrerin los, um diese zu töten. Das Mädchen gilt laut Gericht als schizophren und musste nach seinem Prozess nicht ins Gefängnis. Der Angriff wurde vom Gericht nicht als versuchter Totschlag gewertet, die 17-Jährige wurde für gefährliche Körperverletzung verurteilt. Die Lehrerin hatte den Angriff abwehren und der Jugendlichen das Messer aus der Hand schlagen können. Dennoch gilt der Vorfall im Kollegium der Schule als „Kipppunkt“: „Seitdem geht es vielen Kolleginnen und Kollegen deutlich schlechter, nicht wenige sind krank oder überlastet“, berichtet ein Lehrer. Anspannung verwandelte sich in offene Angst. Man kann es verstehen, nachdem sich eine Drohung so leicht in Realität umwandelte.

Schulverweise aber sind schwierig. Zudem stellt sich die Frage, wo man problematische Schüler danach eigentlich beschulen will. Am 29. Oktober kam es erneut zum Amok-Alarm: Schüler meldeten eine „Person mit Messer und Sturmhaube“ – angeblich gab es später Entwarnung. Aber wer denkt sich so etwas aus? Der Vorfall zeigt mindestens, wie sehr die Nerven an der Burger-Schule blank liegen.

Nun hat die Landes-Ampel-Regierung Rheinland-Pfalz beschlossen, dass in der Problemschule nur noch eines hilft: erhöhte Polizeipräsenz. „Gewalt hat in unserer Gesellschaft keinen Platz – und erst recht nicht an unseren Schulen“, formuliert Innenminister Michael Ebling (SPD) das Selbstverständliche. Doch jahrelang ließ die Landesregierung die Zustände in Ludwigshafen schlüren.

Brandbrief: Auch hygienisch unhaltbare Zustände

Schon 2018 stürmte ein Sondereinsatzkommando (SEK) die Schule, weil auch da ein Junge mit Waffe gesichtet worden war. Der war dann aber nicht mehr auffindbar. Omertà? Viele weitere Vorfälle wurden von der Schulleitung nicht an das zuständige Kultusministerium gemeldet. Am Ende schrieben die entnervten Lehrer einen Brandbrief an die Schulaufsicht. Kernsatz des Schreibens: „Wir können so nicht mehr unterrichten.“

Aggressive Schüler, hilfloses Schulsystem
Gewalt an den Schulen: Hilflosigkeit gegenüber den jungen Tätern
In ihrem Brandbrief schildern die Lehrer Messerangriffe unter Schülern am hellichten Tag. Ein Schüler drohte: „Ich schieß’ euch alle ab!“ Bücher werden nach Lehrern geworfen, es gibt sexualisierte Beschimpfungen und Beleidigungen, körperliche Übergriffe, Fake-Accounts in sozialen Netzwerken, um Lehrer zu diffamieren. In Klassenzimmern werden Böller gezündet. In der Folge klaffen „fußballgroße Löcher“ in den Wänden. Toiletten sind vom Ruß geschwärzt, nachdem sie mutwillig in Brand gesetzt wurden. In den Toiletten wird daneben wild auf den Boden uriniert. Schüler hätten sogar „im Kellergeschoss unter Treppen ihr Geschäft verrichtet“, wird berichtet. In einigen Gebäudeteilen ist die Luft laut Lehrern „unerträglich“. Einige Lehrer meiden diese Gebäudeteile.

Immer wieder geraten auch Lehrer in Gefahr. „Haben Sie eigentlich keine Angst, wenn Sie mit dem Rücken zur Klasse stehen, dass Sie jemand von hinten absticht?“, wurde eine Lehrerin gefragt. Dann auch die an Psycho-Spiele erinnernde Frage: „Würden Sie sich opfern, um uns alle zu retten?“

Insbesondere Lehrerinnen werden von Schülern, die häufig Migrationshintergrund haben, beleidigt und als „Schlampe“ bezeichnet. Eltern haben die angedrohte Gewalt manchmal gerechtfertigt („Das ist ein Scheiß-Auto. Ist doch nicht schlimm, wenn da was passiert!“). Die Drohung des Schülers ging dahin, die Autoreifen aufzustechen, sollte die Lehrerin ihm keine bessere Note geben. Die Lehrer haben Angst um ihr eigenes Leben, Schlägereien auf dem Gang werden ignoriert.

Alles hat mit gar nichts zu tun? SPD-Minister warnt vor Rassismus

Und womit hat all das zu tun? Offenbar mit der massenhaften Zuwanderung aus nahöstlichen Gesellschaften, in denen der Islam zusammen mit frauenfeindlichen Haltungen vorherrscht. Zudem ist die Integrationsbereitschaft in die deutsche Gesellschaft bei diesen Zuwanderern häufig gering ausgeprägt.

Der Wählerstreik:
Ludwigshafen hat einen Oberbürgermeister, aber keinen demokratisch legitimierten
Aber auf all das kommt die rheinland-pfälzische SPD auch heute nicht. Bildungsminister Sven Teuber (SPD) verbreitet Stilblüten wie: „Jedes Kind hat das Recht, gut und sicher lernen zu können.“ Die Zustände an der Karolina-Burger-Schule legen eher die Frage nahe, ob alle Kinder und deren Eltern das auch wollen. Überflüssig zu sagen: Die SPD macht immer wieder mit der Befürwortung illegaler Einreisen auf sich aufmerksam, die Grünen nicht minder. Kritische Stimmen werden an den Rand gedrängt.

Acht Monate nach dem Brandbrief der Lehrer hat die Mainzer Ampel also ihre Antwort für die Karolina-Burger-Schule gefunden. Im neuen „Präventionspaket“ der Landesregierung kommen zum einen mehr Pädagogen und Psychologen vor. Daneben soll es die Polizeipräsenz richten. Bildungsminister Teuber spricht nun von „null Toleranz für Gewalt, Mobbing und Rassismus“. Welchen Rassismus er meint, wird noch nicht ganz klar? Etwa der von Arabern gegen weiße Lehrerinnen?

All das passiert in jenem Ludwigshafen (Stadtteil Mundenheim), in dem der AfD-Kandidat Joachim Paul nicht zur Oberbürgermeisterwahl zugelassen wurde. Paul hat vor kurzem erneut gegen seinen Ausschluss geklagt. Bei der Bundestagswahl hatte die AfD 23,4 Prozent bekommen – dicht hinter SPD und CDU. Ein Wahlsieg Pauls schien denkbar, wurde von den Konkurrenten befürchtet. Auch auf Landesebene wurde der AfD in den Umfragen zeitweise ein Platz vor der SPD zugetraut. Gewählt wird am 22. März. Daneben stellt das Land seit letztem Sommer keine AfD-Mitglieder mehr ein. Die Abgrenzung zu jenen, die Probleme benennen, ist unübersehbar. Nun werden allmählich auch die Probleme unübersehbar.

Anzeige

Unterstützung
oder

Kommentare ( 111 )

Liebe Leser!

Wir sind dankbar für Ihre Kommentare und schätzen Ihre aktive Beteiligung sehr. Ihre Zuschriften können auch als eigene Beiträge auf der Site erscheinen oder in unserer Monatszeitschrift „Tichys Einblick“.
Bitte entwerten Sie Ihre Argumente nicht durch Unterstellungen, Verunglimpfungen oder inakzeptable Worte und Links. Solche Texte schalten wir nicht frei. Ihre Kommentare werden moderiert, da die juristische Verantwortung bei TE liegt. Bitte verstehen Sie, dass die Moderation zwischen Mitternacht und morgens Pause macht und es, je nach Aufkommen, zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Hinweis

111 Comments
neuste
älteste beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare ansehen
VollbeschaeftigtmitNichtstun
1 Monat her

Kann nicht an mich halten und muß es loswerden… begrüße diese Entwicklung außerordentlich. Freu mich riesig für die Lehrerschaft, für die Eltern der Mißhandelten und habe null, komplett null Empathie und Mitleid. Ganz im Gegenteil wünsche ich mir, dass es noch sehr, sehr viel schlimmer kommt. Großartig diese Entwicklung. Freu mich riesig für all diese verachtenswerten Mitbürger.

Vox populi
1 Monat her

Hat man doch schon seit vielen Jahren kommen sehen. Aber was halt nicht sein darf, ist auch nicht. Genaugenommen ist das erst der Anfang, denn die Paschas werden ja immer mehr. Und die einfältigen Politfiguren bleiben bei soviel Vielfalt wie gewohnt eier- und ratlos.

MartinKienzle
1 Monat her

Weshalb quittieren die Lehrer nicht unverzüglich ihren sogenannten „Dienst“? Haben jene etwa das sogenanntes „Stockholm-Syndrom“ entwickelt? Es scheint so, da sie sich weiterhin durch die sogenannten „Schüler“, sprich unzivilisierte Menschen aus stark unterentwickelten Kulturen, alltäglich demütigen lassen…

Kurzum: Nach dem bevorstehenden Untergang der alliierten Nichtregierungsorganisation BRD (https://www.youtube.com/watch?v=UPJu7t5E9Mg) muss zwingend ein umfassendes Remigrationsprogramm mit aller Härte umgesetzt werden!

Last edited 1 Monat her by MartinKienzle
Lizzard04
1 Monat her

Alleine die Lektüre des Artikels erzeugt körperlichen Schmerz. So sieht es also aus, wenn die „Goldstücke“ ihre Kinder in die Schule geben. Vorschlag: wenn die Blagen bereits so frühzeitig durch Gewaltkriminalität auffallen, dann sind die offensichtlich durch die eigene Familie so sozialisiert worden. Daher sollte einfach geprüft werden, welche Eltern lediglich einen „Duldungsstatus“ besitzen und dann die ganze Bagage direkt zurück in ihre Heimat geschickt werden!

Ludwig von Gerlach
1 Monat her

Als ich in der ersten Hälfte der Siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts in einer mittelgroßen rheinland-pfälzischen Stadt die Grundschule besuchte, waren wir 33 Schüler in der Klasse, darunter drei Kinder von türkischen Eltern, deren Väter in einem großen Industriebetrieb arbeiteten. Es gab keinerlei Probleme. Polizei habe ich an der Schule nur im Zusammenhang mit einer Verkehrsunterweisung gesehen. Ich denke, Schule kann problemlos mit Arbeitsmigration umgehen. Aber die Migration, die wir spätestens seit 2015 haben, ist weit überwiegend keine Arbeits-, sondern Sozialleistungsmigration aus allen failed states dieser Welt. Die richtet Schule auch dann zugrunde, wenn jeder Lehrer von einem Polizisten bewacht… Mehr

Michael W.
1 Monat her

trat die Ludwigshafener Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck aus Protest aus der SPD aus.

Und jetzt ist sie wieder eingetreten. Das damals war nur eine Show für die Dummen!

Holger Tuerm
1 Monat her

Die Regierung wurde von den Wählern demokratisch gewählt. Die Zustände sind also von einer Mehrheit gewollt oder werden akzeptiert.

Deutscher
1 Monat her
Antworten an  Holger Tuerm

Das ist leider so.

VollbeschaeftigtmitNichtstun
1 Monat her
Antworten an  Deutscher

Ich find das auch geil, richtig geil. Ich hoffe, die setzen noch einen drauf.

Juergen P. Schneider
1 Monat her

Es soll sich keiner beschweren, denn die links-grün gehirgewaschene Mehrheit hat diese Zustände durch ihr grenzdebiles Wahlverhalten immer wieder herbei gewählt bzw. bestätigt und wird dies gemäß der jüngsten Meinungsumfragen auch erneut tun. Diese „Failed City“ am Rhein ist nur eine von vielen Städten im Land, in denen die Bürger solche und ähnliche Zustände offenkundig für erstrebenswert halten, denn das Wahlverhalten der Mehrheit lässt keinen anderen Schluss zu. Wer Veränderung will, muss sie auch wählen. Wer das nicht will, sollte einfach mal die Klappe halten. Leidtun können einem nur diejenigen, die sich durch Wahl der AfD gegen den weiteren Niedergang… Mehr

Damon71
1 Monat her

Ich wette Merkel kommt aus dem lachen garnicht mehr heraus…

Edwin Rosenstiel
1 Monat her

Die im Artikel genannte Zahl der Schüler in einer Klasse  „Förderschule mit einer Klassengröße von 30 Schülern und einer Lehrkraft“.  kann weder als Indikator, noch als Entschuldigung für irgendetwas benutzt werden. Wir waren Mitte der 60er Jahre über vierzig Schüler in den ersten Klassen des Gymnasiums, mit einem (1) Lehrer, und es gab keine „Vorkommnisse“. Aber wir hatten, im Unterschied zu heute, noch vor Schuleintritt, eine „Erziehung“ genossen, und kamen mit einer vorhandenen Sozialisation in die Klasse. Und es gab damals noch nicht einmal verbindlichen Kindergartenbesuch, ich habe z.B. nie einen von innen gesehen. Mein Vater ging jeden Tag zur… Mehr

puke_on_IM-ERIKA
1 Monat her
Antworten an  Edwin Rosenstiel

Früher gab es auch keine MIgrantenfamilien, deren Kinder kostenfrei in Kindergärten geschickt werden, damit die nicht mit Erwerbsarbeit behelligten Eltern ungestört in der Teestube Karten spielen können während die deutsche Doppelarbeiter-Familie schön Höchstbeiträge für ihre Sprößling-Betreuung abdrücken darf.
Dieses System haben sich unsere politischen Fremdlingsimporteure und Deutschenhasser in den Parlamenten hübsch ausgedacht !