Die Warnungen gibt es seit Jahren - nun kommen sie aus der Spitze der Behörde selbst: Die Berliner Polizei kämpft zunehmend mit gravierenden Problemen bei der Rekrutierung junger Beamter, die Bewerber fallen aufgrund ihrer mangelhaften Deutschkenntnisse durch. In Österreich ist die Situation ähnlich.
IMAGO / Bihlmayerfotografie
Was lange von der Gewerkschaft der Polizei (GdP) kritisiert wurde, bestätigt jetzt auch Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel öffentlich – die Lage dürfte noch ernster sein, als bisher vermutet.
Im Innenausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses sprach Slowik Meisel offen über die Defizite, mit denen die Polizei im Auswahlverfahren konfrontiert ist. Das Bildungsniveau vieler Schulabgänger bereite große Sorgen, insbesondere ihre Sprachkompetenz.
„Ich will kein Schulbashing betreiben, aber es gibt ein Problem der Bildungsniveaus, mit denen die jungen Menschen aus den Schulen kommen“, zitierte die Berliner Zeitung die Polizeipräsidentin. Besonders alarmierend: Bereits bei den verpflichtenden Computertests scheitert ein erheblicher Teil der Bewerber. 80 Prozent der negativen Ergebnisse seien auf unzureichende Deutschkenntnisse zurückzuführen.
Anforderungen seien nicht überzogen
Dabei betonte Slowik Meisel ausdrücklich, dass es sich nicht um ein Problem einzelner Herkunftsgruppen handle. „Wir haben ein ganz erhebliches Problem der Deutschkenntnisse, ganz unabhängig von der Nationalität“, stellte sie klar. Die Anforderungen seien keineswegs überzogen und könnten auch nicht weiter gesenkt werden. Eine Absenkung der Standards würde zwangsläufig zu höheren Abbruchquoten in der Ausbildung führen – ein Risiko, das sich die Berliner Polizei angesichts des Personalmangels nicht leisten könne.
Bereits seit 2019 versucht die Behörde gegenzusteuern und bietet Deutsch-Nachhilfekurse für Polizeischüler an. Hintergrund seien grundlegende Defizite in Rechtschreibung, Zeichensetzung und im schriftlichen Ausdruck. Ob diese Maßnahmen nachhaltige Verbesserungen gebracht haben, ist bislang unklar.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Von den 1.224 Ausbildungsplätzen, die jährlich zur Verfügung stehen, konnten im vergangenen Jahr nur 936 besetzt werden. Das bestätigte Innensenatorin Iris Spranger von der SPD. Zu wenig, warnen Experten – denn bis 2030 geht ein Drittel der derzeitigen Polizeibeamten in Pension. Ohne ausreichend qualifizierten Nachwuchs droht der Hauptstadt ein massiver Personalengpass, der die öffentliche Sicherheit spürbar beeinträchtigen könnte.
Auch in Österreich zeigt sich ein ähnliches Bild. In Oberösterreich etwa scheitert laut aktueller Zahlen jeder dritte Polizeibewerber an den Deutschtests. Grammatik, Rechtschreibung, Textverständnis und Merkfähigkeit stellen für viele eine kaum überwindbare Hürde dar. Zwar starteten zuletzt 82 Polizeischüler in die Grundausbildung, doch insgesamt wird es auch dort zunehmend schwieriger, geeignetes Personal zu finden und langfristig zu halten.
Ob in Berlin oder Linz: Die Polizei steht vor massiven Problemen: Ohne ausreichender Sprachkompetenz bleibt der Weg in den Polizeidienst für viele versperrt. Die Konsequenzen könnten weitreichend sein.

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Da kann man sie langsam wieder erzählen, die guten alten DDR-Polizistenwitze: Warum gehen Polizisten immer zu zweit auf Streife? Einer ist groß und stark und der andere kann lesen und schreiben.
Aber nicht nur die Polizisten mit Hintergrund sprechen schlecht deutsch oder sind des schreiben nicht mächtig. Bei einer Unfallaufnahme, schrieb ein Junger Polizist das Protokoll, als wir unterschreiben sollten, wahr nicht die Grammatik oder Rechtschreibung ein grauen (niemand ist perfekt) vor allem man konnte kaum was entziffern. Als wir das bemängelte wurde er sogar noch Frech und Vorlaut. Dies bekam ein älterer Kollege mit, sah sich den Zettel an ,zerreißt ihn und meint nur “ geh spielen “ und schrieb alles neu. Dann meinte er, daß wird noch schlimm enden mit der Jugend. Die stellen nur noch solche ein die… Mehr
Mit Verlaub, wer im Glashaus sitzt: war und nicht wahr, frech und vorlaut sind Adjektive und werden daher klein geschrieben, das gilt auch für den Jungen Polizisten. Zwischen bemängelte(n) und und wurde fehlt ein Komma. Und im Satz mit der Jugend fehlt wahrscheinlich das Wort es. Beim nächsten Mal nochmal vorm Posten durchlesen, da lassen sich etliche Fehler vermeiden.
. „Wir haben ein ganz erhebliches Problem der Deutschkenntnisse, ganz unabhängig von der Nationalität“,
und die Ursache ist – die Mutter aller Probleme.
„Ohne ausreichender Sprachkompetenz bleibt der Weg in den Polizeidienst für viele versperrt. Die Konsequenzen könnten weitreichend sein.“
dann werden halt einfach die Anforderungen abgesenkt.
Derart von den Schulen auf die Menschheit Losgelassene sind doch die passenden Aushängeschilder für dieses Land und die alles verursachende „Garde“ der sog. etablierten „Parteien. Und bei der mit der Überschrift dargestellten Sprachkenntnis stelle ich mir gerade vor, wie eine derart lückenhaft bebildete Person über 7 oder 8 Seiten einen strukturierten, frei formulierten Tatortbericht zu einem Einbruch in ein größeres Domizil verfaßt, dessen Inhalt nachfolgende Institutionen wie Staatsanwalt, Gericht, Rechtsanwälte, Versicherungen etc. sodann auch noch als nachvollziehbar und verständlich übernehmen sollen können. Vermutlich nährt sich daraus die Hoffnung, daß „KI“ am Ende alles zum Besseren regeln möge.
Mal ernsthaft, in welchem Bereich wird eine Dienstleistung besser und billiger wenn sie der Staat erbringt? In der Bildung, bei dem Geld- und Energiemonopol, bei der Infrastruktur, beim Wohnungsbau, bei der Sicherheit oder den Grenzen, bei der Alters- oder Gesundheitsvorsorge? Wenn jemand auch nur eine Domäne kennt, in welcher der Staat, bezogen auf einen Kosten-Nutzen Faktor, auch nur annähernd befriedigende Resultate erzeugt, so würde mich dies ernsthaft in erstaunen versetzen.
Mangelndes Sprachvermögen zeigen aber nicht nur Migrationshintergründler. Radiosendungen, gerade Live-Sendungen, kann man sich zum größten Teil nicht mehr anhören. Das meistgenutzte „Wort“ ist „äh“ in allen Variationen, gefolgt von „Irgendwie“, auf jeden Fall“, „genau“, „spannend“ als Adjektiv für alles und einer Sprechweise mit abgeschliffenen Endungen und verschluckten Silben. Selbst Pressesprecher großer Firmen haben Wortfindungsprobleme und beginnen Sätze, von denen sie nicht wissen, wie sie sie beenden sollen. Auch viele Moderatoren sprechen ein schauderhaftes „Alltagsdeutsch“. Ein Engländer meinte einmal, im deutschen Satz kann man nicht mittendrin die Richtung wechseln, Man müsse strukturiert denken und den Satz vor dem Sprechen im Kopf… Mehr
Was ich auch immer sehr gern als Floskel höre: „Keine Ahnung“.
Wie sollte man auf „Du Fahrzeugpapiere?“ wohl antworten?
Vielleicht, um sprachlich auf gleichem Niveau zu bleiben, mit:
„Ich nix Fahrzeugpapiere!“ oder: „Nein, ich Mensch.“ ?
Ein 3er Realschulabschluss aus den 80er, wäre heute ein 0,9 Abitur. Gut ist, dass nicht nur der Anspruch in den Schulen gesenkt wurde, sondern auch in den Unis. So fällt es nicht mehr ganz auf. In NRW kann man zukünftig sein Abitur in afghanisch machen. Noch Fragen.
Wäre doch für einen muttersprachlich Deutsch aufgewachsenen Schüler eine bemerkenswerte Glanzleistung. Gibts das auch in Japanisch, zB für Düsseldorfer?
Degrowth bei Bildung, bei Kulturwissen und bei Sprachvermögen.
Upgrowth bei politischer Korrektheit und Haltung, …bis hin zu körperlicher Untersuchung auf verdächtige Tattoos am Körper von Bewerbern.
Noch Fragen?
„politischer Korrektheit und Haltung“
das fraglose übernehmen dieser linken Kampfbegriffe bedient deren Machtkalkül, man bedient Linke narrative und geht ihnen auf den Leim.
Es gibt keine linke „politische Korrektheit und Haltung“.
Die Übergriffe, Ideen und Aufzwingungen aus dem linken und grünen Millieu sind alles andere als politisch korrekt, geschweige denn eine Art (positive)Haltung.
Sie sind das Gegenteil.
„Infantile Dummheit und Anmaßung“ sind das was die Linken betreiben, verklärt als „politische Korrektheit und Haltung“.
Dass sich in Berlin, wo die Polizei keinerlei Rückhalt in der Politik hat, überhaupt noch Anwärter für den Polizeidienst finden, ist schon bewundernswert. Davon abgesehen ist es nur natürlich, dass die Bildung immer schlechter wird, wenn man die Anforderungen so massiv absenkt, wie es in den letzten Jahren in einigen Bundesländern geschehen ist. Man soll die Kinder bilden und auch fordern, nicht die Anforderungen an die Kinder anpassen. Generationen von Kindern haben gelernt, ohne an den Anforderungen Schaden zu nehmen und sind daran gewachsen. Auch in den Volksschulen (jetzt Hauptschule genannt) wurde eine solide Bildung vermittelt, die zur Aufnahme und… Mehr
Die Migration hat nicht nur eins draufgesetzt, sondern ist einer der wesentlichen Gründe, die Anforderungen zu senken. „Kein Kind soll zurückgelassen werden“, so heißt es. Auf dem Weg in die Dritte Welt, so sollte man ergänzen. Die schlechtesten Schüler sollen der Maßstab für alle anderen sein. Das ist die linke Ideologie von SPD und Grünen: Nicht, „alle sollen die gleichen Chancen haben“, sondern „alle sollen gleich sein“. Wer intelligenter, lern- oder leistungsfähiger ist als andere, ist ein Störenfried des sozialistischen Gleichschritts und muß sich nach unten angleichen. Oder auswandern. Im „Demokratischen Kampuchea“ unter dem „Bruder Nr.1“ wurden Leute, die gebildeter… Mehr