Deutschland hilft der Ukraine mit Generatoren und Wärme-Infrastruktur in großem Stil. Doch ein Land, das Notstrom und Wärme-Infrastruktur exportiert, muss parallel seine eigenen Reserven pflegen. Wenn Teile Berlins wie dieser Tage nach einem linken Terroranschlag im Dunkeln und der Kälte stehen, ist das kein Randproblem, sondern ein strukturelles.
picture alliance/dpa | Michael Kappeler
Wie die Berliner Zeitung berichtet, wirkt der Kontrast dieser Tage brutal: In Berlin kämpfen zehntausende Haushalte mit den Folgen eines Blackouts nach einem linksterroristischen Anschlags, während Deutschland seit 2022 in großem Stil Ausrüstung zur Absicherung der Stromversorgung in die Ukraine gebracht hat.
Allein im Dezember 2022 lieferte das Technische Hilfswerk 470 Stromgeneratoren im Wert von 19,5 Millionen Euro. Das Bundesinnenministerium bestätigte die Zahl. Damals waren 150 Generatoren verschiedener Leistungsklassen bereits angekommen, 320 weitere befanden sich im Transport. Zusätzlich gingen 70 Generatoren nach Moldau. Bis 2024 stieg die Zahl der vom THW bereitgestellten Stromerzeuger auf mindestens über 1.700 Geräte. Organisiert wurde die bundesweite Beschaffungsmaßnahme zentral durch das in Berlin ansässige Bundesinnenministerium. Die Generatoren kamen dabei nicht aus Berliner Beständen, sondern wurden deutschlandweit beschafft.
Neben Strom ging es auch um Wärme. Bis 2024 wurden über 1.100 Ölheizgeräte in die Ukraine transportiert, um Zelte, Notunterkünfte und Gebäude bei Ausfall der Fernwärme zu beheizen. Hinzu kamen 180 winterfeste Zelte, die zusammen mit den Heizgeräten als „Wärmeinseln“ dienen sollten. Zusätzlich lieferte man Zeltöfen, die ohne Strom funktionieren.
Auch der Berliner Netzbetreiber Stromnetz Berlin spendete Infrastruktur zur Reparatur des ukrainischen Stromnetzes: 71 generalüberholte Transformatoren. Dazu kamen weitere Komponenten wie Leistungs- und Trennschalter für Spannungen zwischen 35 und 750 Kilovolt, Sicherungen, Kabel sowie elektrisches Spezialwerkzeug.
Zur Stabilisierung der Versorgung wurden außerdem Batteriespeicher und PV-Batteriesysteme geliefert, die bei Netzausfällen als Puffer dienen. Acht Feldküchen ermöglichen Verpflegung ohne elektrische Küchengeräte, 40 Wohncontainer dienen als mobile Unterkünfte bei Stromausfall.
Empfänger waren der ukrainische Netzbetreiber Ukrenergo sowie besonders betroffene Regionen wie Odesa, Mykolajiw und Cherson. Im Dezember 2025 stellte das Bundesentwicklungsministerium weitere Mittel für dezentrale Energie- und Wärmeversorgung bereit, um die Resilienz der Ukraine im Winter zu stärken.
Und währenddessen in Berlin: Nach dem mehrtägigen Stromausfall im Südosten der Stadt organisierten sich Betroffene selbst. Generatoren, Campingkocher, Powerbanks und Taschenlampen wurden zur neuen Grundausstattung, um Licht, Wärme und Strom notdürftig zu sichern. Baumärkte berichten von leeren Regalen binnen Stunden, von ausverkauften Aggregaten, starker Nachfrage nach Benzinkanistern und Kochern, dazu improvisierte Lösungen, wo es eben nicht anders ging. So sieht es aus, wenn Bürger die Lücken füllen müssen, die eine Großstadt in einer kritischen Lage nicht aus eigener Robustheit schließen kann. Das Vertrauen in den Staat erodiert.
Die Zahlen stehen nebeneinander wie ein unangenehmer Spiegel: hier die organisierte, zentral koordinierte Ausfuhr von Energie- und Wärme-Infrastruktur, dort der Alltag einer Hauptstadt, in der Menschen bei Ausfall der Versorgung plötzlich wieder auf Taschenlampen und Campingkocher zurückgeworfen sind.
Ein Land, das Notstrom und Wärme-Infrastruktur exportiert, muss parallel seine eigenen Reserven pflegen. Wenn Teile Berlins wie dieser Tage nach einem linken Terroranschlag im Dunkeln und der Kälte stehen, ist das kein Randproblem, sondern ein strukturelles.

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Sind die Rechnungen fürs Ahrtal eigentlich schon bezahlt oder hocken die Leute immer noch im Freien ? Wundern würde es mich nicht. Schnell noch ein paar Tausend „Ortskräfte“ oder die halbe Ukraine nach Deutschland holen und versorgen. Wie es den Deutschen geht ist den grünroten-Wohlstandskommunisten und ihren roten Sturmtruppen offensichtlich sowas von „piep egal“. Deindustrialisierung und unzuverlässigen Zappelstrom soll ja das politisch gewollte Normal werden. Die linken Terroristen sollten für die Nummer mitten im Winter die Stromversorgung einer Millionenstadt zu sprengen lebenslang einfahren. Vielleicht kapieren sie es dann mal das so Aktionen Konsequenzen haben SOLLTEN. Wie viele Todesopfer die Nummer… Mehr
Was ist eigentlich aus den Spendengeldern geworden?
Wäre in Berlin ein Teil der peruanisch-europäischen Fern-Radweges dann wäre wenigstens der taghell beleuchtet…
ALSO, mal abgesehen davon, dass sich hier nun, trotz der unterschiedlichen Ursachen, zynisch sagen ließe das wir nun auch in Berlin ein büttel „Ukraine“ haben und erleben dürfen, so muß ich hier dann aber auch bei allem Mitgefühl und Verständnis für die nun betroffenen stromlosen Berliner sagen, dass dieser Artikel bei mir den Eindruck erweckt, dass hier nun einer gegen den anderen (Ukrainer gegen Berliner) ausgespielt wird/werden soll(?). Denn ich denke und will fragen, hätte man den Ukrainern in den letzten Wintern nicht helfen und keine Generaten usw schicken und sie in ihrem von Putin verursachten Elend sitzen, frieren und… Mehr
Wie kann man nur so uninformierte verblendet sein? Der Westen ist an diesem Konflikt schuld, man hat absichtlich eskaliert um Russland in die Falle eines Abnutzungskrieges zu locken. Der bereits fertige und Minuten vor Unterzeichnung stehende Friedensvertrag von Istanbul im April 2022 wurde eiligst von den Angelsachsen verhindert. Wir können froh sein dass Putin an der Macht ist, da gäbe es ganz andere. Ich will gar nicht wissen wie es auf der Welt aussähe hätte der Westen den momentanen waffentechnologischen Vorsprung Russlands.
Mhh, Entschuldigung bitte, doch von welchen „waffentechnologischen Vorsprung Russlands“ sprechen Sie? – Meinen Sie vielleicht Putin’s aus den Lagerstellen geholten und dann in der Ukraine fahrenden und wie Knallbonbons auseinanderplatzenden ollen T-54, T-62 und T-72 Panzer? Oder die von China zu 100den gespendeten Golf-Wägelchen und Motorräder mit denen seine Soldaten auf die Schlachtbank geschickt werden? Oder neuerdings auch die Esel und Pferde mit denen die Putin-Russen in den Kampf am reiten sind? Oder, oder…..?! Sorry, aber von Putin-Russlands „waffentechnologischen Vorsprung“ ist in der Ukraine nach nun fast vier Jahren Krieg erst recht nix mehr zu sehen. Den einzigen „waffentechnologischen Vorsprung“… Mehr
Ich finde ,ja,Sie haben sehr recht.
Putin hat ganz,ganz olles Kriegsmaterial. Die Oreschniks,die Jagdflugzeuge der 4.5.6. Generation ,die ollen Drohnen mit Gummimotor .
Also sie sind ein echter „ Experte „ auf dem Gebiet der russ. Rüstungsindustrie .
Passen sie bloß auf , gleich holt sie ARD und ZDF als Experten.
Na, dann zeigen Sie mir doch bitte mal auf den ukrainischen Schlachtfeldern wo da Putin-Russlands prima Waffen und deren „waffentechnologischer Vorsprung“ ist mit denen er dann seine aus dem hintersten Russland und aus den Gefängnissen geholten zumeist alten, kranken und nicht mal wirklich grundausgebildeten (Zwangs-)Eingezogenen in die Ukraine am schicken ist um dann lauthals zu verkünden das seine primabeste Armee -hahaha….- Städte wie Pokrowks oder Kupjanks eingenommen haben will? Und „dank“ Putins besten Waffen auch nicht zu vergessen, deren prima Erfolge und Landgewinne wo es dann seine zweiweltbeste Armee zum Beispiel auch wieder nur grad geschafft hat in vier(4) Monaten… Mehr
Putin „massakert“ nicht wie die US Streitkräfte, die erst einmal von oben alles plattbomben um dann kräfteschonend ihre Truppen hineinzuschicken.
Nun ja, wie soll Putin-Russland das „plattbomben“ denn auch schaffen? Denn schon gleich kurz nach Putin-Russlands Einmarsch im Febr.2022 mußte seine russ. Luftwaffe aufgrund der gelieferten Menpads (Luftabwehr) schmerzliche Abschüsse erfahren und seine Luftwaffe stark zurückziehen. Und heute, nachdem der ukrainesche Himmel wegen Putins Raketen und Marschflugkörper erst recht sehr stark geschützt ist, würde jeder russ. Flieger sofort vom Himmel geholt. Was dann auch der Grund dafür ist, das zumindest kein russ Flugzeug über den ukrainischen Teil zu sehen ist und (zumindest)von den russ. Flugzeugen nichts „plattgebomt“ werden kann. Übrigens, mal anbei gesagt: Wenn die USA etwas in andere Länder… Mehr
Russland ist das Land mit den meisten begehrten Bodenschätzen. Die verdienen ein unglaubliches Geld mit dem Verkauf.
Und mit Geld kann man sich alles kaufen. Modernste Technologie, die tollsten Experten, Einfluss.
Man schaue nur mal wie sich die Wüstenstaaten entwickelt haben und das nur vom Verkauf einer Ressource.
Ja, dass mit den in Russland vorhandenen Bodenschätzen stimmt so schon. Hier stimme ich Ihnen absolut zu. DOCH wenn man als Staat/Land vorankommen will, dann braucht es aber auch schon ein büttel mehr als nur die Bodenschätze. So müssen die zuständigen und verantwortlichen gewählten Poltiker oder die selbsternannten Diktatoren das Geld der Bodenschätze dann auch nicht in die eigenen Taschen versenken, sondern für ihr Land & Volk sinnvoll einsetzen. Wenn ein Land zwar über viele Bodenschätze verfügt, diese aber wegen Sanktionen nicht oder nur schwerst und mit Verlust verkaufen kann, dann fehlt natürlich auch das Geld für den Einkauf von… Mehr
Hier hat niemand versucht, Deutschland zu schaden. Es ist durch 80 Jahre Wohlstand und enorme Sicherheit in allen Bereichen den Deutschen (und nicht nur den Deutschen!) das Gefühl für Gefährdung verloren gegangen. (Sehr gut: H. Danisch zu dem Thema.) Wir (auch ich) fühlen uns so sicher, dass wir dachten, niemals diese Krisenausrüstungen zu brauchen.
Die Ahrtal-Flut zeigt das gleiche. Auch die anderen Krisen (Gewalt durch Einwanderung, Deindustrialisierung, Bildungsabbau usw.) will niemand wahrhaben, da in der erlebten Vergangenheit ja alles gut ging. Statt Katastrophenschutz gab es Wahlgeschenke. Ein Umdenken ist dringend nötig.
Seit Merkel wird zerstört was geht, ohne dass Ersatz da ist oder auch nur daran gedacht, welchen zu schaffen. Und im Ahrtal wurde Hilfe aktiv verhindert, ganze Feuerwehrzüge wurden nicht ins Tal gelassen, das österreichische Heer, dass den Funk wieder herstellen wollte, abgelehnt – was dann im belgischen Katastrophengebiet hoch willkommen war. Es geht doch nicht an, dass das THW Schutzeinrichtung wie die Bundeswehr Waffen verschenken, ohne dass Ersatz vorhanden ist – und die dennoch ins Kriegsgeheul des Kanzlers einzustimmen pflegen? Das ist vollkommen irre – und nicht nur bei der Bundeswehr, wo welche mit Besenstielen statt Gewehren ins Manöver… Mehr
Bei der Brandkatastrophe in der Schweizer Disco hat eine ähnliche Realitätsferne der Besucher zur Mega Katastrophe geführt.
Als die Decke brannte haben alle erst einmal ihr Handy gezückt um Aufnahmen zu machen und diese auch noch ins Internet zu stellen , die haben völlig ausgeblendet wie gefährlich die Situation ist und dann war es zu spät.
Allein im Jahre 2024 exportierte Deutschland Stromgeneratoren (Tarifnummer 8502) für 3,4 Mrd. USD in alle Welt. Daneben sind die 19,5 Mio. Euro für die Ukraine überschaubar. Nicht der Export ist verantwortlich dafür, wenn ein Land keine Vorsorge betreibt. Beispielsweise, indem Schulen einen Generator erhalten, und diese dann als Notquartier dienen können.
Hier wird nichts auf – aber vieles abgebaut.
Und etliches ist sanierungsbedürftig.
Und an Generatoren für Schulen denkt hier keiner mehr – zumal das Steuer(schutz)Geld für ngos und alle Welt aus dem Fenster geschleudert wird.
Wer es schafft nahezu 2 Billionen (1 durch Steuereinnahmen und 1 auf Pump) für den „Staatshaushalt“ (Geschenke, Geschenke, Geschenke an die Welt und sich selbst) aus dem Fenster zu pusten, der hat natürlich „kein Geld“ für Katastrophenschutz.
Jetzt haben sie schon die Instandhaltung von Wasserstraßen zur „militärischen Ausgabe“ erklärt damit sie trotz Monumentalgelder die Schuldenbremse reißen dürfen.
Demnächst ist alles auf „militärisch wichtig“ umdeklariert um die Rechnungen noch bezahlen zu können.
Aber „die Ukraine“ in die EU holen wollen. Völlig maggi maggi
Deutschland wird seit geraumer Zeit wirtschaftlich, bildungsmäßig und kulturell geplündert. Ob gezielt oder aus purer Dummheit und Ignoranz spielt keine Rolle. Das Ergebnis ist eine strukturelle Schwächung des ganzen Landes, daß uns unfähig macht, auf Krisen und Katastrophen angemessen zu reagieren. Nach Jahrzehnten des Friedens und Wohlstands schlägt das Pendel jetzt in die andere Richtung aus. Und daran ist nur einer Schuld: wir selbst.
Wer hat denn das geschrieben?! Da wird ja alles miteinander verwurstet. Egal was auch immer in die Ukraine geliefert wurde, im vorliegenden Fall hülfe das wenig bis gar nicht weiter. Also mal paar Fakten: Es sind weder Transformatoren noch Generatoren zerstört. In Berlin müssen „nur“ 15 Kabel repariert werden. Aber nicht solche von der Art, wie sie der Autor des Textes offenbar von zu Hause kennt und auch hier vermutet. Bei den zerstörten Kabeln handelt es sich um fünf 110KV Hochspannungskabel und um zehn 10KV Mittelspannungskabel. Da kommt nicht mal einfach der Elektriker von nebenan vorbei und knüppert die wieder… Mehr
Ihre Frage kann ich Ihnen beantworten. Der Text ist mehr oder weniger direkt aus dem verlinkten Artikel der »Berliner Zeitung« übernommen. Daher ist Ihre inhaltliche Beschwerde besser bei jener Redaktion aufgehoben.
Zu den Implikationen, 110kV-Kabel wieder miteinander zu verbinden, ist hier ein Artikel von Holger Douglas erschienen, der sich detailiert mit diesem Thema auseinandersetzt.
“ Der Text ist mehr oder weniger direkt aus dem verlinkten Artikel der »Berliner Zeitung« übernommen“
Kann ja sein, das das so in der BZ stand. Aber deswegen muss man den Unsinn ja noch lange nicht ungeprüft übernehmen und auch hier zum Besten geben.
Ähem, wollte Merz nicht auch Krieg gegen bzw. mit Russland führen? Wie passt diese Verrottung mit Krieg zusammen?
THW abschaffen, Steuern und Abgaben entsprechend senken. Brauchen wir ja offensichtlich nicht.
Man sollte das THW aus dem politisch weisungsgebundenen Bereich herauslösen und den Katastrophenschutz der Länder unterstellen.
Ja, und dann? Wenn die Zuständigen wie im Ahrtal schlicht ihren Dienst nicht machen hilft das auch nicht.
Man kann nur hoffen, dass die Deutschen zeitnah zu der Erkenntnis gelangen, dass sie selbst keinen, nicht einmal den geringsten, Stellenwert haben. Außer natürlich, als Melkkuh des Planeten herzuhalten. Doch so, wie ich die Leute kennengelernt habe, werden sie erst in Ruinen hausen müssen, bevor ihnen ein Licht aufgeht.