Das Finanzministerium meldet für den Auftaktmonat des laufenden Jahres einen dramatischen Rückgang des Körperschaftsteueraufkommens. Diese Entwicklung ist weit mehr als ein isolierter ökonomischer Datenpunkt – Deutschlands Wirtschaft fährt vor die Wand.
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Der zehnminütige Applaus der Delegierten auf dem CDU-Parteitag hallte noch nach, da verdarb das Bundesministerium der Finanzen die fröhliche Sause in Stuttgart. Das Haus von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) meldete für den Januar 2026 einen Einbruch des bundesweiten Körperschaftsteueraufkommens von 79 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Das Mehrwertsteueraufkommen wuchs um zwei Prozent – Ausdruck der anhaltenden inflationären Tendenzen im Land, zu denen auch der Staat mit seiner Abgabenpolitik wesentlich beiträgt. Der Preisauftrieb mag zwar durch die anhaltende wirtschaftliche Schwäche gebremst werden. Dennoch kumulieren sich die Preissteigerungen über die Zeit, selbst bei fallender Inflationsrate, und lasten zunehmend auf den Verbrauchern.
Inflation ist immer gut für den Staat, weshalb sie uns auch erhalten bleibt.
Ihr vorübergehender Kollaps im Januar dürfte daher zunächst keine unmittelbaren fiskalpolitischen Konsequenzen nach sich ziehen. Das Aufkommen aus der Körperschaftssteuer fließt zur Hälfte an den Bund, 42 Prozent erhalten die Länder, acht Prozent die Gemeinden, die von der Entwicklung wenigstens auf dieser Steuerstufe abgeschirmt scheinen.
Allerdings erlebten die Kommunen bereits im vergangenen Jahr, vor allem in den Zentren der schweren Krise der Industrie, ein fiskalisches Waterloo, als Kommunen wie Wolfsburg und Stuttgart deutliche Einbrüche ihrer wichtigsten Steuerbasis, der Gewerbesteuer, verzeichneten.
Es ist nicht mehr zu leugnen: Langsam wird es ernst, die Schäden der politischen Fehlsteuerung treten deutlich zutage. Sie zeigen sich erstmals fiskalisch in einem Land, in dem die Politik durch stetig wachsende Steuereinnahmen geprägt wurde und soziale Probleme mit dem politischen Füllhorn aufschob.
Aus der auffälligen Entwicklung im Januar lässt sich eine bedenkliche Diagnose ableiten: Bei den körperschaftsteuerpflichtigen und aufkommensstarken Unternehmen handelt es sich zum großen Teil um Betriebe des verarbeitenden Gewerbes – den klassischen Industriesektoren des Automobilbaus und der Chemie am Wirtschaftsstandort Deutschland.
Hier, in der einst pulsierenden Herzkammer der deutschen Wirtschaft – Quelle eines großen Teils der ökonomischen Wertschöpfung – muss es im vergangenen Jahr zu einem ersten Infarkt gekommen sein.
Die Antwort der Politik auf das selbst geschaffene Problem ist der weitere Ausbau der Staatsaktivitäten, eine sich schneller drehende Interventionsspirale mit immer neuen Schulden, um eine Industrie zu stabilisieren, die in weiten Teilen gar nicht mehr existent ist.
Friedrich Merz handelte also in vollem Bewusstsein, als er im vergangenen Jahr mit dem Sondervermögen ein Kreditvolumen für die kommenden Jahre sicherstellte, um das niederbrechende Wirtschaftsmodell wenigstens flüchtig zu stabilisieren. Man wusste, was die Stunde geschlagen hatte.
Dass nun jedoch, angesichts der vielen Milliarden, die in den Rüstungssektor fließen und den grünen Transformationsprojekten zugutekommen, das Steueraufkommen dennoch kollabiert, unterstreicht die dramatische Lage, in der sich die Privatwirtschaft befindet. Eine Wirtschaft, die ohne Dauersubventionen zu großen Teilen nicht mehr lebensfähig ist, wird nun auch für die Politik zu einem Problem.
Doch ganz gleich, wie hoch die Flamme des Konjunkturstrohfeuers der Bundesregierung lodern mag, die Zahlen des Bundesministerium der Finanzen sprechen eine deutliche Sprache.
Deutschland steht vor schweren Jahren. Und es müsste darüber verhandelt werden, wie es weitergehen soll angesichts immer knapperer Finanzmittel. Die Staatsquote liegt inzwischen weit über 50 Prozent und wird durch die Politik der Bundesregierung weiter erhöht. Der Staatsapparat und sein Wohlfahrtssystem expandieren jährlich um fünf bis sechs Prozent und erfordern immer höhere Finanzierungsleistungen der Gesellschaft, was die Produktivkräfte weiter schwächt – die Armutsspirale dreht sich schneller.
Eine Neujustierung des Wohlfahrtsstaates an die realen ökonomischen Gegebenheiten wird schon bald unvermeidlich sein. Bis es soweit ist, wird die Wohlstandsillusion durch Kredit am Leben gehalten.
Womit ist jetzt zu rechnen? Der Staat wird verstärkt auf die Substanz seiner Bürger zurückgreifen müssen, um die aufreißenden Haushaltslücken zu schließen. Es ist davon auszugehen, dass der Kollaps bei der Körperschaftsteuer kein Ausreißer war und dass es immer teurer werden wird, die niederbrechende deutsche Industrie wenigstens zum Schein durch Kunstökonomien wie den Rüstungssektor zu ersetzen und so den Arbeitsmarkt vor dem Kollaps abzuschirmen.
Die Debatten über eine Erhöhung der Erbschaftssteuer und die mögliche Wiedereinführung einer Vermögensteuer, mögliche Sonderabgaben für Reiche im vergangenen Jahr hatten vorbereitenden Charakter. Jetzt wird es ernst.
Der Holzweg, auf den die deutsche Politik dieses Land geführt hat, ist brüchig. Unter ihm klafft ein Abgrund, der sich nun erstmals in seiner ganzen Tiefe in den Zahlen des Finanzministeriums offenbart.






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Jedem, auch denen die es nicht hören wollten, predige ich seit Jahren, dass unter Merkel die Probleme immer wieder mit dem Geld aus genau diesen Quellen einfach zugekleistert wurden. Wieso soll also eine unter der Ägide eines Insolvenzverwalters geführte Regierung in der Lage sein, diese Probleme anders zu lösen, als unter Inkaufnahme neuer Schulden, dieses Land aus diesem Tal herauszuführen? Aber ein Kurswechsel, vielleicht noch mit dieser faschistischen AfD? Das geht nicht. Also wird fleißig weiter CDU gewählt. Wer immer wieder die falsche Lösung wählt, wo das Ergebnis schon im Vorfeld feststeht, hat leider Probleme beim Denken.
Man Stelle sich vor man würde, ungeachtet jeglicher gesetzlichen Hürden, einfach mal logisch seine Ausgaben konsultieren. Soziale Leistungen nur für Personen die entweder deutsche Pässe haben und oder mindestens 5 Jahre ins System eingezahlt haben. Alle anderen bekommen Gutscheine für Lebensmittel und einen Schlafplatz in einer Sporthalle. Alleine was das an Kapazitäten freisetzen würde. Um den Volksfrieden wieder etwas herzustellen werden nachträglich alle Pensionsansprüche politischen Beamte auf Zeit auf das Niveau von A16 reduziert sowie gedeckelt und die Ansprüche natürlich nur auf die wirklichen Jahre im Amt berechnet. Ein Ex-Minister der mit einem Auftritt zum Reden bis zu 55000€ gezahlt… Mehr
Thomas Kolbe und Rüstung (darum an sich geht es ihm) ich musste nicht lange lesen, bis er damit kam und dann habe ich aufgehört zu lesen.
Jedem vernünftig Denkenden hierzulande geht es natürlich (!) um diesen gigantischen Mehrausgabenposten aus nicht vorhandenen Mitteln. Die bunte Beamtenwehr hat seit dem Jahr 2000 kumuliert über 1.000 (eintausend) Mrd. Euros durchgebracht – ohne greifbares Ergebnis. Wer diese abartige Verschwendung von Volksvermögen nicht thematisiert und sich nicht nüchtern gegen eine Ausweitung dieses Irrsinns ausspricht, macht schlicht seinen Job nicht. Funktionsfähige Armeen zur reinen Landesverteidigung kommen mit weit weniger Moneten aus – sollten Sie eigentlich wissen.
Die bekannten und einflußreichen Figuren der Geschichte hatten alle Beinamen: Wilhelm „der Eroberer“, Balduin IV. „der Aussätzige“, Ludwig I. „der Fromme“, Knud „der Große“ usw.. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß es für Friedrich Merz einen schmeichelhaften Beinamen geben wird. Mit „der Kahle“ in dem Sinne, daß seine Regentschaft finanziell auf keinen grünen Zweig kommt, wäre er noch zu gut bedient.
Als Pinocchio, der Lügner, wird er in die Geschichte eingehen.
Vielleicht passt: Fritz mit der langen Nase
Da sehe ich eher „Merz der Pinocchio“.
Der beste Kommentar, den ich kürzlich gelesen habe, weiss nicht mehr wo:
„Merz lügt sogar, wenn er lügt“
Wir haben immerhin schon Olaf den Vergeßlichen. Wie wäre es mit … Friedrich der Gefällige? Vor jedem Publikum erzählt er, was die gerne hören wollen…
in den 1930ern hatten die Deutschen auch einen Aufschwung durch eine florierende Rüstungsindustrie. Was hat es gebracht?
Nicht der Rüstungsindustrie wegen, aber insgesamt war die Entwicklung so positiv, dass sie beendet werden musste, da sie letztlich ein Europa mit deutscher Wirtschaftslokomotive ohne Dollarbeteiligung hervorgebracht hätte.
Wer sich auf seine Schulbildung verläßt, ist verloren. Noch 1938 war das Rüstungsbudget des III. Reichs kleiner, als das Frankreichs.
Sie haben den Punkt offenbar nicht verstanden: Es geht darum, wie D’lands Wirtschaft seinerzeit durch Militärausgaben Anschub bekam – und das war weit stärker der Fall als bei allen Nachbarn, die dann mit Krieg überzogen wurden. Als Anteil am BIP waren die Rüstungsausgaben D’lands 1938 mehr als doppelt so hoch wie in Frankreich: etwa 17-19 % ggü. ca. 8 % (leichte Abweichungen je nach Quelle und Berechnungsweise). Und da das BIP D’lands auf Dollar-Basis damals etwa doppelt so hoch war wie das Frankreichs, waren auch die absoluten Militärausgaben D’lands weit höher.
Und darauf ein kühles Blondes – auf das es bald allen so schlecht geht, dass es wieder besser werden kann.
Körperschaftssteuereinnahmen brechen ein.
Pöh – ist doch einfach, dann muss der Körperschaftssteuersatz halt erhöht werden.
Wer Ironie oder Satire findet darf sie behalten …
Das wäre rechtsextrem. Die Nationalsozialisten erhoben wesentlich weniger Steuern, als die aktuelle Neo-Marxisten-Junta zu Berlin. Allerdings zahlte man im III. Reich 35% Körperschaftssteuer & nicht 25%, wie heute.
@Laurenz:
Was damals auch wieder irgendwo egal war, weil Gewinne nur eingeschränkt ausgekehrt werden durften.
Deutschland 2026: Zwischen Rettungsschirm und Papiertiger Es ist nicht mehr zu leugnen: Das Märchen vom reichen Land bekommt Risse – so tief wie die Schlaglöcher auf einer kommunalen Fahrradstraße kurz nach der Einweihung. Jahrzehntelang lief alles so schön rund: Steuern sprudelten, Beamtenstuben blühten, und man glaubte fest daran, man könne den Wohlstand einfach verordnen, am besten klimaneutral und gendergerecht. Jetzt dämmert es langsam: Die große Umverteilungsmaschine läuft heiß – mangels Einwurf. Die Industrie, einst Stolz der Nation, hat still und leise die Werkstore hinter sich zugezogen. „Made in Germany“ klingt heute eher nach einem historischen Reenactment-Event als nach Wirtschaftsstandort. Ganze… Mehr
Und nicht vergessen – wir haben nicht nur leere Kassen, sondern auch leere Gasspeicher!
Man Christian Lindner nachträglich nur gratulieren, diesem stickenden Sumpf den Rücken gekehrt zu haben.