Der Finanzminister kündigt Kürzungen im Klima- und Transformationsfonds an. Das hat nichts mit knappen Kassen zu tun, Kredit ist ausreichend vorhanden. Offensichtlich wächst die Subventionswirtschaft nicht im selben Tempo wie der deutsche Schuldenberg.
IMAGO / Metodi Popow
Ein Blick auf die Haushaltspolitik der Bundesrepublik macht betroffen, wenn nicht sprachlos. Im Grunde gibt es nur ein Wort, das sie präzise beschreibt: Sie ist unseriös. Wer zu Friedenszeiten und ohne Not seinen Staatshaushalt um sechs Prozent expandiert und eine Neuverschuldung in ähnlicher Höhe in Kauf nimmt, hat sich entweder mit seiner Aufgabe als Politiker überhoben oder spielt ein falsches Spiel. Wie falsch spielen sie in Berlin und Brüssel tatsächlich? Dient der maßlose Kredit dem Aufbau einer Staatswirtschaft, einem übermächtigen Staatsapparat? Zu vieles deutet darauf hin, um diese abwegig klingende These noch zu verwerfen.
In jedem Falle pfeift das deutsche Führungsduo auf die Nöte der Steuerzahler. Über eine Billion neue Schulden werden die Bilanz der Regierung Merz am Ende der Legislaturperiode krönen. Die Belange der kommenden Generation? Unerheblich. Sie werden für eine Politik schuften, die sie nicht zu verantworten haben. Sie werden den Scherbenhaufen von Friedrich Merz und Lars Klingbeil aufkehren – einen Scherbenhaufen, dessen Ausmaß ein großer Teil der Bevölkerung noch immer verdrängt und nicht wahrhaben will.
Zur rhetorischen Abschwächung des Staubsauger-Arguments referierte der Bundesfinanzminister am Donnerstag über die Zukunft des sogenannten Klima- und Transformationsfonds (KTF). Von Mittelkürzungen war sogar die Rede – für die Mediensoldateska des grünen Milieus eine Ungeheuerlichkeit. Das Vehikel, das im vergangenen Jahr mit einem Volumen von 36,6 Milliarden Euro ausgestattet war, zählt zu den Bilanztricks der Bundesregierung. Als Teil des Sondervermögens erscheint es nicht im gigantischen Ausgabenblock des Bundes. Der KTF finanziert Ökoprojekte wie Wärmepumpen, Projekte der Wasserstofftechnologie oder Programme für Elektromobilität.
Seriöse Haushaltspolitik? Eine Einsicht in die tatsächliche Lage der Staatsfinanzen? Mitnichten. Offensichtlich stößt die Politik mit ihrem Förderwahn gegen eine Wand. Im vergangenen Jahr betrug die Summe der direkten und indirekten Subventionen in Deutschland 321 Milliarden Euro oder sieben Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Ein nicht unerheblicher Teil dieser Milliarden fließt in die grüne Kunstökonomie, die zunehmend Probleme hat, die anschwellende Flut staatlicher Billigkredite zu absorbieren.
Es mangelt ganz offensichtlich an Projekten. Die Überkapazitäten, die bei den erneuerbaren Energien geschaffen wurden und zu einer Destabilisierung der Netze führen, zeigen, dass es physikalische Grenzen gibt. Dies gilt selbst für die deutsche Klimaretter-Politik im Apokalyptiker-Sound. Im vergangenen Jahr wurden lediglich 26 der im Klimafonds bereitgestellten 36 Milliarden Euro überhaupt in Projekte überführt. Wohin also mit all dem Kredit?
Doch holt Klingbeil die Ironie des Schicksals unmittelbar ein. Bereits tags zuvor präsentierte sein Haus die ersten kreditfinanzierten Investitionen des Deutschlandfonds, ein gerade einmal sechs Monate altes neues Fördervehikel des Bundes. Auch dieser mit patriotischer Rhetorik aufgeladene Subventionspool ist bereits eng an die milliardenschwere Maschine des Green Deal angekoppelt. Seine Mittel strömen zum einen in die bekannten Transformationskanäle, aber auch in zunehmendem Maße in die Rüstungsindustrie. Von Sparen kann also keine Rede sein.
Es fällt ihnen lediglich zunehmend schwer, die Kreditmittel unter das Volk zu streuen. Die Finanzströme werden neu organisiert – während der Staatsapparat mit seiner kafkaesken Bürokratie weiter expandiert. Es wirkt beängstigend. Der kreditfinanzierte Aufbau der Staatswirtschaft geht Hand in Hand mit der Zentralisierung politischer Macht. Politik ist inzwischen omnipräsent – nicht nur im Wirtschaftsleben. Das Kräfteverhältnis zwischen dem Souverän, der Bürgerschaft, und der politischen Repräsentanz hat sich auf dramatische Weise zugunsten des Parteienstaates verschoben. Einmal im Genuss der Macht, fällt es schwer, loszulassen. Zensur, Propaganda und die Erziehung der Bevölkerung zu Untertanen sind beinahe unvermeidliche Folgen dieser machtbezogenen Degeneration.
Doch diese neue Macht wurzelt im Treibsand von Kredit und Zentralplanung. Über dieser Politik schwebt das Damoklesschwert des Marktes – die Nemesis, die letzten Endes auf alle Etatisten wartet. Merz und Klingbeil machen hier keine Ausnahme.






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Der Sachverhalt ist viel zu komplex, als das man daraus in der Öffentlichkeit der Regierung einen Strick drehen könnte. Es ist Sommer, die Leute interessieren sich nicht für diese Dinge. Das ist Fakt.
Die Haushaltspolitik der Regierung ist nicht unseriös. Das ist eine Kombination aus Insolvenzverschleppung, Schneeballsystem und Enkeltrickbetrug.
Ja, ein Teil der Bevölkerung verdrängt die Folgen der aktuellen Politik
Da gibt – und gab- es ja auch immer Wichtigeres, wie z.B. die tollen Löcher in den Socken von Robert Habeck…
Klingbeil kürzt beim Klima- und Transformationsfonds….ich finds gut denn der staat muss ja mal anfangen weniger auszugeben. Daumen hoch 100% zustimmung.
Am Ende des Kredits wartet die Staatspleite. Aber vorher werden die Bürger noch gründlich rasiert und enteignet.
Es sei denn, diese Bürger wachen endlich mehrheitlich auf und zeigen der herrschenden Politik die rote Karte.
Die blaue Karte sollte es sein.
Rote Karten haben wir zuviele in der Politik.
Der Kasper nimmt doch zum Milchholen ein Sieb mit. Ein Taugenichts, der sich aufspielt, wie Spahn, wie Bas, wie 2/3-tel der Altpolitiker. der Rest denkt an die Pfründe und schweigt.
Die bald kommende Aufarbeitung durch die AfD wird das ganze Versagen sein 2010 ofenlegen. Die Wahrheit ist der größte Feind der Altparteien.
Deshalb AfD wählen, um zu wissen, was wir wissen solten.
„Klingbeil kürzt beim Klima- und Transformationsfonds“ Nur kürzen reicht bei weitem nicht. Komplett ersatzlos streichen ist die Lösung. Dieser Klimaquatsch ist für unsere Wirtschaft und die Menschen ausnahmslos schädlich, kosten unendlich viel Geld, zerstört unsere Wirtschaft und treibt die Priese noch weiter sinnlos nach oben. Australien hat seine CO2-Steuer bereits im Juli 2014 per Senatsbeschluss wieder abgeschafft. Die 2012 eingeführte Steuer, wurde von der konservativen Regierung unter Tony Abbott mit der Begründung gekippt, sie schade der Wirtschaft und den Unternehmen. Nur die AfD fordert die Abschaffung dieser sinnlosen und absolut unwirksamen Co2-Steuer. Wir zahlen sinnlos Co2-Steuer und bekommen dafür Hitzerekorde.… Mehr
Bei der Entwicklungshilfe nach China und Indien kann man auch kürzen. Wozu zahlt Dummland an Staaten, die ein Weltraumprogramm in größerem Ausmaß haben?!
Zwei Zahlenspiele, die man nicht durchgehen lassen sollte. Erstens die 321 Milliarden „Subventionen“: Ein erheblicher Teil davon sind Pendlerpauschale, Dieselprivileg und ermäßigte Steuersätze – mit „grüner Kunstökonomie“ hat das nichts zu tun. Sie werfen alles in einen Topf, weil die große Zahl besser klingt. Zweitens der Sprung von „der Fonds ruft sein Geld nicht ab“ zu „physikalische Grenzen der Energiewende“: Ein nicht abgeflossenes Budget ist ein Genehmigungs- und Pipeline-Problem, kein Gegenbeweis zur Physik. Beides zusammengerührt ergibt Empörung, aber keine Analyse. Und die eigentlich interessante Frage – wie organisiert man Netzausbau und Versorgungssicherheit, die der Markt notorisch unterversorgt – kommt schlicht… Mehr
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