Trübe Aussichten für 2026: Jedes dritte Unternehmen will Stellen streichen

Unternehmen in Deutschland rechnen mit Produktionsrückgängen, wollen weniger investieren und bauen Stellen ab: Fast jede dritte Firma will noch im laufenden Jahr Arbeitsplätze abbauen. Laut IW-Studie befindet sich die deutsche Wirtschaft in der längsten Krise seit 20 Jahren.

picture alliance / imageBROKER | Sylvio Dittrich
Symbolbild

Die deutsche Wirtschaft kommt nicht aus der Krise. Das zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Die befragten Unternehmen bewerten ihre Geschäftslage überwiegend negativ und blicken mit Sorge in die Zukunft.

43 Prozent berichten, dass ihre Geschäfte schlechter laufen als vor einem Jahr – ein Befund, der sich gleichermaßen durch Industrie, Dienstleistungen und Baugewerbe zieht. Auch für den weiteren Jahresverlauf bleiben die Aussichten trüb: 35 Prozent rechnen mit einer sinkenden Produktion, lediglich 21 Prozent erwarten ein Plus.

Rund 40 Prozent der Unternehmen planen, ihre Investitionen im Jahr 2026 zu reduzieren, während nur 21 Prozent mehr investieren wollen. In der Industrie ist der Anteil der Firmen, die ihre Investitionen kürzen möchten, mit 42 Prozent mehr als doppelt so hoch wie der Anteil derjenigen, die zusätzliche Investitionen planen (19 Prozent).

Auch am Arbeitsmarkt setzt sich der Stellenabbau fort: Fast 30 Prozent der Unternehmen beabsichtigen, noch in diesem Jahr Arbeitsplätze abzubauen. In der Industrie planen sogar 37 Prozent der Unternehmen mit einem geringeren Personalbestand.

Der Iran-Krieg mache die Hoffnung auf eine spürbare Erholung der deutschen Wirtschaft zunichte, so das IW. „Der Iran-Krieg hat die Hoffnung auf eine echte wirtschaftliche Erholung im Keim erstickt“, sagt IW-Konjunkturexperte Michael Grömling.

Die Sperrung der Straße von Hormus treffe die Lieferketten unmittelbar, treibe Energie- und Transportkosten in die Höhe und schwäche den für Deutschland wichtigen Export. „Die geopolitischen Dauerkrisen bringen das deutsche Wirtschaftsmodell zunehmend an seine Grenzen. Das erhöht den Reformdruck auf die Bundesregierung“, so Grömling.

Der erhoffte Aufschwung bleibt damit aus: Seit fast drei Jahren blicken deutsche Unternehmen durchgehend pessimistisch in die Zukunft – eine so lange Durststrecke hat es seit 20 Jahren nicht gegeben.

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Kommentare ( 17 )

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maps
1 Monat her

Ich warte immer noch auf die beiden Wirtschaftswunder durch Massenmigration und Energiewende, die versprochen worden sind!! Bisher sehe ich nur das Gegenteil! Die Alt-Parteien sind Verbrecher, die uns betrügen und täglich ausrauben!

Karl Renschu
1 Monat her

Eichmann hat man nach 15 Jahren aus der argentimischen Pampa gefischt. Demjanjuk noch einmal 50 Jahre später angeklagt. Hier kommt keiner davon. Und die wissen das.

jwe
1 Monat her

Die aktuelle Wirtschaftsentwicklung verläuft absolut planmäßig. Deindustrialisierung zur Klimarettung ist in Deutschland DAS Programm. Unsere Regierung spricht es nicht öffentlich aus, tut aber alles, damit die Schussfahrt nach unten weitergeht. Die einzigen, die das Problem öffentlich benennen, ist die AFD. Und die ist ja voll NAZI und unwählbar.

November Man
1 Monat her

Firmen die Fachkräfte entlassen müssen, Konzerne die Stellen abbauen, werden und dürfen keine neuen Fachkräfte einstellen. Deshalb ist der Fachkräftemangel eine glatte Lüge der Linksextremisten, der Talk-Shows und der Lügenmedien. Wir haben in den letzten zehn Jahren nie diese Art von neuen „Fachkräfte“ gebraucht.

amendewirdallesgut
1 Monat her

Egal ,Tatsache ist , die Anderen sind schuld !

roffmann
1 Monat her

Ich vermute mal , dass auch diese Aussagen noch geschönt sind. Wer gibt schon gerne zu als Unternehmer , das es schlecht läuft. Die ganze Wirtschaft wird von Staatsknete , Steuergeld und Schulden angetrieben und die Subventionserschießungsabteilungen sind in manchen Betrieben die Boombringer !

thinkSelf
1 Monat her

Wieso sollte da jemand einen Aufschwung „erhofft haben“? Ganz im Gegenteil. Insbesondere die Wirtschaft bettelt doch weiterhin täglich um den Niedergang.

imapact
1 Monat her

Die Wirtschaft jammert, hat aber den idiotischen grünen Kurs der letzten anderthalb Jahrzehnte eifrig mitgetragen. Hauptsache, die Belegschaft wählt nicht AfD. Sie müßte allen Druck auf Merz und seinen Haufen ausüben, das Steuer der Energiepolitik radikal herumzureißen. Kernenergie, Russengas, CO2-Abgabe, Mineralölsteuer – keine Tabus. Aber das werden die gut abgesicherten Verantwortlichen nicht machen; stattdessen wird eine nie dagewesene Verarmung über Deutschland kommen.

hanussen
1 Monat her

(Trübe Aussichten für 2026: Jedes dritte Unternehmen will Stellen streichen)
Das liegt bestimmt daran,das sie alle zu faul zum arbeiten sind,und nur von Bürgergeld leben wollen

JamesBond
1 Monat her

Es geht aufwärts mit den Steuern, Abgaben und Kosten und die SPD macht das schon „Die geplante Werkschließung des Filterherstellers Mann+Hummel im rheinland-pfälzischen Speyer bis spätestens Ende 2028 löst Betroffenheit aus. „Diese Nachricht ist ein harter Schlag für Speyer“, teilte SPD-Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler mit. „Hinter den 600 Arbeitsplätzen stehen Menschen und Familien, die teilweise seit Jahrzehnten mit diesem Werk verbunden sind – das bewegt mich sehr“, sagte Seiler. Mann+Hummel gehöre seit mehr als 70 Jahren zu Speyer. “

Mike76
1 Monat her
Antworten an  JamesBond

Wie schön, dass das die OB von Speyer bewegt. Wieviel Mitschuld trägt sie und ihre Partei der roten Genossen an dem Debakel?