Staatsnahe Medien jubeln. 86 Milliarden Euro ausländische Direktinvestitionen sollen Deutschlands angebliche Wirtschaftswende belegen. Tatsächlich lockt vor allem die schuldenfinanzierte deutsche Staatswirtschaft kurzfristig Kapital an, während Industrie, Arbeitsplätze und private Investitionen weiter wegbrechen.
picture alliance/dpa | Michael Matthey
War dies die lang ersehnte ökonomische Wende? Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln meldete für 2025 einen spürbaren Anstieg der Direktinvestitionen ausländischer Investoren in Deutschland. Konkret stieg die Summe um über 50 Prozent auf 86 Milliarden Euro.
Unterm Strich könnte erstmals nach langer Zeit sogar ein knappes Plus beim Kapitalsaldo, also bei der Verrechnung von Zu- und Abstrom der Direktinvestitionen, stehen. Vor allem seit 2018, dem Jahr des Turnarounds der deutschen Industrie in den negativen Bereich, fielen die Nettokapitalflüsse mit dem Ausland immer tiefer in den negativen Bereich. Zwischenzeitlich verlor der deutsche Wirtschaftsstandort sogar bis zu 100 Milliarden Euro im Jahr an das Ausland. Hohe Energiekosten, die Regulierungsdichte und die Fiskallasten lassen Standorte wie die USA, China, Indien oder osteuropäische Horte ordnungspolitischer Vernunft wie Polen nun einmal interessanter erscheinen.
Für die Ökonomen des IW waren zwei Faktoren entscheidend für diese Bewegung: Zunächst einmal gilt Deutschland nach ihrer Interpretation als eine Art Safe-Haven-Investitionsstandort innerhalb der Europäischen Union. Seine regulatorische Berechenbarkeit – darüber wird noch zu reden sein – und der Versuch, den US-Zöllen und vermeintlichen politischen Risiken in den USA aus dem Weg zu gehen, hätten Deutschland in der Investorengunst aufgewertet, so das IW. Eine interessante Beobachtung, zumal in den USA fiskalische Vorteile bestehen, der Energiemarkt dereguliert wurde, während man in Deutschland eher den gegenteiligen Pfad beschreitet und die Unternehmen durch den nationalen energiepolitischen Alleingang schwer belastet. Aber sei’s drum.
Strukturell hat sich in der deutschen Ökonomie seit 2024 nichts verändert. Vom Automobilbau über die Chemie bis zum Maschinenbau fahren die Unternehmen ihre Kapazitäten zurück. Seitdem wurden Hunderttausende von Jobs gestrichen. Investiert wird kaum noch in Deutschland, die Nettoinvestitionsquote rutschte zum Jahreswechsel sogar in den negativen Bereich, da die Unternehmer am toxischsten Wirtschaftsstandort der EU offensichtlich keine Zukunft mehr sehen. Woher stammt also der Sinneswandel bei den Investoren?
Genau an dieser Stelle wird es interessant, denn die entscheidende Frage lautet nun einmal nicht, wie viel Kapital nach Deutschland fließt. Entscheidend ist, weshalb und wohin es strömt. Die Antwort auf diese Frage ist simpel: Das Kapital wird angezogen von der schuldenfinanzierten neuen Staatswirtschaft, von Renditegarantien durch den Steuerzahler, von einem nicht mehr versiegenden Strom an Fördermitteln und Subventionen. So lautet die bittere Wahrheit über den Zustand der deutschen Wirtschaft. Von einer Märchenwelt, wie sie sich in Berlin aus wahltaktischen Gründen angesichts der wachsenden Apathie und Spaltung im Land zusammenträumen, kann beileibe keine Rede sein.
Bevor der Bundeskanzler ins Schwärmen gerät, listen wir kurz einige Schlaglichter des Trauerspiels der deutschen Ökonomie auf.
Etwa 15.000 Industriejobs wandern derzeit Monat für Monat in den Orkus des Arbeitsmarktes. Die Nettoinvestitionsquote der Gesamtwirtschaft fiel zum Jahreswechsel erstmals in den negativen Bereich – die Ökonomie läuft also nach Abzug der Abschreibungen auf Verschleiß.
Hoffnungslosigkeit macht sich breit. Gut ausgebildete junge Fachkräfte verlassen zu Zehntausenden das Land. Mit ihnen überqueren auch die entscheidenden Patente die Grenzen, die dann an anderen Standorten in der Welt in ökonomische Wertschöpfung und Prosperität verwandelt werden. So lautet die bittere Wahrheit über den Zustand der deutschen Wirtschaft. Von einer Märchenwelt, wie sie sich in Berlin aus wahltaktischen Gründen angesichts der wachsenden Apathie und Spaltung im Land zusammenträumen, kann beileibe keine Rede sein.
Allerdings dürfte dem Kanzler der letzte Akt seiner politischen Komödie gelingen: das Entflammen eines konjunkturellen Strohfeuers. Der mit unglaublicher Verschuldung finanzierte Militär-Keynesianismus wird das nominale Bruttoinlandsprodukt für eine kurze Zeit mit einem Scheinwachstum befeuern.
Einige wenige werden profitieren, von Rheinmetall über Hensoldt und KNDS Deutschland – waren sie möglicherweise die Zielhäfen des Kapitalstroms? Ganz gleich: In der Rüstungsindustrie knallen die Sektkorken. Zur Finanzierung der Party taucht Friedrich Merz das Land tief in die Schulden. Zu tief. Mit einer Netto-Neuverschuldung im kommenden Jahr von über 5 Prozent kalkuliert man die Sonderschuldenvermögen, kommunalen Defizite und die aufreißenden Lücken der Staatskassen mit ein, hält das Land auf einen fiskalpolitischen Eisberg zu. Dieser Crashkurs mit dem Anleihenmarkt kann nicht lange gut gehen.
Nur schade, dass Otto Normalverbraucher von dieser staatlichen Kapitallenkung nicht profitieren wird, sondern die Rechnung letzten Endes durch höhere Abgaben und Preissteigerungen zu begleichen hat.
Wir kennen das aus der grünen Kunstökonomie: Jede Subvention führt zu weiterer Intervention, es türmt sich Rechnung auf Rechnung. Dass weitere Steuererhöhungen folgen, ein höherer Spitzensteuersatz sowie weitere Substanzabgaben, ist in diesem Umfeld zwingend.
Man sollte sich daher nicht über den kurzfristigen Kapitalzustrom in die gelenkte deutsche Staatswirtschaft freuen. Im Grunde macht dies alles nur noch schlimmer, weil es den unvermeidlichen Verfall dieser artifiziellen Ökonomie künstlich in die Länge zieht.







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Den aktuell regierenden Politikern der etablierten Parteien sollten die ganzen Schauermärchen gegen die AfD doch eigentlich peinlich sein – das ist aber nicht der Fall, weil sie in ihrer arroganten Selbstgefälligkeit nach jedem noch so primitiven Mittel gtreifen – weil sie wissen, dass sie irgendwann verloren haben.
In D. sehnt man sich nach dem Tod des Landes. Gibt es noch einen Schauspieler, der sich nicht schämt, Deutscher zu sein – wie die blonde Thüringerin -, wie viele Journalisten sind nicht links, die D. zerstört am Boden sehen wollen, welche Schriftstellerin – es ist fast nur noch von -innen die Rede im Literaturbetrieb – ist nicht gegen D.? D. hat kein „Wir-Gefühl“ wie alle anderen – außer UK, wo gerade darum gekämpft wird -, d. h., es hat keinen Kulturstolz, ist nicht fähig, all die kulturellen, d. h. wissenschaftlichen, technischen Leistungen, für die die Welt D. bewundert hat,… Mehr
Von 1945 bis 2005 (Merkel) haben alle Kanzler aufgebaut, mit viel Arbeit, Mühe und dann kam Merkel und danach Scholz und Merz. Alles gesparte Zweckentfremdet, geplündert, und verteilt. Nun sammelt der Rentner der 40 Jahre gearbeitet hat Flaschen zum überleben und der Illegale bekommt alles gratis und wird noch bevorzugt. Ich verstehe das Deutsche Volk nicht. Die Denkweise ist wie die eines geistig Irren..
Rüstung hat Null Mehrwert für eine Volkswirtschaft, es sei denn man will Krieg führen…scheinbar ist man dem auch in Berlin nicht ganz so abgeneigt.
Na ja, Rüstung hat indirekt Mehrwert für die Volkswirtschaft – nach dem (verlorenen) Krieg….
Subventionen und Staatseingriffe in den Wirtschafts-und Arbeitsmarkt bringen sehr sehr selten etwas Gutes und werden immer sehr teuer erkauft. Meist schadet der Staat dem Bürger. Ich bin dafür, dass der Staat Werkzeuge, die er nicht anwenden kann, mit denen er fast immer schadet, entzogen bekommen sollte. Nur so kann der Staat seinen Eid, Schaden vom Deutschen Volkes abzuwenden, erfüllen. Der deutsche Bürger muss auch vor den Allmachtsphantasien der Altparteien/der Staatsapparate geschützt werden.
Die AFD sollte das gebrochene Versprechen der Altparteien nach tatsächlicher und vollständiger wirtschaftlicher Deregulierung und Desubventionierung erfüllen. Nur so kann Deutschlands Zukunft in Wohlstand gerettet werden.
„Ausländischer Investitionsboom“?
Mir reichen schon die „Fachkräfte“!
Sind „Direktinvestitionen“ nicht einfach Aufkäufe von (dann ehemals) deutschen Firmen?
‚Investitionsboom in Deutschland‘
Für Pinnochio ist diese Behauptung ein Klacks.
Ja. Und draufgesetzt dann die, dass in Sachsen Anhalt nicht mehr investiert würde, regierte Siegmund mit der AfD.
Neugierig bin ich, wann das Lügengebäude bersten wird.
Teilstrategien der Zerstörung Die Politik hat in den letzten drei Jahrzehnten bewusst soviele Teilstrategien der Zerstörung gefahren, dass alles verloren ist, was Deutschland von 1945 bis 1990 stark und erfolgreich gemacht hatte. Die Substanz ist weg. Deutschland wird nie wieder so lebenwert liebenswert und erfolgreich sein, wie es am 3. Oktober 1990 war. Diese Teilstrategien begannen mit den Maastrichter Verträgen, mit EU, Euro, Target 2 und EZB. Energiewende ins Nichts seit 1998. Atomaus beschlossen 2011 komplett umgesetzt 2022 und 2023. Kraftwerke sprengen und Kohlegruben so wässern, dass dort nie wieder Kohle gefördert werden kann. Außereuropäische unqualifizierte kulturfremde Massenmigration in den… Mehr
Das muss die junge Generation mit sich ausmachen. Wir, die Alten, sind noch rechtzeitig weg. Wir hatten eine Superjugend und alle Freiheiten, konnten mit der DM reisen bis der Arzt kam. Denn wir hatten keinen Euro, KEINE Energiewende, keine 6-7 Millionen – zu über 50% – umfassend sozialversorgte Muslime, wir hatten keine grüne Öko-, Gender- und Gesellschaftskrieger, keinen Habeck, keine Baerbock, keinen Pinnochio. keine Teddybären für Illegale. Die Brandmauer war kein Thema, da die zugrunde liegenden, selbst geschaffenen Probleme keine Themen waren. Doch nun sind halt da – die Probleme: „Friday für future“ & co. wird bald in „Friday for… Mehr
Gemeint ist vermutlich, dass es in Spanien oder Frankreich noch katastrophaler läuft. Etwa spanische Vermieter wurden praktisch entrechtet und enteignet.
Besonders viel Trost kann es nicht spenden.