Gendern statt großer Geister: Das Elend der deutschen Universitäten – TE-Wecker am 21. Juni 2026

Der TE-Wecker erscheint montags bis freitags – und bietet Ihnen einen gut informierten Start in den Tag. Ideal für den Frühstückstisch – wir freuen uns, wenn Sie regelmäßig einschalten. An Wochenenden und Feiertagen erscheint der Wecker mit einer Schwerpunktsendung.

 

Prof. André Thess schlägt Bildungs-Alarm. Deutschlands Universitäten waren einmal Weltspitze. Heute glänzen viele eher mit Sprachleitfäden, Nachhaltigkeitsbüros und politischer Korrektheit. André Thess beschreibt im Gespräch, warum das deutsche Hochschulsystem ohne radikale Reform weiter abrutscht.

Weltmeister im Gendern, Mittelmaß in der Wissenschaft: Professor André Thess sieht an deutschen Hochschulen nicht die Klimakrise als Hauptproblem, sondern eine Leistungskrise. Es geht um Studienabbrüche, marode Gebäude, falsche Anreize und den Verlust akademischer Exzellenz.

Grüne Büros, klimaneutrale Leitbilder, autofreier Campus – und gleichzeitig fehlen Geld, Professoren, Infrastruktur und wissenschaftliche Spitze. André Thess stellt eine unbequeme Frage: Wie soll Deutschland wieder an die Weltspitze zurückkehren?

Deutschlands Hochschulen brauchen nicht noch mehr Ideologie, sondern Leistung, Wettbewerb und Freiheit. André Thess plädiert für weniger Staat, mehr Verantwortung und ein neues Finanzierungsmodell.

Hören Sie auch Tichys Börsenwecker, täglich ab 6 Uhr >>>

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Kommentare ( 9 )

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HeRo
24 Tage her

Hmm – an der TUM hat quasi NIEMAND die Regelstudienzeit hingekriegt: das War vor 40 Jahren: 8 Semester – davon 4 Semester Grundstudium + 4 Hauptdstudium. Im HS waren bei uns noch 3 (!) Studienbarbeiten mit 200h vorgesehen. Eine davon Konstruktiv. Und wenn man da eine erwischte, die politisch brisant war oder der Betreuer in seinen Fach schwach war, dann zog sich das dann auch noch. Ein wichtiger Aspekt ist m.E. auch das „Ansehen“ der Mint-Fächer. Warum soll ich Maschbau oder was anderes technisches studieren, wenn ich dadurch zum Depp vom Dienst werde und mir jeder hirnlose Betriebswirtschaftler „Controller“ erklärt,… Mehr

HPs
26 Tage her

So richtig ernst wird es für die Wissenschaft, wenn der populistische Pöbel die Axt an die Wissenschaft legt wie beispielsweise hier
https://www.telepolis.de/article/Ende-fuer-Tiefsee-Sensoren-Modernstes-Forschungsnetz-wird-zurueckgebaut-11315211.html

Michael M.
25 Tage her
Antworten an  HPs

Wenn die Klima-Sekte ausflippt passiert etwas richtiges, aber Grünlinke verstehen sowas natürlich nicht 🥳🤯🫣🤦‍♂️.

Markus Gerle
26 Tage her

Da meine Tochter gerade ihren Master in Chemie macht und ich auch Chemie studiert habe, kann ich recht gut vergleichen. Und ich denke, man muss zunächst differenzieren. Zur Zeit meines Studiums gab es auch schon viele linke Spinner, die ewig studierten und dabei von der Überwindung des Kapitalismus träumten. Diese Sorte von Studenten fand man aber fast ausschließlich in den Gesprächswissenschaften. In die Gebäude der Naturwissenschaften verirrten die sich nur, wenn da mal eine Party stattfand. Dagegen habe ich aus Interesse durchaus ein paar Lehrveranstaltungen in den Literaturwissenschaften und in BWL besucht. Und damit war ich definitiv kein Einzelfall unter… Mehr

rainer erich
26 Tage her

Und wie sehen nun die konkreten Ideen aus, mittels derer bzw deren Umsetzung das völlig überraschende Problem gelöst werden soll ? Keine Ahnung, wie gross die Begeisterung über diese Ideen, wenn es sie denn in den Kartellparteien gäbe, ausfiele. Ich fürchte, sie hält sich in engen Grenzen, denn auch hier gibt es nicht wenige, von den “ hässlichen“ Begriffen des Autors , unangenehm Betroffene. Wobei die meisten nicht einmal mehr wissen, was diese Worte überhaupt bedeuten. Wie man der im grossen Stil laufenden Verdummung , welche ja nun bereits zahlreiche Erfolge verzeichnet, Herr werden will, bleibt schleierhaft. Der Michel hat… Mehr

Donostia
26 Tage her

Mir war schon immer schleierhaft, warum überhaupt festgelegt wird, dass rund 30 % eines Jahrgangs Abitur machen sollen. Eine solche Zielvorgabe führt zwangsläufig dazu, dass das Niveau der studienvorbereitenden Bildung abgesenkt wird. Und damit sind wir beim Unwort Quote: Wozu überhaupt eine Quote für Abiturienten? Entweder die Schüler bringen die erforderlichen Leistungen und bestehen die Prüfungen – oder eben nicht, und die Quote sinkt. Es hilft niemandem, wenn man jungen Menschen vorgaukelt, sie hätten die Reife für ein Studium, das sie später gar nicht erfolgreich abschließen können. Dabei fällt mir eine Diskussion eines Kommilitonen mit unserem Physikprofessor ein. Der Kommilitone beschwerte… Mehr

prague
26 Tage her

Das ist nur konsequent, denn das Abitur wird verschenkt, die Anforderung immer niedriger, also wie sollen das die Studenten sonst schaffen, da mus man nach gendern beurteilt werden. Ja, schöne, neue Zukunft für Deutschland.

Nibelung
26 Tage her

Früher waren die Unis noch Kaderschmieden und heute sind sie der Hort aller Umstürzler und Spinner im linken Geist und ihr Produkt sind im Westen die Grünen geworden und im Osten im klassischen Stil des revolutionären Kämpfers für Volk und Vaterland. Die jeweilige politische Beeinflussung hätte aus dem eigenen Verständnis heraus an solchen Lehranstalten nichts zu suchen, denn nach normalem Verständnis müßte es eine Wissensmanufaktur sein, wo man Leute ausbildet für die spätere Verwendung in allen Bereichen der Gesellschaft, was dann leider sehr einseitig nach links ausgeschlagen hat und die wahren Verursacher dort zu finden sind in Zusammenarbeit mit der… Mehr

Haba Orwell
26 Tage her

> Heute glänzen viele eher mit Sprachleitfäden, Nachhaltigkeitsbüros und politischer Korrektheit.

Nachdem in den Schulen das Dyffidirren gestrichen wurde, sind jetzt Unis dran. Genderbeauftragtende Person:in braucht kein Diffidirren, nur Ansagen aus der Glotze nachplappern. Ein paar Streber bestehen vielleicht den PISA-Lesetest.