Erschreckende Zahlen über psychische Erkrankungen in Deutschland

126 Millionen Arbeitstage sind 2021 in Folge psychischer Erkrankungen ausgefallen. Das entspricht dem Verlust von rund 548.000 Vollzeitkräften. Stark betroffen sind auch Schülerinnen unter 15 Jahren.

IMAGO / Zoonar

Die Bundesregierung hat auf Anfrage der Linken erschreckende Zahlen veröffentlicht. Demnach geht knapp ein Viertel aller Diagnosen bei Frauen zwischen 20 und 70 Jahren auf psychische Erkrankungen zurück. Auch für die Arbeitswelt bedeutet dies einen enormen Schaden: 126 Millionen Arbeitstage sind demnach im Jahr 2021 insgesamt ausgefallen, weil die Arbeitnehmer wegen psychischen Erkrankungen „arbeitsunfähig“ geschrieben waren. Geht man von einer Woche mit fünf Arbeitstagen aus, sind der Wirtschaft statistisch rund 548.000 Arbeitnehmer ein Jahr lang komplett weggebrochen.

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Doch das Problem betrifft nicht nur die Arbeitswelt. Bei Kindern unter 15 Jahren erfassen die Krankenkassen naturgemäß keine Arbeitstage, die ausfallen. Aber eine andere Zahl sticht aus der Antwort der Bundesregierung heraus: Von allen Diagnosen, die Mädchen unter 15 Jahren gestellt bekommen, gehen laut Bundesregierung 81,08 Prozent auf psychische Erkrankungen zurück. Vier von fünf Mädchen, die zum Arzt gehen, tun dies demnach aufgrund psychischer Erkrankungen. Auffällig: Bei Jungen im gleichen Alter steht in der Statistik ein Anteil von runden 0,00 Prozent.

Geht man diese Statistik durch alle Altersklassen durch, zeigt sich: Psychische Erkrankungen sind in Deutschland zur Volkskrankheit geworden. Zumindest bei den Frauen. In allen Altersgruppen zwischen 20 und 70 Jahren liegt ihr Anteil von psychischen Erkrankungen an allen Diagnosen zwischen 22,88 und 27,69 Prozent. Erst bei den Frauen über 70 Jahren gehen diese Werte in den einstelligen Bereich zurück. Bei den Männern sind die Zahlen weniger ausgeprägt. Männer zwischen 20 und 70 Jahren erhalten in 13,76 bis 19,72 Prozent der Fälle psychische Erkrankungen als Diagnose. Auch bei ihnen nimmt diese Zahl im Alter über 70 Jahren noch einmal deutlich ab.

Auch für die Arbeitswelt bedeutet die Zunahme von psychischen Erkrankungen ein ernsthaftes Problem: Diagnostiziert ein Arzt einem Arbeitnehmer eine solche psychische Erkrankung, dann fällt der im Schnitt 48 Arbeitstage aus. Entsprechend erklären sich die hohen Werte an ausgefallen Arbeitstagen als Folge dieser Diagnose. Am stärksten betroffen ist die Altersgruppe zwischen 55 und 60 Jahren: 14 Millionen Arbeitstage fielen bei Frauen dieser Gruppe 2021 aus, bei den Männern waren es 9 Millionen Arbeitstage. Die Altersgruppen zwischen 50 und 55 Jahren sowie die zwischen 60 und 65 Jahren kommen auf die nächsthohen Werte. Von den insgesamt 126 Millionen ausgefallenen Arbeitstagen entfielen 75 Millionen auf Frauen und 51 Millionen auf Männer.

„Die Corona-Pandemie hat zu einem starken Anstieg einiger psychischer Krankheiten geführt. Die Fälle von Depressionen und Angststörungen seien weltweit allein im ersten Pandemiejahr um 25 Prozent gestiegen“, hat die Weltgesundheitsorganisation WHO in einem Bericht über mentale Gesundheit geschrieben. Bereits vor der Pandemie hätten weltweit eine Milliarde Menschen mit einer psychischen Erkrankung gelebt. Das entspricht einem Achtel der Weltbevölkerung.


Sollten Sie das Gefühl haben, dass Sie Hilfe benötigen, kontaktieren Sie unbedingt die Telefonseelsorge. Unter der kostenfreien Rufnummer 0800-1110111 oder 0800-1110222 bekommen Sie Hilfe von Beratern, die Ihnen Hilfe bei den nächsten Schritten anbieten können. Hilfsangebote gibt es außerdem bei der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention. Im Netz gibt es – Beispielsweise bei der Stiftung Deutsche Depressionshilfe – auch ein Forum, in dem sich Betroffene austauschen können.

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Kommentare ( 47 )

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egal1966
14 Tage her

Nun, wundern tut mich das nicht.
Wenn man bedenkt, womit den Deutschen schon alles in den letzten Jahren Angst gemacht wurde, Corona, Klima, Krieg, Energiekrise, Migration usf, dann befindet sich der Großteil in einer Art von „Dauerangst“, die irgendwann auch auf die Psyche durchschlägt.
Ja und Frauen sind da leider besonders anfällig…

lavoyageuse
1 Monat her

Wenn ich als Jugendlicher in einem Land leben muss, in dem mir erzählt wird, dass ich a) z.B. „frieren soll für den Frieden“, soll, b) Politiker-Diletantten, die nach 7 J noch immer nicht Schluss machen mit der Massen Migration von Menschen, die hier nicht hergehören, aber für die ich in ZUKUNFT ARBEITEN MUSS !!! c) weder meine Eltern noch irgendwelche anderen Erwachsenen dagegen protestieren – hätte ich auch massive Probleme. Eltern sollen mal ihren Kindern erklären, warum sie einfach nichts tun und schweigend zuschauen, wie ein einstmals erfolgreiches Land „an die Wand“ gefahren wird.

Julischka
1 Monat her
Antworten an  lavoyageuse

Spätestens wenn die Kinder in die Schule gehen, besonders hervorzuheben sind später die Gymnasien, haben die Eltern keine Chance mehr. Den Jugendlichen sind Eltern, die rebellieren, demonstrieren und sich den Mund nicht verbieten lassen, in der Schule auf der Matte stehen mega peinlich, weil die Eltern ihrer Freunde das nicht tun! Erst wenn sie erwachsen sind, merken sie allmählich, daß ihre Eltern recht hatten! Die (linken) Schulen haben einen enormen Einfluß auf die Jugendlichen, leider!

teanopos
1 Monat her

Dieses Land wird von Leuten regiert die durch Nudging und andere übergriffige Gesellschaftsklempnerei aus der Psychokiste Gefallen am Demonstrieren ihrer Macht finden.
Außerdem wählt ein Großteil der Bürger die Nichtskönner der poltischen Zirkel, die sich nur zu gerne von Psychologen beraten lassen wie man die Menschen/Bürger am besten manipulieren kann und was als nächstes zutun ist um die Bevölkerung am Nasenring durch die Manage zu ziehen.
Also was bitte soll man bei solchen Zuständen erwarten?

Last edited 1 Monat her by teanopos
Metric
1 Monat her

Ehrlich gesagt: Ich war gestern auf einer Bergtour. Sonne, herrlicher Blick, mehrfach ins Schnaufen und Schwitzen gekommen, abends die schönste Müdigkeit und heute der schönste Muskelkater der Welt. Das empfehle ich allen „psychisch Kranken“, am besten jede Woche, es geht auch ohne Berge, Radtour am Deich, was weiß ich. Ich kann nicht sagen, dass damit alle Probleme, die einen umtreiben, vom Tisch sind, aber sie werden relativiert. Die Erfahrung von etwas Größerem, Ewigem in der Natur, sich selbst wieder spüren, Risiken eingehen und meistern, der Blick zurück mit dem stolzen „Da war ich oben!“, und nicht zuletzt einfach die bessere… Mehr

flo
1 Monat her
Antworten an  Metric

Sie haben ja nicht ganz Unrecht, aber viele Menschen – man wüsste gern, ein wie hoher Anteil an der Bevölkerung –  sind nicht stabil genug, die weltpolitische Großwetterlage und vor allem auch gesellschaftlichen/politischen Bedingungen, die sie an einer guten Zukunft zweifeln lassen, seelisch zu verkraften. Die stabileren Bürger gehen eventuell eher in die „innere Emigration“, gemeint: versuchen, sich im Kopf und in der Seele abzugrenzen von aus ihrer Sicht unerwünschten Entwicklungen. Es ist schon zum Heulen. Wir sind heute umgeben vom politisch forcierten Narrativ, die Gesamtgesellschaft sei ja im Alltag so rassistisch, dass man unbedingt – u.a. – ein  sehr… Mehr

JoeCocker
1 Monat her

Desto weniger Steuern der Staat in seine Griffel bekommt, desto weniger Unheil! Frohes Neues!

Sonny
1 Monat her

So sieht das eben aus, wenn die MSM und die Politik jegliches Sicherheitsgefühl torpedieren und zerstören und der Mensch an sich als unwichtig gebrandmarkt wird, Randgruppen aber fortdauernd und über Gebühr erhöht werden.
Nicht jedes junge Mädchen fühlt sich dazu berufen, „die Welt zu retten“. Der Berg, der sich vor einem auftut und der von einem erwartet wird zu übersteigen, kann den Lebenswillen schon mal entscheidend brechen.

Last edited 1 Monat her by Sonny
Richardt_W
1 Monat her

Mich würde dringend interessieren, wie viele Mädchen vor ihrer „psychischen Erkrankung“ vergewaltigt, oder wenigstens nachhaltig gemobbt, belästigt oder anderweitig mißbraucht wurden. Und welchen Einfluß die weiter anhaltende, ungehemmte Neubesiedelung des UN-Siedlungsgebietes Deutschland Anteil daran hatte. Aber das ist eine Frage, die vielleicht, möglicherweise, nur die AFD stellen würde, und die sind ja „rechts“ und ohnehin tabu. Mich treibt diese Frage aber nicht als AFD-Sympathisant um – der ich nicht bin – sondern einfach als Vater einer minderjährigen Tochter.

Julischka
1 Monat her
Antworten an  Richardt_W

Das ist weitaus schwieriger als Sie vielleicht denken. Ich habe drei Töchter (undeinen Sohn), von denen eine seit Jahren an einer Essstörung leidet! Sie wurde weder mißhandelt noch gemobbt, wir sind eine normale Familie, sie ist kein „Trennungskind“, wird von allen geliebt, ist eine gute Schülerin, macht im Sommer ihr Abitur, ist sehr sportlich und auch optisch muss sie sich nicht beschweren, außer dass sie krankheitsbedingt zu dünn ist und leider auch sehr klein, weil es dadurch zu einer Wachstumsstörung kam! Sie hat kein Selbstwertgefühl, hasst ihren Körper und keiner weiß im Grunde genau warum! Das ist ein gesellschaftliches Problem,… Mehr

Fieselsteinchen
1 Monat her
Antworten an  Julischka

Ja, und wir als Eltern wissen nur so ungefähr, womit Kinder in den Schulen, hier schreibe ich erst einmal nur von den Lehrern, subtil belastet werden. Der Gruppendruck solidarisch für die Älteren/Jüngeren/Dicken/Doofen zu sein, verhindert bewusst, die eigene Haltung auszubilden. Kinder wollen dazugehören! Egal wie! Es gibt nur wenige, die konstitutionell die Kraft haben zu opponieren. Mit konstitutionell meine ich mentale Stärke, die unabhängig von rein körperlicher Kraft ist. Wer sich gegen die Meinung einer vermeintlichen Mehrheit wendet und die Frechheit besitzt, das zu artikulieren,,(die Masse sind die Angstschweiger), muss mit Konsequenzen rechnen, die im Schulalltag Einfluss auf das spätere… Mehr

Last edited 1 Monat her by Fieselsteinchen
MariaundJosef
1 Monat her

Das war schon lange vor der „ Plan-Demie“ so schlimm. Tagtäglich musste man lesen: XYZ..w a r n t, d r o h t ….vor dies und jenem. Die deutschen Bürger wurden fortwährend und andauernd angehalten, sich einzuschränken, gegen räächts zu kämpfen, bereitsein diese Millionen * Flüchtlinge* mit Freude in unser Sozialsystem aufzunehmen, die DEMOKRATIE zu verteidigen ( da kam man ins Grübeln, wer eigentlich unsere Demokratie am Zerstören ist ? und wurde in Berlin fündig), eine demokratisch gewählte Partei im Bundestag wurde ihrer Rechte beraubt, eine Wahl wurde für ungültig erklärt, die demokratischen Organe( Bundesverfassungsgericht u.a.) wurden mit Nick-Puppen… Mehr

DieSonne
1 Monat her

Danke für diesen Artikel, der auch wieder einer derer ist, den ich ausdrucke und analog wie digital archiviere, damit er der Nachwelt erhalten bleibt.

Fuerstibuersti
1 Monat her

Ergänzung: ich halte es von zunehmender, zentraler Wichtigkeit, sich der immer drängenderen Frage zu stellen: WIEVIEL bin ich bereit zu geben, zu riskieren und ggf zu opfern, WIE WEIT bin ich bereit zu gehen, im Kampf gegen diesen Alptraum ? Von sich aus wird er kein Ende nehmen. Und m.E. auch nicht durch Spazierengehen. Auch nicht durch Petitionen, Brandbriefe, Klagen u.ä. Neckereien. Für mich habe ich eine klare Entscheidung getroffen. Wobei ich allerdings gestehen muss, dass mir die Entscheidung ziemlich leicht gefallen ist, da ich Vater einer ebenfalls schwer kranken Tochter bin. Ich könnte jeden Tag vor Wut ausrasten, wenn… Mehr