Merkels neuer Super-Lockdown ist nur noch eine Machtdemonstration

Es gibt schon lange nichts mehr, was plausibel für einen Lockdown spricht. Das Corona-"Armageddon" ist ein ewigwährendes Szenario. Merkel dürfte trotzdem gewinnen - denn längst geht es nicht mehr um Corona oder Gesundheit, es ist eine politische Pokerrunde geworden. Am Ende aber gewinnt immer die Bank.

IMAGO / IPON

Wie wärmeempfindlich Corona ist, ist noch nicht restlos geklärt – der Lockdown ist es aber zweifelsohne. Je mehr Parks zum Picknick und Freibäder zum Schwimmen einladen und die heimische Wolldecke ihren Charme verliert, desto mehr nimmt die Bereitschaft der Menschen ab, zuhause zu bleiben. Insofern sind die Zukunftsaussichten von NoCovid-Ideologen zunächst begrenzt. Lauterbach spricht gar vom „letzten Gefecht“, die Strategie: Alles auf eine Karte, jetzt, super hart, sofort. Die Corona-Politik ist eine Pokerrunde geworden.

Wenn man sich wirklich fragen würde, was sinnvoll wäre, um Menschenleben zu schützen, wäre die Diskussion eine ganz andere. Selbst die Radikalsten würden dann vielleicht fordern, die Hälfte des Bruttoinlandsprodukts in den Ausbau von Intensivstationen zu stecken oder eine Milliarde weiter Impfdosen zu bestellen. Aber der Lockdown? In einem Jahr Corona wurde die ominöse Belastungsgrenze des Gesundheitssystems nie erreicht und außer Horrormeldungen von der mutierten Mega-Mutanten gibt es auch wenig was dafür spricht, dass eine Triage in absehbarer Zeit eintreten könnte. Das bestätigte jüngst auch der Präsident der deutschen Krankenhausgesellschaft.
Es geht nach wie vor nur um ein Szenario. Zwar war es bisher nie so schlimm, wie vorhergesagt wurde, aber wenn jetzt nichts unternommen wird, laufen wir in ein Inferno. Diesmal ganz sicher.

Wie lange soll diese ewige Drohung noch ziehen? Müssten wir nach einem Jahr Corona nicht langsam akzeptieren können, dass Corona einfach so ist, wie es ist: Kein Spaß aber auch kein Armageddon?

Die Zahlen

Obwohl Deutschland sich an der Inzidenz gemessen in der siebten Woche der dritten Welle befindet, sinken die Todeszahlen kontinuierlich weiter – obwohl sie den Infektionszahlen eigentlich in einem Abstand von etwa drei Wochen folgen müssten.

Ganz offensichtlich ist die Zahl der Corona-Toten von der Zahl der Infektionen entkoppelt. Wie sollte es auch anders sein: Ein Drittel der über 70-Jährigen ist geimpft, Altersheime werden durch Schnelltests geschützt,

Behandlungsmöglichkeiten haben sich verbessert. Die Infektionen unter Alten und sehr Alten sind weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau, dramatisch hohe Todeszahlen sind daher nicht absehbar. Die Zahl der intensivmedizinisch behandelten Corona-Patienten steigt, ist aber immer noch auf einem mehr als beherrschbaren Niveau.

Doch anstatt sich diesen deutlich relevanteren Zahlen zu stellen, sprechen wir weiterhin ausschließlich über die bundeseigene Zahl der Inzidenz. Was diese Zahl so recht bedeutet, weiß keiner. Das RKI mixt sie irgendwie zusammen, alle Meldungen die man so reinkriegt, werden durch den Fleischwolf gedreht – „Die Differenz zum Vortag bezieht sich auf das Eingangsdatum am RKI; aufgrund des Übermittlungsverzugs können Fälle aus vorangegangenen Tagen darunter sein.“, heißt es. Die können nicht nur darunter sein, die sind verlässlich immer darunter. Munter passt das RKI seine Zahlen teilweise Monate rückwirkend an und verkauft einem wochenalte Infektionen als neu.
Jetzt über Ostern kommt ein ganz besonderes Spektakel dazu: Denn auf einmal fällt die Inzidenz wie von Geisterhand – weil über Ostern nicht gemeldet wird. Den gleichen Effekt hatten wir über Weihnachten. Kurz danach kommen die ganzen Nachmeldungen hinein und die Inzidenz schießt durch die Decke. In den nächsten Tagen dürfte die Inzidenz genau wie nach Weihnachten nach oben schießen – ohne dass es dafür einen äußerlichen Grund gibt. Ein reines Produkt unseres Gesundheitssystems. Dieser Anstieg kommt dann allerdings passend zu Merkels Versuch, den ganz harten Bundeslockdown durchzusetzen.

Wenn man sich die Kurve der vergangenen Wochen anschaut, spricht einiges dafür, dass wir uns dem Zenit der Welle ohnehin nähern – die Kurve scheint einen Wendepunkt genommen zu haben und sich ihrem Scheitelpunkt zu nähern. Die Steigung in den letzten 10 Tagen ist weniger als halb so groß, wie die Steigung im Vergleichszeitraum der zweiten Welle. Zieht man den Anstieg der Temperaturen, die fortschreitende Impfung und die Immunität in der Bevölkerung hinzu, ist es gut möglich, dass die Infektionszahlen in zwei bis drei Wochen fallen. Der Bundeslockdown ist also auch in der Hinsicht ideal terminiert – auch wenn er nicht wirkt, stehen die Chancen gut, dass es so aussieht, als ob er wirken würde.

Für Merkel sieht es daher gut aus. Ihr Kontrahent Armin Laschet wurde bereits weichgeschossen – er will jetzt einen „Brückenlockdown“ nach Ostern. Eine Brücke, die potentiell aber natürlich ins offene Meer hinaus geht, Seebrückenlockdown wäre wohl der passendere Begriff. Immerhin der an sich treue Daniel Günther wagt sich aus der Deckung, er möchte zunächst keine Ausgangssperren. Zuvor war auch Saarlands MP Tobias Hans von der Fahne gewichen.

Denn Merkel pokert nur noch – und sie gewinnt zunächst, weil sie mit maximalem Einsatz spielt und nichts zu verlieren hat. Langfristig gewinnt aber immer die Bank – und die CDU darf ihr in den Abgrund folgen. Jüngere Politiker, die noch etwas vorhaben, können nicht mehr einfach so mitgehen. Es ist alles nur ein Spiel, ein Kampf um Macht und Ansehen – auf dem Rücken eines Landes, das kurz vor dem Kollaps steht.

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Kommentare ( 172 )

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Heiner Hannappel
8 Monate her

Dieses ganze Gezerre in Politik und deren Staatsfunk und Printmedien widert mich nur noch an. Wahlinteressen der Länder, des Bundes vermischen sich sträflich mit irgendwelchen widersprüchlichen Corona Maßnahmen und werden zu einem für die Bevölkerung unverdaulichen Cocktail. Logik weicht Parteiinteressen, denen sich allzu viele Wissenschaftler andienen und einseitig die Melodie der Regierenden spielen, die einseitig beraten sich immer hilfloser im Kreis drehen. Das schwedische Modell muss verteufelt werden, da dieses die eigene Unfähigkeit drastisch offenlegt. Die staatstreuen Medien, welche unisono das schwedische Modell verteufeln, werden niemals ihren Irrtum zugeben, dem diese, wie auch Frau Merkel aus purer Rechthaberei hinterherlaufen. Diese… Mehr

RA.Dobke
8 Monate her

Die Kurve ist teilweise geschönt, dass muß man korrekter Weise schon einräumen. Die jüngeren Neuinfektionen hatten höhere Ausreißer ! Nur Ehrlichkeit entwaffnet unseren Gegener wirklich. Übrigens bekommen nicht alle niedergelassenen praktischen/ Hausärzte / FA für Allgemeinmedizin die Coronaimpfdosen, sondern nur die Kassenärzte: Witzig für mich als Pribvatpatient mit freier Arztwahl! Auch interessant: Die Impfpriorisierung macht im Zweifelsfall innerhalb einer gemütlichen NichtFRIST ein Ausschuß bei der DRV. Die verstehen doie Kriterien einer dreifach Lungenerkrankung mit COPD besser als die Sachbearbeitung der städtischen oder Kreis – Gesundheitsämter. Allgemeine Kriterien scheinen auch nicht aufgestellt, an denen man sich orientiert. Sind denn echte Einzelfallentscheidungen… Mehr

Wolfgang M
8 Monate her

Hr. Türkis, gerade der Schule entwachsen, meint, dass er schlauer als die Virologen ist. Als junger Mensch ist er stärker vom Lockdown betroffen, als alte Menschen. Aber es gab im letzten Jahrhundert Jahrgänge, die noch viel schlimmer von Krisen betroffen waren. Erst 6 Jahre Krieg, dann etwa ein Jahrzehnt Nachkriegszeit, alles in Schutt und Asche. Unsere heutige Jugend ist gewohnt, dass ihnen alles, was sie sich wünscht, in den Schoß fällt.
Bis es hier wieder aufwärts geht, wird bei weitem nicht so lange dauern

Michael M.
8 Monate her
Antworten an  Wolfgang M

Ach Gott Wolfgang M., was hat den jetzt diese Pauschalschelte gegen die ach so verwöhnte Jugend (zum Teil haben sie ja damit sogar Recht, die Freitagshüpfer lassen grüßen) mit dem eigentlichen Thema zu tun?! Ja klar, ihnen passen zum einen die Aussage/Recherchen von H. Türkis nicht ins eigene Weltbild und andererseits vertrauen sie anscheinend der Staatsmacht uneingeschränkt, anders läßt sich ihr Statement „die Virologen haben Recht“ (wer sind denn „die Virologen“, doch nicht etwa die Handvoll Staatsvirologen im Beamtenstatus?) nicht erklären. Die Virologen die eine andere Sicht der Dinge haben wurden/werden doch gar nicht erst gefragt bzw. angehört, ist Ihnen… Mehr

Oblongfitzoblong
8 Monate her
Antworten an  Wolfgang M

Warum diskreditieren Sie die “ heutige Jugend “ dafür, dass unsere Politdarsteller mit einer nicht aussergewöhnlichen Endemie, denn das ist sie schon längst, vollkommen überfordert sind? Auf die durchaus widersprüchlichen und fragwürdigen Stellungnahmen der „schlauen Virologen“ kann man ganz viel sagen.

Der Prophet
8 Monate her

Dass der Scheitelpunkt erreicht ist, wissen Merkel und Co. auch. Deshalb brauchen sie dringend ihren Superlockdown, damit sie den Menschen zeigen können: „Siehst du, der Lockdown brachte den nötigen Erfolg.“ Man stelle sich vor, man würde gar nichts tun und die Zahlen würden von selbst sinken, dann bricht das ganze Lügengebäude zusammen und der Schwindel würde auffliegen. Das will man um jeden Preis verhindern und deshalb wird es auch einen Superlockdown geben.

Peter Pascht
8 Monate her

Ein naher bekannter von mir, über 65, versucht seit 3 Wochen sich einen Impftermin zu machen. Anrufe insgesamt, 100 mal sagt er. Erst einml ist das Gespräch schwer zu erreichenm Wartezeiten wie bei einer „Hotline“, „Bleiben sie in der Leitung sie sind gleich dran“, Nach minutenlangem Warten dann immer wieder die gleiche die Antwort: „leider haben wir keine termine mehr zu vergeben, wann es möglich ist wissen wir nicht“. Das natürlich egal mit welchem Impfstof, denn eine Impfstoffwahl ist eh nicht möglich. Ich hatte es mal vor 3 Wochen probiert einen Impftermin zu erlangen: „Sie haben kein Anrecht auf einen… Mehr

Last edited 8 Monate her by Peter Pascht
bergwaechter
8 Monate her
Antworten an  Peter Pascht

Die haben bei der Hotline der Telekom gelernt.
„Der nächste freie Berater ist nur für Sie reserviert“
Was sind bei dieser freundlichen Ansprache schon ein paar Tage Zeitverlust.

Wolfgang M
8 Monate her
Antworten an  Peter Pascht

Erfahrung aus Niedersachsen: Ich habe ein Online-Formular auf dem PC ausgefüllt und abgeschickt. Man hat mir 3 Mal meinen persönlichen Code auf der Warteliste gesandt. Das hat mich verwundert. Aber inzwischen ist auch der Termin da. Mein Aufwand war minimal. Allerdings: Ich habe unmittelbar hintereinander die Daten für mich und meine Frau, beide ca. 75, angegeben. Die Zeiten für die Erst- und die Zweitimpfung für mich und meine Frau liegen jeweils 2 Tage auseinander. Gleicher Name und gleiche Adresse interessiert die Leute nicht. Gemeinsamer Impftermin war auch nirgends ankreuzbar. Gemeinsamer Termin wäre mit Sicherheit einfach zu managen gewesen. Daran denkt… Mehr

Urbanus
8 Monate her

Sehr schade dass wir heute keinen Kaiser Nero haben. Wer in Ungnade gefallen ist, wurde in die Verbannung geschickt. Der Ort: Karpaten, Barbaren-Land (heute: Rumänien), Dauer: für immer. Sehr selten, fast nie, wurde der Kaiser gnädig.
Mir fallen da heute sehr viele Namen ein. Ich würde von den Hofvirologen anfangen…

Peter Pascht
8 Monate her
Antworten an  Urbanus

Da sind sie geschichtlich leider falsch informiert.
Verbannungsort war Thrakien, heute Ostbulgarien, südlich der Donau an der Schwarzmeerküste, damals „Scythia minor“ gennant, sh. Ovidius Publius Nasus, den bekannten Dichter, der eine Glosse über den Kaiser und seine Konkubine verfasst hatte.
Auch nach dem Tode des Kaisers durfte er nicht zurück aus dem Exil. Er ist dort verstorben.

Urbanus
8 Monate her
Antworten an  Peter Pascht

Sie haben natürlich Recht.(Ovid). Die Technik der Verbannung wurde sehr oft angewandt. Z.B. in der ehem. Sowjetunion.
Vielleicht könnte man so was in ganz besonderen Härtefällen aufleben lassen. Die Karpaten sollen wunderschön sein. Eigentlich zu Schade für KL., Drosten, etc. Merkel incl…. Ich weiß gar nicht wohin damit 😂…

peer stevens
7 Monate her
Antworten an  Urbanus

…man muss doch nur Putin fragen
…der hat doch hinter dem Ural viel Platz, um den lebenslangen „Aufenthalt“ unserer -Stars- aus Politik und Media einzurichten, ODER?!

Peter Pascht
8 Monate her
Antworten an  Urbanus

Verbannungsort für viele Missliebige Personen und ganze Bevölkerungsgruppen war Thrakien, da wilde nicht beherrschbare Zustände, bei Geten und Sarmaten. Er lernte da sogar die Sprache der gothischen Geten (Jordanes, „de rebus geticis“) Verbannung durch Kaiser Augiustus Von Ovid als persönliche Katastrophe empfunden, da er damit faktisch hiungerichtet war. mitgeteilt in seinen Elegien „Tristea“ , „de ponto“, usw, Ovid hatte seiner „Ars amatoria“ das Missfallen des Kaisers erregt; der eigentliche Grund: Ovids Wissen um den Ehebruch der Enkelin des kaisers Iulia mit Iunius Silanus (Tacitus, ann.3,24) Ovids Frau blieb auf Wunsch des Dichters in Rom zurück. „damnatio memoriae“ Entfernung all seiner… Mehr

Uwe Jacobs
8 Monate her
Antworten an  Peter Pascht

Danke. Also auch in der Antike gab es bereits eine „Cancel Culture“.
Schade, dass uns weder Thrakien noch die Karpaten als Daier-Verrentungs-Region für die aktuellen Gaukler und Scharlatane zur Verfügung steht. Schade.

Peter Pascht
8 Monate her
Antworten an  Uwe Jacobs

Dafür haben wir die EU Kommission in Brüssel, als Verbannungsort für abgehalfterte Poltiker auserkoren.
Soll da angeblich ganz schlimm sein, angeblich sind die Sektgläser da immer zu klein und den Kaviar gibt es nur Häppchenweise und das Wasser soll da ganz kanpp sein, so dass die Verbannten immer grübbeln müssen, Sekt oder Selters.

FlyingHorse
8 Monate her

„Was diese Zahl so recht bedeutet, weiß keiner.“ Das ist vielleicht richtig, bedarf aber der Aufklärung! Um nicht zu sagen, wenn sich ein ganzes Volk aufgrund einfacher unsinniger Rechenformeln in seinen Grundrechten einschränken lässt, dann kann man keinem mehr helfen… Formel und Kurzerklärung zur Berechnung: Inzidenzwert = positive Tests * 100.000/Einwohnerzahl Bemerkt niemand, dass hier etwas nicht stimmt? Je mehr Tests gemacht werden umso mehr positiv Getestete wird man im Ergebnis haben. Wo sind aber die Negativtests in dieser Rechnung, damit man das relative Gesamtgeschehen sehen könnte? Wie blöd muss man sein, so eine Formel auch noch offen zu transportieren?… Mehr

P.Schoeffel
8 Monate her
Antworten an  FlyingHorse

Dabei wärs so einfach, die Rechnung wenigstens etwas sinnvoller zu machen:
Inzidenzwert = (100.000/Einwohner)*(positiveTests/Gesamtzahl Tests)
Ist bei kleinen Werten (1% falsch positive Ergebnisse) auch nicht sehr aussagekräftig, aber dann kann man die Zahlen wenigstens vergleichen.
Aber was soll man von einer Polit- und Medienkaste schon erwarten, die in der Baumschule nicht über die Strichrechnungsarten hinausgekommen ist.

Peter Pascht
8 Monate her
Antworten an  P.Schoeffel

Richtig, bei kleinen Häufigkeiten wie wir sie bei Corona haben und zu kleinen Stichproben wie beim RKI ist diese strapazierte „politische“ Inzidenzahl von 100 nicht repräsentativ (nicht aussagekräftig) für die gesamte Bevölkerung, zeigen die Berechungen. Die müsste bei mindesten 800 bis 1000 liegen bei einer Stichprobe von 1,5 Millionen.
Man erhält bei einer Inzidenz von 100 und einer Stichprobe etwa 1,5 Millionen lediglich ein Konfidenzniveau von 65%.
In der Praxis wertet man Konfidenznieveaus von 95% – 99% als repräsentatv. (über 6 Sigma)

Last edited 8 Monate her by Peter Pascht
Peter Pascht
8 Monate her
Antworten an  P.Schoeffel

Inzidenzwert ohne Stichprobengröße = Aussagekraft gleich NULL, bzw. mathematisch undefiniert.

FlyingHorse
8 Monate her
Antworten an  FlyingHorse

Weil der Link nicht erkennbar ist mangels Unterstreichung:

https://www.youtube.com/watch?v=5vaxVEFnESE

Das ganze hat dann immer noch nichts mit dem Thema zu tun, ob ein positiver Test gleich einer Infizierung/Erkrankung ist.

Last edited 8 Monate her by FlyingHorse
Peter Pascht
8 Monate her

Ich habe mir die vom RKI gemeldeten täglichen Fallzahlen von 25.02.2020 bis 05.04.2021 besorgt und analysiert. Die positiven PCR Testergebnisse der sogennanten 2. und 3. Welle sind um den faktor 4 bis 5 größer als in der 1. Welle. Wie hoch die Stichprobengrössen waren wurde nicht vollständig und genau publiziert. Trotz exorbitant steigender positiver PCR Testergebnisse ist die Zahl der Toten seit 10.01.2021 (750 Tagesmittel) bis heute (150 Tagesmittel), stetig gesunken, wie die Zahlen des RKI belegen. Ein höhere Gefährlichkeit oder höhere Morbidität lässt sich in den Zahlen des RKI insofern nicht beobachten, für die sogennante 3. Welle oder die… Mehr

Ernst-Moritz Arndt
8 Monate her
Antworten an  Peter Pascht

Warten wir doch die 4., 5., 6., uuu. Welle ab. Aber wenn die Wellendame verschwunden ist, sind auch alle neuen Wellen uninteressant, so wie anno Domino die „Neue Deutsche Welle“. Das waren noch Zeiten!

Wolfgang M
8 Monate her
Antworten an  Peter Pascht

Es werden eindeutig zu wenige Daten ermittelt und ausgewertet. Für das RKI sind ehemals Infizierte, die kein Corona mehr haben, entweder tot oder genesen. Hier müsste weiter verfolgt werden, wie es den Leuten anschließend geht. Wer beispielsweise zur REHA muss, ist eindeutig nicht genesen. Vielleicht wäre virenfrei statt genesen das bessere Wort. Neben den Neuinfektionen wäre auch der relative Wert sinnvoll: Neuinfizierte pro Neugetestete. Da könnte man eher die Tendenz erkennen. Die Liste der fehlenden Daten ist viel umfangreicher. Die ganzen Mängel sind eigentlich bekannt. Aktuell interessiert nur, wer im Zusammenhang mit Corona stirbt. Ob Menschen an den Folgeerkrankungen früher… Mehr

teanopos
8 Monate her

Merkel will sich also schnell noch dafür feiern lassen dass das Wetter besser wird, und kausal mit ihm die Corona Zahlen. Verantwortlich für die sinkenden Zahlen soll laut Propaganda dann also ihr Lockdown gewesen sein. So verkommen und dreist muss man erstmal sein.

Last edited 8 Monate her by teanopos
Philokteta
8 Monate her

„Es ist alles nur ein Spiel, […]“
Es sollte einfach niemand mehr mitspielen.