Ein harter Lockdown bei dieser Gefährdungslage bedeutet: nie wieder Normalzustand

Wir werden überschwemmt von Daten, Gerüchten und Prognosen zu Corona und dieser und jener Einschätzung eines Virologen. Doch eine so extreme Maßnahme wie ein harter Lockdown darf nur auf harte Fakten gebaut werden - wie sehen die aus?

imago images / Future Image

In der Pandemie verlässt man sich auf die Wissenschaft. Journalisten müssen sich oft anhören, sie würden mit ihrem Geschwätz die Erkenntnisse der Wissenschaft bloß relativieren; daher beschränken sie sich zunehmend darauf, die Wissenschaft nachzuerzählen. Dabei ist die Relativierung wissenschaftlicher Erkenntnisse genau die Aufgabe des Journalisten – denn erst, wenn man Erkenntnisse ins Verhältnis setzt, kann man daraus politische Entscheidungen ableiten. Ich bin kein Wissenschaftler, aber es ist meine Aufgabe mir anzumaßen, die Erkenntnisse, die wir über Covid-19 haben, in Relation zu setzen. Denn unbenommen haben wir eine verheerende Krankheit, die täglich Menschenleben kostet. Aber das Leben ist brutal. Die Frage, wie außergewöhnlich die Maßnahmen sein dürfen, hängt davon ab, wie außergewöhnlich die Bedrohung ist. Denn natürlich ist alles gesellschaftliche Leben, wenn man es in der herrschenden, zynischen Logik zu Ende denkt, eine einzige Triage. Wir können bei allen Dingen bei der Frage enden: Rette ich auf der einen oder auf der anderen Seite Leben. 

Die Frage, ob der jetzt verhängte Lockdown eine gerechtfertigte Ausnahmeregelung ist, hängt in erster Linie an der Frage, inwiefern wir es beispielsweise im Vergleich mit den Grippewellen der letzten Jahre überhaupt mit einer besonderen Ausnahmesituation zu tun haben. Wagen wir einen Kahlschlag der Gerüchte, Spekulationen und Hochrechnungen: was wissen wir?

Die Infektionen

Täglich schauen wir gebannt auf die Zahlen des Robert-Koch-Instituts. Fein säuberlich werden uns Kurven aufbereitet: R-Wert, 7-Tage-Inzidenz, Neu-Infektionen etc. Aber was sagen uns diese Zahlen wirklich? Die Datengrundlage ist dünn.

Sie basieren auf dem PCR-Test, der viele bekannte Probleme aufweist. Falsch-Positive Ergebnisse, zu hohe Sensivität, die Tatsache, dass der Test nur nach einer Sequenz des Virus sucht und Doppelt-Testungen, die nicht herausgerechnet werden. Und natürlich die Frage: Was bedeutet es schon, wenn jemand infiziert ist, wenn die Krankheit aber nie ausbricht und der Betroffene auch nie ansteckend wird?
Dennoch haben wir keine anderen Werte als die PCR-Test-basierten RKI-Zahlen. Die können uns vielleicht nicht direkt etwas über die tatsächliche Quantität der Pandemie sagen, aber – setzen wir sie ins Verhältnis mit den durchgeführten Tests – schon etwas über die relative Verbreitung im Vergleich zum Frühjahr. 

Und diese Daten zeigen uns: Wir erleben eine zweite Welle. Wieviel größer die aber im Vergleich zur ersten Welle ist, ist hinterfragbar. Zwar haben wir doppelt soviele positive Tests heute wie im Frühjahr, aber eben auch rund fünf mal so viele Tests. Die Quote der positiven Tests ist heute ungefähr die gleiche wie damals. Wieviele Infektionen festgestellt werden, hängt zu einem maßgeblichen Teil an der Anzahl der Tests. 

Die Ursache dafür bringt uns zu einem Punkt, der viel zu selten ausgeleuchtet wird: Es gibt eine extrem hohe Dunkelziffer. Wir testen bei weitem nicht flächendeckend. Wieviele Infektionen, bei denen die Krankheit nicht weiter schlimm ausbricht, bleiben unentdeckt? Wieviele Menschen vermeiden es gar, sich testen zu lassen, aus Angst vor der Quarantäne? 

Einen realistischeren Blick auf die Infizierten, wenn wir sie retrospektiv betrachten, geben sicherlich die Toten, denn diese Zahl ist – wenn auch durchaus hinterfragbar (dazu kommen wir noch) – auf jeden Fall deutlich solider als die Infektionserhebung mittels Test. Setzen wir also die Toten mit den Infizierten ins Verhältnis, sehen wir ein extrem schwankendes Ergebnis. Teilweise ergibt sich eine Sterberate von fast 15 Prozent der positiv Getesteten.  

Schwankt die Tödlichkeit einer Krankheit tatsächlich von Monat zu Monat? Hier kann etwas nicht stimmen.

Die WHO gibt die Letalität von Covid-19 mit nur 0,23% an. Setzt man diese Zahl mit den gemeldeten Totenzahlen in Deutschland in Verbindung, kommt man auf eine sechs mal so hohe Infiziertenzahl wie die, die das RKI misst. Grafisch stellt sich das so dar (bei einem Corona-Toten tritt der Tod durchschnittlich 11 Tage nach den ersten Symptomen ein, das heißt man rechnet die Totenzahlen heute gegen die Infektionszahlen von vor 11 Tagen). 

Vermutlich haben wir also deutlich mehr Infektionen, als die bisher insgesamt vom RKI erhobenen gut 1,3 Millionen Fälle. Das spricht aber wiederum nicht dafür, dass wir eine gefährliche Seuche haben – im Gegenteil. Bei einer normalen Grippesaison schätzt das RKI die Fälle auf zwischen 2 und 14 Millionen.

Zu den Infizierten kann man also sagen: Auf Deutsch wissen wir gar nichts. Die RKI-Zahlen sind einerseits aufgrund der Testqualität evtl. zu hoch, andererseits scheint das alles im Vergleich zur Dunkelziffer aber irrelevant. Jedenfalls ist rätselhaft, wie das RKI zu der Meinung gelangen kann, dass ihre täglichen PCR-Testergebnisse das jeweils aktuelle Infektionsgeschehen auch nur annähernd abbilden, wenn auf der anderen Seite doch klar ersichtlich ist, dass eine Erhöhung der Testanzahl auch eine Erhöhung der Positiven erbringt.

Wenden wir uns der Frage zu, was das Virus für einen Schaden anrichtet – kommt man hier zu eindeutigeren Ergebnissen? 

Die Toten

Ebenfalls nicht unumstritten ist die Zahl der Toten, die das RKI täglich übersendet. Das RKI definiert einen Corona-Toten ziemlich schwammig auf seiner Homepage: „In die Statistik des RKI gehen die COVID-19-Todesfälle ein, bei denen ein laborbestätigter Nachweis von SARS-CoV-2 (direkter Erregernachweis) vorliegt und die in Bezug auf diese Infektion verstorben sind.“ Es werden ausdrücklich auch Fälle gezählt, bei denen Covid-19 nicht die alleinige Todesursache ist. Doch auch das ist ein schwieriges Argument. Angenommen jemand kommt nach einem schweren Motorradunfall ins Krankenhaus, kämpft um sein Leben, holt sich eine Corona-Infektion und stirbt dann. Natürlich stirbt er dann nicht allein an Corona, sondern hauptsächlich an seinen Verletzungen, die sein Immunsystem geschwächt haben – aber hätte er sich nicht mit Covid infiziert, wäre er vielleicht noch am Leben. Andererseits hat Corona möglicherweise auch schlichtweg gar nichts mit seinem Tod zu tun gehabt. 

Auch bei den Toten gilt: Aufgrund der kaum stattfindenden Obduktion von Corona-Toten wissen wir sehr wenig. Die bisher großflächigste Obduktion von Corona-Toten des Bundesverbands Deutscher Pathologen ergab, dass 86% der gemeldeten Corona-Toten tatsächlich an und nicht nur mit Corona gestorben sind. Gehen wir mal davon aus, die Corona-Totenzahl stimmt grob – was bedeutet das?  

Schaut man sich die wöchentlichen Corona-Toten im Verlauf an, sieht man, dass die Zahl der Toten nach wie vor steigt und zwar stärker als in der 1. Welle. In der letzten Kalenderwoche hatten wir knapp über 3.000 Tote in Deutschland. Dem gegenüber sterben aber 19.000 Menschen in einer durchschnittlichen Dezemberwoche. Wie sehr spiegeln diese 3.000 sich in der entscheidenden Gesamtzahl der Toten wieder? 

Die Ludwig-Maximilians-Universität München hat in einer Studie gezeigt, dass wir vermutlich keine Corona-bedingte Übersterblichkeit haben. Das heißt: Die Grippewellen der letzten Jahre kosteten ähnlich viele Opfer. Das zeigt sich auch in der Grafik. Der Ausschlag im Frühjahr der Grippewellen 2017/2018 übersteigt die Corona-Fälle um Längen. Corona-bedingte Ausschläge gab es bisher kaum, die im Jahr 2020 erhöhten Totenzahlen im Sommer (besonders der Peak im August) können aufgrund der damals geringen Infektionen nicht auf Corona, sondern laut Statistischem Bundesamt auf eine um 20% stärkere Hitzewelle zurückgeführt werden.

Zu den Grippewellen der letzten Jahre hat man wieder eine sehr schlechte Datenlage. Auf Grundlage der Übersterblichkeit in der Grippesaison lässt sich aber schätzen, dass 2018 in der schlimmsten Woche über 7.000 Menschen an Influenza gestorben sind – also mehr als doppelt soviele wie heute an Corona. Das RKI schätzt die Zahl der Toten der Grippewelle 2017/2018 auf über 25.000 – also ungefähr soviel wie bis heute in beiden Wellen an Corona gestorben sind.
Auch hier zeigt sich 2020 als kein Extremfall. 

Die Belastung des Gesundheitssystems

Der Punkt ist doch der: Bei allem, was sich bisher realisiert hat, haben und hatten wir keinen Extremfall. Selbst Jens Spahn hat das ja nachträglich im Sommer zugegeben, als er eine erneute Schließung der Geschäfte beim damaligen Wissensstand ausschloss. Die Corona-Diskussion dreht sich nach wie vor allein um die Sorge, was noch kommen kann.

Und hier geht es in erster Linie um die Krankenhäuser. „Flatten the curve“ war noch das Motto aus dem Frühjahr. Damals war man noch überraschend ehrlich, indem man sagte: Wir können ohnehin keine Toten verhindern, wir können die Kranken nur gleichmäßig verteilen, um eine Triage in den Krankenhäusern zu verhindern. Das ist die eigentliche Argumentationslinie hinter dem Lockdown.

Und in der Tat werden in den Medien immer wieder Statistiken gezeigt, die eine rückläufige Zahl der freien Intensivbetten zeigen. Das stimmt in gewissem Umfang auch, die Ursache liegt nur eben nicht im dramatischen Anstieg der Corona-Intensivpatienten.

Wir sehen: Die Zahl der belegten Intensiv-Betten 2020 (in der Grafik gelb) steigt, aber so langsam, dass sich damit keine Ausschöpfung der Kapazitäten ankündigt. Die Zahl ist bis jetzt auch nicht höher als die durschnittliche Intensivbettenbelegung der Jahre 2016, 2017, 2018 (für das Jahr 2019 liegt der entsprechende Report des Statistischen Bundesamtes nicht vor). Eine Analyse, die auf der Website des Bundesgesundheitsministeriums abzurufen ist, zeigt aber für den gesamten Zeitraum der erste Welle, dass die belegten Intensivbetten in jeder einzelnen Woche unter den Werten von 2019 und 2018 lagen, teilweise bis zu 20% niedriger. 

Die Abnahme der freien Intensivbetten in den letzten Wochen kommt durch die Abnahme der gesamten Intensivbetten-Kapazität und die wiederum vermutlich durch die zunehmende Krankschreibung und Quarantänisierung des Pfelegepersonals, sodass physisch vorhandene Betten nicht mehr einsatzfähig sind. Auch hier liegt die Zahl aber immer noch etwa in der Durchschnittsgröße der Vorjahre. (Siehe Grafik). 

Nun soll das in keinem Falle heißen, dass die Lage auf den Intensivstationen vielerorts nicht dramatisch wäre, dass dort Corona-bedingt keine Notlage zu finden ist. Aber die Ursache dafür ist nicht die unendlich bedrohliche Pandemie, sondern die offensichtlich desolate Lage des Gesundheitssystems. 

Schon 2019 kam ein Text im Ärzteblatt zu dem Schluss: „Eine Umfrage unter Intensivpflegenden zeigt nun, dass sich die Situation in den nächsten Jahren weiter zuspitzen wird. Um den Status der intensivmedizinischen Versorgung zu halten, sind grundlegende Änderungen notwendig.“ Der Normalbetrieb sei in Spitzenzeiten wie der Grippewelle 2017/2018 „häufig nicht mehr aufrechtzuerhalten“. Umfragen unter Pflegepersonal zeigten, dass über 95% angaben, die Arbeitsbelastung habe in den letzten Jahren deutlich zugenommen und sage und schreibe 37,3% gaben an, den Beruf in den nächsten fünf Jahren verlassen zu wollen. 

Wenn unser Gesundheitssystem aufgrund dieser Zahlen überlastet ist, kann die Lösung doch nicht sein: In Zukunft machen wir wegen jeder Grippe- (oder gleich jeder Hitzewelle?) einen Lockdown. Im großen und ganzen doch durchschnittliche Grippeinfektionen zu verhindern, kann nicht zum obersten Ziel menschlichen Zusammenleben gemacht werden. Auch hier zeigt sich nämlich keine Ausnahmesituation, die durch Corona in erster Linie verursacht wurde. 

Das ewige Szenario

Fassen wir zusammen: Wir haben eine undurchsichtige Infektionslage, wir haben viele Tote und Intensivpatienten, aber nicht mehr als in den letzten Jahren durch die Grippewellen auch. Dazu kommt: Der Anteil der unter 50-Jährigen an den Corona-Toten liegt bei 1,2%. Es sind fast doppelt so viele über 90-Jährige an Corona verstorben wie unter 70-Jährige. Das heißt wir sprechen von einer Krankheit, die für den übergroßen Teil der Bevölkerung nicht tödlich ist.

Wir haben eine schlimme Situation, aber mit einer solchen Situation muss man jährlich rechnen, die werden wir so schnell nicht los. Auch nicht mit einer Impfung, denn es ist von Jahr zu Jahr ein anderes Virus, was zu diesen Schäden führt. Wenn die Antwort auf diese Probleme ein harter Lockdown ist, dann wird der harte Lockdown mit all seinen katastrophalen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und psychologischen Folgen zum alltäglichen Mittel der Politik werden müssen.

Der besondere Extremfall ist bisher nicht eingetreten, wir reden immer nur von sich abzeichnenden Szenarien. Aber diese Szenarien zeichnen wir schon seit einem dreiviertel Jahr. Es ist gut und richtig, dass Mediziner uns ein Extremszenario aufzeigen. Aber wir können unsere Politik nicht daran allein ausrichten. Es ist die Aufgabe der Politik, alle Extremszenarien in Gesundheit, Wirtschaft, Gesellschaft etc. abzuwägen, letztendlich kann man sich aber nur an der faktischen Realität orientieren. Schließlich braucht eine so extreme Maßnahme wie ein Lockdown eine felsenfeste Begründung und darf nicht einfach mal so spekulativ verhängt werden. Das Diktat des medizinischen Tunnelblicks muss enden, denn einseitige Betrachtungen führen zu absoluten Antworten, und absolute Antworten sind das Ende der Demokratie. 

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Kommentare ( 189 )

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189 Comments
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Peter Pascht
8 Monate her

„Die Frage, wie außergewöhnlich die Maßnahmen sein dürfen,
hängt davon ab, wie außergewöhnlich die Bedrohung ist“
Und wie aussergewöhnlich ist die Bedrohung?
Können sie dafür ein messbares Kriterium nennen?
Ohne ein messbares Kriterium gibt es keinen objektiven Konsens, sondern es setzt sich immer nur die stärkste Macht der Deutungshoheit durch.
Die einen meinen das Glas sei halb leer,
die anderen meinen das Glas sei halb voll.

Last edited 8 Monate her by Peter Pascht
Konrad Georg
9 Monate her

Es fällt mir gar nicht ein, auf die Zahlen vom RKI zu starren. Warum auch? Die WHO hat Mitte Oktober verkündet, daß Corona ungefähr Grippe ist.
Das Einzige was mich umtreibt ist das irre Verhalten unserer Politiker, völlig hirnlos das Ruinieren Deutschlands zu betreiben.

fischeye0815
9 Monate her

Natürlich sind viele der Maßnahmen zu hinterfragen und häufig nur Ausdruck der Hilflosigkeit unserer politisch Handelnden. Wenn die Bevölkerung nicht mitmacht hat alles keinen Sinn. Das hat man ja bereits bei den Krankenhauskeimen gemerkt, da macht das Personal in unseren Kliniken nicht wirklich mit. Dank erhöhter Hygiene dürften diese Jahr also deutlich weniger Tote durch Krankenhauskeime und herkömmlicher Grippe zu beklagen sein. Trotzdem ist die Sterblichkeit nicht gesunken, sondern gerade jetzt Nov/Dez gestiegen. Hab was von 7% für Deutschland und über 20% z.B von Sachsen gehört. Bei der Argumentation zu zielgerichteteren Aktionen. Z.B das Verschlafen der UV-Luftreinigungsanlagen an Schulen, kann… Mehr

Montesquieu
9 Monate her
Antworten an  fischeye0815

Ich fürchte, Sie fallen auf eine Verantwortungsabwälzung der Regierung rein, wenn Sie glauben, die epidemiologische Situation sei so, „weil die Bevölkerung nicht mit macht“.
Erinnert mich an die Aussagen diverser Wunderheiler, die behaupten, der Krebs sei trotz ihrer Kuren gewachsen, weil die Patienten nicht richtig mit machen würden.

Peter Silie
9 Monate her

Fairerweise muß man dazu sagen, daß ohne die Anti-Coronamaßnahmen die Sterbezahlen sicherlich höher gewesen werden. Das zeigt auch Schweden. Aber sie wären wohl kaum unhinnehmbar höher gewesen, zumal in fast allen Fällen nur wenige Lebenswochen oder -monate gerettet werden. An dieser Stelle muß auch mit einer Falschbehauptung aufgeräumt werden, der ich schon öfter begegnet bin: in irgendeiner großen MSM-Zeitung soll mal gestanden haben, daß die Toten im Durchschnitt 10 Lebensjahre einbüßen. Und das, obwohl das durchschnittliche Sterbealter bei Coronatoten etwa 81 beträgt. Ersteres ist natürlich totaler Mumpitz. Tatsächlich ist es so, daß jemand, der heute das 80. Lebensjahr erreicht im… Mehr

Maskenleugner
9 Monate her
Antworten an  Peter Silie

Was den Fall „Schweden“ und die „Corona-Toten“angeht, so holt die BRD rasant auf. Trotz „Anti-Corona-Maßnahmen“. Ob „Maßnahmen“ die Sterblichkeit überhaupt beeinflussen, erscheint mir nicht nachgewiesen. Ich tippe hier vielmehr auf den allgemeinen Gesundheitszustand der Bevölkerung (vor allem Adipositas und alles, was damit zusammenhängt), die hohe Zahl der in Einrichtungen abgegebenen Alten in westlichen Staaten und die katastrophale Pflegesituation in den Heimen. Der schwedische Obercoronaloge nennt auch noch einen weiteren Grund, der in der BRD aber absolut tabu ist.

Peter Silie
9 Monate her
Antworten an  Maskenleugner

Welcher ist das?
Zu Schweden: das ist gut möglich, daß am Ende D so dasteht, wie Schweden. Man könnte dann aber sagen, daß die Menschen in D ein paar Monate länger gelebt haben als in S. Aber zu was für einen Preis? Die Verhältnismäßigkeit ist doch komplett ist dem Ruder gelaufen. Auch schon im Frühjahr.

Montesquieu
9 Monate her
Antworten an  Peter Silie

Die meisten Infektionen außerhalb der Pflegeheime spielen sich in Schweden innerhalb der städtischen Migrationscommunities ab. Die übrigens zugleich einen großen Anteil der Pflegekräfte in den Pflegeheimen stellen.
Jeder mit entsprechenden Beziehungen weiß, dass sich dies bei uns in den städtischen Zentren ebenso verhält (in der Schweiz auch). Nur wird das bei uns aus Gründen der gesellschaftspolitischen Hypersensibilität nicht thematisiert.

Montesquieu
9 Monate her
Antworten an  Peter Silie

Schweden hat eine viel niedrigere Mortalität als Länder mit harten Lockdowns wie Belgien, England oder Frankreich.
Eine Übersterblichkeit insgesamt besteht in Schweden auch nicht.
Schweden ist auch so ein faktenwidriger Strohmann der als Ersatzevidenz für den Lockdownaktionismus angeführt wird.

Peter Silie
9 Monate her

Auf der einen Seite wird immer wieder behauptet, es gäbe eine Überlastung beim Pflegepersonal, auf der anderen Seite führt zB das St. Bonifatius Hospital in Lingen aktuell einen offensichtlich mit hohem Aufwand betriebenen, gut durchchoreographartierten und bearbeiteten Jerusalem Tanz auf (s. Youtube). Das paßt so gar nicht zusammen. Wer so etwas macht, kann eigentlich nur unter Langeweile und zu geringer Auslastung leiden, nicht umgekehrt.
https://youtu.be/fAbBcue1410

Peter Silie
9 Monate her
Antworten an  Peter Silie

Infantil trifft es ziemlich gut.

Pitt Arm
9 Monate her

Der Lockdown bringt vor allem nicht die erhofften Effekte, siehe dazu ein ausführlicher Beitrag auf Heise („Warum die Wirksamkeit des Lockdowns wissenschaftlich nicht bewiesen ist“). Sogar die WHO relativiert inzwischen die Aussagekraft des Drosten PCR-Test, man empfiehlt den CT-Wert in Kombination mit den Symptomen für die Diagnose heranzuziehen (siehe Veröffentlichung vom 7.12; 2020/5). Nichts anderes hat Bakthi schon vor Monaten gesagt: Nur bei Symptomen testen. Parallel kritisieren international renommierte Wissenschaftler den PCR Test (Corman-Drosten Review). Das lässt den Schluss zu, daß es sich um eine PCR-Test-Pandemie handelt, ohne dabei die Gefahren für betimmte Bevölkerungsgruppen (Risikogruppen und alte Menschen) relativieren zu… Mehr

Anarchist
9 Monate her

Aperçu am Rande Wer unter dem zweiten Lockdown in Bayern Angehörige in einem Pflegeheim oder Krankenhaus besuchen will, muss einen negativen Coronatest vorlegen. Entweder einen Antigen-Schnelltest oder einen PCR-Test. Die ersteren liefern ein Ergebnis maximal innerhalb einer halben Stunde, die letzteren innerhalb mehrerer Tage. Ein Anbieter schreibt auf seiner Webseite zu den Antigen-Schnelltests: »Durchführung des Antigen-Schnelltests: Im Anschluss an die Entnahme des Untersuchungsmaterials wird noch vor Ort ein Antigen-Schnelltest durchgeführt. Die Auswertung des Schnelltests sowie die Befundmitteilung erfolgen vor Ort. Bitte beachten Sie, dass die Tests keine 100-prozentige Exaktheit erlauben. Das bedeutet, dass ein Testergebnis sowohl falsch-positiv als auch falsch-negativ ausfallen… Mehr

Hanno Spiegel
9 Monate her

Und warum wird ein solch aufklärender Beitrag nicht z.B. bei YT eingestellt?
Das zu drehen wird heutzutage wohl nicht das Problem sein.

Karl Krumhardt
9 Monate her

Vielen, vielen Dank für diesen unaufgeregten, sachlichen und sauber recherchierten Artikel! Die beschriebene Lage freilich ist niederschmetternd. Man kann wirklich nur noch hoffen, dass die Verantwortlichen (zum Beispiel bei der Wahl in Baden-Württemberg) eine entsprechende Quittung bekommen.
Sollten die Zustimmungswerte für diese Politik trotzdem nicht sinken oder gar steigen, zweifele ich so langsam ernsthaft daran, ob die Demokratie wirklich die beste aller schlechten Regierungsformen ist.
Dem Autor wünsche ich, dass er weithin Gehör findet.

Dirk Badtke
9 Monate her

Propaganda und Volksaufklärung ist zu stark verstrickt. Im Bundesweinlagerungsamt von Cindy aus Templin sitzen 500 Propagandaleute mit 3 Mrd. Budget, dazu die schönheitschirugischen Mohn und Springer, die SPD mit ihren V. Beobachtern. Alle sind drauf, vernünftiges Prüfen und Abwägen egal, der größte Endlocki will ernten und so werden wir bald vorsorglichen Lockis für unbekannte Bedrohungen aus der faschistischen Viren- und Bakterienwelt erfinden. Es gibt ja tatsächlich schon Rechtswählergebiete die stärker betroffen sein sollen (Welt), sollten sich da nicht alle freuen. Sind die Viren gar auf der richtigen Seite? Im letzten Hangar 7 auf Servus TV, hat meiner Auffassung nach, jemand… Mehr