Schlepper verhaftet, Schiff beschlagnahmt

In einer kombinierten Aktion von Frontex und italienischer Küstenwache wurden nach Auskunft der Staatsanwaltschaft mehrere Schlepper verhaftet. "Il Giornale" zeigt in einem Video, wie aus einem Fischkutter kurz vor Lampedusa "Flüchtlinge" umgeladen werden

Screenprint: Frontex

Nun ist „Il Giornale“ als besonders Lega und Salvini-freundlich bekannt (gehört zu Berlusconi), aber der Bericht über diese kombinierte Aktion von Frontex und italienischer Küstenwache ist schon interessant (mit Video): Wenigstens neun Schlepper seien nach Auskunft der Staatsanwaltschaft Agrigent verhaftet worden.

„Jetzt benutzen die Schmuggler Fischerboote, die die kleinen Boote bis an die Grenze der italienischen Hoheitsgewässer schleppen und dann Migranten zu diesen kleinen Booten überführen.“, schreibt „Il Giornale“. Laut Auskunft des italienischen Innenministeriums würden alle wegen der Förderung der illegalen Einwanderung angeklagt.

„Die Operationen wurden von Staatsanwalt Luigi Patronaggio, Salvatore Vella und der Stellvertreterin Cecilia Baravelli koordiniert. Die Polizei identifiziert und verhört die Migranten. Inzwischen hat das Innenministerium bekannt gegeben, dass das Schiff beschlagnahmt wurde. (…) Die Situation wurde von der Staatspolizei auch dank eines von Frontex zur Verfügung gestellten Flugzeugs überwacht.“

Die sieben Schlepper an Bord des flüchtigen Mutterschiffes – sechs Ägypter und ein Tunesier – wurden festgenommen. Das Mutterschiff (Fischerboot) setzt die vorher unter Deck versteckten Migranten in das „Geisterschiff“, das Richtung Lampedusa weitergeschickt wird. Auf der Rückfahrt des Mutterschiffes Richtung Afrika schlagen die Ermittler dann zu.

Laut „Il Giornale“ handelt es sich bei den abfangenden Schiffen um Schiffe der Guardia di Finanza.

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