SZ-Journalistin Henrike Roßbach will nicht grüner als die Grünen sein

SZ-Journalistin Henrike Roßbach hat sich in einem Schreiben darüber beschwert, wie sie im TE-Artikel zu ihrem Auftritt bei Anne Will dargestellt wurde. Das sei „grob falsch“ gewesen, was derjenige wisse, wer ihre Kolumnen lese.

Screenprint: ARD / Anne Will
SZ-Journalistin Henrike Roßbach und Grünen-Parteichef Omid Nouripour bei Anne Will am 12. März 2023

Das Verbot von Öl- und Gasheizungen war Thema der Sendung Anne Will am vorletzten Sonntag, 12. März. Weil Wirtschaftsminister Robert Habeck dabei massiv Gegenwind erhielt, ruderte der Grünen-Vorsitzende Omid Nouripour in der Talkshow zurück. Das Verbot sei nur für Neubauten gedacht gewesen, nicht aber für bereits bestehende Häuser. SZ-Journalistin Henrike Roßbach sagte indes, man müsse auch an den Bestand ran. TE folgerte daraus, sie sei grüner als die Grünen aufgetreten.

Das sei „grob falsch“, schreibt Roßbach nun TE. Ihre Aussagen seien „mutwillig verzerrt“ dargestellt worden: „Ich habe mich dagegen ausgesprochen, mit der Brechstange jetzt zu erzwingen, dass Heizungen innerhalb kurzer Zeit ausgetauscht und verboten werden.“ Es sei also grob falsch, dass Roßbach dafür ist, dass Hausbesitzer ihre Heizungen austauschen müssen. Richtig hingegen sei, dass die Heizungen nicht „innerhalb kurzer Zeit“ ausgetauscht werden müssten. Außerdem habe sie sich für Technologie-Freiheit ausgesprochen und für eine Rückkehr zu finanzpolitischer Normalität und für E-Fuels, synthetisch hergestellte Treibstoffe.

Die TE-Darstellung, die stellvertretende Leiterin des Parlamentsbüros der Süddeutschen Zeitung, sei grüner als die Grünen aufgetreten, sei von „Vorurteilen über ,die SZ‘“ geprägt gewesen. Das wisse man, wenn man „nur einen einzigen meiner Leitartikel der jüngeren Vergangenheit gelesen“ hätte, schließt Roßbach. Der Versuch, sie als grüner als die Grünen selbst darzustellen, sei „lächerlich“.

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Kommentare ( 11 )

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Wilhelm Roepke
1 Jahr her

Die Alpen-Prawda-Vertreter lesen Tichys Einblick? Gut so! Man muss wissen, wie der Klassenfeind tickt, liebe Genossen. Aber dass mir keiner wie Galileo Galilei wegen ein paar untergeordneter Fakten vom wahren Glauben abfällt, hört Ihr? Sonst ist Euer Job ganz schnell weg, Ihr seid sonst für die Herausgeber und die Bundesregierung räächts…? Und mit den Rächten darf man nicht diskutieren und spielen, das sind die Schmuddelkinder. Ach so, rechts, rechtsradikal und rechtsextrem sind nicht dasselbe? Na sowas!?!

elly
1 Jahr her

Wiener Museum wirft TE Verfälschung vor 
Das sei „grob falsch“ gewesen,“ sagt eine Auftragsschreiberin der Alpen Prawda, sorry Journalistin will ich da nicht schreiben.
Aus allen Rohren wird jetzt geballert. Zeigt nur, wie wichtig TE ist.. Wahlbetrug in Berlin, gekaufte Journalistinnen, Museen die mit Klimaterroristen paktieren … usw. deshalb ist es wichtig TE finanziell zu unterstützen.

MariaundJosef
1 Jahr her

Bin nur erstaunt, wer „ Tichy‘s“ liest..Sogar die Schreiberlinge der „Alpen-Prawda“.

Oneiroi
1 Jahr her

Sie scheint nicht in der Lage zu begreifen, dass sie bei Will nicht eingeladen worden wäre, wäre sie nicht Teil des Ökotrends. Entweder die Selbstwahrnehmung ist so daneben, dass sie für ihren Job ungeeignet ist, oder sie lügt, was sie ebenfalls für ihren Job ungeeignet macht. Sie steht stellvertretend für tausende deutsche Parteischreiber, die denken sie seien Journalisten und damit höherwertiger als Blogger (die heutzutage Investigativjournalisten sind). Die Ausbildung im Journalismus beschränkt in der Regel die geistige Denkkapazitätedurch das enge Overtonwindow. Sie ist daher wie ein Kind, dem man die Relativitätstheorie versucht zu erklären. Es befindet sich für Sie schlicht… Mehr

Last edited 1 Jahr her by Oneiroi
Protestwaehler
1 Jahr her

Hahaha… dreschen selbst skrupellos auf alles ein das nicht schnell genug auf den linksgrünen Baum kommt, und dann hier einen auf Mimose machen hahaha… das ist wahrlich lächerlich!
Aber zumindestens zeigt diese Reaktion, die Dame hat Interesse an gutem Journalismus, weshalb sie bei der Konkurrenz von TE schnüffelt 😉

Waehler 21
1 Jahr her

?? , E-Fuels aus Kohlestrom? Wir haben jetzt schon zu wenig Strom. Mindestens 3000 Windmühlen müssen noch gebaut werden und dann muss auch immer der Wind wehen. Kann reden eigentlich weh tun? Der Strom für den Autoverkehr ist da noch gar nicht eingepreist. Das Wissenschaft der Politik gefällig sein will und muß, wissen wir nicht nur seit Corona. Die Geschichte mit der hohen Stirn, die Intelligenz symbolisiert, war z.B. so ein Ding aus dem Dritten Reich. Alles wissenschaftlich belegt. Würg! War ein Jurist dabei der darauf hingewiesen hat, dass es einen Bestandsschutz gibt und nicht nur für die Industrie? War… Mehr

WGreuer
1 Jahr her
Antworten an  Waehler 21

E-Fuels machen nur Sinn, wenn Sie mit AKW’s der 4./5. Generation erzeugt werden – sozusagen als Abfall. Die 4G AKW’s (Flüssigsalzreaktoren) produzieren große Hitze, was die sehr billige Dampf-Refraktion zu H2 und O2 erlaubt. Von da aus kann dann per weiterer Synthese mit CO2 dann Methan erzeugt werden, was eine Einspeisung in’s normale Erdgasnetz erlaubt. Insgesamt ein bewährter und billiger Prozess. Immer noch nicht super effizient, aber aus Kernenergie sehr billig und damit ist der Wirkungsgrad zweitrangig. Aus Wind und Solarstrom hingegen ist der Prozess hingegen extrem ineffizient.
Btw. fast alle Benziner können auf Erdgas umgestellt werden. (Diesel natürlich nicht).

Gottfried
1 Jahr her

Ich habe nach gut einer halben Stunde weggeschaltet. Die Sendung war insgesamt eine Unverschämtheit. Da war es auch nicht entscheidend, dass die SZ-Journalistin einen Tick weniger grün argumentierte. Es gibt in allen deutschen ör-Medien nicht ein Format, das auch nur annähernd die Qualität von z.B. Hangar 7 von servus TV hat. Ich Frage mich immer, wen Anne Will und Co erreichen wollen. Jemand der wirklich politisch interessiert ist, schaut sich deutsche „Talkshows“ nicht an.

Gutmuetiger
1 Jahr her

Ich habe die Sendung auch gesehen (zumindest zum Teil) und ich muss der Journalistin Recht geben. Im Gegensatz zu Will und Omnipur vertrat sie tatsächlich eher eine „konservative“ Meinung.
M.E. war der Bericht über die Sendung auch nicht richtig (was die Journalistin angeht).

Protestwaehler
1 Jahr her
Antworten an  Gutmuetiger

Sind Sie das Frau Roßbach?

Niklot
1 Jahr her
Antworten an  Gutmuetiger

Ja, konservativ fühlt sich die CDU auch und macht jeden grünen Mist mit, nur etwas weniger.