Alles im Lot bei Maischberger: Omid Nouripour fordert WLAN für die US-Basis in Ramstein. Populist Michael Kretschmer wirft der AfD Populismus vor. Von Brunhilde Plog
Screenprint: ARD / Maischberger
Bedenkt man, wie oft Karl-Theodor zu Guttenberg schon bei Sandra Maischberger saß, ist es schon verwunderlich, dass sie ihn niemals auch nur ansatzweise zu Jeffrey Epstein befragt hat.
Doch auch heute ist der ehemalige Doktor, ehemalige Verteidigungsminister und jetzige Privatmann Guttenberg (er verlor seinen Doktortitel 2011 wegen Plagiierens, danach sein Amt) ausschließlich als Amerika-Kenner im Studio, der ja dauernd „rüberfliegt“ und dort immer „mit ganz vielen Menschen spricht“ (Maischberger).
Noch dünner sind die Redebeiträge des Alt-Grünen Omid Nouripour. Er schlägt vor, dass die Deutschen den Amerikanern ja nicht unbedingt mit Soldaten an der Straße von Hormus helfen müssten, sondern auch anderweitig ihr Goodwill zeigen könnten, etwa mit „WLAN für Ramstein“. Das meint Nouripour selbstverständlich als Witz, aber die Tatsache, dass er auch im weiteren Verlauf des Gesprächs kein reales Beispiel nennen kann und immer wieder nur vom WLAN für die Air-Base spricht, zeigt, wie tief er in der Thematik steckt. Ein Schlickrutscher im friesischen Wattenmeer wirkt dagegen wie ein Eisbrecher. Sogar Schaumschwafler Guttenberg fällt das auf: „Du kommst irgendwie nicht weg von Deinem WLAN“, ätzt er lachend.
ARD-Korrespondentin Kerstin Palzer hofft derweil, dass Katherina Reiche (CDU) und Lars Klingbeil (SPD) ihren offen ausgetragenen Koalitionsstreit bald beenden werden. Sie formuliert es angemessen, damit es zur Sendung passt: „Sind wir mal hoffnungsfroh, dass die beiden kleinen Rabauken sich wieder einkriegen.“ Und dann sitzt da noch Cherno Jobatey, der wie immer ganz viel kichert. Friedrich Merz solle sich ein Beispiel am kalifornischen Gouverneur Gavin Newsom nehmen, schlägt er allen Ernstes vor. Dass der seit Jahren erfolgreich die Wirtschaft aus seinem Bundesstaat hinausgrault, sieht Jobatey offenbar als Erfolg. Seine Bauchbinde weist ihn als politischen Kommentator aus.
„Diese Regierung hat nicht nur ein Umsetzungsproblem, sie hat ein Erkenntnisproblem“, krittelt Kretschmer. „Wir müssen raus aus dem Klein-Klein“, man solle stattdessen „an die Ursachen rangehen“, denn: „Wir werden immer weiter durchgereicht. Dieses Land verliert immer mehr an Kraft.“
Andererseits verteidigt Kretschmer mit Feuereifer genau jene Klein-Klein-Ergebnisse des Villa-Borsig-Stuhlkreises: „17 Cent sind 17 Cent, und das ist ‘ne ganze Menge“ sagt er, nur um sofort zu ergänzen: „Es ist ein Beitrag. Es löst überhaupt kein Problem, aber es hilft vielleicht, ein bisschen den Druck zu lindern.“
Die Forderung nach einem Tempolimit ist für Kretschmer „völliger Quatsch, weil die Leute fahren langsam“. Schaut her, schreit es aus ihm heraus, ich spreche den Menschen aus der Seele. Mit seinen Parolen surft Kretschmer die Populistenwelle einmal quer durchs Studio, nur um schließlich dem politischen Gegner genau solchen Populismus zu unterstellen.
Die AfD hängt selbstverständlich auch heute wie ein dunkler Schatten über dem ganzen Abend. Es seien „Menschen, die nur populistisch arbeiten, die nicht in der Sache arbeiten“, stöhnt Kretschmer und steigert sich kameragewaltig: „Dieser Hass, diese Verachtung, die da geschürt wird!“ Konkrete Ziele seien bei der Partei überhaupt nicht erkennbar. „Was will eigentlich diese AfD? Das ist so absurd!“, ruft er aus und warnt: „Das nimmt kein gutes Ende.“
Damit könnte er allerdings auch die Sendung gemeint haben.
Richtigstellung:
In dem Artikel auf www.tichyseinblick.de vom 15.04.2026 mit der Überschrift „Bei Maischberger: Kretschmer surft die Populismuswelle“ heißt es in Bezug auf Stephanie von Bismarck:
„(…) Und Karl-Theodor zu Guttenberg muss sich noch immer nicht zu Jeffrey Epstein äußern, obwohl seine Ex-Frau recht enge Verbindungen pflegte.
Bedenkt man, wie oft Karl-Theodor zu Guttenberg schon bei Sandra Maischberger saß, ist es schon verwunderlich, dass sie ihn niemals auch nur ansatzweise zu Jeffrey Epstein befragt hat. Immerhin zahlte seine damalige Ehefrau Stephanie zu Guttenberg (…) während der Ehezeit (2000-2025) sogar mit zwei Kreditkarten, die über Epstein-Konten abgerechnet wurden (EFTA01352829, Seite 2, Zeilen 6 und 30).“
Hierzu stellen wir richtig:
Stephanie von Bismarck besaß keine Kreditkarte, die über Konten von Jeffrey Epstein abgerechnet wurde. Sie pflegte demnach auch keine engen Verbindungen zu Epstein. Die beiden waren lediglich Kunden derselben Bank.
Die Redaktion




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Was sind das eigentliche für Marionetten im Bildhintergrund?
Guttenberg, der USA-Überflieger, hockt (wieder) im Staatsfernsehen und spult ab, was die Chefin des Formats verlangt hat. Der politische Experte für dies und das und überhaupt erklärt den bildungshungrigen Zuschauern die Welt. Sonst kämen die ja noch aufs Nachdenken, das fehlt gerade noch!
Bin auch verwundert darüber dass dieser Typ jetzt permanent im Zwangsgebührenfunk herumgereicht wird. Sein pseudointellektuelles Gesülze kann man sich sparen.
„Er konjunktiviert sich geschickt durch die prekäre linguistische Lage.“
Herrlich!
Kretschmer ist ein übler Demagoge, der das Versagen seiner CDU mit Hetze gegen die AfD wettmachen will. Andererseits schmückt er sich oft mit den Federn der größten Opposition im Landtg, wenn es z.B. um Energiewende oder Remigration geht. Nur dass er es anders nennt. Aufgeklärte, nicht vom ÖRR indoktrinierte Sachsen wissen das längst und setzen ihr Vertrauen auf den besonnenen sächs.Landesvorsitzenden der AfD Jörg Urban. Herr Urban wird aber sicher nicht von Maischberger eingeladen, denn mit dessen ehrlichen realistischen Argumenten würde sie garantiert als eine der linken Frontfrauen des ÖRR nicht klar kommen.
Witzig, dass Kretschmer „an die Ursachen rangehen“ will, ohne die Ursachen zu benennen. Die Ursache für wirtschaftlichen Niedergang sind klar: Die Unternehmen werden durch hohe Energiepreise, Steuerlasten und ausufernde Bürokratie erdrosselt, der deutsche Staat investiert in alles mögliche, nur nicht das was Land und Bürgern nutzt, und Arbeit wird immer unattraktiver. Weder benennt Kretschmer auch nur eine Ursache, noch wird von Maischberger oder wem anders nachgehakt. D.h. alle in der Runde wissen, dass Kretschmer da nur Sprüche klopft, und dass eine tatsächliche Diskussion um Ursachen sie alle schlecht dastehen lässt. Da steht der blaue Elefant dann im Raum, die AfD… Mehr
Eine 1+ mit Sternchen.
„Bei Maischberger: Kretschmer surft die Populismuswelle“
Ihm und seiner Partei steht das (AfD)Wasser bis zum Hals, jetzt muss er das machen was Friedrich Merz schon die ganze Zeit macht😉
Nouripour über sich selbst:
Ich studierte deutsche Philologie, Politik- und Rechtswissenschaft, Soziologie, Philosophie und Volkswirtschaftslehre an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz (ohne Abschluss).
Natürlich, da kann man nur Politiker werden. Vermutlich hat ihn die Erkenntnis ereilt, das kollektives Versagen viel lukrativer ist als individuelles Versagen.
Irgendwann werden wir auch Blinde als Scharfschützen haben, weil die sich in den Job reingeklagt haben! Nieschenkönig!
Danke, Frau Plog, dass Sie sich diese fürchterliche Show für uns antun und das Ganze dann humorvoll und gekonnt aufarbeiten.
Bin gespannt, ob heute auf TE auch noch ein wirklich relevanter Beitrag erscheint. Denn das Wichtigste des gestrigen Tages, nein es ist nicht die Talkshow, fällt bisher komplett unter den Tisch.
Der Kanzler DEUTSCHLANDS hat nämlich gestern kaum noch einen Zweifel daran gelassen, dass er offenbar wild entschlossen ist, dass letzte Hemd, natürlich nicht sein persönliches, für die Ukraine zu opfern.
So wie die Arbeitgeber Merz‘ Überraschungsei für die Bürger bezahlen dürfen, so dürfen die Bürger auch für Selensky zahlen. Zwar hat Merz nur noch ca. 20% Zustimmung als Kanzler, aber die kann er auch noch auf Null raspeln. Ganz alleine, ohne Hilfe, einfach nur weitermachen und da sein.
Zitat (Frage):
„Was will eigentlich diese AfD?“
Wenn die Schlauberger das bis jetzt noch nicht wissen, kann ich gerne weiterhelfen:
– Schluss mit der illegalen Migration
– Remigration der nicht aufenthaltsberechtigtem Ausländer
– Schluss mit den Waffenlieferungen in den aussichtslosen Ukraine-Krieg
– gute Beziehungen zu Russland, USA und China
– Wiederaufbau von Nordstream Ii
– Ende mit dem Genderwahn – es gibt nur 2 Geschlechter
– für Kernkraft
– gegen Drogenfreigabe
– …..
Was hätten Sie denn dagegen, daß Putin (oder die Russen) in Europa mitreden würden? Immerhin sind das beinahe unsere direkten Nachbarn! Ah, verstehe, Sie haben mehr Vertrauen in Ursel von der Lusche und all den anderen Knallchargen! Na denn.
Russland hat jahrhundertelang im Konzert der Großmächte Europas mitgeredet – niemals alleinige Hegemonie angestrebt (anders als manch ein Land hinter dem Atlantik). Brenzlig war lediglich die Sowjetunion-Zeit mit der Ideologie mit Weltherrschaft-Anspruch, doch diese Zeit ist längst vorbei, seit 35 Jahren. Das ist mittlerweile halb so lange, wie die erste UdSSR überhaupt überleben konnte (an der zweiten wird in Brüssel gebastelt, ohne russische Beteiligung).