Er hat überwiegend auf Lokalzeitungen gesetzt und sich die fünftgrößte deutsche Verlagsgruppe geschaffen. Ein Gespräch mit dem Verleger Dirk Ippen über Chancen und Risiken der Digitalisierung der Medien, die Presseförderung und das nachlassende Vertrauen in die Marktwirtschaft in der neuen Ausgabe Tichys Einblick
© Julian Metzger
Tageszeitungen wird es nach Einschätzung des Verlegers Dirk Ippen auch in Zukunft geben, wenn es gelingt, die Begeisterung fürs Lokale bei den Journalisten zu stärken und Digitalangebote auszubauen. „Wer nicht an den Leser denkt, wird es nicht schaffen. Wir haben mit dem Merkur und seinen Umlandzeitungen das Glück gehabt, dass wir als angestammte Lokaltitel mit großer Tradition bei den Lesern verankert sind – mehr als unsere Wettbewerber“, beschreibt Ippen im Gespräch mit Roland Tichy, dem Herausgeber des Monatsmagazins Tichys Einblick. „Wir müssen bei unseren Mitarbeitern die Begeisterung für lokale Inhalte wecken. In jeder Stadt, in jeder Gemeinde gibt es ein Gemeinschaftsgefühl.“
Im Lokalen sieht Ippen eine zentrale Bedeutung, weil viele andere Inhalte heute kostenlos und aktuell verfügbar sind. „Früher hatten wir viele Informationen exklusiv, nehmen Sie nur den Heimatsport. Heute gibt es die Ergebnisse online – umsonst und früher. Genauso verhält es sich mit dem Kinoprogramm. Dafür kaufe ich mir heute keine Zeitung mehr. Und vergessen Sie nicht: Auch die Kleinanzeigen waren Lesestoff. Autoanzeigen oder Immobilienangebote las man, um à jour zu bleiben.“
Ippen sieht aber die Gefahr, dass die Redaktionen den Kontakt zu den Lesern verlieren. „Die Gefahr gibt es. Das hat auch mit der technischen Entwicklung zu tun. Früher waren praktisch alle Journalisten immer draußen. Heute kommen viele Meldungen über die Bildschirme. Unternehmen, Behörden, Verbände, Parteien und so weiter haben große Presseabteilungen, die Material über die verschiedensten Kanäle zur Verfügung stellen. Damit werden unsere journalistischen Kollegen täglich überflutet.“
Dennoch sieht Ippen weiterhin eine wirtschaftliche Zukunft für Zeitungen, gerade auch durch die Digitalisierung. „Wir haben es mit einer Medienrevolution zu tun, deren Chancen wir ergreifen müssen. Die New York Times hat inzwischen sechs Millionen digitale Abonnenten. Das E-Paper ist eine richtige Cashcow. Die digitale Verbreitung hat die potenzielle Reichweite explodieren lassen, weil ich an jedem Ort der Welt ohne Zeitverzug – und vor allem ohne Kosten – zustellen kann.“ Auch wenn englischsprachige Medien einen deutlich größeren Markt bedienen können, hätten auch deutschsprachige Medien die Möglichkeit, ihre Reichweite zu erhöhen. „Das gilt auch für deutsche Publikationen, denn es gibt einen Sprachraum von etwa 120 Millionen Menschen.“


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@Prodigy „……und einen Herrn Herrn Stukenbrock der jede missliebige Meinung löscht oder User sofort sperrt wenn sie nicht seinem linksgrünen Weltbild entsprechen.“ Außerdem ist er ein Freund des Denunziantentums. Auf einer seiner Seite droht er Usern, die nicht in sein politisches (linkes) Weltbild passen: „Kein Pardon kennen wir allerdings bei Volksverhetzung oder wenn jemand zu Straftaten auffordert. Solche Kommentare reichen wir an die Prüfstelle der Staatsanwaltschaft. Wir sind außerdem Partner beim Projekt Justiz und Medien – konsequent gegen Hass.“ Und dieser sogenannte Hass kann beliebig „nach Art des Hauses“ angewandt werden. Kein Pardon kennt der Ippen-Clan auch bei Kritik gegen die… Mehr