US-Seuchenschutzbehörde empfiehlt Aussetzung von Johnson & Johnson-Impfstoff – auch hier ungewöhnliche Thrombose-Fälle

Der J&J-Impfstoff war die neue Hoffnung der deutschen Impfkampagne, da eine Einfachimpfung hier ausreicht. Jetzt hat die US-Seuchenschutzbehörde so große Bedenken, dass sie einen vorübergehenden Stopp empfiehlt.

IMAGO / ZUMA Wire

Die US-Arzneimittelbehörde FDA und die Seuchenschutzbehörde CDC haben einen Stopp für den Vektor-Impfstoff des Herstellers Johnson & Johnson empfohlen. Hintergrund ist das Auftreten von seltenen, gefährlichen Thrombose-Fällen. Sechs solcher Fälle sind in den USA laut den Behörden gemeldet worden. Der Impfstoff ist besonders für die deutsche Impfstrategie entscheidend, da eine einmalige Impfung hier ausreicht. Erst jüngst begann die Auslieferung in die EU – sollte die Vakzine wegfallen, wäre die deutsche Impfstrategie erneut unter extremem Druck. Die Impfversprechen der Regierung könnten dann wohl erneut nicht eingehalten werden. Beim britischen Vektorimpfstoff AstraZeneca traten ganz ähnliche Probleme auf. In den USA sind bereits über sechs Millionen mit dem Vakzin von J&J geimpft worden. 

Lesen Sie hier das Statement der FDA in der deutschen Übersetzung: 

„Wir empfehlen aus Vorsicht eine Pause bei der Verwendung dieses Impfstoffs. Ab dem 12.4. wurden mehr als 6,8 Millionen Dosen des J & J-Impfstoffs in den USA verabreicht. CDC und FDA überprüfen Daten, die sechs gemeldete US-Fälle einer seltenen und schweren Art von Blutgerinnseln bei Personen nach Erhalt des Impfstoffs betreffen. Derzeit scheinen diese unerwünschten Ereignisse äußerst selten zu sein. Die Behandlung dieser spezifischen Art von Blutgerinnseln unterscheidet sich stark von der normalerweise angeordneten. 

Die CDC wird am Mittwoch eine Sitzung des ACIP einberufen, um diese Fälle weiter zu prüfen und ihre potenzielle Bedeutung zu bewerten. Die FDA wird diese Analyse überprüfen, da sie dieses Thema ebenfalls untersucht. Bis dieser Prozess abgeschlossen ist, empfehlen wir eine Impf-Pause. Dies ist wichtig, um sicherzustellen, dass die Gesundheitsdienstleister über das Potenzial dieser unerwünschten Ereignisse informiert sind und aufgrund der einzigartigen Behandlung, die für diese Art von Blutgerinnsel erforderlich ist, planen können. Die Sicherheit von COVID19-Impfstoffen hat für die Bundesregierung oberste Priorität, und wir nehmen alle Berichte über Gesundheitsprobleme nach der COVID-19-Impfung sehr ernst.“

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