Hohe Freiheitsstrafen für Antifa-Schläger von Stuttgart

Die gestern in Stuttgart verurteilten Gewalttäter hatten Teilnehmer einer Demonstration gegen die Corona-Politik in einer koordinierten Aktion teilweise lebensgefährlich verletzt und großen Sachschaden angerichtet. Ein »Antifaschistisches Aktionsbündnis« hatte Auseinandersetzungen vorher angekündigt.

IMAGO / Panthermedia
Zu viereinhalb und zu fünfeinhalb Jahren verurteilte die Strafkammer des Stuttgarter Landgerichts zwei Männer wegen eines brutalen Angriffs bei einer Corona-Demonstration. Die Anklage lautete auf gefährliche Körperverletzung, schwere Körperverletzung und Landfriedensbruch in einem besonders schweren Fall. Laut Richter habe man es mit einem »sehr traurigen Fall« zu tun. Die beiden jungen Angeklagten seien ideologisch verblendet und hätten eine schwere Straftat begangen.

Sie griffen in einer größeren Gruppe Vermummter im Mai vergangenen Jahres drei andere Männer an, die gerade auf dem Weg zu einer Kundgebung auf dem Stuttgarter Wasen gegen Corona-Maßnahmen waren. Die Bilanz: Ein lebensgefährlich Verletzter im Krankenhaus im Koma, weitere Verletzte und drei in die Luft gesprengte Lastwagen mit Veranstaltungstechnik. 5000 Menschen demonstrierten gegen die Corona-Verordnungen auf dem Wasen-Gelände – mit den vorgeschriebenen Abständen. Unter den Angegriffenen befand sich das Mitglied der neuen Arbeitnehmervertretung »Zentrum Automobil« und des Daimler-Betriebsrates Andreas Ziegler.

Solche gewalttätigen Auseinandersetzungen hatte die Landeshauptstadt von Baden-Württemberg noch nicht erlebt. Entsetzen machte sich in Stuttgart darüber breit, dass eine derart große Gruppe Maskierter unerkannt zuschlagen, Menschen massiv verletzen und auch wieder unerkannt verschwinden konnte.

Die Schläger gehören zu schwarz vermummten Antifa-Gruppen. Später gegen 19 Uhr wurde eine Gruppe abziehender Demonstrationsteilnehmer erneut von schwarz Vermummten angegriffen. Die Teilnehmer flohen in eine Pizzeria, die Vermummten verfolgten sie und richteten beträchtliche Schaden in der Pizzeria an.

Ein sogenanntes »Antifaschistisches Aktionsbündnis« hatte Auseinandersetzungen vorher angekündigt. In der Nacht vor der Demonstration auf dem Wasen erschütterten heftige Explosionen Untertürkheim. Lastwagen eines Unternehmens wurden in die Luft gesprengt. Sie enthielten Technik für Veranstaltungen der Untertürkheimer Spezialfirma VTS. Wie der Firmenchef betonte, standen die Lastwagen mitsamt Technik jedoch nicht für die Veranstaltung auf dem Wasen bereit. Dort habe eine andere Firma gearbeitet. Doch in der Nacht zum Samstag detonierten in drei heftigen Explosionen die Lastwagen mit der teuren Technik. Bis zu fünf Meter hohe Flammen schlugen aus den Fahrzeugen. Schaden: 200.000 Euro. Vier vermummte Täter rannten danach schnell vom Tatort.

Ordnungskräfte der Stadt kontrollierten lediglich, ob alle der 5000 Demonstrationsteilnehmer auf dem Wasen eine Maske trugen.

Die Grünen-Abgeordneten Renate Künast hatte im März vergangenen Jahres noch im Bundestag gefordert, dass auch NGOs und Antifa eine regelmäßige Finanzierung benötigten. Sie sei es leid, dass NGOs und Antifa-Gruppen, die sich engagieren, immer um ihr Geld ringen und von Jahr zu Jahr nur Arbeitsverträge abschließen können. »Sie müssen eine verlässliche Finanzierung haben.« So Künast wörtlich.

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Kommentare ( 30 )

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Astrid T.
10 Tage her

5,5 Jahre für einen Mordversuch ist keine hohe Freiheitsstrafe. Der Mann lag lange im Koma und hätte auch sterben können.

Noergel Jo
10 Tage her

Ist das Urteil rechtskräftig?
Ich vermute nein. Und ich habe da so eine Vermutung, was bei einer Revisoin herauskommen könnte.

Micci
11 Tage her

“ … erschütterten heftige Explosionen Untertürkheim. Lastwagen eines Unternehmens wurden in die Luft gesprengt … “

Und das reicht immer noch nicht, um diese Gruppierungen als Terroristen einzustufen?

Ach so, verstehe:
„58 und Antifa. Selbstverständlich.“
– Weil die SPD dann offiziell eine Terroristin als Vorsitzende hätte.

Ok – hat sie dennoch, aber so kann man es besser tarnen!

Wolfgang Schuckmann
11 Tage her

Angesichts solcher Straftaten möge mir bitte jemand erklären, wo der Unterschied liegt zwischen SA im Hitlerreich und der sogenannten Antifa. Nur weil das eine Hemd rot ist und das Andere braun, ändert sich an der Tat nichts.
Auch Vorsatz muss angenommen werden. Ich glaube nicht, dass das spontane Handlungen sind. Deutschland verkommt zu einem Handlanger und Zuhälterstaat. Seines Lebens nicht sicher sein zu können, egal für was man demonstriert, ist die letzte Stufe nach unten.
Tiefer geht’s nicht!

Soder
11 Tage her

Wie lange die Haft tatsächlich dauern wird? Werden die Schläger wegen guter Führung vorzeitig aus der Haft entlassen? Bekommen sie danach z.B. einen Job bei GRÜNROTEN -Politikern im Landtagsbüro?
Der Gegensatz; gewaltfrei : 91 Jährige Holocaustleugnerin 2 1/2 Jahre Haft, ein anderer 10 Jahre Haft.
Georg Thiel: ohne Fernseher und Radio, 181 Tage Erzwingungshaft..ausstehende GEZ-Zwangsgebühren 651,30 EUR

Deutscher
11 Tage her

Schläger? Kann man bei jemandem, der einem Anderen mit der Gaspistole einen potenziell tödlichen aufgesetzten Schläfenschuss verpasst, von einem „Schläger“ sprechen? Der Täter nimmt den Tod seines Opfers in Kauf! Derjenige hätte auch mit einer echten Schusswaffe abgedrückt!

Dass die Grünen solche Terroristen auch noch üppig finanzieren wollen, überrascht indes niemanden mehr. Baader, Ensslin und Raspe hätten ihre Freude gehabt.

Last edited 11 Tage her by Deutscher
Fabian S.
11 Tage her

Naja, das Urteil ist ein Skandal, aber was soll man von abhängigen linken „Gerichten“ in diesem Land auch erwarten! Körperverletzung soll das nur gewesen sein, schon klar!!! Natürlich war das mindestens versuchter Totschlag. Wer das verneint, der macht sich mit der Antifa gemein.

RMPetersen
11 Tage her

Schon bemerkenswert, dass diese „Antifaschisten“ für das internationale Großkapital und immer totalitärer werdende CDU/SPD-Regierung als Schlägertruppe á la SA agieren.
An ihren Taten werdet ihr sie erkennen.“ Faschisten“ eben, fühlen sich irgendwie links, sind aber Handlanger der Obrigkeit.

schwarzseher
11 Tage her

Als hoch würde ich die Freiheitsstrafen nicht bezeichnen, da die beiden nach ca. 2 Jahren wieder frei sein werden und von den GRÜNEN oder der LINKEN einen einträglichen Job bekommen werden.

Frank T.
11 Tage her
Antworten an  schwarzseher

Für einen Böller an einer Moschee gab es 10 Jahre und das ganze gespielte Entsetzen durch Politik und Lügenpresse. Für Mordversuch 5 Jahre und großes Schweigen sowie weiter üppig Steuergeld?

Hesta
10 Tage her
Antworten an  schwarzseher

Wer solche Ansichten vertritt wie Künast ist für mich nicht wählbar

bhayes
11 Tage her

Das sind keine Schläger, sondern das war ein Mordversuch.
Entsetzen machte sich in Stuttgart darüber breit, dass eine derart große Gruppe Maskierter unerkannt zuschlagen.“: Die Opfer hatten die Tage vorher die Polizei explizit darauf hingewiesen, dass Angriffe drohen.
Siehe z.B. https://www.zentrum-automobil.de/2020/11/12/nach-antifa-mordversuch-andy-ziegler-jens-dippon-und-ingo-thut-bedanken-sich-fuer-solidaritaet/