Uniklinik Münster setzte Booster-„Impfungen“ für Beschäftigte aus

Am Wochenende hatte die Uniklinik Münster "Auffrischungsimpfungen" ihres Personals ausgesetzt. Die Nebenwirkungen drohten das Pflegepersonal zu stark zu beeinträchtigen.

IMAGO / Aton Chile

Mit dem „Boostern“, also der dritten mRNA-Dosis, kann es vielen Stimmen in Politik und Medien derzeit kaum schnell genug vorangehen. Noch-Gesundheitsminister Jens Spahn forciert einen „Booster-Gipfel von Bund und Ländern“. Und die Ständige Impfkommission „prüft im Moment sehr intensiv, ob sie Auffrischungsimpfungen für alle Bevölkerungsgruppen empfehlen wird“, wie deren Vorsitzender, Thomas Mertens, gegenüber der Funke Mediengruppe mitteilte.

In dem aktuellen medialen Booster-Boom ist eine Meldung aus Münster (nur wenige Kilometer von Spahns Bundestagswahlkreis Borken entfernt) derweil nicht durchgedrungen. Von Medien und Politik weitgehend unbeachtet bestätigte eine Sprecherin der Universitätsklinik in Münster (UKM) am vergangenen Freitag auf Anfrage von Antenne Münster, dass die „Booster-Impfung“ der Mitarbeiter ausgesetzt wurden. Am selben Tag hatte das UKM mitgeteilt, dass allen 11.000 Mitarbeitenden bis Ende des Jahres ein Angebot für die sogenannte „Booster-Impfung“ gemacht werde.

Im Gespräch mit TE sagte die Sprecherin der Universitätsklinik nun, dass die „Impfungen“ mittlerweile „wieder aufgenommen“ wurden. Die vorübergehende Aussetzung galt insbesondere dem Pflegepersonal der Intensivstationen. Man habe befürchten müssen, dass wegen der Impfreaktionen am langen Wochenende mehr Personal ausfalle, als die Dienstpläne vertragen.

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