Steinmeier: Bundespräsident setzt in Chemnitz auf Konfrontation

Der Staat hat sein Gewaltmonopol nicht etwa nur aufgegeben, er hat es delegiert und privatisiert. Dorthin, wo er für die erwünschten Ausschreitungen nicht die Verantwortung übernehmen muss. In Kauf genommen wird ein punktueller Bürgerkrieg.

Screenprint: Facebook/Bundespräsident Frank Walter Steinmeier

Hunderunde, Gespräch über den Gartenzaun mit geschäftsführendem Unternehmer, klassisches Bürgertum mit Trampolin im Vorgarten. Mehr „Mitte der Gesellschaft“ geht nicht. Aber auch hier angekommen: Große Abscheu nach Maybrit Illner und diesem hetzerischen Auftritt der Justizministerin Barley und ihrer Entourage. Und während gemütlich der Zahnarzt in Rente auf der gelackten Edel-Harley vorbeituckert und das gehobene Wohnviertel für den Moment mit „Highway to hell“ beschallt, kommt die Sprache auf den Bundespräsidenten, auf die fortlaufende Beschädigung des hohen Amtes.

Auf Frank-Walter Steinmeiers unsäglichen Aufruf zur Solidarität mit vom Verfassungsschutz observierten linksradikalen Kapellen wie „Feine Sahne Fischfilet“ und anderen, die einst mit den Ultras sympathisierten und nun eben radikal die Fronten gewechselt haben – Hauptsache Randale.

Im Windschatten der Rentnermillionäre von den Toten Hosen zieht also am Montag die radikale Gegengewalt in Chemnitz ein. Eine vom Bundespräsidenten erwünschte? Nur gegen was? Es sind nicht mehr Polizeikräfte, die für Ordmung sorgen, erst einmal muss ein Angst und Schrecken verbreitendes Konfliktszenario zwischen Links- und Rechtsradikalen aufgebaut werden. Der Brandbeschleuniger via Facebook direkt aus dem Schloss Bellevue nach Chemnitz verschüttet.

Den Unternehmer am Gartenzaun erinnert dass alles an seinen Großvater, der ihn als ehemaliger Kriegsteilnehmer bis zum Lebensende und in Litanei ermahnt hatte: „Wehret den Anfängen!“ Und was er als hohle Phrase verinnerlichte, hätte für ihn plötzlich Relevanz bekommen.

Der Staat hat sein Gewaltmonopol nicht etwa nur aufgegeben, er hat es delegiert und privatisiert. Dorthin, wo er für die erwünschten Ausschreitungen nicht die Verantwortung übernehmen muss. In Kauf genommen wird ein punktueller Bürgerkrieg. Die wachsende Zahl der Kritiker der Regierungspolitik soll nun mit subventionierten linksradikalen Kräften niedergerungen werden. Und das dafür notwendige Gewaltpotential wird nicht nur in Kauf genommen, es wird regelrecht ersehnt und erwartet. Alles ist recht, Hauptsache gegen Rechts. Und rechts ist mittlerweile alles, was regierungskritisch ist.

Treppenwitz dieser massiven Beschädigung des Amtes des deutschen Bundespräsidenten durch einen Sozialdemokraten, dem offensichtlich jedes Mittel Recht ist, den Parteienstaat mit seinem gigantomanen Allimentierungsapparat zu erhalten: Angeblich wünschen sich nun nach einer vom Spiegel (!) veröffentlichten Umfrage eine Mehrheit der Deutschen, eine Überwachung der AfD durch den Verfassungsschutz, während im selben Moment der Bundespräsident die Stimmung noch anheizt und verfassungsschutzrelevante linksradikale Barden in Chemnitz ins Rennen schickt, ihre Truppen zu mobilisieren, als ginge es darum, nur weiter Öl ins Feuer zu gießen und Gewaltausbrüche zu fabrizieren, die den Rest der Republik in ein lähmendes Entsetzen versetzen soll. Aber wird der Plan aufgehen?

Was Steinmeier hier übersehen könnte: Seine Helden der 68er Bewegung haben vor allem eines in die Mitte der Gesellschaft implantiert: Ein tiefes Misstrauen gegen den Staat. Wenn aber Steinmeier, Barley und Co selbst repräsentieren, was dieses tiefe Misstrauen begründet, dann entsteht eine schizophrene Situation, dann wird der Staat von seinen Amtsträgern selbst nicht mehr ernst genommen, dann wenn man in der Exekutive auf linkradikale Putztruppen setzt.

Die Mitte der Gesellschaft hinterm Gartenzaun hat das aber längst erkannt. Also muss auch sie schon unter Verdacht gestellt werden auf dieser politisch erwünschten Einbahnstraße to hell.

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Kommentare ( 267 )

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Wem schenkt der Bundespräsident seine Sympathie? Hier mal nachzulesen: Beispiel: Die Gruppe K.I.Z dröhnte in Chemnitz: Ich ramm die Messerklinge in die Journalistenfresse Trete deiner Frau in den Bauch, fresse die Fehlgeburt Ich fick sie grün und blau, wie mein kunterbuntes Haus Nich alles was man oben reinsteckt kommt unten wieder raus Tret so lange auf dein Kopf bis vier und drei acht machen Die Missgeburt vom Jugendamt wird sich eine Kugel fangen In der Schule hatte ich eine eins im Tiere quäl’n Nach meinem Uppercut kannst du dein Arsch ohne Spiegel seh’n Ich hoff, dass ihr bald alle abhaut… Mehr

Herr Wallasch, Sie befürchten, dass von den „verachtundsechzigten“ Staatsgewalten Deutschlands „ein punktueller Bürgerkrieg in Kauf genommen wird.“

In dieser Deutlichkeit liest man das selten. Bedeutet das, dass die links-grünen Eliten einen durch demokratische Wahlen herbeigeführten Politikwechsel in Richtung Konservatismus auf Grundlage des GG nicht zulassen und mit allen Mitteln, auch des Krieges, bekämpfen werden?

Wenn das so ist, dann sollten die konservativen Kräfte aus der Defensive heraus handeln. Militärs würden das als „Schlagen aus der Nachhand“ bezeichnen. Denn politisch muss klar sein und bleiben, wer die Verantwortung dann dafür trägt.

Offensichtlich wird Deutschland jetzt zur Partymeile:

Nach jedem Messertoten die große Sause mit Walter und seinen Freunden.

Eine Frage am Rande: Wieso agieren so seltsame bzw. zwielichtige Bands auf dieser Demo?

Weil es den etablierten Parteien völlig egal ist, was die in Wirklichkeit darstellen, Hauptsache es geht gegen Rechts …
Wenn Sie mehr darüber wissen willen, dann suchen Sie mal auf Youtube nach dem Video „Der Linksstaat“!

Früher habe ich Bundespräsident Steinmeier für einen langweiligen Biedermann gehalten. Aber nein, er ist ein sich bieder und langweilig gebender Brandstifter. Er hetzt einen Teil des Volkes gegen einen anderen auf. Leider kann man diesen gefährlichen Menschen nicht loswerden.

Aber man kann und muss ihn aber blosstellen!
https://www.nzz.ch/international/das-deutsche-staatsoberhaupt-wirbt-fuer-die-band-feine-sahne-fischfilet-eine-instinktlosigkeit-ld.1416765
Panem et circenses
Die Geschichte zeigt, dass es -bei welchen Demokraten eigentlich? – funktioniert!
https://de.wikipedia.org/wiki/Panem_et_circenses

CDU-Wahlplakat von 1991:
– Asylmißbrauch beenden
– 40.000 (!) Asylakten endlich bearbeiten
– Scheinasylanten endlich konsequent abschieben
– Grundgesetz ändern
Für genau diese Forderungen werden Menschen heute als „Nazis“ bezeichnet. 1991 war noch eine Generation näher am 2. Weltkrieg – bestand die CDU dann damals auch aus „Nazis“? Und sind die heute alle ausgestorben?

Diese Kanzlerin und dieser Parteienstaat lösen keine Probleme mehr! Die Hilflosigkeit dieser Gesellschaft bei der gemeinsamen Lebensbewältigung zeigt sich unter anderem auch bei dem insbesondere von der Politik und den Medien ständig thematisierten „Kampf gegen rechts“. Wenn aber offenbar dem Bürger immer wieder suggeriert wird, daß „rechts“ antidemokratisch und „links“ demokratisch sei, so sind beide Begriffe nicht nur gänzlich überflüssig, sondern behindern auch in hohem Maße den notwendigen Streit um die Ausgestaltung der Politik, da sie lediglich den Protagonisten in der Öffentlichkeit als Kampfbegriffe dienen, ohne auch nur im Geringsten zu Problemlösungen beizutragen. Die verzerrte Darstellung der Ereignisse in Chemnitz… Mehr

Der Steinmeier ist ein Hetzer gegen die demokratisch von einigen Millionen gewählte AfD. Sehr demokratisch, das muss man schon sagen.

Der Sänger dieser Band ist übrigens nur auf Bewährung auf Steinmeiers tollem Toleranzkonzert. Er hatte bei einer Antifa – Demo ein Auto abgefackelt der Polizei. Für den Dresdner Böllerwerfer auf eine Moschee, bei dem Russ – Schäden an einer Hauswand entstanden, gab es dagegen 10 Jahre Haft für einen Deutschen ohne Vorstrafen. Was ist eigentlich, wein ein sog. „Bullenschwein“ in dem Poizeiwagen auf der Rückbank schlummert, um sich zu erholen von Steinmeiers steinewerfenden Kameraden? Ist ein Anschlag auf ein Auto kein Mordversuch? Als Kleinkind haben meine Eltern mich im Auto übernachten lassen auf Feiern, zum Glück gab es damals Steinmeiers… Mehr
Der Bundespräsident stößt ins gleiche Horn wie andere Politiker, die entweder linksextrem sind oder zum System Merkel gehören. Seine Aufgabe des Zusammenhalts der Gesellschaft kann er so nicht wahrnehmen. Frank-Walter Steinmeier kann sich offensichtlich nicht von seiner Vergangenheit lösen. Die Toten Hosen waren von Anfang an für die illegale Einwanderung unter Merkel und Frontmann Campino gebiert sich als politisches Gewissen. Er hat ein gespaltenes Verhältnis zu Deutschland und bevorzugt für seine Identität seine englischen vor den deutschen Wurzeln. Für mich ist es eine Art Entschuldigung, damit man selbst eine vermeintlich bessere Moralposition einnehmen kann („der böse Deutsche“). Daher muss man… Mehr