Stegner sieht Wiedervereinigung von SPD und PDS

Was Stegner jedem sagt, der zuhören will, bedeutet viel mehr als nur seine längst nicht mehr überraschende Aussage zu SPD und DIE LINKE.

Emmanuele Contini/NurPhoto via Getty Images

Schleswig-Holsteins SPD-Fraktionschef Ralf Stegner habe sich für einen mittelfristigen Zusammenschluss mit der Linken ausgesprochen, meldet WELT online. „In den nächsten vier, fünf Jahren stellt sich das aber noch nicht“, sagte Stegner der Deutschen Presse-Agentur. „Aber auf Sicht nützt die politische Spaltung der demokratischen Linken nur den Konservativen und rechtsextremen Parteien.“

Was Stegner jedem damit sagt, der zuhören will, bedeutet jedoch viel mehr als nur seine längst nicht mehr überraschende Aussage zu SPD und DIE LINKE.

Er sagt nämlich:

  • SPD und LINKE sind keine Parteien mit unterschiedliche Zielen, sondern eine „Spaltung der demokratischen Linken”.
  • Diese Spaltung nützt nur „den Konservativen und rechtsextremen Parteien.“

Meint Stegner damit auch,

  • dass es zwischen der wiederzuvereinigenden SED und „den Konservativen und rechtsextremen Parteien“ nichts mehr gibt? – oder,
  • dass die sogenannte Mitte von Grünen und FDP gebildet wird?

Also Herr Stegner, ein halber Schritt zur Wahrheit ist das schon, aber eben nur ein halber. Es bietet sich als ganzer Schritt die Wiederherstellung des Parteiengefüges der DDR an. Darin haben dann alle den Platz, den sie durch ihr Verhalten jetzt auch schon einnehmen.

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Kommentare ( 76 )

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76 Comments
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Dill Schweiger
2 Jahre her

…..wer wählt sowas?

Jansen
2 Jahre her

Dieser Typ ist der GEBORENE Stasi-Apparatschik. Ewig nörgelnder Menschenhasser, der es mag, andere zu beherrschen und zu unterdrücken!
Jeder Erwachsene mit einem Minimum an Menschenkenntnis ahnt all diese Eigenschaften in seinem Gesichtsausdruck schon auf 30 Meter Entfernung!

Seevolk
2 Jahre her

Mal sehen, die nächste Wahl ist 2020 in Hamburg. Einer SPD Hochburg. Da wird sich die SPD über solche Vorschläge bedanken.

Einblicker
2 Jahre her

Bin dafür. Mehrmals 2 Parteien werden sowieso nicht gebraucht. Spart Verwaltungskosten und die Linie ist klar für den Wähler. Dazu noch Amtszeitbegrenzung. Wäre perfekt.

Paul Pimmel - der Herr des Kosmos
2 Jahre her

Difficile est satiram non scribere… Ist Deutschland die 80-Millionen-Version der Truman-Show, oder hat Stegner einfach eine so steinzeitliche Psyche, dass er sich verpflichtet fühlt, in einer Art von schamanischem Ritual die dümmsten Stereotypen zu verkörpern? Was unsere Politclowns abliefern, würde ein halbwegs niveauvoller Kabarettist als zu klischeehaft ablehnen – dass am Ende des Jahres 2019 allen Ernstes ein Sozialdemokrat die Wiederherstellung der SED plant und dafür nicht umgehend politisch defenestriert wird, ist eine Beleidigung des gesunden Menschenverstands!

Heimatland
2 Jahre her

Wer will sich mit dem „vereinigen“?

Contra Merkl
2 Jahre her

Zu der Gemeinschaftspartei passen dann auch die Gesichter der Parteiführung. Nach ein paar Jahren gucken dann alle so griesgrämig. Dann haben wir jeden Tag Helloween und dank der Fachkräfte auch mit richtigem Blut.

Maja Schneider
2 Jahre her

Diese Äußerung von Herrn Stegner überrascht mich in keinster Weise, er spricht aus, was ohnehin der Plan zu sein scheint, wenn denn die Wahlen nicht so ausfallen, wie sich unsere Politik das so vorstellt. Dann bildet man die Einheitspartei aus CDU/CSU, SPD, Linken und Grünen und vielleicht auch FDP mit ihrer alles dominierenden Angst davor, in die Nähe der AfD gerückt zu werden, um nur ja die AfD nicht stärker werden zu lassen. Das ist das aktuelle Demokratieverständnis, das die Interessen der Bürger ohnehin nicht im Plan hat, ganz im Gegenteil, sie immer mehr ihrer Freiheit beraubt. Für eine sachliche… Mehr

Thorben Friedrich-Dohms
2 Jahre her
Antworten an  Maja Schneider

Ganz richtig, werte Frau Schneider!

Stegners Plan geht nicht weit genug, denn eine wirkliche Machtperspektive ist für die „Vereinigte Linke“ nicht erkennbar.

Deshalb sollten CDU/CSU, SPD, GRÜNE, FDP und Linke endlich die Sozialchrislamische Einheitspartei Deutschlands gründen. Diese Partei könnte alle Gräben überwinden, außer den zu den Dunkeldeutschen natürlich. Aber um die kümmert frau*man sich künftig vielleicht in Besinnungslagern, für deren Konzeption und Leitung sich sicher genügend Fachpersonal in Stiftungen und NGOs finden lässt.

Wenn mir doch nur eine knackige Abkürzung für die Partei einfiele!

RMPetersen
2 Jahre her

Abzusehen ist, dass die Zahl der Wähler einer vereinigten Linken-SPD geringer ist als die Summe der jetzigen.

Bundesweit dürfte die Grenze bei 15 bis 20% liegen.

Andreas aus E.
2 Jahre her

Der Zentralrat der Muslime muss aber auch federführend mitwirken können!