Rekordverdächtig: Ein Mann, 24 Kinder, 119 Bürgergeldempfänger

Männer erkennen Vaterschaften für ausländische Kinder an, die gar nicht ihre eigenen sind. Dafür bekommen die Kinder und deren Mütter Aufenthaltstitel und Sozialleistungen. Experten schätzen die Kosten für deutsche Steuerzahler auf mehrere hundert Millionen Euro jährlich. Diese Betrugsmasche ufert seit über zwanzig Jahren immer weiter aus.

IMAGO

Eine weitere Masche des Sozialbetrugs hat der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) wieder einmal in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Männer erkennen Vaterschaften für ausländische Kinder an, die gar nicht ihre eigenen sind. Dafür bekommen die Kinder und deren Mütter Aufenthaltstitel und Sozialleistungen.

Möglich werden diese Scheinvaterschaften durch eine Gesetzeslücke. Weil es in Deutschland aus Datenschutzgründen kein zentrales Personenstandsregister gibt, können die Behörden vor einer Vaterschaftsanerkennung nicht wissen, wie viele Kinder ein Antragsteller bereits anerkannt hat. Fachleute gehen von zehntausenden Fällen in den vergangenen Jahren aus.

Der RBB hat in Dortmund einen Mann entdeckt, der dort als mittellos gilt. Er allein hat bisher 24 Kinder von knapp zwei Dutzend verschiedenen Frauen vor allem aus afrikanischen Ländern anerkannt.

Für sie alle kommt der deutsche Staat auf. Der Mann stammt zwar aus Nigeria, hat aber einen deutschen Pass. Deshalb haben die anerkannten Kinder, deren Mütter und weitere Angehörige über den Familiennachzug automatisch ein Bleiberecht in Deutschland. Bislang sind es 94 Personen.

Experten der Ausländerbehörden gehen davon aus, dass diese Menschen den Scheinvätern viel Geld dafür zahlen, dass sie falsche Vaterschaften anerkennen und den Begünstigten so den Weg nach Deutschland frei machen.

Der besondere Clou dabei ist, dass dieser systematische Missbrauch der Vaterschaftsanerkennung in Deutschland gar nicht strafbar ist. Und auch eine nachweislich falsche Vaterschaftsanerkennung lässt sich nicht mehr rückgängig machen, wenn sie erst einmal beurkundet wurde.

Es gibt keine Statistik darüber, wie viel Geld durch diese Masche vom deutschen Steuerzahler erschlichen wird. Experten schätzen den Schaden aber auf mehrere hundert Millionen Euro jedes Jahr.

Wie lange das Problem um Scheinvaterschaften schon besteht, das auch nach 20 Jahren ungelöst und weiterhin nicht angegangen bleibt, zeigt unter anderem dieser Artikel in der Welt aus dem Jahr 2004.

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Kommentare ( 64 )

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Kuestenseeschwalbe
1 Monat her

BPK Dr. Fuchs auf die Frage eines Journalisten (in gekürzter Form wegen gefühlt vierhundertdrölfzig ‚Ähm‘): Problem ist bekannt. Man hat 2017 im Rahmen der Mütterschaftsanerkennung darüber geredet, dann noch mal 2021 und JETZT stimmen sich Bundesjustizministerium und Bundesinnenministerium dazu ab, einen Regelungsvorschlag zur Verbesserung dieser ‚Vorfälle‘ zu erarbeiten.
Ich denke, das sagt genug über das Interesse seitens der Regierung aus.

step
1 Monat her

Zitat: „Für sie alle kommt der deutsche Staat auf.“ Nee, dafür kommt der deutsche Steuerzahler auf. Das sind die Leute, die beispielsweise monatlich hunderte Euro in die Krankenkassen einzahlen und für ne neue Brille 8 Euro Zuzahlung bekommen.
Bezeichnend ist ja auch, dass diese Vaterschaftsanerkennungen nicht rückgängig zu machen sind. Auch wenn sich irgendwann mal irgendwas ändern sollte, haben wie die Kosten für tausende, vermutlich sogar hunderttausende solcher Kuckuckskinder noch für x Jahre an der Backe.

tobilinooo
1 Monat her

Rund 22.500 Euro erhält der jeden Monat. Wie kann sich das so aufsummieren? Ich verstehe das nicht!

Spätestens JETZT ist doch klar, dass der nicht in Deutschland lebt, dass er in Nigeria mehrere PKW von u.a. Mercedes und Audi, sowie ein Haus besitzt. Er ist also nicht bedürftig.

Außerdem lebt er nachweislich nicht mit den anerkannten Kindern, bzw. deren Müttern zusammen. Im Grunde steht ihm doch maximal die Stütze für eine Person zu. Und das wären ein paar hundert Euro.

Die Behörden sind hier offenbar kriminell!

hansgunther
1 Monat her

Der „Staat“ verlangt von jeder Mutter bei der Ausstellung der Geburtsurkunde bzw. Eintrag ins Geburtsregister, daß Sie den Erzeuger benennt, also einen Vater von staatswegen, um den Unterhalt des Kindes zu sichern und sich freizustellen. Der Name genügt, der Vater ist gefunden.
Jetzt hat ein nigerianischer Multi-Erzeuger den deutschen Staat als Vater „seiner“ Kinder gefunden, Ergebnis wie oben.
Alles nur möglich in einem Gebilde, was orginäre Einheimische bis ins Grab verfolgt, Fremde aber unter Nachsicht aller staatstragenden Mitarbeiter und Behörden geschehen lassen. Folgenlos und straffrei.

Innere Unruhe
1 Monat her
Antworten an  hansgunther

Sowohl die Nigerianerinnen als auch der Mann – auch Nigeraianer – haben keinen Anstand. Denn das gleiche Recht haben auch deutsche Männer. Auch sie könnten im Ausland solche Adoptionen anbieten, aufhören zu arbeiten und 10% der Sozialhilfe für ihre Leistung verlangen. Doch das tun sie nicht. Übringens ist hier eine krasse Benachteiligung von Frauen gegeben, denn so eine Nummer geht bei einer Frau nicht. Eine deutsche Frau kann nicht anbieten, 20 fremde Kinder anzuerkennen, sie hat sie gefälligst alle selbst zu bekommen. Auch sind die Homosexuellen hier in ihrem Elternrecht benachteiligt. Kurz – das sind Episoden, die bei großer Anzahl… Mehr

Embe
1 Monat her

Da kann man wohl nichts machen. Der Mann lebt schließlich nicht in Florida und heißt mit Vornamen „Rolf“. Denn da konnte die SPD Ministerin Ulla Schmidt eine Gesetzeslücke innerhalt weniger Tage schließen, als 2003 bekannt wurde, dass der Mann Sozialhilfe nach Florida überwiesen bekam.

GermanMichel
1 Monat her

Das wird immer innenpolitisch betrachtet, ist aber in Wirklichkeit alles Außenpolitik der globalistischen Eliten der USA.
Die führen Krieg mit Waffen, mit Rating Agenturen und „ihrem“ Finanzsystem, aber eben auch und vor allem mit Migration, und letzteres als Vernichtungskrieg.

Es wäre also jede Art von Widerstand gerechtfertigt, aber die Leute scheitern ja schon daran es überhaupt zu durchschauen…

H. Hoffmeister
1 Monat her

Aber wehe, eine Kartoffel fährt mehr als 7 km/h der zulässigen Höchstgeschwindigkeit, zahlt seine Steuern eine Woche zu spät oder delegetimiert gar den „Staat“, indem er sich wütend darüber äussert, dass dieser „Staat“ mit seinen hart erarbeiteten Steuergeldern nigerianische Sozialbetrüger mit deutschem Pass überschüttet.

Reini
1 Monat her

Als einen ersten Schritt zur Beendigung dieser Falschbeurkundungen sollte man die jeweiligen Behördenmitarbeiter finanziell zur Verantwortung ziehen, die solche Anträge nicht grundsätzlich zurückweisen und nicht sofort zur Anzeige bringen.

Last edited 1 Monat her by Reini
Reini
1 Monat her

Der Brüller des Monats:
„Dieses kriminelle Treiben wird durch eine Lücke im Gesetz ermöglicht. Das Justizministerium plant, diese Lücke zu schließen.“
Nochmal langsam zum Mitlesen: Das Justizministerium plant…, von handeln ist nicht die Rede.

H. Hoffmeister
1 Monat her
Antworten an  Reini

Sind doch nur die von den tumben Steuerzahlern erarbeiteten Euronen, das ist schon in Ordnung. Denn die wählen sich ja auch Politiker, die sie so behandeln.

Innere Unruhe
1 Monat her
Antworten an  Reini

Vor allem ist es nicht die Lücke, sondern immer die Menschen, die etwas tun oder eben nicht…
Es herrscht keine Gewalt. Nirgendwo. Es gibt Gewalttäter und diese sind zu benennen und zu bekämpfen.
Ein Betrug wird nicht begangen, sondern ein Betrüger überlegt sich, wie er betrügen kann. Wer ist dieser Betrüger?
Der Staat hat nichts zu erfüllen oder zu garantieren. Es ist immer der Nachbar, der einem Asyler die Miete zahlt…

Philoktet
1 Monat her

Es scheinen vorwiegend Fachkräfte für Verdauung und Fortpflanzung zu sein, die nach Deutschland einwandern. Und ihre Heimatländer sind froh, diese Kostgänger los zu sein. Es wird Zeit die Grenzen zu schließen und den UN Migrationspakt aufzukündigen. Jedes Land sollte seine eigenen Bürger ernähren.

Last edited 1 Monat her by Philoktet
Britsch
1 Monat her
Antworten an  Philoktet

Das Land ernährt nicht seine Bürger
sondern die Bürger die das Land „bestellen“ und entsprechend Arbeiten ernähren sich und Andere
Wenn zu wenige da sind die entsprechend arbeiten um die Anderen zu ernähren geht es denen schlecht. Bereit sein anzupacken und entsprechend was tun
im eigenen Land. in Keinem land geht es von alleine und vor allem ging es bis jetzt nur mit technischem Fortschritt und Entwicklung und nicht mit Rückschritt