Regierung Kurz schließt sieben Moscheen

Die Botschaft von Kurz zu Parallelgesellschaften geht über die aktuellen Maßnahmen gegen Verstöße gegen das Islamgesetz hinaus und macht deutlich, der Mann hat eine Strategie: ein Alleinstellungsmerkmal in der ganzen EU.

© Jack Taylor/Getty Images

Die österreichische Bundesregierung mit Sebastian Kurz schließt sieben Moscheen und überprüft 61 ATIB-Imame. Der Verdacht: Sie sollen mit einer belgischen Umgehungskonstruktion finanziert werden. Zwei Imamen wurde bereits die Aufenthaltsgenehmigung entzogen.

Sieben salafistische Einrichtungen und Moscheen sind betroffen: zwei in Oberösterreich, eine in Kärnten und vier in Wien; darunter auch die Moschee der rechtsextremen „Grauen Wölfe“, die durch Kriegsinszenierungen mit Kindern in Tarnanzügen auffiel. Die Moschee wurde illegal betrieben – ohne Genehmigung.

Der Verein Türkisch-Islamische Union für kulturelle und soziale Zusammenarbeit in Österreich (Atib) steht schon länger im Fokus mit seiner türkisch-nationalistischen Ausrichtung. Wie Ditib in Deutschland untersteht der Dachverband Atib mit mehr als 60 Vereinen der türkischen Religionsbehörde Diyanet, also der türkischen Regierung.

Die Grundlage der Maßnahmen bildet das von ihm bereits als Integrationsminister geschaffene Islamgesetz, unterstrich Kanzler Kurz: „Der politische Islam und Radikalisierungstendenzen haben bei uns keinen Platz und wir gehen dagegen entschieden vor.“

Die Regierung in Wien setzt damit einmal mehr ein Signal, das in die ganze EU ausstrahlen wird. Bei ihrem kürzlichen Besuch in Brüssel fanden Kurz, Strache und  Kabinettskollegen einen auffallend freundlichen Empfang. Ohne das überzubewerten sagt es mindestens eines. Kurz und die Seinen werden vor Beginn des österreichischen Ratsvorsitzes in Brüssel ernst genommen.

Die Botschaft von Kurz gegen Parallelgesellschaften geht über den aktuellen Anlass hinaus und macht deutlich, der Mann hat eine Strategie und verfolgt sie schon zielstrebig seit seiner Zeit als Mitglied seiner Vorgängerregierung: strategisches Handeln ist ein Alleinstellungsmerkmal in der ganzen EU.

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Kommentare ( 158 )

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Ich hoffe, der Personenschutz des Herrn Kurz wird nun massiv aufgestockt. Der „friedliche“ Islam versteht nämlich keinen Spaß…..

Herr Kurz ist ein guter Mann aber sein Alleinstellungsmerkmal teilt er mit Herrn Orban.

Michel denkt, oder nicht, eine Moschee sei so etwas, wie eine Kirche hier. Sonntags Gottesdienst, der Küster dreht den Schlüssel rum, bis zum nächsten Sonntag. Boualem Sansal, algerischer Intellektueller, im Islam sozialisiert, heute Atheist, beschreibt in seinem Buch „Allahs Narren“, was eine Moschee wirklich ist; ich gebe es hier wieder. Eine Moschee, überall auf der Welt, ist ein Ort des Gebets, ja, richtig. Dann aber „ein praktisches, unverdächtiges Hauptquartier für Salafisten“, ein Ort der Indoktrination Jugendlicher, sowie ein Umschlagplatz für alle Arten von Geldgeschäften, im In- und Ausland. Ein Machtzentrum mit politischen, ökonomischen, kulturellen, erzieherischen und religiösen Funktionen. S. 86… Mehr
Der Moscheebau in Europa ist nichts anderes als sichtbare Tatsachen zu schaffen und das hat vordergründig auch nichts mit Glauben zu tun, sondern ist ein Machtinstrument hauptsächlich durch die DÍTIB um ihren Einflußbereich im Ausland zu stärken und wie man sieht, scheint das gut zu funktionieren und niemand hierzulande kommt auf die Idee, dieses Gewächs zu stutzen, denn es wäre ganz einfach, indem man keine Fremdgelder zum Bau mehr zuläßt, den Einfluß total verbietet und staatlich ausgebildete Immame einsetzt, die so langweiliges verkünden, wie die christlichen Pfarrer und sobald das politische Element aus den Moscheen verschwunden ist, wird es auch… Mehr

So lange sogenannte Nestbeschmutzer wie Grüne oder Linke hier ihr naives Multikultigehabe mit Grenzöffnung für alle,die kommen wollen weiter beibehalten,so lange freut sich Erdogan mit seiner Ditib Kolonne.

Das alles hat mit Religion überhaupt nichts mehr zu tun,sondern ist der Versuch,hier komplett Fußzu fassen mit eigener Idiologie und die blöden Michel,winken auch noch.

Parteien im Bundestag, schaut auf dieses Österreich. LERNT!!!

Die Entschiedenheit, mit der Bundeskanzler Kurz in der Moschee-Angelegenheit gehandelt hat, beeindruckt mich sehr. Es wird auch in anderen politischen Fragen immer offenkundiger, dass Kurz einer der tatkräftigsten Poltiker in Europa ist. In dieser Woche in Brüssel ist dies deutlich geworden und auch als Vermittler zwischen Russland und Europa gewinnt dieser Mann immer mehr an Profil. Frau Merkel wirkt dabei wie aus einer anderen Zeit. – Ohne Visionen, lediglich dem eigenen Machterhalt verpflichtet. Es wird auch spannend werden, wie die österreichische EU-Ratspräsidentschaft ablaufen wird. Denke, es könnte Überraschungen geben.

Werte Wallfahrerin!
Schön, wie Sie schreiben, Merkel wirkt dagegen wie aus einer anderen Zeit…
Am Schönsten wäre allerdings – aus der Vergangenheit!
MfG E. Schwarz

Herr Kurz hat ganz klar erkannt, wie Muslime ticken. Die Erfahrung, die er als Integrationsminister gesammelt hat, lassen nichts anderes mehr zu. Täglich erleben wir, wie muslimische Verein- und Moscheeverbände das Leben der Mehrheitsgesellschaft beeinflussen will, sie sogar angeht und Integrationsbarrieren aufbaut.

Der einzige Weg den friedlichen Moslems eine Grundlage zu geben.

Lieber Willi,
in meiner Nachbarschaft hat ein Türke der Christ ist ein Haus gebaut. Bei der ersten nachbarschaftlichen Grillparty hat er mir über zwei Stunden von seinen früheren Erfahrungen mit sogenannten „friedlichen“ Moslems in seinem Heimatland der Türkei erzählt. Ich konnte die ganze Nach danach nicht mehr schlafen. Das dieser Mann -wie man es heute nach Khomeni nennt- „islamophob“ wurde kann ich ihm nicht verdenken. Er hat jedes Recht dazu.

Wer sich einmal den Koran in korrekter Übersetzung zu Gemüte geführt hat, wird wohl kaum davon reden können, dass es friedliche Moslems gibt – auch wenn sich einige oder gar viele derzeit so verhalten. Die vom Islam beherrschten Länder dieser Welt zeigen, welcher Dunst vom Koran ausgeht und wie der wirkt!

Da muss ich ihnen leider Recht geben, in der Regel ist es nämlich so das es zwar in der Mehrzahl friedliche Moslems gibt, die auch nur ihre Ruhe wollen, in der Geschichte des Islams wurden aber ALLE liberalen Bestrebungen blutig von den Fanatikern niedergemetzelt. Das was Österreich jetzt versucht ist diese radikalen Elemente zu entfernen, ob es auf Dauer gelingen kann ist fraglich, man sollte es aber versuchen, bleibt ja im Moment sowieso nichts anderes übrig.

Ich wiederhole mich, wenn ich sage, solch einen Sebastian Kurz wünschte ich mir statt Merkel! Aber man kann es eigentlich nicht oft genug sagen. Die meisten unserer „lieben“ Politiker haben den Schuss noch nicht gehört und auch nicht begriffen, dass der Islam eine politische Strömung und keine reine Religion ist. Wer diesem Allah huldigen und anbeten möchte, soll es doch tun. Er soll Andersdenkende nur nicht als UNGLÄUBIGE beschimpfen!!! Allein diese verwendete Bezeichnung und Aussage müsste doch jedem, der ein wenig mehr Hirn im Kopf hat als ein Schimpanse, zeigen, dass dort religionstechnisch etwas nicht stimmt!!! Die meisten PolitikerInnen/Gutmenschen werden… Mehr

Innerhalb des Mainstream werden sie Niemanden finden der Ihrern gehirntechnischen Vorstellungen entsprechen wird.

Ich meinte „wie wahr…“ 🙂