Nach Terroranschlag: Komplexe Reparaturen nötig

50.000 Wohnungen im Dunkeln, ohne Licht, ohne Heizung, betroffen mehrere hunderttausend Menschen. Die Reparatur der Kabel ist ein Akt der Ingenieurskunst: Unter Zeitdruck und hochgefährlich.

picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow
Symbolbild: Baumaschinen stehen während eines Stromausfalls im Südwesten Berlins auf einer Baustelle in der Argentinischen Allee. Dort sollen die betroffenen Stadtteile wieder ans Stromnetz angeschlossen werden. Zehntausende Menschen im Südwesten der Hauptstadt haben keinen Strom.

Am frühen Morgen des 3. Januar 2026 wurde ein gezielter Brandanschlag auf eine Kabelbrücke über den Teltowkanal verübt, die das Heizkraftwerk (HKW) Lichterfelde mit dem Verteilernetz verbindet. Nach ersten Erkenntnissen des LKA wurden chemische Brandbeschleuniger verwendet, um die unter der Brücke geführten Leitungen zu zerstören.

Die Terroristen haben also nicht einfach Benzin genommen, sondern ein Gemisch eingesetzt, das extrem hohe Temperaturen erzeugt – ähnlich wie Thermit oder spezielle Industrie-Brandbeschleuniger –, um die dicken Metallmäntel der Hochspannungskabel zu zerstören. Auch der Ort wurde gut gewählt: Sie platzierten die Brandherde direkt unter den Dehnungsbögen der Kabel auf der Brücke – eine Stelle, an der die Kabel am verwundbarsten sind.

Fünf Hochspannungskabel wurden durch die extreme Hitzeeinwirkung irreparabel beschädigt. Diese Kabel sind das Rückgrat der Versorgung für circa 45 000 Haushalte und 2 200 Betriebe in Steglitz-Zehlendorf, Lichterfelde und Wannsee. Da auch Steuerleitungen und Reservekabel auf derselben Brücke verliefen, fielen die üblichen automatischen Redundanzsysteme (Umschaltung auf Ersatzwege) teilweise aus. Zweifellos hatten die Angreifer genaues Wissen über das Stromnetz Berlins.

Das Kraftwerk in Nöten

Das HKW Lichterfelde mit 300 Megawatt elektrischer und 900 Megawatt thermischer Leistung geriet durch den plötzlichen Leitungsbruch in eine gefährliche Situation. Der Strom fand gewissermaßen „physisch“ keinen Weg mehr aus dem Kraftwerk, drinnen rotierten Turbine und Generator aber weiter und erzeugten weiterhin hohe Energiemengen. Die Turbine drohte, unkontrolliert hochzudrehen – es fehlte plötzlich der Abnehmer dieser gewaltigen Leistung. Es drohten Schäden am Kraftwerk oder gar Explosionen.

Innerhalb von Millisekunden muss das System in einer solchen Situation einen „Schnellschluss“ auslösen und den Generator vom Netz trennen. Die Turbinenregelung nimmt Leistung weg und schaltet die Turbine ab, weil sie ihre elektrische Leistung nicht mehr ins Netz drücken kann. Die Feuerung wird abgeregelt, und je nach Anlage wird Dampf über Bypass-Stationen am Turbinenteil vorbeigeführt bzw. in den Kondensator geleitet, damit der Kesseldruck nicht hochläuft. Der Kessel steht zunächst noch unter vollem Druck; sollte dieser dennoch steigen, öffnen Sicherheitsventile und blasen Dampf ab, um eine Kesselexplosion zu verhindern.

Die tonnenschwere Turbinenwelle wurde durch den abrupten Stopp einer massiven Torsionsbelastung ausgesetzt. Um bleibende Verformungen durch ungleichmäßige Abkühlung zu verhindern, muss die Welle weiterhin über eine Notstrom-Drehvorrichtung in Bewegung gehalten werden.

Reparatur der Kabel

Die Reparatur ist alles andere als einfach. Man kann die Kabel nicht einfach grob verbinden, indem man an jedes Ende einen Stecker montiert und sie dann zusammensteckt – wie es in Haushalten gemacht wird. Immerhin liegen dort Spannungen von 110.000 Volt an. Löten ist nicht möglich.

Die Angelegenheit wird dadurch kompliziert, dass zwei Arten von Hochspannungskabeln verlegt wurden: sogenannte Ölkabel und Kunststoffkabel. Diese unterscheiden sich in der Isolierung. Die alten Kabel wurden mit einem in Spezialöl getränkten Papier isoliert, ein Bleimantel außen schützt vor mechanischen Beschädigungen, und im Inneren befindet sich ein Ölkanal. Bei neueren Kabeln sind die Leiter aus Kupfer oder Aluminium mit einem dicken Kunststoffmantel umhüllt und dadurch isoliert.

Wenn man ein altes Ölkabel mit einem neuen Kunststoffkabel verbinden will, benötigt man eine sogenannte Übergangsmuffe. Diese ist technisch gesehen ein kleines Meisterwerk: Sie muss auf der einen Seite das unter Druck stehende Öl absolut dicht abschließen und auf der anderen Seite den festen Kunststoffleiter des neuen Kabels aufnehmen. Die Verbindungsstellen beider Typen müssen mit speziellen Übergangsmuffen verbunden werden.

Jede Schicht der Isolierung an den Kabelenden muss mit einem speziellen Schälgerät auf den Zehntelmillimeter genau abgetragen werden. Jedes Staubkorn oder jedes Feuchtigkeitsmolekül kann bei 110.000 Volt einen neuen Lichtbogen und damit eine erneute Explosion auslösen. Die Leitung würde beim ersten Einschalten den Technikern um die Ohren fliegen.

Die müssen auf der beschädigten Brücke beheizte Montagezelte mit Reinraum-Atmosphäre errichten. Die Isolierstoffe aus Kunststoff müssen gegossen werden – bei konstanten Temperaturen über dem Gefrierpunkt. Bei der aktuellen Kältewelle müssen die Baustellen aufwendig mit Heißluftgebläsen konditioniert werden. Da große Teile der Kabeltrasse verschmolzen sind, müssen tonnenschwere Kabelrollen herangeschafft und neue Leitungen über die Brücke gezogen werden, was statische Prüfungen der Brandstelle voraussetzt.

Über die Verbindungsstelle wird schließlich ein Feldsteuerkörper geschoben – der wichtigste Teil. Dieser sorgt dafür, dass die elektrischen Feldlinien gleichmäßig verlaufen und keine „Spitzen“ entstehen, die die Isolierung durchschlagen würden. Bei der Übergangsmuffe zum Ölkabel wird ein Isolierkörper eingebaut, der das Öl im alten Kabel zurückhält, während der elektrische Kontakt zum neuen Kabel hergestellt wird.

Das Anfertigen einer einzigen 110-kV-Übergangsmuffe dauert für zwei erfahrene Monteure etwa 30 bis 40 Stunden reine Arbeitszeit. Die Arbeiten müssen in einem staubfreien Zelt stattfinden. Ein einziges Haar eines Monteurs in der Muffe würde bei 110.000 Volt wie ein Blitzableiter wirken und die Muffe beim Einschalten explodieren lassen.

Bevor die Muffe dann endgültig geschlossen wird, muss das Öl im alten Kabel oft evakuiert und entgast werden, um sicherzustellen, dass keine Luftblasen im System sind. Ein Techniker beschrieb die Arbeit vor Ort als „Uhrmacherhandwerk im Schwerlastbereich“.

Die größte Sorge der Ingenieure gilt derzeit der Luftfeuchtigkeit in den Montagezelten. Wenn diese zu hoch ist, kann die Muffe nicht gegossen werden. am Wochenende fiel in Berlin Schnee, für Montag und Dienstag ist geringfügiger weiterer Schneefall angekündigt.

Das Wiederanschalten

Kompliziert ist bei solch hohen Spannungen und Strömen auch das Wiedereinschalten. Das funktioniert nicht wie ein Lichtschalter in der Wohnung. Bei 110.000 Volt würden normale Kontakte beim Annähern sofort durch einen Lichtbogen verdampfen.

Statt eines Kippschalters nutzt man gewaltige Leistungsschalter, die oft so groß wie ein kleiner Kleiderschrank sind. Um den Lichtbogen, der beim Schließen der Kontakte entsteht, sofort zu ersticken, befinden sich die Kontakte in einem hermetisch abgeschlossenen Gehäuse, das mit SF6-Gas (Schwefelhexafluorid) oder modernem Vakuum isoliert ist. Dieses Gas unterdrückt den Funkenflug in Millisekunden.

Damit der Kontakt schlagartig schließt, wird eine massive Stahlfeder per Elektromotor gespannt. Beim Einschalten wird diese Feder gelöst, und die Kontakte knallen mit enormer Geschwindigkeit aufeinander.

Bevor der eigentliche Strom fließt, wird ein strenges Protokoll abgearbeitet:

Schritt 1: Die Isolationsprüfung – die „Angstprobe“
Bevor die Leitung ans Netz geht, wird sie mit einer externen Prüfspannung getestet. Dabei wird eine Spannung angelegt, die sogar höher ist als die späteren 110.000 Volt. Bleibt alles ruhig, ist die neue Muffe – die Verbindungsstelle – dicht. Gibt es einen Knall, muss die Reparatur von vorn beginnen.

Schritt 2: Das Zuschalten
Zuerst wird die Leitung nur an einer Seite – etwa im Kraftwerk – zugeschaltet, ohne dass am anderen Ende (im Umspannwerk) Abnehmer angeschlossen sind. Man prüft, ob die Leitung die Spannung „hält“. Dabei fließt noch fast kein Strom, aber das elektrische Feld wird aufgebaut.

Schritt 3: Synchronisation
Wenn das Kraftwerk Lichterfelde wieder Energie einspeisen soll, müssen die Wechselstrom-Wellen der Turbine exakt im Takt mit den Wellen des restlichen Berliner Netzes schwingen. Wenn man „außer Takt“ schaltet, wirkt das wie ein mechanischer Schlag auf die Turbine – als würde man bei voller Fahrt den Rückwärtsgang einlegen. Ein Computer wartet den exakten Millisekunden-Moment ab, in dem beide Spannungen identisch sind, und gibt dann den Einschaltbefehl.

Und wenn’s schiefgeht?

Sollte in einer der neuen Muffen doch ein winziger Fehler sein – etwa ein Haar oder ein Staubkorn –, passiert beim Einschalten Folgendes: Es entsteht ein Kurzschluss. Die Energie des gesamten Berliner Netzes würde in diese Fehlerstelle schießen. Der Leistungsschalter erkennt dies über Sensoren in Millisekunden und reißt die Verbindung sofort wieder auf – Schutzabschaltung, um das Kraftwerk und die anderen Leitungen zu schützen.

Die Ingenieure planen derzeit, die erste der fünf Leitungen voraussichtlich am Mittwochabend zuzuschalten. Da jede Leitung einzeln geprüft und synchronisiert werden muss, wird die vollständige Lastaufnahme des Kraftwerks Lichterfelde erst am Donnerstag erwartet.

Anzeige

Unterstützung
oder

Kommentare ( 231 )

Liebe Leser!

Wir sind dankbar für Ihre Kommentare und schätzen Ihre aktive Beteiligung sehr. Ihre Zuschriften können auch als eigene Beiträge auf der Site erscheinen oder in unserer Monatszeitschrift „Tichys Einblick“.
Bitte entwerten Sie Ihre Argumente nicht durch Unterstellungen, Verunglimpfungen oder inakzeptable Worte und Links. Solche Texte schalten wir nicht frei. Ihre Kommentare werden moderiert, da die juristische Verantwortung bei TE liegt. Bitte verstehen Sie, dass die Moderation zwischen Mitternacht und morgens Pause macht und es, je nach Aufkommen, zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Hinweis

231 Comments
neuste
älteste beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare ansehen
E-Ingenieur
17 Stunden her

Ich will mich mal aufs (technische) Glatteis wagen. Auf der einen Seite haben wir einen Bürgermeister, von dem erwartet wird, die Angelegenheit zu managen. Auf der anderen Seite sind konstruktive technische Lösungen gefragt. Warum taucht der Bürgermeister einen Tag ab? Sollte er nicht in kürzester Zeit einen vorher festgelegten Krisenstab einberufen, wo festgelegt wird, wer welche Aufgaben zu verantworten hat – und dann loslegen? Gut, in Berlin läuft das sicher anders: Erst mal ein Stimmungsbild bei den Beauftragten (Queer, Datenschutz, Ethik, Naturschutz, Drogen…) ermitteln – und dann am nächsten Tag mal schauen, wie es weitergeht… Technische Lösungen: Die Betroffenen brauchen… Mehr

CasusKnaxus
10 Stunden her
Antworten an  E-Ingenieur

Vielleicht hätten auch vier Wildkameras gereicht, um vielleicht jetzt anzugucken, wers war? Ein wenig mehr Überwachung der kritischen Infrastruktur, aber darauf kommen die nicht. Ist pöse

twsan
20 Stunden her

Herr Douglas – dass 110 kV in Verbindung mit 3-stelligen Amperezahlen nicht ohne ist, haben Sie ja schön beschrieben, glaube ich gerne. Was ich in ihrem Artikel vermisse, ist eine praktikable Notversorgung. Denn in den Gehsteigen vor den Häusern liegen i.d.R. keine 110 kV-Leitungen. Soll heißen, dass in den Stadtteilen diverse Transformatoren und weitere Verteilstationen liegen dürften, von denen aus die eigentliche Versorgung der Straßenzüge und der Häuser stattfindet. Ich hätte infolgedessen erwartet, dass über Notstromaggregate des THW an diesen Transformatoren und Verteilstationen angesetzt wird, um via Straßenzug für Straßenzug als Überbrückung bis zur Reparatur die Menschen mit Strom zu… Mehr

Last edited 20 Stunden her by twsan
CasusKnaxus
10 Stunden her
Antworten an  twsan

THW Berlin? Hatten wir doch schon xmal, die wichtigsten Sachen haben unsere Schlaumeier der Ukraine gespendet

twsan
8 Stunden her
Antworten an  CasusKnaxus

Sollte das so sein – wollen wir das von den Verantwortlichen im Klartext und detailliert hören!!!

Last edited 8 Stunden her by twsan
yeager
3 Stunden her
Antworten an  twsan

In der Hinsicht vielleicht ganz interessant:
THW liefert 470 Generatoren in die Ukraine

Michaelis
22 Stunden her

Die Glotze ist auch weg??? Na wenigstens dieses gereicht zum Vorteil. Nix mehr mit Hammer auf die Birne, es sei denn in den „Notunterkünften“ werden auch Propagandaschleudern aufgestellt. Zuzutrauen ist denen alles.

Martin Buhr
22 Stunden her

Wenn der Ort des Anschlags kein Zufall war , dann ist zu vermuten , dass entweder bei den E-Werken und/oder in den Amtsstuben Mittaeter zu suchen waeren . War es nicht ein Gruenes Kerlchen , das vor nicht allzu langer Zeit mit dem erfolgreichen Marsch durch die Institutionen in Berlin geprahlt hatte ? Und wuerde das nicht ebenso erklaeren , dass nach den letzten beiden grossen Anschlaegen m. W. immer noch kein Verdaechtiger ermittelt werden konnte ? Das riecht doch nach politischem Auftrag und Schutz von ziemlich bis ganz weit oben ?

CasusKnaxus
12 Stunden her
Antworten an  Martin Buhr

Vielleicht so: zwei arbeiten an der Uni, vorzugsweise am Campus Adlershof, einer ist freischaffender IT-Experte (sympathisierte immer mit dem Chaos Computer Club), einer fährt Ware aus und ein weiterer ist in einer internationalen Redaktion beschäftigt. Zwei sind Engländer, einer Italiener, einer US-Bürger, alle liiert mit Deutschen.

Raul Gutmann
23 Stunden her

Vielen Dank für den überaus informativen Artikel.
Wir moderne Menschen wissen leider viel zu wenig von der Technik, auf der unser Lebenswohlstand basiert.
Apropos Lebensstandard: Der Aphorismus, ohne elektrischen Strom würden die Menschen ins 18. Jahrhundert zurückgeworfen, beschreibt die Wirklichkeit bestenfalls halb. Während die damaligen Menschen keinen Strom benötigten, ist für die gegenwärtig Lebenden Strom existentiell, wie leider das aktuelle Beispiel Berlin anschaulich zeigt.

Michael Palusch
1 Tag her

Besser spät als nie!
Aber warum nicht schon gestern so ein sachlich gelungener Artikel?
Stattdessen ein zusammengewürfelter Text, bei dem unverkennbar war, dass der Autor von der Materie nicht den Hauch einer Ahnung, dafür aber ganz viel Meinung hat.

Michael M.
19 Stunden her
Antworten an  Michael Palusch

Ich denke wir sollten hier etwas Nachsicht walten lassen, denn diese Technik ist wirklich hochkomplex. Bei TE erfährt man wenigstens überhaupt etwas technisches, während im ÖRR in erster Linie versucht wird den Linksterror kleinzureden bzw. gleich gar nicht zu thematisieren.

Last edited 19 Stunden her by Michael M.
Freige Richter
1 Tag her

Hat Merz sich schonmal dazu gemeldet?

Kassandra
20 Stunden her
Antworten an  Freige Richter

Ja. Von wo auch immer.“Merz sieht Ukraine „am Rand einer humanitären Energiekrise“ schreiben sie in der Welt. „Die Ukraine befindet sich nach Angaben von Kanzler Friedrich Merz „am Rand einer humanitären Energiekrise“. Das geht aus einem der Nachrichtenagentur Reuters ⁠vorliegenden Schreiben des Kanzlers an die Regierungsfraktionen von CDU/CSU und SPD hervor. Russlands Präsident Putin strebe im vierten Kriegswinter keinen Waffenstillstand an, sondern habe die bisher schwersten Angriffe auf die zivile Infrastruktur in der Ukraine befohlen. Merz wirft der ‍russischen Führung deshalb Kriegsverbrechen vor. Die Bundesregierung strebe ein Ende des Krieges an. Das sei aber nur möglich, wenn es für die… Mehr

drnikon
18 Stunden her
Antworten an  Freige Richter

Es handelt sich um hochkomplexe Fragen, die die Bundesregierung noch analysieren muss.

Kassandra
7 Stunden her
Antworten an  drnikon

Wobei ich glaube, dass die nur „analysieren“ wie sie uns per AgitProp die Antworten hinframen können, damit es zur Transformationsagenda glaubwürdig erscheint – jedenfalls für die Massen.
Ansonsten scheinen die doch froh wie es läuft und wie geplant dahin geht, das „Staatswesen“.

Kampfkater1969
1 Tag her

Tja, das Problem ist ganz einfach, dass inzwischen derart viel Wind- und Solarstrom im Netz gespeichert ist und deshalb die Kabel bersten!

WGreuer
1 Tag her

Ich verstehe, dass eine vollständdige, fachgerechte Reparatur länger dauert. Aber warum wird da nicht eine Zwischenlösung, eine Notlösung installiert? Warum karrt man da nicht einfach einige große Container-Aggregate an, teilt das betroffene Netz in kleinere Abschnitte auf (ohne die Betriebe) und versorgt die erst mal notdürftig? Oder zieht provisorisch neue Kabel? In der Zwischenzeit kann man die saubere Lösung planen und installieren? Wieso ggibt es da keine Notfallpläne oder Notlösungen? Ich meine … das ist ja nur ein winzig kleiner Teil des Netzes, der anscheinend an einem wunden Punkt getroffen wurde. Und schwuppdiwupp sind große Teile Berlins für Tage ohne… Mehr

Or
1 Tag her
Antworten an  WGreuer

Ich vermute alle unsere Notstromaggregate tuckern gerade in der Ukraine oder sind auf dem dortigen Schwarzmarkt im Angebot.
Und vielleicht werden die meisten Städte der Ukraine auch weniger stark beschädigt, haben deswegen die ukrainischen Pioniereinheiten weniger zu tun, als das uns unsere Medien immer glauben lassen.

Kassandra
1 Tag her
Antworten an  Or

„Und vielleicht werden die meisten Städte der Ukraine auch weniger stark beschädigt…“
Schaut man auf die Karte, findet man Kriegsgeschehen im Frontverlauf – westlich davon trifft es mal einen Waffentransport oder ein Waffenlager…
https://liveuamap.com/
Wir werden nach Strich und Faden „gelinkt“.
.
Das ist Lemberg dieser Tage – und nix vom Krieg zu erkennen: https://x.com/visegrad24/status/2004491059494006964

Kampfkater1969
1 Tag her
Antworten an  WGreuer

Für eine Stadt der Größe Regensburgs reichen kaum ein paar Containeraggregate! Man bedenke, für 500 kW el. Leistung benötigt man 1000 kW Dieselaggregate, 1360 PS
Und so ein Gerät verschlingt bei Vollast in der Stunde 250 Liter Diesel. Damit kann man genau 500 Wohnung mit 1000 Watt versorgen. Da geht gerade mal das Licht zu schalten. Kochen, Waschen oder so ist damit nicht möglich. Vielleicht noch Fernsehen oder den Kühlschrank laufen lassen.

Last edited 1 Tag her by Kampfkater1969
Michael Palusch
1 Tag her
Antworten an  Kampfkater1969

250 Liter Diesel? Das sind aber nur die mittleren Aggregate. Ein 2.000kVA Notstromaggregat verballert bei Volllast gut 400 Liter pro Stunde.

Reinhard Schroeter
22 Stunden her
Antworten an  Michael Palusch

Und was wollen Sie damit sagen, dass man die Leute lieber im Dunklen und frieren lassen soll, Lebensmittel in den Supermärkten für Zigtausende von Euro vergammeln lassen soll ?
An Diesel fehlt es nicht, hat es auch im Katastrophen-Winter 78/79 im Osten nicht gefehlt und es gab nicht mal dort einen, der in der Situation kleinkariert nachgerechnet hat.

Michael Palusch
19 Stunden her
Antworten an  Reinhard Schroeter

Ich will damit das sagen, was ich gesagt habe. Nämlich dass man bei den ganz großen Aggregaten mit 250 Liter nicht weit kommt.
Was den Katastropen-Winter in der DDR betrifft: Ich haben den mitgemacht, kann mich aber nicht daran erinnern, dass überall Dieselgeneratoren vor sich hintuckerten. Hingegen erinnere ich mich sehr gut daran, wie mit einfachsten Mitteln versucht wurde, die festgefrorene Braunkohle von den Förder- und Beschickungsanlagen zu bekommen.

Michael Palusch
23 Stunden her
Antworten an  WGreuer

Es ist doch sooo einfach. Aber nein, da wursteln die Inkompetenten und Lustlosen, völlig am Notwendigen und der einfachsten Lösung vorbei, planlos herum. Einfach mal den Laien fragen, denn das kann doch nun wirklich nicht so schwer sein!? Einfach mal einen „Container“ hingestellt, ein paar Kabel umgestöpselt, dazu provisorisch ein paar neue „neue Kabel“ gezogen und schon geht’s, zwar noch immer eingeschränkt, aber immerhin wenigsten erstmal weiter. Offenbar haben Sie bisher weder ein 110kV Kabel auch nur von weiten gesehen, noch scheint Ihnen geläufig zu sein, wie sich der benötigte Strom auf den Querschnitt und der Querschnitt auf das Gewicht… Mehr

Holger Douglas
23 Stunden her
Antworten an  WGreuer

Es gibt keine Notstromaggregate für eine 110 KV Versorgung, um 110.000 V zu erzeugen, bräuchte man schon eine Maschine von der Größe eines Mehrfamilienhauses. Das Heizkraftwerk Lichterfelde speist etwa 300 MW elektrisch ein; die Aggregate, die auf einen 40 Tonner LKW passen, liefern 1 bis 2 MW Leistung. Notstromaggregate gibt es nur auf der Spannungsebene mit 400 V oder der Mittelebene bis zehn KV. Damit kommt man aber nicht weit, wenn man ein solches großes Kraftwerk ersetzen muss; nicht umsonst sind dies gewaltige technische Maschinen.Notstromaggregate gibt es nur auf der Spannungsebene bis 400 V oder der Mittelebene bis zehn KV,… Mehr

Mindreloaded
1 Tag her

Als AfD würde ich mit Gulaschkanonen durch die betroffenen Viertel fahren und die Leute versorgen. Gleichzeitig schön in den sozialen Medien live übertragen.

Positivsteuerung
1 Tag her
Antworten an  Mindreloaded

Die Idee ist an sich gut – aber die vorher erforderliche Bürokratie ist erheblich. Selbst wenn man nur diese Beratungsveranstaltung („Brötchenschein“) braucht, um belegte Brote abgeben zu dürfen.
Ich denke, dass das bis Donnerstag nicht zu schaffen ist.

Freige Richter
1 Tag her
Antworten an  Mindreloaded

Das macht die AfD Landeschefin doch schon.

Leroy
1 Tag her
Antworten an  Mindreloaded

Nach 10 Minuten wäre der WKD in Divisionsstärke vor Ort und würde stundenlang die Einhaltung der Hygieneverordnung überprüfen.

Michaelis
7 Stunden her
Antworten an  Mindreloaded

Wie war das nochmal im Ahrtal, als „rechte“ Kräfte ihre Hilfe anboten?