Mit Marrakesch gehört der UN-Migrationspakt Merkel

Merkel hat ihr weiteres politisches Schicksal durch ihre Demonstration in Marrakesch nunmehr selbst unwiderruflich mit diesem Pakt verbunden.

FETHI BELAID/AFP/Getty Images

Auf BILD online springt zweierlei ins Auge. Über dem Titel „Was ist dieser Pakt wirklich wert?” steht: „MERKEL BESCHLIESST UN-MIGRATIONSPAKT”. Das ist eine bemerkenswerte Formulierung. Aber falsch ist sie nicht. Dazu gleich mehr. Erst das zweite auf BILD online. Da steht als eine Antwort auf die Frage zu Beginn:

»„Dieser Pakt ist ein guter Versuch“, sagt FDP-Fraktionsvize Michael Theurer (51), „aber er macht uns vorläufig abhängig vom guten Willen auch jener Staaten, die in Sachen Menschenrechte und Demokratie unseren Maßstäben überhaupt nicht gerecht werden.“«

Aus dieser Formulierung folgt, dass Deutschland VOR dem UN-Migrationspakt  „vom guten Willen auch jener Staaten” NICHT abhängig war, „die in Sachen Menschenrechte und Demokratie unseren Maßstäben überhaupt nicht gerecht werden“, nach dem Pakt aber davon abhängig ist. Teufel auch, ein teurer „guter Versuch“.

Was Don Alphonso kurz und knapp fasst, ist wohl der vorläufige Höhepunkt der Abkehr von der Meinungsfreiheit wie der Pressefreiheit. Von der UN über die EU bis Deutschland sollen nach wenig erfolgreichen politischen Maulkörben wie die DSGVO Sprachregelungen für folgsame Medien materiell belohnt und nicht folgsamen  materiell das Wasser abgegraben werden.

Gelenkte Demokratie, Betreutes Denken, Ausblenden unerwünschter Nachrichten und Meinungen aus der veröffentlichten Meinung und ihre Sanktionierung können nach der Logik der Geschichte nur Vorstufen von totalitären Zuständen sein.

Was Andreas Kynast aus Marrakesch in ZDF-heute gestern sagte, ist notierenswert. Kanzlerin Merkel sei dort ebenso demonstrativ zum UN-Migrationspakt aufgetreten, wie die abwesenden Staaten und ihre Repräsentanten demonstrativ der Konferenz ferngeblieben seien. Kynasts Formel von Merkel, die nun weltweit wie keine andere für den Pakt steht und dafür verehrt oder gehasst wird wie keine andere, trifft punktgenau. Merkel hat diese Rolle bewusst gewählt. (Screenshot ZDF)

BILD schrieb – wie oben zitiert – Merkel beschließt UN-Migrationspakt. Das ist seit Marrakesch insofern zweifelsohne richtig, als sie ihr weiteres politisches Schicksal mit diesem Pakt nunmehr selbst unwiderruflich verbunden hat. Die kommenden Antworten des realen Geschehens auf die Frage von BILD – Was ist dieser Pakt wirklich wert? – gehen auf das persönliche politische Konto von Merkel wie keiner anderen.


Mehr zum Thema:

Roland Tichy (Herausgeber), Der UN-Migrationspakt und seine Auswirkungen.
Mit Beiträgen von Norbert Häring, Krisztina Koenen, Tomas Spahn, Christopher Walter und Alexander Wendt

Soeben erschienen und EXKLUSIV im Tichys Einblick Shop >>>

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Kommentare ( 82 )

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Reitschuster liegt völlig richtig. Die hasserfüllte Ablehnung, auf die sein Tweet bei – übrigens allesamt aus dem linken Lager kommenden – Merkel-Fans stößt, ist bezeichnend, denn die Wahrheit schmerzt, nicht immer aber immer öfter. Mir ist schleierhaft, dass die nicht im Ansatz merken, wen sie da vor sich haben. Das ist keine Heilige sondern eine Lügnerin und Betrügerin, die ihre eigenen Leute gnadenlos plattmacht. Ein Ausbund an charakterlicher Unzulänglichkeit und heimtückisch bis auf die Knochen. Doch sie bedient den linken One-World-Fetisch, den Religionsersatz derer, die sich für aufgeklärt halten und in Wahrheit dogmatischer sind als alle Päpste der Kirchengeschichte zusammen.… Mehr
Sie hat sich schon lange den Diensten der Globalisten, EU und der UN verschrieben und deshalb schert sie sich einen Dreck um die Belange der deutschen Bürger, wobei sie dieses Wort schon lange nicht mehr in den Mund nimmt und nur noch von Menschen spricht, obwohl der Bürger ihr erst die Legitimation gab, zu handeln, was sie in Eigenermächtigung z.Teil durch Rechtsbrüche mißbraucht und der wählende Bürger läßt dies einfach zu, ohne Konsequenzen daraus zu ziehen und das hat etwas damit zu tun, daß eben genau dieser Bürger seine Kontrollpflicht nicht wahrnimmt und meint, Demokratie sei nur ein Wohlfühlprogramm, nein… Mehr
Nach wie vor ist Migration, dazu noch im großen Stil, nicht nur in Deutschland hart umstritten. Merkels Einsatz für eine solche ist, trotz bereits zunehmender schlimmer Folgen, ungebrochen. Merkel geht es dabei längst nicht mehr um Deutschland. Ihr Drang nach weltweite Bestätigung ihrer persönlichen Weltrettungsträume ist ihr weitaus wichtiger. Wer aber Terroristen und Kriminelle, dazu noch aus dafür weltbekannten Regionen, ins Land lässt und diese anfangs sogar gewähren lässt, nimmt auch deren Opfer billigend in Kauf. Für eine an den schlimmen Verhältnissen der Welt unschuldigen Bevölkerung unseres Landes, werden dadurch tief einschneidende Veränderungen ihrer Lebensumstände seit Jahren und bis weit… Mehr
Merkel hat demonstrativ unterschrieben, weil sie sich sicher ist, dass die übergroße Mehrheit ihrer Landsleute hinter ihr und ihrer Politik steht. Wäre es anders, wären ihr bereits bei der Griechenland-Rettung, dem Atomausstieg, der Energiewende oder der Ausrufung der Willkommenskultur die Fetzen um die Ohren geflogen. Man kann es drehen und wenden wie man will, gerade die meisten derjenigen, „die schon länger hier leben“, sind mit ihr, ihrer Politik und ihrem Auftreten in der Welt zufrieden. Die Rechnung wird allerdings am Ende präsentiert und wenn’s ans Bezahlen geht, wird sich Merkel aus dem Staub gemacht haben und vom UN-Gebäude aus Milliarden… Mehr

32,9 %(BT Wahl) nennen sie eine Mehrheit? Das Problem ist, dass die Deutschen dermaßen lethargisch geformt wurden über die letzten 70+ Jahre, sodass, solange kein Feuer unter ihrem Arsch brennt, sich nichts bewegen wird. Und wenn das Feuer anfängt zu brennen, wird es zu spät sein, wahrscheinlich ist es das bereits.

Die Angst vor dem „was kommt nach mir “ der Bürger ist die Währung in der sich Merkel ihre Kanzlerschaft bezahlen lässt .

Es ist nicht etwa so, dass Ängste genutzt werden, um Falschmeldungen zu verbreiten, sondern die permanenten Falschmeldung Seitens der Regierung schüren erst die Ängste.

Niemand sollte sich mehr wundern, dass eine der offenen Lüge überführten BK – Stichwort Chemniz – Wahrheiten und/oder andere Meinungen als Falschmeldung tituliert – es gab ja wohl in der ganzen Geschichte Deutschlands seit 1945 noch nie eine BK, welche derart unverfroren gelogen hat. Aber die Deutschen haben sie gewählt – erst letztes Jahr – obwohl schon damals das ganze Ausmass des Versagens und ja, auch der ** Energie dieser Bundeskanzlerin wie auch deren Parteigänger im Parlament klar auf dem Tisch lag. Aus der Schweiz gesehen sage ich darum: „wie bestellt, so geliefert“, bzw. „die selbst eingebrockte Suppe selbst auslöffeln“.… Mehr

Etwa 13% der Wähler haben bewusst etwas ganz Anderes gewählt als Frau Merkel und ein Drittel der Wahlberechtigten hat gar nicht gewählt. So groß ist die Zustimmung für Merkels Politik in Deutschland nicht (mehr) – wenn auch leider immer noch ZU groß. Ich selbst bin schon seit dem Ausstieg vom Ausstieg aus dem Atomausstieg mit dieser „Dame“ fertig. Und ich sehe nicht ein, warum ich ständig für den Mist mitleiden muss, den andere gewählt haben.

Warum die Minorität mitleiden muss? Ich glaube das nennt man Demokratie.

Wann bitte ist denn Angela Merkel jemals offen vor das Wahlvolk getreten und hat den Menschen reinen Wein eingeschenkt, was sie tatsächlich beabsichtigt? Die Dame hat das Publikum immer nur mit gestammelten Sprechblasen getäuscht und belogen und allzu viele haben es nicht bemerkt, weil sie die Kanzlerin in ihrer Hausfrauen-Erscheinung für potenziell harmlos hielten. So kann man sich täuschen!

Diese Frau ist vollkommen der Realität entrückt, dazu offenbaren sich mehr und mehr psychische und verstandsmäßige Defizite. Keine glaubhafte Bewahrerin der Demokratie, und des Wahnsinns fette Beute.
Man überlegt, alternden Fahrzeugführern irgendwie rechtlich die Fahrerlaubnis ab zu nehmen, aber Deutschlands größtes Risiko darf weiter auf der Kommandobrücke murksen?!

Boris Reitschuster bringt es mit: „Merkel setzt Kritik mit Falschmeldungen und Schüren von Ängsten gleich, und als Begründung für ihre Position liefert sie eine sinnfreie Sprechblase. Ein „Demokratie“verständnis bei dem es einem eiskalt den Rücken herunterläuft.“ auf den Punkt, ein Verhalten, das bei Merkel im übrigen sehr häufig zu beobachten ist (Beispiele: Griechenlandrettung, Finanzkriese/Bankenrettung, Atomausstieg, Grenzöffnung 2015…). Ein“Demokratieverständnis“, das dem eines Diktators/Despoten gleichkommt. Wo ich gerade Diktatoren und Despoten erwähne, warum biedert sich Deutschland eigentlich seit Jahren diversen Diktatoren und Despoten als internationaler Partner an, anstatt und warum verschlechert sich das deutsche Verhältnis zu anderen (westlichen) Demokratien zusehens? Der „Einfluß“… Mehr
»„Dieser Pakt ist ein guter Versuch“, sagt FDP-Fraktionsvize Michael Theurer…« „Guter Versuch“ wird jetzt das genannt, was vor 3 Jahren noch „nettes Gesicht“ genannt wurde? Im englisch-sprachigen Raum nett man das wohl „nice try“. Bedeutet dann aber nicht „gut“. So unterschiedlich können Sichtweisen sein, manche Sprichwörter/phrases treffen halt besser. Was erzählt uns der FDP-Polit-Darsteller denn, wenn sich in 10-15 Jahren herausgestellt haben sollte, dass es zwar ein „Versuch“, aber alles andere als „gut“ war. Altersmäßig sollte er das ja noch miterleben können, die Nach-mir-die-Sintflut-Haltung trägt da also wohl nicht. Ich hoffe immer noch, dass wir nicht unser blaues Wunder erleben,… Mehr

„Ich hoffe immer noch, dass wir nicht unser blaues Wunder erleben“.

Wenn ich ehrlich bin, hoffe ich sehr wohl auf ein blaues Wunder, aber anders als von Ihnen gemeint. In einem blauen Wunder sehe ich derzeit unsere einzige realistische Chance, dem Allerschlimmsten zu entgehen. In Kombination mit einem Sturz Macrons, der ebenfalls sehr hilfreich wäre, weil Merkel dann ihren letzten großen Unterstützer auf internationaler Bühne verlöre.

Typisch FDP, einen solchen Schmarren als „guten Versuch“ zu verniedlichen und dann erst zu einem „Ja aber …“ anzusetzen. Ich habe Menschen noch nie gemocht, die sich um klare Statements drücken. Und deren Parteien ebenso wenig.