Linksextreme veröffentlichen Mordaufruf gegen AfD-Politiker

„Töten wir die Schweine“, heißt es auf einer linksextremen Internetplattform. Der Mordaufruf samt Adressliste richtet sich gegen 53 AfD-Politiker. Der Staatsschutz ist alarmiert.

IMAGO / Sylvio Dittrich

Aggression und Militanz aus linksextremen Kreisen gegen politisch Andersdenkende kennt in Deutschland offenbar keine Grenzen mehr. Waren es bei der Bundestagswahl besonders AfD-Plakate, aber auch die von Union und FDP, die der Zerstörungswut linker Gruppen bundesweit zum Opfer fielen, wird jetzt das Leben von Politikern der Alternative für Deutschland womöglich durch Sprengstoffattentate massenhaft gefährdet.

Wie das Nachrichtenmagazin Focus berichtet, sind namentlich
53 Politiker der Alternative für Deutschland mit dem Tod bedroht worden. „Töten wir die Schweine der AfD mittels Sprengstoff“, heißt es in einem Hetzaufruf, der am 13. September auf der vom Verfassungsschutz beobachteten linksextremen Webseite „de.indymedia.org“ veröffentlicht wurde. Wie Focus berichtet, seien in einem Anhang des Pamphlets alle Wohnadressen der Politiker aufgeführt sowie eine präzise mehrseitige Anleitung zur Herstellung von gefährlichen Sprengsätzen zur Verfügung gestellt.

"Entnahme" von Kritikern
Jetzt werden Todeslisten für den Montag nach der Wahl erstellt
Das Bundeskriminalamt (BKA) bestätigte dem Magazin, dass in der zweiten Septemberwoche im Internet mehrere Beiträge veröffentlicht wurden, in denen zur Gewalt gegen AfD-Mitglieder aufgerufen worden sei. Die für den Personenschutz von Politikern verantwortliche BKA-Sicherungsgruppe Berlin und der polizeiliche Staatsschutz seien alarmiert. Zusätzlich ermittelten zwei Landeskriminalämter gegen die unbekannten Täter, die aus den Reihen der linksextremistischen „Antifa“ stammen sollen.

Die Linksextremisten haben für ihre Todesliste nicht nur die Adressen von AfD-Zielpersonen ausspioniert, sondern auch gleich noch deren persönliches Wohnumfeld. Zum Beispiel geben sie für ein potenzielles Opfer in Hamburg zusätzliche Hinweise für ihre Attentäter wie etwa – ein paar Straßen weiter wohnt ein Prominenter, dessen Haus wird durch Polizeistreifen verstärkt geschützt.

Fast wie im Stil der Roten Armee Fraktion (RAF) in den achtziger Jahren bereiten sich Linksextreme offensichtlich wieder auf Attentate gegen politische Widersacher vor.

Baumann und Höcke stehen auf der Todesliste

Wie Focus schreibt, zählten zu den bedrohten AfD-Politikern der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, Bernd Baumann, und der Thüringer Partei- und Fraktionschef Björn Höcke, der als Leitfigur des offiziell aufgelösten „Flügels“ der AfD gilt. „Die Zeit ist reif für harte Aktionen. Höcke ist solch einer, der umgelegt werden muss“, heißt es in einem der Aufrufe. Seine Bodyguards müssten nicht geschützt werden, verbreiten die Autoren der Todesliste.

Droh-Mail 
Die „Menschenfeinde“
Der baden-württembergische AfD-Bundestagsabgeordnete Jürgen Braun berichtet gegenüber TE von immer stärker zunehmenden, massiven Übergriffen der linken Szene auf politische Gegner wie die AfD. „Wir sind leider auf jedem Feld bei Angriffen gegen uns führend – beispielsweise bei tätlichen Angriffen gegen AfD-Kandidaten, einfache Parteimitglieder, Abgeordnetenbüros, tausende Wahlplakate und Brandanschläge gegen Autos und Häuser“, zählt Braun auf.

Mittlerweile verzeichne die AfD in vielen Regionen allein bei Wahlplakaten eine Beschädigungs- oder Diebstahlsrate von bis zu 80 Prozent.
„In der Nacht vor der Bundestagswahl ist das Gebäude von meinem Büro in Korb bei einem linksextremen Angriff beschädigt worden,“ schildert Braun seine Lage. Die linksextreme Szene hätte sich dazu schon einen Tag später bekannt.

Gewaltaufrufe gegen Politiker und Mitglieder der AfD seien leider seit Jahren nichts Neues. Braun mahnt jetzt jedoch: „Diese Todesliste ist mit ihrer kriminellen Energie eine neue Dimension des Linksterrorismus.“

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Kommentare ( 146 )

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Stef
22 Tage her

Was haben SA und Antifa gemeinsam? Ich meine, ausser den Farben der Armbinden, den Gewaltmethoden, dem Terror gegen Andersdenkende, dem Argument das Böse zu bekämpfen…

NordPole
22 Tage her

Vielleicht sollte mal jemand die Experten des VS oder der Kripo die hier ermittelt auch darauf hinweisen, dass die Anleitungen zur Herstellung von Sprengstoffen welche auf Indymedia veröffentlicht wurden immer noch im Google-Cache zu finden sind. Das sollte evtl. unterbunden werden, so dass kein Zugriff mehr darauf besteht. Es sind sehr detaillierte Anleitungen zur Herstellung von versch. Sprengstoffen. In den falschen Händen brand gefährlich. Wer nicht auf den Kopf gefallen ist braucht keine 5 min um die Anleitungen im Cache zu finden, auch wenn die Webseite bereits offline ist.

Jo Walter
23 Tage her

Mich wundert, dass das Thema jetzt erst aufkommt. Ich überfliege indymedia regelmäßig, mit stehen oft die Haare zu Berge. Den Aufruf im September habe ich ebenfalls gesehen und mich über die detaillierten Adressinformationen gewundert. Und darüber, dass die Betreiber der Seite nicht mit Hausdurchsuchungen und Beschlagnahme konfrontiert sind.
Die indymedia-Macher sind schlau. Kein Impressum, also auch niemand verantwortlich zu machen. Ob unsere Sicherheitskräfte die trotzdem finden? Auch der seitenlange Exkurs über das Bauen von Bomben schien mir strafrechtlich relevant.

Dorothe
23 Tage her

Stellen wir uns einmal vor, AFD-Politiker riefen zum Mord gegen ANTIFA, Muslime oder die grünen Khmer auf………….Die Härte der Massnahmen wären unvorstellbar, und der ÖRR hätte Sondersendungen bis zum Jahreswechsel.

Hieronymus Bosch
23 Tage her

Die militante Linke genießt bei uns Artenschutz! Die Verharmlosung linksextremer Gewalt gehört längst zum politischen Alltag in Deutschland. Wie hieß es seinerzeit bei der Kommunistischen Internationale: „Die KPD darf keinesfalls die Frage des bewaffneten Aufstandes und der Eroberung der Macht von der Tagesordnung absetzen.“ Was in der Weimarer Republik möglich war, sollte heute unmöglich sein? Angeblich haben wir doch alle aus der Geschichte gelernt!

Boris G
24 Tage her

Es bleibt ein Rätsel, warum Polizei und Geheimdienste diese winzige Gruppe mordlüsternder Psychopathen nicht hinter Schloss und Riegel bringen. Bei den Möglichkeiten moderner Ausforschung und der Dummheit der linken Cliquen (laufen tatsächlich am liebsten ganz in Schwarz herum) sollte es heute einfacher sein, als zu Zeiten der RAF. In Hamburg hat es immerhin mit den „Drei von der Parkbank“ geklappt.

Moshe Bohnenstroh
23 Tage her
Antworten an  Boris G

Ein Rätsel bleibt nur die Naivität der Bevölkerung.

KorneliaJuliaKoehler
24 Tage her

Wer finanziert den Kampf gegen Rechts? Wer stigmatisiert die politisch Rechten pauschal zu Neonazis? Wer hält die „Rechten“ für die größte Gefahr für die innere Sicherheit und Demokratie in diesem Lande? Wer diffamiert die AfD? Wer verweigert der AfD die sachliche Debatte? Wer ruft zur radikalen Störungen von Veranstaltungen der AfD auf? Wer schüchtert Vermieter von Versammlungsräumen mit Gewalt oder deren Androhung ein, wenn die AfD deren Räumlichkeiten mieten will? Wer verschweigt die fast zum Alltag gehörenden, massiven und oft auch lebensgefählichen Angriffe auf AfD Politiker und ihre Anhänger und Unterstützer? Wer redet diese Tatsachen klein oder kehrt sie unter… Mehr

Warte nicht auf bessre zeiten
24 Tage her

Damals (RAF) wie heute gab es breiten, grundsätzlichen gesellschaftlichen Rückhalt aktivistischer Kräfte und eine einenden Ideologie der Alternativlosigkeit. Von den Methoden distanzierte man sich halbherzig, aber nicht von den Zielen. Ohne dieses Unterstützerfeld hätte es RAF & Co. nicht gegeben, denn nur vor dem Hintergrund dieses Unterstützerfeldes konnten sich die RAF-Terroristen als radikale, aber selbstlose Umsetzer „unstrittiger“ Ziele sehen und inszenieren. Das was die Mitte-Linken der AfD vorwerfen, ein gesellschaftliches Klima der Gewalt zu befördern, trifft viel mehr auf sie selbst zu. Was heute für die Mitte-Linken die AfD ist, war damals Springer & Co. Der Unterschied zwischen RAF und… Mehr

K. Sander
24 Tage her

Die RAF gibt es nicht mehr. Der Nachfolger ist die RAZ (Revolutionäre Aktionszellen). Seit 2009 haben die vor allem in Berlin Brand- und Sprengstoffanschläge verübt und Anschläge gegen Politiker und Wissenschaftler angekündigt. Mehrere Politiker erhielten schon Briefe mit Patronen. Mehrere Gerichte wurden auch mit Sprengstoffanschlägen angegriffen. Hier kann man viele Ereignisse finden:
https://de.wikipedia.org/wiki/Revolution%C3%A4re_Aktionszellen
In was für einer Zeit sind wir gelandet?

Michael Westler
24 Tage her

Linksradikale sind doch nur von Mutti versorgte verhätschelte Wohlstandskinder, die von einer Ideologie ihren Geist deformiert bekommen haben. Grund: sie sind denkfaul und abhängig. Wären sie denkaktiv und unabhängige freie Geister, dann könnten sie wirklich etwas Positives für die Gesellschaft leisten. Schade, dass solche Mitmenschen ihr Leben selbstverschuldet auf eine materialistische Sackgasse reduzieren.

Boris G
24 Tage her
Antworten an  Michael Westler

Die Biographie des Andreas Baader offenbart, dass es sich eher um ein Problem schwer gestörter soziopathischer Persönlichkeit handelt. Die Ideologie, die sich solche Typen suchen, ist beinahe zweitrangig. Hauptsache sie können ihre Gewaltfantasien und ihren Sadismus ausleben.

Stef
22 Tage her
Antworten an  Michael Westler

Stimmt alles, bis auf das „..sind doch nur..“ Die radikalen Schwächlinge sind es nämlich, von denen die grösste Gefahr ausgeht. Denk mal drüber nach…