Nein, es ist kein verfrühter April-Scherz – es ist tatsächlich im eben geleakten Entwurf zum "Klimaschutzprogramm 2026" der Bundesregierung zu lesen: Umweltminister Carsten Schneider (SPD) will ein Furz-Messprogramm für Kühe und neue Milchkuh-Züchtungen, die weniger Methan ausstoßen.
picture alliance / Maximilian Koch | Maximilian Koch
Tausende Firmen rutschen aktuell in die Pleite, das Wirtschaftswachstum liegt bei null, die deutsche Autoindustrie schließt Werke oder verlegt ihre Produktion nach Ungarn – aber der Bundesregierung bleibt noch Zeit, sich um den Flatus einer Milchkuh und dessen angeblichen Einfluss auf den Klimwandel zu kümmern: Die Koalition arbeitet derzeit an einem umfangreichen „Klimaschutzprogramm 2026″, das den Weg zur Klimaneutralität bis 2045 ebnen soll.
Im 331-seitigen Papier, aus dem nun die BILD zitiert, finden sich mehrere Punkte, die für Kopfschütteln sorgen könnten: So sollen schon ab 2035 – also in wenigen Jahren – nur noch E-Autos zugelassen werden. Bis 2040 müssten sie 70 Prozent des Pkw-Bestands ausmachen.
Förderungen für E-Auto-Käufe – bis zu 6000 Euro für Geringverdiener mit Kindern – klingen verlockend, werden jedoch den Staatshaushalt zusätzlich belasten. Aber: Nur 350 Schnellladesäulen für E-Lkw sind für ganz Deutschland geplant, und die Fortsetzung der Mautbefreiung für sie wird keine große Veränderung im Straßenbild bringen.
Förderung des Gehens geplant
Es sollen aber auch noch mehr Radwege gebaut werden, Fahrradfahrer sollen mehr Einbahnstraßen in entgegengesetzter Richtung nutzen können. Und an Bahnhöfen soll es bis 2030 bis zu 1,5 Millionen Fahrradstellplätze geben (aktuell sind es 400.000). Die ebenso beschlossene Förderung von „Fußverkehr“ durch „One Stop Shop“-Ansätze in Straßen ist irritierend – als ob Spaziergänge staatliche Subventionen bräuchten.
Für die Landwirtschaft plant Carsten Schneider ein Furz-Messprogramm für Kühe und neue Milchkuh-Züchtungen, die weniger Methan ausstoßen. Die Idee dazu ist nicht neu: So besteuert Dänemark seit 2024 als erstes Land der Welt pupsende und rülpsende Rinder sowie Schweine. Laut den Vorgaben sollen die Methan-Emissionen der dänischen Tiere ab 2030 mit 300 Kronen (umgerechnet 40,20 Euro) pro Tonne CO₂-Äquivalent besteuert werden. Der Betrag soll demnach bis 2035 auf bis zu 750 Kronen (etwa 100 Euro) ansteigen. Gleichzeitig ist eine erhebliche Steuerentlastung für Landwirte vorgesehen. Dadurch reduzieren sich die tatsächlichen Kosten für sie pro Tonne CO₂-Äquivalent.
Die Befürworter der Pups-Steuer berufen sich auf eine Studie des Rowett Instituts an der Universität Aberdeen in Schottland im Jahr 2019: Demnach stößt eine einzelne Kuh pro Jahr 70 bis 120 Kilogramm Methan (CH4) aus. Dieses ist ein vielfach klimaschädlicheres Treibhausgas als das bekannte Kohlendioxid (CO2), und das zweithäufigste in der Atmosphäre. Wobei unter Pro- und Contra-Klimakundigen nichts umstrittener ist als „klimaschädliche(re) Treibhausgase“.
Außerdem möchte die Bundesregierung in ihrem Klimaschutz-Plan die Mehrwertsteuer auf pflanzliche Produkte wie Hafer- und Sojamilch eventuell von 19 auf 7 Prozent senken.
Neue Fenster auch für Geringverdiener
Auch beim Wohnen sollen die neue Klimavorsschriften wirksam werden: Wer sich eine klimafreundliche Heizung einbaut, soll stärker als bisher gefördert werden. Für Haushalte mit bis zu 30.000 Euro zu versteuerndem Jahresbrutto soll der Zuschuss 40 statt bisher 30 Prozent betragen. Zusätzlich soll der Austausch von Fenstern, Dämmung etc. gefördert werden. Ab Anfang 2027 soll deshalb ein „Einkommens-Bonus“ kommen: Wer weniger als 40.000 Euro zu versteuerndes Jahreseinkommen hat, soll 30 Prozent der Kosten erstattet bekommen. Ist das Haus besonders schlecht gedämmt, gibt es bei Renovierung nochmals zehn Prozentpunkte Bonus. Und: Sanierungen sollen deutlich mehr gefördert, öffentliche Gebäude (Behörden und Schulen) müssen künftig schneller saniert werden.

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Wie Giovanni Deriu im Artikel vom Montag beschreibt: beim Treffen von Spitzenpolitikern aus Italien und den USA während der Oympischen Spiele werden ernste Themen besprochen: „Iran, Venezuela, Energieversorgung, strategische Mineralien, sichere Lieferketten“ und Meloni: „Werte, die Europa und die vereinigen Staaten zusammenhalten“.
… So machen das die anderen.
Bei uns zerbricht man sich den Kopf wie man Blähungen bei Kühen regulieren kann, um das Weltklima zu retten.
Das wäre was für Loriot gewesen.
Was machen wir mit den Menschen, vor allem den linksgrünen Politikern, die einen stinkenden Furz nach dem anderen ablassen – abschaffen? Offenbar hat denen das Methan schon das Hirn vernebelt.
Mit Verlaub, bei so viel Dummheit kann ich nicht mehr an mir halten.
Klimarettung? Was soll das sein? Auch neutrale Journalisten tragen leider dazu bei unsinnige Begriffe zu verbreiten.
Mal ehrlich: Was bitte, soll man so viel reg.-politischen „Hirnschiss“ noch vernünftig antworten und sagen können?
Es ist noch Geld da, das muß weg!
Kühe, die weniger furzen? Nach der Grünen Phhysik kommt jetzt auch noch die Grüne Biologie?
Und all das, obwohl es das Klima nicht im Gerngsten kümmert. Gelebter Glaube.
Bei den ganzen geplanten Förderungen hat die Regierung wohl noch nicht verstanden, daß das Problem schon eine ganze Weile die Ausgabenseite der öffentlichen Haushalte ist und nicht die Einnahmenseite. Die Ausgaben müssen runter, bei den Einnahmen kann sowieso nicht mehr viel gesteigert werden, ohne daß der ganze „Laden“ der Politik um die Ohren fliegt.
„Demnach stößt eine einzelne Kuh pro Jahr 70 bis 120 Kilogramm Methan (CH4) aus. Dieses ist ein vielfach klimaschädlicheres Treibhausgas als das bekannte Kohlendioxid (CO2), und das zweithäufigste in der Atmosphäre.“ Möchte das TE einfach so stehen lassen und damit übernehmen? Das wichtigste klimarelavante Gas (unabhägig von irgendwelchen Treibhaustheorien mit Gegenstrahlung etc) ist und bleibt mit sehr großem Abstand Wasserdampf. Dann kommt mit sehr großem Abstand Kohlendioxid und dann mit wieder weitem Abstand und dazu noch geringer Halbwertszeit in der Athmosphäre sowas wie Methan oder Lachgas und noch diverse andere.
„Kühe, die weniger flatulieren …“
Menschen, die weniger hirnflatulieren, wären mir lieber!
Und zu schreiben, an welchen Stellen ich mir das wünsche, würde einen sofortigen Einsatz eines Bademantels erforderlich machen – daher überlasse ich das der Phantasie der Leser.
Die alte CDU:
FREIHEIT statt Sozialismus !!
Die neue vermerkelte CDU:
Verbieten, Regulieren, Besteuern, bis der Abdecker kommt.
Dabei verlieren sie sich in so absurde Details, das muss doch mal irgendwann, irgendwem auffallen, wie blöd das alles ist.
Ich kann diese Klatschhasen-Partei nicht mehr ernst nehmen, die anderen linken Blockparteien sowieso nicht.
Neheim-Hüstener Programm,
Ahlener Programm,
und die ganze Diskussion um den christlichen Sozialismus in der Zeit?
Damit wurde doch die CDU überhaupt erst von den Aliierten zugelassen, das liegt also in den Gründungsgenen der CDU.
Ist es ein Zufall, dass in ehemaligen Protestantischen Ländern der Klimakult am stärksten ausgeführt wird?
Dort wo die meisten Hexenverfolgungen geführt wurden, die strengsten Kindererziehungen gemacht wurden um einer „Moral und Ethik“ zu gefallen, jetzt eine weitere Reformation zu einer marxistischen Klima Religion entstanden ist? Bestimmt Zufall.