Greenpeace-Flieger rast in Stadion und riskiert Menschenleben – welche Konsequenzen hat dieser Wahnsinn?

Bei der EM-Partie Deutschland gegen Frankreich rast ein Ultraleichtflugzeug ins Stadion, verliert die Kontrolle und verletzt Menschen teils schwer. Greenpeace gibt sich unschuldig.

IMAGO / Moritz Müller

Kurz vor Anpfiff der Partie Deutschland gegen Frankreich in der Allianz-Arena in München ist ein Greenpeace-Aktivist mit einem Ultraleichtflugzeug im Stadion notgelandet, Greenpeace zufolge um gegen den „Verkauf von klimaschädlichen Diesel- und Benzinautos“ zu protestieren – VW ist ein Sponsor der EM. Der Pilot verlor allerdings beim Einflug ins Stadion die Kontrolle über sein mit einem Motorpropeller ausgestattetes Fluggerät, weil er an einer Kameraapparatur hängen blieb. Er drohte sich zu überschlagen und raste dann auf eine dicht besetzte Zuschauertribüne zu. Gerade so konnte der Pilot noch wenden, schleifte dabei allerdings die Sitzränge. Nur wenige Zentimeter fehlten zur Katastrophe – es wurden zwei Menschen so schwer verletzt, dass sie ins Krankenhaus gebracht wurden.

Gegenüber der BILD erklärte ein Polizeisprecher: „Aktuell werden mehrere Delikte geprüft. Auf jeden Fall liegt eine gefährliche Körperverletzung vor. Das Polizeipräsidium München hat kein Verständnis für politische Aktionen, bei denen Gefährdungen von Menschenleben in Kauf genommen werden.“

Um 21:16, also deutlich nach dem offensichtlich missglückten Manöver twittert der offizielle Greenpeace-Account dennoch freudig: „Hey Volkswagen, time to kick out oil! Greenpeace activists protest against the games‘ sponsor at the #FRAGER-match and demand: stop selling climate-damaging diesel and petrol cars!“

Erst um 21:53, also fast eine Stunde nach dem Ereignis, folgte eine halbherzige Entschuldigung: „Dieser Protest hatte nie die Absicht, das Spiel zu stören oder Menschen zu verletzten. Wir hoffen, dass es allen gut geht und niemand ernsthaft verletzt wurde. Greenpeace Aktionen sind immer friedlich und gewaltfrei. Leider ist bei dieser Aktion nicht alles nach Plan gelaufen.“

Vor kurzem erst war Greenpeace in die Kritik geraten, nachdem man hunderte VW-Autoschlüssel stahl (TE berichtete). Offenbar scheint man bereit, für die eigene politische Agenda nicht nur systematisch das Gesetz zu brechen, sondern auch die Gefährdung von Menschenleben in Kauf zu nehmen. Und diese Aktion kann nicht einfach als Missgeschick entschuldigt werden – das Manöver ist so riskant, dass man mit einem solchen Ausgang rechnen musste. Ein Fluggerät dieser Art in ein mit tausenden Menschen besetztes Stadion zu steuern, ist purer Wahnsinn – und natürlich absolut verboten.

Greenpeace ist eng verbunden mit der politischen Linken in Deutschland und als gemeinnützig anerkannt. Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock ist Mitglied bei Greenpeace. Wer alles wird diese grob fahrlässige und Menschenleben gefährdende Aktion durch Schweigen einfach tolerieren?

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Kommentare ( 117 )

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Joe Ast
1 Monat her

Die Weltretter von Greenpeace werden, egal was sie anstellen, bei uns immer medial als Aktivisten, niemals als Terroristen bezeichnet. Diese Organisation wird auch noch als gemeinnützig steuerbegünstigt und kann sich mit ihren Anwälten einen Freibrief erkaufen.

Preussin
1 Monat her

Ein Wunder, dass es keine Toten gab! WIE LANGE können diese verantwortungslosen von der Politik gehätschelten Ideologen noch ihr Unwesen treiben ???

Last edited 1 Monat her by Preussin
Landdrost
1 Monat her

Gestern bürgerkriegsähnliche Zustände in der beliebten Rigaer 94er
https://www.tagesspiegel.de/berlin/einsatz-im-teilbesetzten-haus-pruefer-will-nicht-ohne-schutz-ins-haus-polizei-bereitet-sich-auf-betreten-der-rigaer-94-vor/27291698.html
Aber klar, wir haben in Deutschland ausschließlich ein Problem mit den Phantom-Rechtsextremen. Phantom da man rein gar nichts von denen und etwaigen Straftaten liest, außer im Verfassungsschutzbericht.

Esteban
1 Monat her

Auf der UEFA-Website sind die „UEFA Safety and Security Regulations“ abrufbar. Artikel 26 macht klar, dass der Veranstalter verantwortlich für den Schutz gegen unerlaubtes Eindringen ins Stadion ist: The match organiser must ensure that: the stadium is guarded against unauthorised intrusion for an adequate period before the day of the match. This period should be defined in line with the generic risk assessment undertaken for the match by the match organiser and public authorities; a comprehensive security search of the stadium for unauthorised persons or prohibited objects/substances is carried out before spectators are admitted. This search should include the stadium… Mehr

Index
1 Monat her

Ist wie bei den Hundebesitzern: „Der will doch nur spielen“.

Esteban
1 Monat her

Es verwundert mich, dass die UEFA das Spiel nicht abgebrochen, bzw. überhaupt erst angepfiffen hat. Ansonsten reicht doch ein auf Spielfeld geschleudertes Wurfgeschoss, um die Partie aus Sicherheitsgründen abzublasen. Und das Spiel hätte für den DFB mit 0:3 als verloren gegolten.

Anne
1 Monat her

Auch diese Greenpeace-Aktion wird keine strafrechtlichen Konsequenzen oder anderweitige Folgen haben. Greenpeace steht auf der Seite der Guten. Die sogenannten Greenpeace-Aktivisten handeln genau so, weil sie so handeln können, ohne Konsequenzen zu befürchten.

Juergen P. Schneider
1 Monat her

Man darf gespannt sein, welches juristische Nachspiel diese Aktion hat. Ich vermute, man wird in den Mainstreammedien nie wieder etwas davon hören oder sehen. In unserem Linksstaat hat dieser … nichts zu befürchten.

Amerikaner
1 Monat her

Gibt es so etwas wie fahrlässigen Terrorismus?

Werner F. Meier
1 Monat her

Wieviele skrupellose linke Idioten müssen hier in München noch anderen Menschen ihre „Überzeugung“ aufzwingen? Erst vor wenigen Wochen haben offensichtlich Linksextremisten im Münchner Osten wichtige Stromkabel angezündet, wodurch 20.000 Haushalte in drei Stadtteilen teilweise für über 30 Stunden ohne Strom dastanden und Lebensmittelmärkte regalweise verdorbene Lebensmittel entsorgen mußten. Laut Bekennerschreiben auf dem Antifa-Portal Indymedia sollte damit der angebliche „Rüstungskonzern“ Rohde und Schwarz „getroffen“ werden, der u.a.Kommunikationstechnik für die Bundeswehr herstellt. Aus diesem polit-kriminellen Lager gab es in den vergangenen Jahren schon mehrere schwere Brandanschläge, z.B. auf einen Sendemast, wodurch Schäden von ca. 4 Mio Euro entstanden sind, aber Polizei und… Mehr

Stefferl
1 Monat her
Antworten an  Werner F. Meier

Die Aussagen vom Hermann kann man getrost als Märchen abtun. Er möchte sich halt profilieren. Dem Rest kann man aber getrost zustimmen!

Der Prophet
1 Monat her
Antworten an  Werner F. Meier

Innenminister Herrmann kann froh sein, dass es keine Toten gab, denn dann hätte er sich andere Fragen stellen lassen müssen. Entweder gibt es eine Flugverbotszone, die verteidigt wird oder man lässt es bleiben. Hier zeigt sich wieder das Komplettversagen der Deutschen Politik. Aus vermeintlich gutmütig gemeinten Gründen wird die Sicherheit vieler Leute auf’s Spiel gesetzt. Utragbar solche Leute. Die Terroristen wissen jetzt, dass zukünftig ein Greenpeace-Banner reicht, um an der Umsetzung des perfiden Plans nicht gehindert zu werden. Da hat sich Deutschland mal wieder zur Lachnummer in der Welt gemacht. 3 Eigentore an einem Abend, wobei das von Hummels zum… Mehr