Die EU auf dem Weg in die Planwirtschaft

Bis 2030 soll die EU in der Lage sein, 40 Prozent ihres jährlichen Bedarfs an emissionsfreien Technologien selbst zu produzieren, schreibt die EU-Kommission in einem Entwurf für den "Green Deal Industrial Plan": die EU will also Planwirtschaft.

Foto: Windräder (über dts Nachrichtenagentur)

Um eine gefährliche Abhängigkeit von China zu vermeiden, will die EU-Kommission den Mitgliedsstaaten Produktionsziele für Solarzellen, Windräder, Batterien und Wärmepumpen vorgeben. Bis 2030 soll die EU in der Lage sein, 40 Prozent ihres jährlichen Bedarfs an emissionsfreien Technologien selbst zu produzieren, schreibt die EU-Kommission in einem Entwurf für den „Green Deal Industrial Plan“. Das „Handelsblatt“ berichtet in seiner Montagausgabe darüber.

„Die Union ist bei bestimmten Netto-Null-Technologien und ihren Komponenten in hohem Maße von konzentrierten Einfuhren abhängig“, argumentiert die Kommission und nennt als Beispiel „Photovoltaik-Technologien und ihre Komponenten“ aus China. Hier werde bislang teils der gesamte europäische Bedarf durch chinesische Importe gedeckt. Bei Wärmepumpen und Windrädern warnt die Kommission, dass sich Europas Position im globalen Wettbewerb verschlechtere.
Zugleich dringt die Kommission darauf, Genehmigungsverfahren zu beschleunigen. Über strategisch wichtige Energieprojekte, sogenannte Netto-Null-Resillenz-Projekte, soll künftig europaweit innerhalb von einem Jahr entschieden werden, wenn die geplante Leistung mehr als ein Gigawatt beträgt. Die Genehmigung von Projekten mit geringerer Leistung soll sogar in acht Monaten erfolgen.

(dts Nachrichtenagentur)

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Kommentare ( 20 )

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Manfred_Hbg
11 Monate her

Welch ein planwirtschaftlicher Irrsinn! UND nun stelle man sich bitte nur mal vor, was mit Blick auf EU-Brüssel und auf den dortigen -vor allem grün-linken- Pseudodemokraten erst politisch und gesellschaftlich abgehen wird, wenn es diesen grün-linken Traumtänzern und Peudodemokraten gelingen sollte nach dem -Gott sei Dank fehlgeschlagenen- „Dritten Reich“, nun aus den einzelnen souveränen EU-Staaten ein „1000-jähriges 4. Reich“ mit einer -mehr oder minder fernen- „Brüsseler Zentralregierung“ zu installieren?! Dann werden sich diese in der -mehr oder minder fernen- „Brüsseler Zentralregierung“ sitzenden Pseudodemokraten vollends unantastbar fühlen und gänzlich den Lebensrealitäten entschwinden. Gegen ein solches „1000-jährige 4. Reich“ würde eine DDR… Mehr

Dr_Dolittle
11 Monate her

Das hört exakt dann auf, wenn der Bürger die Zahlungen an den Staat nach denselben Kriterien steuert wie der Staat die Lieferung der Energie.

CIVIS
11 Monate her

„EU-Produktionsziele für Clean-Tech-Güter“

Um eine vermeintliche gefährliche Abhängigkeit von China zu vermeiden geht die EU jetzt zur Erfüllung des Plan-Solls den gleichen Weg wie China.

Na wenn das nicht originell ist ?

bfwied
11 Monate her

Jeder Vernünftige weiß, und jeder ohne Physikkenntnisse muss auch nur in Internet nachschauen, dass Wind und PV einfach nicht reichen für das Land. Und jeder kann auf den ersten Blick sehen, dass der einst beste Industriestandort zum neuen 3. Welt-Land mutiert und der Exportweltmeister bilanziert schon zum Importeur abgesunken ist. Und jeder kann wissen, dass wir die Rohstoffe für all die „tollen“ Techniken, die die EU in die Unabhängigkeit führen sollen, gar nicht haben, und jeder kann wissen, dass die verbliebenen EU-Produkte dann so teuer sind, dass kaum jemand sie sich leisten kann. Und Nicht-EU-Länder kaufen die auch nicht, weil… Mehr

Memphrite
11 Monate her

Dort sitzten ausgewiesene Dummköpfe und Minderleister die von Dummköpfen und Minderleistern beraten werden.
Da hat wohl niemand jemals in der Industrie gearbeitet,, versteht von Industrieprozessen rein gar nichts. Die halten alles für eine Art Computerspiel.
Die EU wird jetzt immer schneller an Wohlstand und Wirtschaftskraft verlieren.
Finanziert bzw. Subventioniert von gedruckten EUR’s.
Jeder der kann sollte seine Flucht vorbereiten und spätestens bis 2030 raus sein.

Hungert
11 Monate her

Früher Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe, heute EU-Kommission. Welche Evidenz gibt es, dass es diesmal funktioniert? Keine.

Alrik
11 Monate her

Wie genau stellt sich die EU die Solarzellenproduktion in der EU vor? Die Herstellung von Silizium ist ein energieintensiver Prozeß der bei hohen Strompreisen auch ein teures Endprodukt hat. Oder soll das Silizium aus China importiert und hier nur weiterverarbeitet werden?

eifelerjong
11 Monate her

„Kommission“ und „Kommissare“ paßt doch zu „Planwirtschaft“ wie der Deckel zum Topf.

Michael Palusch
11 Monate her

Das ist eine Verschärfung der Planwirtschaft sozialistischer Prägung. Im Sozialismus wurde nur die Produktion vorgegeben, ob das Zeug auch jemand kaufen wollte war egal. Heute will man beides, Produktion und Absatz, verpflichtend machen, die einen verdienen sich eine goldene Nase und die anderen müssen die dann maßlos überteuerten Produkte abnehmen.
Hier geht’s nicht ums Klima, hier geht’s darum, einer kleine Kaste mittels irrsinniger, verpflichtender Vorgaben, sagenhafte Gewinne zu sichern.
Wer Parallelen im Prinzip zum diktatorischen Impfwahn erkennt, liegt sicher nicht ganz falsch.

Waldorf
11 Monate her

In 7 Jahren? Lächerlich Dieses Geschwafel zeigt nur, dass unsere „PlanwirtschaftlerInnen“ von Industrie und Wirtschaft genauso wenig Ahnung besitzen, wie die alten Planwirtschaftler im Ostblock, im alten Kommunismus. Ide alten Kommunisten waren partiell sogar noch klüger als unsere neuen Kommunistinnen. Den alten Kommunisten war klar, dass ihre Ideen von Staatswirtschaft in einem „offenen System“ Wirtschaft niemals funktionieren kann, weshalb sie sich weitgehend vom Westen abgeschottet hatten, den Güter und Warenverkehr zum „Klassenfeind“ massiv einschränken und regulieren mußten – und es auch gemacht haben. Das rettete sie so über ca 70 bzw 40 Jahre an der Macht. Die EU wie wir… Mehr