Der Extremist im Cockpit: Flydubai-Co-Pilot galt als Sicherheitsrisiko

Mütter mit ihren Babys werden bei den Security-Schleusen der Airports minutenlang gefilzt, doch ein als religiöser Extremist bekannter Omani darf als Co-Pilot eine Boeing 737 steuern: Der Mann, der am Mittwoch im Flydubai-Jet den Kapitän angegriffen hat, galt schon seit zwei Jahren als Sicherheitsrisiko.

Der Flydubai-Jet nach der Landung in Tel Aviv Imago Anadolu Agency
Der Flydubai-Jet nach der Landung in Tel Aviv

Aktuell zitiert ABC News hochrangige Geheimdienstmitarbeiter: Der 29-jährige Omani Hamam al-Hammami sei 2024 als Copilot-Auszubildender bei Oman Air suspendiert worden, nachdem bei ihm extremistische Materialien gefunden worden seien. Fliegen durfte er demnach nicht mehr, eine Verwaltungsfunktion blieb ihm allerdings.

CNN berichtet dazu: Hamam al-Hammami sei im vergangenen Jahr wegen extremistischer Ansichten aus dem Flugdienst der omanischen Nationalairline genommen worden. Die Behörden im Oman hätten ihn aufgrund seiner radikalen ideologischen Ansichten mit einem Flugverbot belegt. Ob diese Warnung an andere Airlines oder Staaten weitergegeben wurde, ist offen. Weder Flydubai noch Oman Air haben die Angaben öffentlich bestätigt.

Trotz seiner radikalen Ansichten, trotz seiner Suspendierung saß al-Hammami am Mittwoch am rechten Sitz von Flug FZ1073 im Cockpit – auf der Strecke von Dubai nach Tel Aviv. Ein israelischer Beamter sagte CNN, er sei erst vor acht Monaten von der emiratischen Airline angeheuert worden, zuvor soll er auch für Royal Air Maroc geflogen sein. Geboren wurde al-Hammami in den Vereinigten Arabischen Emiraten, der Vater ist ein Omani, die Mutter Syrerin. Piloten aus Staaten ohne diplomatische Beziehungen zu Israel sind auf dieser Strecke normalerweise nicht eingesetzt – Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach von einem Schlupfloch und sagte, Israel werde dies sofort korrigieren.

Was bei dem Attentatsversuch des Co-Piloten im Cockpit geschah, ist inzwischen ziemlich gut rekonstruiert worden: Etwa zweieinhalb Stunden nach dem Start – die Boeing 737 mit 174 Passagieren war über Saudi-Arabien – stach der Co-Pilot nach israelischer Darstellung auf den indischen Kapitän Smit Machchhar ein und versuchte, die Maschine zum Absturz zu bringen. Flightradar24 registrierten einen Sturzflug von 14.000 Fuß in weniger als 30 Sekunden.

Co-Pilot wollte den Jet kapern
Der Kampf um 180 Menschenleben auf Flug Flydubai FZ1073
Machchhar, Vater zweier Kinder, sagte später, er habe um sein Leben gekämpft. Als er bereits schwer verletzt am Boden lag, konnte er trotzdem noch die Cockpittüre geöffnet. Passagiere stürmten zu den Pilotensitzen: Der Installateur Yaniv Hayun nahm den Angreifer in einen Würgegriff und stabilisierte die Maschine, ein Zahnarzt versorgte den Kapitän. Zwei dienstfreie Piloten an Bord landeten dann die Boeing in Tabuk. Machchhar wurde später nach Abu Dhabi verlegt, sein Zustand galt als stabil.

Erstes Geständnis des Attentäters

Der festgenommene Co-Pilot ist von Saudi-Arabien in die Emirate überstellt worden: Der Täter gestand bereits, dass er das Flugzeug in Israel zum Absturz bringen wollte – der Omani plante also einen Terroranschlag wie in New York am 11. September 2001.

Israelische Ermittler nennen dazu als Tatmotiv eine islamistische Radikalisierung und prüfen, ob al-Hammami allein handelte. Auch die emiratische Generalstaatsanwaltschaft untersucht laut Nachrichtenagentur WAM, ob es sich um terroristische Aktivität mit Planung oder Anstiftung handelte. Journalisten von CNN entdeckten ein inzwischen gelöschtes LinkedIn-Profil unter dem Namen des Verdächtigen: Stunden nach der Tat seien dort zwei Beiträge erschienen, einer endete mit einem Bild des früheren al-Kaida-Chefs Aiman al-Sawahiri. Wer diese Beiträge postete, ist noch unklar.

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Kommentare ( 31 )

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Ralf Poehling
8 Tage her

Wenn ich jetzt zwischen den Zeilen lese, kommt mir da ein Name sehr bekannt vor. Ich weiß jetzt nicht ob das Zufall ist, aber wenn nicht dann, sind wir so undicht, das wir nicht mehr die Löcher im Eimer schließen, sondern gleich einen neuen Eimer kaufen sollten.

Klaus Uhltzscht
8 Tage her

Vielleicht war er traumatisiert?

na sowas
8 Tage her

Kennen diese Menschen außer Gewalt, „fressen und saufen“ noch etwas anderes im Leben?

Klaus Uhltzscht
8 Tage her
Antworten an  na sowas

Klima und Vielfalt.

Der Michel
8 Tage her

Headline der BILD zu dem Attentat (zitiert nach der Weltwoche von gestern): „Pilot (Russe) will sich töten, Copilot (Ukrainer) verhindert Absturz.“

Ohne Worte.

Klaus Uhltzscht
8 Tage her
Antworten an  Der Michel

Da hatte Steinmeier wohl wieder das falsche Fax gesendet.

Ariel B.
8 Tage her

„Stunden nach der Tat seien dort zwei Beiträge erschienen…wer diese Beiträge postete, ist noch unklar.“
Schlechtes Timing? Mal beim Mossad nachfragen, der weiß ja bekanntlich alles.

Deutscher
8 Tage her

„Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach von einem Schlupfloch und sagte, Israel werde dies sofort korrigieren.“

Das Schöne an Israels Regierung ist, dass solchen Worten stets Taten folgen. Deutschland braucht einen Netanjahu.

ceterum censeo
8 Tage her
Antworten an  Deutscher

Merz und seine Entourage würde dasselbe für Deutschland sagen. Nur eben nichts unternehmen. Halt – doch. Mehr Hammamis einladen. Kennt man ja zu Genüge…

Haba Orwell
8 Tage her
Antworten an  Deutscher

Schland hat bereits reichlich Politiker, die Katastrophen auszubügeln versuchen, welche sie zuerst mal überhaupt verursacht haben.

U.S.
8 Tage her
Antworten an  Deutscher

In Buerluen würde der Flugzeug Attentäter von den Linken und von den befreundeten Clan Familien zum Chefpiloten befördert und auf Fluglinien Berlin nach Israel eingesetzt, und bekäme kostenlose Wohnung in einer Remmo Immobilie, und lebenslange Ehrenmitgliedschaft in der Partei die Linken

Ceterum censeo Berolinem esse delendam
8 Tage her
Antworten an  Deutscher

…und dazu noch noch einen Nayib Bukele und einen Javier Milei. Die drei an der Regierung, und in Deutschland wären in kürzester Zeit sämtliche Probleme gelöst.

Ralf Poehling
8 Tage her
Antworten an  Deutscher

Da ist was dran. Wir reden, die Israelis machen.
Darum existiert Israel überhaupt noch. Die können sich die träge Pennerei eines deutschen Michels gar nicht leisten.

Werner Meier
8 Tage her

Man stelle sich vor, ein Bundeskanzler würde eine Million Personen mit der islamistischen Gesinnung von Haram al-Harami durch offene Türen nach Deutschland einladen und mit Einbürgerung und lebenslanger Rundumversorgung die Kabinentür wieder schliessen?

Bernd Bueter
8 Tage her
Antworten an  Werner Meier

..es fehlt:
„..im Auftrag einer saublöden Wählerschaft“

Haedenkamp
8 Tage her
Antworten an  Bernd Bueter

Die Wählerschaft ist nicht der Auftraggeber. Selbst wir wissen nicht, wer es ist. Wir wissen nur, Deutschland soll beschädigt werden, mindestens. Und ist es nicht das Land selbst, das sich in der EU auflösen will?

Benedictuszweifel
8 Tage her
Antworten an  Bernd Bueter

Bernd: Super!!! Ich ganz dieses feige, diese alberne, dieses.. . Gewäsch a la Werner Meier auch einfach nicht mehr hören!!! Bundeskanzler/ INNEN wurden immer gewählt, frei und geheim. Klar, man kann sich auch einmal verwählen. Aber die überwältigende Mehrheit der Souveräne dieser Republik hat den eigenen Untergang über die Wahl „UnsererDemokratie“ immer und immer wieder, auf Knien flehend, SELBST bestellt… Und jetzt, wo so langsam dem Ein oder Anderen doch dämmert, was aus Deutschland geworden ist, da sollen dann die selbst Gewählten Schuld sein: UNFASSBAR.

Last edited 8 Tage her by Benedictuszweifel
Deutscher
8 Tage her
Antworten an  Werner Meier

Dann brächten die Deutschland zum Absturz. Zum Glück ist die Bundesregierung aber jederzeit voll und ganz Herr der Lage.

Kassandra
8 Tage her
Antworten an  Deutscher

Nein.
Merkel ist sich „inzwischen unsicher“.
Die Frau auf dem Bild, die sich so gar nicht mehr ähnlich sieht sagt jetzt, dass wir „es“ vielleicht doch nicht schaffen.
Wahrscheinlich hat diesmal wieder niemand nachgefragt, was sie mit „es“ meint“?    https://www.welt.de/politik/deutschland/plus6abba42c2660ba1a21b0669a/angela-merkel-dann-werden-wir-es-vielleicht-nicht-schaffen-sagt-die-alt-kanzlerin.html

Dundee
8 Tage her
Antworten an  Kassandra

Danke für den Link. Sie haben Recht, die Person auf dem Bild ist keinesfalls Merkel. So war es auch schon neulich, beim Brötchenholen. Ich hatte sofort erkannt, dass das nicht Merkel ist. Man serviert uns eine zwanzig Jahre jüngere Doppelgängerin.

A rose is a rose...
8 Tage her
Antworten an  Deutscher

Selbst wenn wir uns bei der Identität von vielen Tausend Menschen ausschließlich auf ihre Aussagen verlassen haben, bevor wir entschieden haben, dass sie natürlich unmöglich das Land wieder verlassen müssen, da ihnen sonst Böses widerfahren könnte, sind wir jederzeit Herr der Lage. Schließlich sind die Menschen alle ehrlich und uns wohl gesonnen. Niemand würde uns jemals anlügen. Alle, die etwas Anderes behaupten, sind üble Verleumder.

Andres
8 Tage her
Antworten an  Werner Meier

Es sind schon mehr als 1 Million. Und es werden täglich mehr.

Kassandra
8 Tage her
Antworten an  Andres

Um die 20? Vielleicht auch 25?

giesemann
8 Tage her
Antworten an  Andres
Benedictuszweifel
8 Tage her
Antworten an  Andres

Ja, es werden täglich mehr: Durch das immer und immer wieder vollkommen idio… Wählen der überwältigenden Mehrheit der Bürger dieses Landes. Wäre morgen Wahl, würden 71% wieder das Gleiche („Unsere Demokratie“) wählen. „Wahnsinn“ wurde von Albert Einstein so definiert: „Immer wieder das Gleiche zu tun, aber jedes Mal ein anderes Ergebnis zu erwarten.“

horrex
8 Tage her
Antworten an  Andres

Deutlich mehr als 1 Mio!

giesemann
8 Tage her
Antworten an  Werner Meier

Dabei müssen wir den Haramis nur sagen: Die Annahme von Hilfe, gar Freundschaft von Ungläubigen ist haram, wegen Bestechungsgefahr, Sure 4, 89
Das erspart uns jede Menge Geld und Ärger.

Michael Dornberger
8 Tage her
Antworten an  Werner Meier

Alles richtig und gut sarkasstisch dargelegt . Aber es sind seit 2015 nicht nur 1 Million hereingeschneit sondern ca. 8 Millionen illegale Eindringlinge . Inklusive deren Sippschaft . Von den BRDlern in Presse , Funk und Fernsehen auch gern als „Famliennachzug“ bezeichnet . Was für eine Farce . Und die Kosten für die Fütterung und Bespaßung dieser Klientel liegen jährlich bei ca. 200 Milliarden ! Euro .

giesemann
8 Tage her
Antworten an  Michael Dornberger

Ohne diese Invasionskosten hätten wir keine Schuldenorgie etc.
Das ist der fdJ: Die Formulierung „finanziell demografischer Jihad“ (oder auch getrennt als demografischer Jihad und Finanz-Jihad) ist ein politischer und ideologischer Kampfbegriff, der vor allem in rechtspopulistischen, rechtsextremen sowie islamkritischen Diskursen Verwendung findet. Er kombiniert wirtschaftliche und bevölkerungspolitische Ängste mit dem islamistischen Begriff des Jihads (Heiliger Krieg / Anstrengung).
Läuft.

giesemann
8 Tage her
Antworten an  Michael Dornberger

„Der Leib unserer Frauen wird uns den Sieg bescheren“, Houari Boumedienne – Zitate – Gute Zitate
Biografie: Houari Boumedienne/Houari Bu Madyan war ein algerischer Politiker und Staatschef von 1965 bis 1978.
– https://gutezitate.com/autor/houari-boumedienne