Corona: So ist die Lage in Nordeuropa

Wie ist die Corona-Situation in Europa? Heute Nordeuropa. Die anderen Teile des Kontinents folgen.

imago images / TT

Im ersten Teil dieser Serie wurde besprochen, wie die Corona-Pandemie sich bisher in Westeuropa verhielt und wie glaubwürdig die veröffentlichten Opferstatistiken sind. Nun gilt es, einen Blick auf Nordeuropa zu werfen. Hier offenbaren sich große Unterschiede in den gemeldeten, bevölkerungsrelativen Opferzahlen. Schweden meldet 446 Verstorbene pro Million und ist damit im europaweiten Vergleich gar auf Platz 5 der Opferzahlen pro Millionen Einwohner, hinter Italien und vor Frankreich. Island hingegen meldet nur 28,3 Tote pro Millionen Einwohner – was bei der kleinen Isländischen Bevölkerung in realen Zahlen zehn Todesopfer bedeutet.

Quelle: Europäisches Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten, eigene Berechnungen. Datenstand 08. Juni

Schweden – „Ja, absolut“

Das „Schwedische Modell“ war in den vergangenen Monaten viel in der Diskussion. Statt auf großflächige Schließungen setzte die Regierung in Stockholm auf Eigenverantwortung. So blieben Schulen bis zur 9. Klassenstufe geöffnet, Großveranstaltungen wurden verboten, aber kleine Versammlungen blieben erlaubt; die Gastronomie und der Einzelhandel durften zu jedem Zeitpunkt geöffnet bleiben (obwohl bestimmte Auflagen galten). Nun verzeichnet Schweden eine Zahl von Todesfällen, die immer mehr Fragen aufwirft: auch im Vergleich zu den unmittelbaren Nachbarn. In Norwegen wird ein Bruchteil der Opfer Schwedens gemeldet.

Die folgende Graphik ist den Veröffentlichungen des Schwedischen Statistikamts (SCB) entnommen.

Quelle: Statistiska centralbyrån; https://www.scb.se/en/About-us/news-and-press-releases/statistics-sweden-to-publish-preliminary-statistics-on-deaths-in-sweden/

Die grüne Linie beschreibt die durchschnittliche Zahl an täglich verstorbenen Personen in Schweden in den Jahren 2015 bis 2019. Die lila Linie beschreibt die 2020 täglich verstorben gemeldeten Personen im gleichen Zeitraum. Die Zahl der Toten im Jahr 2020 stürzt zum Ende hin abrupt, beinahe auf null, ab – das ist ein rein statistischer Effekt, der durch Meldeverzug bei Todes-Meldungen verursacht wird. Es dauert einfach, bis die Totenscheine auch beim Statistikamt ankommen. Dabei wird deutlich, dass es zeitweise zu einem deutlichen Anstieg der Mortalität kam. In einigen Gemeinden war die Situation sogar noch viel dramatischer: „2020 wurden dreimal so viele Tote in [den Gemeinden] Sundyberg und Borlänge registriert als im Durchschnitt für 2015-2019“, heißt es auf der Website des SCB.

Auch in Stockholm kam es zu einem starken Anstieg der Sterblichkeit (auf der Zeitachse sind hier Kalenderwochen eingetragen):

Quelle: Statistiska centralbyrån; https://www.scb.se/en/About-us/news-and-press-releases/statistics-sweden-to-publish-preliminary-statistics-on-deaths-in-sweden/

Zugute halten muss man jedoch der schwedischen Regierung, dass die gemeldeten Zahlen mit den beobachteten Zahlen ganz gut zusammen passen. Nimmt man die Daten, die der oben beschriebenen Graphik für die Sterblichkeit in Schweden zugrunde liegen und errechnet wie viel „Übersterblichkeit“ es zwischen dem 11. März und dem 31. Mai gab, kommt man auf 4.522,8 „überschüssige“ Tote: Diese Zahl passt gut zu den veröffentlichten Daten der Corona-Opfer in Schweden. Laut Europäischem Zentrum für Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) sind zum 8. Juni 4.656 Corona-Todesfälle in Schweden bekannt. Das beide Zahlen nicht genau aufeinander passen können, ist klar und es ist eine kurze und krude Rechnung: doch trotzdem liegen die Werte vergleichsweise nah beieinander. Es scheint also nicht zu großflächigen Unterzählungen gekommen zu sein wie in den Niederlanden, in denen fast 3.000 Corona-Opfer zum Anfang der Pandemie nicht in die Statistiken einflossen.

Der 11. März war der Tag, an dem der erste Corona-bedingte Todesfall in Schweden gemeldet wurde; der 31. Mai ist als Enddatum gewählt, weil für den Juni noch ein Großteil der Daten fehlen (wie immer: Meldeverzug). Die von Schweden gemeldeten Opferzahlen sind also immerhin vertrauenswürdig.

Das Vorgehen der schwedischen Regierung wurde auch maßgeblich beeinflusst von Anders Tegnell, dem Staatsepidiomologen der Schwedischen Behörde für öffentliche Gesundheit. Er gibt zu, dass die Regierung einiges hätte besser machen können: „Ich glaube, dass es sicherlich Verbesserungspotenzial bei dem gibt, was wir in Schweden gemacht haben, klar. Und es wäre gut gewesen, wenn man exakter gewusst hätte, was man schließen soll, um die Infektionsausbreitung besser zu verhindern.“ Die Ideale Vorgehensweise, so Tegnell, wäre wohl irgendwo zwischen der zu laxen Herangehensweise Schwedens und den strikten Herangehensweisen gewesen, die fast der gesamte Rest Europas gewählt hätte. Nun, für die, die schon tot sind, kommen solche Einsichten zu spät und die Lebenden wünschen sich konkretere Antworten zur die idealen Herangehensweise. Die Frage, ob zu viele Schweden zu früh gestorben seien, beantwortet er mit „Ja, absolut“.

Dänemark – kaum Übersterblichkeit

Dänemark hat weit weniger Tote zu beklagen als Schweden. Mit circa 101 Corona-Opfern pro Million Einwohner ist es ähnlich stark von der Pandemie betroffen wie Deutschland – in der Bundesrepublik werden 105 Todesfälle pro Million gemeldet.

Die Grundschulen sind schon seit Mitte April wieder geöffnet, auch Geschäfte und Gastgewerbe dürfen wieder operieren und am 15. Juni sollen die Grenzen zu Deutschland wieder passierbar werden. Dies gilt auch für die Grenze zu Norwegen und Island, nicht allerdings zu Schweden und dem Rest des Schengenraums. Besucher müssen auch mindestens sechs Nächte in Dänemark übernachten – Tagestourismus ist also nicht erlaubt. Außerdem dürfen keine Übernachtungen im Großraum Kopenhagen stattfinden. Nach den letzten Lockerungen sind auch Veranstaltungen mit bis zu 50 Personen erlaubt.

Wie die taz berichtet, wurde nun eine Expertenkommission eingerichtet, die das Agieren der dänischen Regierung während der Krise untersuchen soll. Der Ministerpräsidentin Mette Frederiksen und ihrer Regierung wird vorgeworfen, während der Krise unverhältnismäßig agiert zu haben. Denn die Regierung hatte weitgehende Versammlungsverbote verhängt und dies erst nachträglich durch das Parlament absegnen lassen – was nicht das Problem ist, sondern, dass dies mit Berufung auf Empfehlungen der Gesundheitsbehörde geschah. Doch solche Empfehlungen gab es nicht: Im Gegenteil, die Gesundheitsbehörde hatte Grenz- und Schulschließungen als überflüssig oder gar kontraproduktiv abgetan. Stattdessen wurde das Gesundheitsamt geknebelt.

Das Statistikamt Dänemark (DST) veröffentlicht eine experimentelle Statistik zu wöchentlichen Sterbezahlen. Die Zahlen zu 2020 werden jeden Freitag aktualisiert und sind keinesfalls abschließend.

Quelle: Dankarks Statistik, eigene Berechnungen; https://www.statbank.dk/statbank5a/default.asp?w=1920; Datensatz DODC2

Vergleicht man die Sterberaten 2020 und der vorherigen fünf Jahre, so zeigt sich, dass die niedrigen Corona-Opferzahlen in Dänemark durchaus plausibel sind: Bis zur 12. Kalenderwoche – also März – starben in Dänemark ungewöhnlich wenig Personen. Die Übersterblichkeit in der Zeit danach beträgt (vorausgesetzt die Daten zu 2020 sind korrekt) etwas mehr als 360 Personen. Laut Johns Hopkins Universität sind in Dänemark fast 600 Corona-Tote bekannt – zu einem gewissen Grad haben Corona-Infektionen also andere Todesursachen in Dänemark ersetzt. Welche Faktoren genau dazu beigetragen haben, warum die Dänen weniger Opfer zu beklagen haben als die Schweden, ist nicht klar. Die Schweden sind im Median 40,5 Jahre alt, die Dänen 41,9. Schweden gibt pro Kopf etwa 70 Euro mehr für Gesundheit aus, was kaum in solch einem Maße ins Gewicht fallen würde. Dänemark verzeichnet mit 138 Einwohnern pro Quadratkilometer auch eine höhere Bevölkerungsdichte als Schweden, dort sind es 25 Einwohner pro km² – obwohl beachtet werden muss, dass der Süden Schwedens deutlich dichter besiedelt ist als der Norden.

Finnland – Menschliche Kosten werden deutlich

Noch einmal deutlich besser da steht Finnland: Hier ist die Zahl der Opfer pro Millionen Einwohner gar zweistellig. Das Nationale Statistikamt Finnland veröffentlicht im Internet zwar verschiedene Datensätze rund um das Thema Sterberaten im Internet und hat sogar Archivmaterial digitalisiert – so lässt sich herausfinden, dass im Jahr 1751 in Finnland 5.149 Männer starben. Doch die Daten für 2020 sind noch nicht verfügbar. Auch eine Untersuchung zum Thema Corona lässt sich für Finnland nicht finden.

Es ist also nur schwer einzuschätzen, wie genau die finnischen Daten zu Corona sind. Die Bevölkerung ist älter als in Schweden und in Dänemark (42,9 Jahre im Median). Auch sind die Gesundheitsausgaben geringer: 3.700 Euro statt 5.206 Euro pro Kopf in Schweden (Kaufkraftbereinigt sinkt diese Differenz, bleibt aber bestehen). Finnland ist allerdings eines der wenigen Länder Europas mit einer noch geringeren Bevölkerungsdichte als Schweden: 18,1 Einwohner pro km², statt 25. Nur Norwegen und Island sind noch dünner besiedelt. Dass Finnland an der Peripherie Europas liegt, wird auch seinen Anteil gehabt haben, die Opferzahlen gering zu halten.

Verschiedene Medienberichte illustrieren aber die menschlichen Kosten, die die Selbstisolation und der Lockdown gefordert haben. So berichtet die englischsprachige Zeitung Helsinki Times, dass die Zahl der Scheidungen im April gegenüber dem Vorjahr um 30% stieg – ein Effekt, der sonst nur nach den Weihnachts- und Sommerurlauben zu beobachten ist. An anderer Stelle berichtet die Helsinki Times, dass, Abwasseranalysen zufolge der Konsum von Amphetaminen in der Hauptstadtregion um 15% gestiegen ist, während der Konsum anderer Drogen wie Kokain, Methamphetamin und anderen stabil blieb – entgegen der Erwartungen einiger Experten, dass der Drogenkonsum aufgrund unterbrochener Lieferketten zurückgehen würde. Das öffentlich-rechtliche Yleisradio Oy berichtet, dass in den Monaten April und März die Zahl der Suizide um 15% gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist. Gleichzeitig sind die Praxen und psychiatrische Kliniken ungewöhnlich leer – auch weil Patienten sich aus Angst vor einer Corona-Ansteckung nicht zum Arzt trauen oder das Gesundheitssystem nicht belasten wollen.

Inwiefern sich diese Berichte auf Deutschland übertragen lassen, ist fraglich – doch auch in Berlin ist die Zahl der Suizide stark gestiegen.

Norwegen – auch hier wenig Tote

Auch Norwegen weist geringe Corona-Opferzahlen auf. Ein Blick in die vom Amt für Statistik veröffentlichten Zahlen zeigt auch, dass die gemeldeten Zahlen plausibel sind.

Quelle: Statistik stentralbyra, eigene Berechnungen: https://www.ssb.no/en/statbank/table/07995/

In den Wochen 20 bis 22 fallen die Zahlen der neuen Verstorbenenmeldungen unvermittelt ab. Dabei handelt es sich nur um einen statistischen Effekt, der durch den Meldeverzug verursacht wird. Es scheint in Norwegen keine nennenswerte Übersterblichkeit zu geben. Die Norweger sind mit 39,7 Jahren im Median jünger als ihre Nachbarn in Dänemark und in Schweden. Mit 7.013 Euro pro Kopf geben sie auch ungewöhnlich viel für Gesundheit aus – selbst Kaufkraft-bereinigt bleibt der Vorsprung bestehen. Doch alleine die Gesundheitsausgaben können nicht ausschlaggebend für die geringe Zahl an Verstorbenen sein – sonst würde Finnland weit schlechter und Schweden besser dastehen.

Island – wieder eine Insel auf dem letzten Platz

So wie im Vergleich Westeuropas mit Irland eine Atlantikinsel den letzten Platz belegte, so ist es auch dieses Mal der Fall. Dass Inseln wenige Tote pro Million Einwohner zu beklagen haben, ist ein Trend, der sich auch in anderen Regionen zeigt: Taiwan ist wahrscheinlich das bekannteste Beispiel, aber auch Malta scheint Corona im Griff zu haben.

Island ist schon früh und mit großem Eifer gegen das Corona-Virus vorgegangen. Große Teile der Bevölkerung wurden getestet, sowohl auf Verdacht einer Infektion, als auch als Stichprobe der Bevölkerung. Wer aus dem Ausland kam, wieder einreiste, musste zwei Wochen in die Quarantäne. Wer Kontakt zu einer infizierten Person hatte: Quarantäne. Es gibt praktisch nur eine Möglichkeit das Land zu betreten: per Flugzeug am Flughafen Keflavík landen. Dazu kommt, das auf Island gut 350.000 Menschen leben. Eine derart kleine Bevölkerung lässt sich gut mobilisieren und organisieren. Laut Statista wurden in Island pro tausend Einwohner 179,68 Corona-Tests durchgeführt. In Dänemark waren es nur 93,73 Tests pro Tausend und in Schweden gar 27,28 pro tausend Einwohner. Zum Vergleich: Das Robert-Koch Institut veröffentlicht immer mittwochs im Rahmen des Corona-Updates, wie viele Tests in der Bundesrepublik erfasst wurden. Zum 3. Juni waren es 4.348.880 – das macht ungefähr 52 Tests je tausend Einwohner. Und auch diese Schätzung ist optimistisch, denn das geht davon aus, dass jeder Test einer Person zuzuordnen ist. Tatsächlich gibt es jedoch sicherlich Mehrfachtestungen.

Ab kommender Woche will Island übrigens wieder Tourismus aus den Schengenländern und Großbritannien erlauben – wer einreist, muss sich jedoch zwei Wochen lang unter Quarantäne begeben, einen Nachweis für einen negativen Corona-Test im Heimatland mitbringen oder am Flughafen Keflavík einen Corona-Schnelltest absolvieren.

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Kommentare ( 18 )

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18 Kommentare auf "Corona: So ist die Lage in Nordeuropa"

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Zu Schweden: Ob „überschüssige“ oder vorzeitige Tote lässt sich erst sagen, wenn man die ganze Grippesaison vergleicht mit vorher gegangenen. Wenn Corona eine Art Raubtier ist, ein „predator“, dann werden im Rest des Jahresverlaufs weniger Leute sterben – jeder stirbt nur einmal. Bin gespannt, ob sich das bewahrheitet im Lauf der Zeit. Am Ende der Grippesaison 2021 rechnen wir ab. Klar dürfte sein: Das nächste Mal müssen wir besser vorbereitet sein – Spahn will JETZT(!) die Brennpunkte besser schützen – spät, aber immer noch nicht zu spät: Altenheime, Pflegeheime, ambulante Pflege, die KH. Trivial, bekannt, wurde eben nicht gemacht, auch… Mehr

Die dänischen und norwegischen Kurven weisen eine auffällige Ähnlichkeit zu den deutschen Kurven auf:

https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Sterbefaelle-Lebenserwartung/sterbefallzahlen.html

Erst Untersterblichkeit, dann Übersterblichkeit, dann Angleichung. Der Höchststand des Jahres 2020 kann dabei aber nicht den Peak der Durchschnittskurven erreichen, so dass man insgesamt wohl von einer Untersterblichkeit oder durchschnittlichen Sterblichkeit für den Winter 2020 ausgehen kann.

Möglicherweise wären die Wellchen im April sogar noch etwas niedriger geblieben, wenn die jeweiligen Regierungen auf diese unsägliche Panikmache verzichtet hätten. So oder so: Killervirus gab es nicht.

Da ich in Schweden lebe möchte ich darauf hinweisen dass es sich bei den Todesfällen zu ÜBER80% um Menschen über 70 Jahre MIT VORERKRANKUNG handelt und von diesen ist die Mehrheit über 85 Jahre alt. Es sind zu viele Personen in Seniorenheimen gestorben weil man zu Beginn der Pandemie nicht ausreichend für den Schutz der alten Menschen in den Pflegeheimen gesorgt hat. Das ist auch das was Tegnell sagt. Er stellt aber seine Strategie insgesamt nicht in Frage. Ein völliger Lockdown hätte die hohen Todeszahlen nicht verhindert sondern nur der rechtzeitige und vollständige Schutz der Menschen in den Alten- und… Mehr

Erneut wieder ein Dank für die Fleißarbeit von Herrn Tichy.
Könnte man am Beispiel Schwedens also vielleicht konstatieren, dass es doch nicht so ideal war, die Infektion einfach passieren zu lassen?
Tja und die Folgeschäden am Beispiel Finnlands- dramatisch der Anstieg der Scheidungsrate, wie „nach den Weihnachts- und Sommerurlauben“.

So wie die Vorkommentatorin @maxmink ja sehr gut beschrieben hat, waren die Einschraenkungen des öffentlichen Lebens durch die Maßnahmen in Schweden wohl zwar nicht so stark wie in anderen Laendern, aber eben auch nicht mit einen „einfachen passieren des Virus“ zu beschreiben. Vielmehr muß sich wohl Schweden den Fehler eingestehen, dass sie im Bezug auf die Pflege- und Altenheime, dort wo die „Risikogruppe“ der aelteren Menschen lebt, zu wenig und auch zu spaet entsprechende Maßnahmen getroffen haben. İm Bezug auf den Anstieg der Scheidungsraten werden sich wohl auch viele andere Laender dem „Vorbild“ Finnland anschließen müssen. Denn so wie scheint,… Mehr
Nochmals, der Vergleich der Bevölkerungsdichte zwischen Dänemark und Schweden ist irreführend: In Schweden wohnen ca 8.000 Einwohner auf 75% der Fläche, die absolute Mehrheit der 10 Mill. Schweden leben auf 25% der Fläche, macht ca. 80 Einwohner/qkm. wirklich vergleichen lassen sich aber nur die Großstadtdichten, die nicht weit auseinander liegen dürften, denn gestorben wird nicht in der Fläche, sondern in den Ballungszentren. Wirklich interessant wird es erst, wenn man vergleicht, wer wirklich und woran gestorben ist und mit welchem Covid Titer: Alter, Geschlecht, Ethnie, Morbidität und Sozioökonomischer Standard etc. Mit einem Covid Sterbealtermedian (!) von 80 Jahren sind gleich viel… Mehr

„2020 wurden dreimal so viele Tote in [den Gemeinden] Sundyberg und Borlänge registriert als im Durchschnitt für 2015-2019“
Auch das ist wenig aussagekräftig.
Heißt das 3 Verstorbene statt einem?
oder 6 statt 2?

Danke für die Infos!

Hier noch die Lage in der S-Bahn: Alle mit Maske außer ich. 😉

Ganz Holland ist maskenfrei.
Überall.

Was so eine Grenze doch alles verändern kann.

Hab ich heute im Supermarkt durchgezogen. Erstaunlicher Weise wurde ich erst an der Kasse darauf angesprochen. Aber die Kassiererin stimmte mir zu, dass das mit den Masken alles Schwachsinn ist. Insbesondere nach den Demos der Antifa sei ihr das endgültig klar geworden. Die Leute kommen ins Denken!

Na, wenn die Kassiererin das sagt….

Die unmittelbaren „Coronatoten“ sind ein Zahl. Viel interessanter wäre es zu dieser Zahl, die Zahl der „Kolateraltoten“ (man verzeihe mir die Bezeichnung) zuzurechen, sagen wir am Jahresende. Wie viele werden mehr gestorben sein am nicht (nicht rechtzeitig) behandelten Herzinfarkt, Krebs, Schlaganfall u.s.w.. Ich glaube erst dann kann man sinnvoll eine Rechnung aufmachen.

„Nach Berechnungen des Statistischen Landesamts blieb für Berlin eine leicht erhöhte Sterblichkeit in Zusammenhang mit Covid-19 nach der aktuellen Datenlage auf einen kurzen Zeitraum von Ende März bis Mitte April beschränkt. In dieser Zeit habe die Zahl der Gestorbenen das Vorjahresniveau um 90 Menschen (4,3 Prozent) übertroffen.

Insgesamt starben in den Monaten Januar bis Mai aber 706 Menschen weniger als im Vorjahreszeitraum. Das entspreche einem Rückgang von fünf Prozent im Vergleich zu 2019, teilte das Amt am Mittwoch mit.“

https://www.bz-berlin.de/berlin/trotz-coronavirus-bisher-weniger-sterbefaelle-in-berlin