Ausgerechnet der Bundestagspräsident als machiavellistischer Volksverächter

Schäuble bestätigt alle Sorgen politisch wacher Bürger, die auch er noch kurz zuvor als „Verschwörungstheoretiker“ abqualifiziert hatte. Schäuble (Ex-Finanzminister!) will auf der Corona-Welle eine Schulden- und Transferunion inszenieren.

imago Images/Eibner

Der Bundestagspräsident ist qua Amt der zweite Mann im Staate. Er ist vor allem der oberste Hüter der parlamentarischen Demokratie. Eigentlich! Amtsinhaber Schäuble ist dieser Hüter nicht.

Es kann ihm gar nicht schnell genug gehen, nationales Recht nach Brüssel durchzuwinken. „Corona“ kommt ihm da gerade recht. In einem Interview mit der Neuen Westfälischen gab Schäuble am 20. August von sich: Corona sei die “große Chance“ für Europa. Und „Der Widerstand gegen Veränderungen wird in der Krise geringer. Wir können die Wirtschafts- und Finanzunion, die wir politisch bislang nicht zustande gebracht haben, jetzt hinbekommen.“ 

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Dazu fällt einem fast nichts mehr ein. Nur fast – und sogar einiges: Schäuble bestätigt damit alle Sorgen politisch wacher Bürger, die auch er noch kurz zuvor als „Verschwörungstheoretiker“ abqualifiziert hatte. Schäuble (Ex-Finanzminister!) will eine Schulden- und Transferunion inszenieren. Schäuble will den Nationalstaat auflösen und dessen Souveränität restlos an einen demokratisch in nichts legitimierten supranationalen Wasserkopf abtreten.

Warum Schäuble das will? Wir wissen es nicht. Früher hatte er genau diese Entwicklung bekämpft. Wirklich? Wir wissen es nicht. Denn dieser Mann ist eine Sphinx, man weiß nie genau, wie er tickt. Dieser Mann ist ein Anti-Demokrat wie ein gewisser, vormaliger EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker („Wenn es ernst wird, muss man lügen“) und ein gewisser Walter Ulbricht („Es muss nur nach Demokratie aussehen“). Er ist ein Verächter des Bundesverfassungsgerichts, indem er die Umsetzung des Urteils zur Wahlrechtsreform von 2012 immer wieder verschleppt. Er ist ein politischer Masochist, der unbeirrt an der Macht und an Merkel festhält, auch wenn ihm letztere das höchste Staatsamt verwehrte. Er ist ein
Merkel-Proskyniker (Proskynesis = orientalische Geste der Anbetung), denn er wäre 2015/2016 auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise der einzige gewesen, der mit Wirkung hätte sagen können: „Frau Merkel, es ist genug.“ Er ist ein Zyniker, der 83 Millionen Bewohner Deutschlands der bevorstehenden biologischen Inzucht bezichtigte und weitere Millionen und Abermillionen an Zuwanderern möchte.

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Vor allem aber ist Schäuble ein Machiavellist. Er scheint Niccolò Machiavelli (1469 – 1527), vorübergehend Staatssekretär in der Republik Florenz, genau studiert zu haben, vor allem dessen 1513 entstandene, erst posthum erschienene Schrift „Der Fürst“ („Il Principe“). Machiavelli hatte das Buch dem Fürsten Lorenzo de Medici gewidmet; Machiavelli fordert Lorenzo darin auf, in ganz Italien die Macht zu ergreifen.

Was ist der Kern der Schrift? In Kürze: Einem Fürsten sei es erlaubt, seine Gegner zu belügen, zu betrügen, zu unterdrücken und sogar zu ermorden, solange dies nur seinen Zielen diene. Ein Machiavellist ist dementsprechend ein verschlagener Despot, dem jedes Mittel recht ist, um seine Ziele zu erreichen. Machiavelli weiter: Ein Fürst sollte ebenso geliebt wie gefürchtet, aber nicht gehasst werden. Unter Umständen muss er auch sein Wort brechen. Denn der Pöbel lasse sich recht leicht hinters Licht führen.

Heute zum Beispiel durch apokalyptische Corona-Szenarien!

„Machiavelli“ Schäuble: So ein Mann will 2021 mit dann 79 Jahren erneut und damit zum 14. Mal in den Bundestag einrücken. Vielleicht dann als Chef eines von 709 auf 900 Abgeordnete aufgeblähten Schein-Parlaments.

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Kommentare ( 198 )

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198 Kommentare auf "Ausgerechnet der Bundestagspräsident als machiavellistischer Volksverächter"

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„Wir brauchen eine Krise“ sagte Schäuble meines Wissens schon vor Jahren, nachdem sich Protest rund um die Vertragsbrüche abzeichnete. Erst wenn alles drunter und drüber ginge, so mein(t)e er wohl, könne die lästig schwerfällige Demokratie durch die Brüsseler „Heilge Ordnung, segensreiche Himmelstochter“ Früchte tragen .. In einem Punkt (u.v.a.) hat er sich allerdings geirrt. Die multiethnische Blutdurchmischung, durch die sich niemand mehr auf etwas Eigenes berufen könne, wird in Verkennung des Islam mit Sicherheit nicht stattfinden. Stattdessen werden mächtige Parallelgesellschaften wachsen zusammenwachsen und mittels Masse der europäischen „Fürstenherrschaft“ den Garaus machen. Davor könnte es dem Fürsten Schäuble grauen, aber ein… Mehr

Schäuble kommt aus tiefster bigotter Provinz (pietistisches Schwarzwaldtal), wo aber „geistige“ Überlegenheit oder Wendigkeit im Sinne eines Platonismus ein und alles war, er sah sich wohl immer als Elitemensch und hat nicht die innere Bescheidenheit eines Gesellschaftsmenschen.

Schäuble ist nichts als ein böser alter Mann. Verbittert aus verständlichen Gründen, aber eine absolute komplette Fehlbesetzung!

Sehr richtig !
Ein echt schlimmer Finger mit ganz argen
Erinnerungslücken , wenn sie ihm in den Kram passen !

Langsam aber sicher muss man davon ausgehen, dass Schäuble alles – nur nicht sauber ist! Erst das Lavieren in der Parteispendenaffäre, dann öfter undurchsichtige Machenschaften an entscheidenden Stellen und jetzt die Offenbarung, dass er entgegen dem Grundgesetz dieses Land an den Rest Europas verscherbelt.
Da war der früh aufgekommene Begriff von „Vaterlandsverrätern“ mehr als treffsicher!

Seit der Zeit, als Schäuble davon faselte, dass die „Flüchtlinge“ uns davor bewahren, in Inzest zu versinken, ist diese Person untragbar.

Schäuble ist nur ein “ Rädchen“, aber ein wichtiges, der gesamten Maschinerie, die ins Verderben rast. Dieser “ Handwerker der Macht“ fehlt das Format eines “ Fürsten“ im Sinne des Macchiavellischen Staates. Es stellt sich die Frage nach dem Fürsten. Wer ist das oder wer sind die?

Was seitens des RKI in der Veröffentlichungen fehlt, ist eine kritische Betrachtung der durchgeführten Tests. Worauf weisen die „positiven“ Tests hin, je nach Art des Test? Der PCR Test, wie bekannt, liefert auch dann ein positives Ergebnis, wenn nur tote DNA-Bruchstücke vorhanden sind, die kein infektiöses Potential mehr haben. Aber auch die positiven Antigen- und Antikörpertests belegen keinen Krankenzustand, wenn sonstige Krankheitssymptome nicht vorhanden sind. Was uns das RKI also verheimlicht ist die Anzahl derer mit Krankheitssymptomen (körperliche Anzeichen, der Lungen- und Nierenfunktion), Anzahl die ganz offensichtlich nicht gleich ist mit der Anzahl der nun als „Neuinfektionen“ als infiziert getesteten… Mehr
Wie sehr man sich täuschen kann. Nein, nicht Sie werter Herr Kraus; ich habe mich getäuscht. Vor Jahren hätte ich Schäuble trotz Spendenaffäre noch für intelligent und weitestgehend weise gehalten. Das ist in den letzten Jahren gewichen, mindestens seit der Flüchtlingskrise, hin zu nun einer abgrundtiefen Verachtung. Jene die die Macht haben sind offenbar nur äußerst selten dazu in der Lage sie für das richtige zu nutzen. Auch Schäuble hat sich selbst in die Kategorie der Versager eingereiht – und lässt in seiner in seinen Kreisen offenbar obligatorischen Überheblichkeit mittlerweile jeglichen gesunden Menschenverstand missen. Die Kosten sind wieder absehbar; Menschenleben… Mehr
nein, nein, nein, keine Dummköpfe, sie haben nur bauernschlau erkannt, daß eine „normale“ Demokratie zu hinderlich, zu schwerfällig ist, um mit leicher Hand und faulen Tricks die einmal erschummelte Macht zu mißbrauchen und eine Politik, die in demokratischen Abstimmungen niemals mehrheitsfähig wären, durchzusetzen. Daher mußte was geschaffen, werden, in das der normale Wahlbürger nicht mehr eingreifen kann, eine repräsentative Verwaltung der repräsentativen Demokratie sozusagen. Die „Wahl“ vdLs war ein Paradebeispiel dafür, daß es gelungen ist, dem Bürger in aller Brutalität klar zu machen, daß er jetzt nichts mehr zu sagen hat, und was passiert? der Bürger stimmt seiner eigenen Entmachtung… Mehr

Spätestens, als er als deutscher Finanzminister gleichzeitig Gouverneur des ESM mit all den damit verbundenen persönlichen Vorteilen wurde, hat er sich als schnöder Opportunist entlarvt.

Man kann in diesem Gesicht lesen wie in einem offenen Buch. Man schaut in dieses Gesicht und weiß alles.