Abgeordnete der CSU, SPD, Grünen und Linken machen einen gemeinsamen Ausflug zu den Olympischen Winterspielen in Italien. Dort wollen sie gelungene Beispiele aus der Berliner Politik vorstellen – und auch ein ganz bisschen Sport schauen oder am Büffet naschen.
picture alliance / Daniel Kalker | Daniel Kalker
Als Abgeordnete der AfD im Dezember in die USA reisten – auf Kosten des Steuerzahlers –, da empörte sich der übliche deutsche Medienchor aus Tagesschau, FAZ und Zeit. Wenn sie nicht für einseitige Propaganda stehen wollten, könnten sie sich jetzt kritisch den Ausflug anschauen, den der Bundestag zu den Olympischen Spielen in Italien veranstaltet. Sorry. Die Delegationsreise, „um sich vor Ort über Abläufe, Wettkampfbedingungen, Infrastruktur, zivilgesellschaftliches Engagement und Nachhaltigkeitsziele zu informieren“, wie es der Bundestag nennt.
Das sei wichtig, dass der Sportausschuss dahin fahre, erklärt der Bundestag. Denn zu dessen „Kernaufgaben“ gehöre „die Förderung und Finanzierung der Rahmenbedingungen für den Spitzensport“. Also mit anderen Worten: Diese Abgeordneten nicken ab, wenn das Ministerium das Geld der Steuerzahler an die Sportförderung auszahlt. Das kann man in Berlin nur tun, wenn man zuvor in Mailand auf der Tribüne dem Live-Sport zugeschaut hat.
Und so gibt der Bundestag dann in der entsprechenden Erklärung mächtig Gas, um den Eindruck zu verwischen, dass es sich hier um eine reine Lustreise handele. Die Delegation führe unter anderem „in Mailand Gespräche mit ehrenamtlich Tätigen“. Darunter fällt auch: „Na, wie geht’s?“ „Danke gut, wo ist das Büffet?“ Zudem kündigt der Bundestag einen „best practice-Austausch mit dem Präsidenten des Regionalparlaments“ an. Das bedeutet, sie erzählen dem armen Mann, was in Berlin jüngst alles gut gelaufen ist. Immerhin dürfte das schnell erledigt sein.
Laut Bundestag nehmen an der Delegationsreise teil: Die Ausschussvorsitzende Aydan Özoğuz (SPD), Stephan Mayer und Artur Auernhammer (beide CSU), Bettina Lugk (SPD), Tina Winklmann (Grüne) und Christian Görke (Die Linke). Das ist ein perfider Angriff der AfD auf Tagesschau, FAZ und Zeit. Wäre wenigstens einer von ihnen mitgefahren, hätten diese Medien wenigstens teilweise kritisch über die Fahrt berichten können – so müssen sie im Sinne der „Brandmauer“ und der heiligen Doppelmoral über die Fachgespräche in Mailand hinwegschauen.

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Diese Berlin-Bande ist nur noch dreist! Apropos Berlin: wie „glatt“ ist es zur Zeit rund um den Bundestag, das Kanzleramt und die Ministerien? Wer streut dort mit dem „ pösen“ Salz? Werden die „Auserwählten“ mit ihren Fahrdiensten in die Gebäude hineingefahren? Auch Claudia Roth? Ich habe bis jetzt noch keine Rückmeldung, dass jemand von denen auf seinen A…h gefallen ist..
„Neu-Versailles“ auf Reisen….wetten,das die AFD ausgeladen wurde?
hoffen wir,das Sie als Parlamentarier in Italien alles für Deutschland geben 🙂
Da bin ich mal gespannt mit welchen Winkelement-Farben unsere TV-Leute sie bei der Eröffungsfeier uns präsentieren ? Was wollen wir wetten ?
Das sind einfach Nassauer, die sich bereichern, wo sie können. Haben das nicht auch die SED Bonzen gemacht? Na ja, wirklich unterscheiden tun sich die Brandmauer Bonzen von den SED Bozen ja nicht.
Privilegierte Bonzen, die gegen die Interessen ihrer eigenen Wähler regieren, reisen zu Sport-Events, deren Reisekosten von den Steuern dieser Wähler finanziert werden, um der Welt Projekte vorzustellen, die niemand braucht. Von wegen „gelungen“. Gerade Berlin ist ja dafür bekannt geworden, dass dort nichts „gelingt“.
Ich kann den AFD Abgeordneten aus dem entsprechenden Ausschuss verstehen , wenn er freiwillig auf diese Reise verzichtet hat. Die Aufzählung der Mitreisenden , insbesondere die Ausschussvorsitzende wäre für mich auch ein gewichtiger Grund nicht nach Italien zu reisen.
Die Deutschen (schwach, ängstlich und feige) setzen die Schwachen auf den Thron und entmündigen dadurch die Starken❗
Machen sie das Kreuz an der richtigen Stelle, es gibt nur eine richtige Stelle.
Wenn ich das als gewöhnlicher AN machen und die Rechnung beim FA einreichen würde, ich vermute, die Ausgaben würden null anerkannt. Auch bei Geschäftsessen mit Kunden und Weihnachtsgrüßen an ebendiese ist der Konflikt vorprogrammiert. Eines ist dem typischen Finanzbeamten bewußt: um die Sause der Polit-„Elite“ und deren Visionen zu bezahlen braucht es Steuereinnahmen, und zwar viele, sehr viele…