Wenn durch geschicktes Weglassen eine Abwehrreaktion zu einer Attacke umgedeutet wird, offenbaren deutsche Medien ihr verqueres antiisraelisches Denken.
picture alliance / AA | Ali Jadallah
In der Nacht vom 25.12. auf den 26.12. gab es erneut Raketenangriffe aus dem Gazastreifen auf Israels Städte und Zivilisten. Daraufhin hat die Israelische Armee militärische Ziele der Hamas in Gaza beschossen, darunter eine Herstellungsstätte für Raketen. Deutsche Meien titeln aber wie gewöhnlich zu solchen Anlässen, dass Israel Gaza beschießt und angreift. Das ZDF titelt „Israel beschießt Ziele im Gaza-Streifen“, der DLF „Israelische Luftangriffe gegen Hamas-Ziele im Gazastreifen“, die FAZ „Israel greift Ziele der Hamas im Gaza-Streifen an“, die ZEIT titelt mit „Israel – Armee schießt auf Hamas-Ziele im Gazastreifen“, der Spiegel „Israel greift Hamas-Ziele im Gazastreifen an“ mit einem kleinen verärgert wirkenden „Nach Raketenbeschuss“ in der Stichzeile.
Dass es vorher Angriffe auf israelische Bürger gab, steht oft irgendwo im Kleingedruckten zwischen Zeile drei bis fünf im Konjunktiv, so als wisse man nicht ganz ob es stimme.
Das Recht auf Selbstverteidigung, das jedem souveränen Staat selbstverständlich zugestanden wird, stellt für deutsche Journalisten im Falle von Israel offenbar eine offensiv-aggressive Kampfhandlung dar. Diese Täter-Opfer-Umkehr passt einfach zu gut ins Weltbild: Israel als großer, brutaler Aggressor und die Palästinenser als armes Volk, dass nach Lust und Laune der israelischen Armee willkürlich beschossen wird. Dieses Bild, das sie dem Leser vermitteln, der nur schnell die Schlagzeilen beim Bäcker oder online beim Durchschauen der Nachrichten überfliegt und sich nicht die Mühe macht, jeden Artikel komplett zu lesen, ist bewusst manipulativ und irreführend.
Das häufige Argument aus eben jenem tendenziell links geprägten Wohlstandsmilieu ist, dass die „Feuerwerkskörper“ der Palästinenser ein Hilferuf des Widerstands sind und ohnehin in der Wüste Israels landen, wohingegen die israelische Armee eine Kampfmaschinerie ist. Nun hierzu muss man wissen, dass diese Feuerwerkskörper dank großzügiger Finanzierung der Bundesregierung und deutscher Stiftungen und Vereine via Hilfsgelder an den Gaza-Streifen durchaus in der Lage sind, ein Haus in einen sehr renovierungsbedürftigen Zustand zu versetzen, Menschen zu verletzen und zu töten.
Es ist schon ein starkes Stück, Weihnachten in seiner sicheren Wohnung in Prenzlauer Berg zu sitzen – während die Bewohner Aschkelons (ca. so viele Einwohner wie Ingolstadt) nach dem Ertönen der Sirenen nur wenig Zeit haben, um in den nächsten Bunker zu rennen – und dann darüber zu urteilen, dass Israel seine Bürger schützt. Es ist lange bekannt, dass die Hamas ihre Raketen in die Mitte des zivilen Lebens Israels schickt, in die Städte und auf die Bevölkerung, mit dem Ziel zu töten. Die israelische Armee beschießt gezielt Waffenlager und militärische Ziele. Die Journalisten haben recht, wenn sie schreiben, dass die Israelische Armee stark ist. Israel ist stolz auf seine militärische Stärke, denn „Nie wieder!“ ist dort anders als in Deutschland nicht bloß eine Floskel des politischen Sammelsuriums von Textbausteinen. Hinter diesem Satz stehen Taten und falls notwendig auch militärische Handlungen. Ob dies diesen Deutschen gefällt, wird Israel ziemlich egal sein.
ARD-Vorsitzender Tom Buhrow drohte kürzlich damit, dass „man es im Programm deutlich sehen und hören wird“, wenn die Beitragsanpassung (vulgo Erhöhung der GEZ) nicht kommt. Wenn sich dann die Qualität der Öffentlich-Rechtlichen noch weiter verschlechtern soll, wird mir Angst und Bange, was wir dann noch so ertragen werden müssen.
Was Israel angeht, so bleibt nur zu sagen, dass Technologien und auch militärische Operationen das Überleben dieses Landes sichern, dessen Bürger täglich vor existenziellere Gefahren gestellt werden, als es solche in absoluter Sicherheit lebenden Journalisten jemals erleben werden. Ich sehe keinen Grund, sich für die eigene Selbstverteidigung und das eigene Überleben zu entschuldigen – auch oder gerade als Jude. Israel muss seine Existenz täglich neu verhandeln und unter Beweis stellen. Golda Meir, die frühere Premierministerin Israels formulierte sehr treffend: „Ich ziehe es vor, am Leben zu bleiben und kritisiert zu werden, statt Mitgefühl zu erhaschen.“
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Tja, Tichy’s Einblick. Ich habe schon 100-mal geschrieben, dass der „öffentlich-rechtliche“ Rundfunk verlogener Abschaum ist. Wann kapiert auch ihr es endlich?
Ich danke den Hergott jeden Tag, das Tichy Einblick gibt. Diese verlogene deutschen Medien schaue und lese nicht mehr. Leider muss ich dafür noch Zwangsgebüren zahlen. Und unsere Vollpfosten Regierung/ Politiker da nehme ich die AFD außen vor, brediegen ständig über Juden Schutz etc… Und wenn es auf hart kommt sind sie die ersten die , die Juden verraten. So wie in der Bibel steht, da hat der Judas , Jesus auch für 30 silbergroschen verraten.
Ja, das haben die Mainstreammedien auch mal Recht. Mutmaßliche Hamas Anhänger schießen ihre Selbstbau Raketen ab, die i.d.R. nichts treffen. Israel antwortet mit dem Besten, was die westliche Rüstungsindustrie hergibt.
Was richtig ist, ist sicher schwer zu sagen, aber gewichten muß man schon.
Und es ist auch interessant, daß gewisse Leute per mailinglist immer rechtzeitig ihren Weg her finden.
Das sind keine „Journalisten“, dass sind linksverlogene Agitatoren.
Man hat nicht immer automatisch Recht wenn man der „Underdog“ ist, aber auch nicht, wenn man der Stärkere Ist.
Es ist sehr schwer darüber zu berichten. Dieser Krieg war eben nicht mit der Vertreibung der Palästinenser vorbei. Israel versucht weiter Gebiete zu erobern und manche wehren sich dagegen. Erst wenn beide Seiten Grenzen akzeptieren, erst dann wird es die Chance auf Frieden geben. Jitzchak Rabin hat es gewußt und ist für dieses Wissen gestorben worden.
Nicht nur die Labour Party hat dieses Problem.
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