McDonald’s verbannt den Schweinefleisch-Burger

„Verboten ist euch das Verendete, Blut, Schweinefleisch“ – das ist im Koran Sure 5, Vers 3 (Al-Māʾida) zu lesen. McDonald´s kommuniziert allerdings keine Beweggründe, warum der McRib in Deutschland von der Karte kommt.

Der McRib kommt von der McDonald's-Karte. IMAGO / Depositphotos
Der McRib kommt von der McDonald's-Karte.

Der McRib wird „ausgeburgert“, kommentiert die BILD das Ende des Schweinefleisch-Angebots in 1.382 McDonald´s-Filialen in Deutschland. Den McRib wird es nur noch bis zum 27. Oktober bei McDonald´s geben, dann ist Schluss, in vielen anderen Ländern wird der McRib bereits seit Langem nicht mehr dauerhaft angeboten. In den USA wurde der Burger 1981 eingeführt und 1985 aus dem Menü genommen. Seitdem kehrt er dort immer wieder befristet zurück, zuletzt im Dezember 2024 nach einer einjährigen Pause.

Interessant war die Begründung des McRib-Endes in Großbritannien: Auf der britischen Insel begründete McDonald’s das Aus des Schweinefleischs unter anderem damit, dass viele Filialen nicht genügend Grillkapazitäten besitzen, um Schweine- und Rindfleisch getrennt zuzubereiten.

Ersatz „nur für kurze Zeit“

In Deutschland, wo Hunde- und Messerverbotszonen immer öfter erlassen werden, soll die McRib-Verbannung nichts mit den sich verändernden Stadtbildern zu tun haben: So sagte die McDonald’s-Geschäftsführung zu, dass es künftig weiterhin Schweinefleisch in den Filialen geben werde – nämlich den McRib Sweet Heat. Dieser Burger wird künftig mit einer feurig-süßen Chilisauce serviert und ist laut dem Unternehmen besonders würzig. Zum Start ist er in der McDonald’s-App zum Probierpreis von 2,99 Euro erhältlich. Allerdings soll der Sweet Heat nur für kurze Zeit angeboten werden. Ein komplettes Ende des Schweinefleisch-Angebots der Fastfood-Kette ist somit ziemlich sicher.

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Den McRib-Burger hat der luxemburgische Koch René Arend, der erste Executive Chef von McDonald’s, erfunden. Der Burger entstand Anfang der 1980er-Jahre in den USA, als die enormen Verkaufszahlen der Chicken McNuggets zu einem Hühnerfleisch-Engpass führten. Arend formte das knochenlose Schweinefleisch-Patty so, dass es an Rippchen erinnert.

Eine besonders heikle Kontroverse betraf die Frage, ob McDonald’s-Pommes frites für Vegetarier geeignet waren: In den USA wurden die Pommes nämlich mit Rindfleischaroma behandelt. Viele Kunden gingen jedoch davon aus, dass sie rein pflanzlich seien. Das führte zu heftigen Protesten von Vegetariern und auch von Hindus, für die der Verzehr von Rindfleisch aus religiösen Gründen ausgeschlossen ist. McDonald’s entschuldigte sich 2001 für die unzureichende Kommunikation über die verwendeten Zutaten. Die Entschuldigung beendete die rechtlichen Auseinandersetzungen allerdings nicht sofort.

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