Wo bleibt der Mut? Der CDU fehlen die rechten Eier

Deutschland hält sich noch immer für reich und erfolgreich – doch Kolumnist Rainer Meyer, auch bekannt als Don Alphonso, sieht längst eine andere Realität. Im Sommerinterview mit Maximilian Tichy spricht der Kolumnist über die Berliner Politikblase, den schleichenden Wohlstandsverlust und einen Staat, der Bürger und Mittelstand mit immer mehr Kontrolle und Bürokratie überzieht. Sein Blick nach Norditalien zeigt: Es geht auch anders.

 

„Wenn man erst einmal der Meinung ist, dass man bei den ‚Guten‘ ist, kommt man gar nicht auf die Idee, dass man schlechter sein könnte.“ – Don Alphonso im Sommerinterview mit Tichys Einblick.

Für Kolumnist Rainer Meyer, auch bekannt als Don Alphonso, ist das eines der grundlegenden Probleme der heutigen politischen Debatte. In seinem Garten in Ingolstadt empfängt er Maximilian Tichy und blickt auf ein Land, das sich schleichend von der Vernunft verabschiedet, und auf eine Politik, die sich ihr eigenes „Überzeugungskartell“ geschaffen hat.

Auch die Berliner Blase aus Juristen, PR-Beratern und Journalisten ist Don Alphonso bekannt. Für ihn ist es ein Milieu, das von Gleichartigkeit geprägt ist und in dem Widerspruch kaum noch stattfindet. Die Folgen seien politische Fehlentscheidungen wie das Verbrennerverbot, die, einmal beschlossen, über Jahre hinweg fortgeschleppt werden.

Don Alphonso vergleicht Deutschland mit Norditalien. Er beschreibt den kulturellen und strukturellen Niedergang deutscher Bahnhöfe und Innenstädte im Vergleich zu Städten wie Bozen oder Florenz. Während Deutschland sich noch immer für ein reiches Land hält, floriert Norditalien – mit gepflegten Innenstädten, funktionierender Infrastruktur und sichtbarem Wohlstand.

Don Alphonso kritisiert einen wachsenden Kontrollanspruch von links und warnt vor einem „Demokratieabbau auf links gedreht“. Überwachung, Bürokratie und die Rolle der NGOs sieht er als Symptome eines Staates, der sich immer weiter von seinen Kernaufgaben entfernt. Die Rechnung dafür zahle vor allem der arbeitende Mittelstand.

Trotzdem bewahrt sich der Don den Sinn für das Schöne: bayerische Traditionen, die Freude an der Provokation – und den juristischen Schlagabtausch mit Robert Habeck, den er vor Gericht für sich entscheiden konnte.


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Kommentare ( 7 )

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Lucius de Geer
22 Minuten her

Meyers 5-Punkte-Plan zur Kurskorrektur in D’land fällt arg lauwarm aus – kein Wort dazu, dass wir den finanziellen Immigrations-Magneten abstellen müssen und geltendes Recht wieder anwenden müssen (also Illegale rausschaffen). Auch sonst ein schwacher Auftritt trotz pointierter Fragen von Tichy jun.

Harry Charles
50 Minuten her

ES IST DIE TRAGISCHE GESCHICHTE vom Stier, der zum Ochsen wurde (in dem Fall sich selbst dazu gemacht hat). Und der Ochse redet es sich schön, er sei plötzlich so „friedfertig“. Wenn er auf der Weide steht in seiner trägen, massigen Fleischhülle (die seine Pfründe symbolisiert) rümpft er die Nase über die Stiere, die ihre Kraft und Vitalität behalten haben, manchmal vor Wut schnauben und gelegentlich ungeduldig mit den Hufen scharren. Aber was soll der Ochse sich sorgen? Er hat doch ein Heer von Eunuchenchören („Mainstreammedien“) um sich herum, die ihm nach dem Mund reden und allen Stieren weismachen wollen,… Mehr

Traum-Yogi
1 Stunde her

Die Union braucht jemanden wie Herbert Gruhl. Die Alternativbewegungen, die in den 1970er Jahren an Einfluss gewannen, können unterstützt werden, soweit sie wertkonservativ oder christlich sind.
https://cna343.wordpress.com

Haba Orwell
1 Stunde her

> Wo bleibt der Mut? Wo bleibt die Integrität? Ich vermute, die dienen eifrig den globalistischen Oligarchen: >>>Das Oligarchen- und Milliardärs-Problem der USA und der Welt<<< > „… Der gesamte Westen ist jetzt in der Hand von Milliardärseliten, die die Medien, das politische Establishment und alle unsere wichtigen Institutionen im Würgegriff haben. In den letzten Jahren haben diese Oligarchen ihren Einfluss von den Märkten, dem Finanzwesen und dem Handel auf die Politik, das Sozialwesen und sogar die öffentliche Gesundheit ausgeweitet. Der Einfluss, den diese Gruppe auf diese anderen Interessensgebiete hatte, war geradezu atemberaubend. Die Eliten des Establishments und ihre Medien… Mehr

Micky Maus
1 Stunde her

Da fehlen nicht nur der Mut und die rechten Eier, da fehlt einfach alles, Würde, Geist, Anstand und Achtung. Im Volksmund wird die Regierung schon mit der Augsburger Puppenkiste auf eine Stufe gestellt,.Was für ein stolzes Kasperletheater?

Thomas
1 Stunde her

Jetzt sind die ganzen Leute wie Tichy, Poschard, Reichelt und Don Alphonso endlich zu der gleichen Erkenntnis gekommen wie die von ihnen verachteten „Rechten Schwurbler“ vor zehn Jahren schon oder noch früher.
Es wird aber wieder Jahre brauchen bis sie sich zu denselben Schlüssen daraus durchringen können die die „Rechten Schwurbler“ schon lange haben wenn sie Deutschland als westliches Land der Deutschen halbwegs erhalten wollen.
Remigration
und zwar auch von den vom Unrechts Putschstaat massenhaft eingebürgerten illegalen Drittweltmigranten.

Last edited 1 Stunde her by Thomas
alter weisser Mann
1 Stunde her

Die ganzen älteren Herren geben sich heute renitent und säfteln doch nur einer CDU hinterher, die es wohl nie so gab, sicher nicht mehr gibt und ganz sicher nie geben wird.
Die können alle froh sein, dass lange Jahre Dienst im und am System und im medialen Mainstream ihnen eine Lebensgrundlage bescherte, auf der sie seelig ihrem Ende entgegenlabern dürfen.
Es sei denn, es kracht doch noch und die (örr-)Rente platzt.