Das bequemste Mittel gegen Wähler, die falsch wählen: Verbot. Harald Martenstein legt die Verbotslogik frei und erinnert an den einfachen Satz, den Berlin verdrängt: Man kann Demokratie im Namen der Demokratie abschaffen.
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Ein Parteiverbot als Ersatz für Politik, die Probleme nicht mehr löst: Wer Millionen Wähler per Richterspruch entsorgen will, nennt das „wehrhaft“. Harald Martenstein hält dagegen: So stirbt Demokratie nicht mit Gewalt, sondern mit Beifall.
Im Hamburger Thalia Theater wird ein großes Etikett an die Wand gehängt: „Prozess gegen Deutschland“. Das klingt nach Kunst, es ist vor allem eine politische Bühne, mit Livestream, Blog und einem Geschworenengremium, das am Ende ein Urteil sprechen soll. Der Gegenstand dieses Tribunals ist nicht irgendein Randphänomen, sondern eine Partei, die längst tief im Land verankert ist. Damit steht nicht die AfD allein im Raum, sondern der Kern der Demokratie: der Wettstreit um Mehrheiten, der Respekt vor Wählern, die Freiheit, auch anders zu wählen, als es das Milieu für anständig hält.
Harald Martenstein nimmt diesen Rahmen auf und zerlegt ihn, ohne Theaterdonner, ohne moralisches Geraune. Er spricht über Machttechnik. Über den reflexhaften Griff zum Verbot, wenn Argumente fehlen und Politik an der Wirklichkeit scheitert. Über den Satz, der inzwischen wie eine Staatsreligion behandelt wird: Man müsse die Demokratie gegen ihre Feinde verteidigen. Martenstein zeigt, wie leicht aus diesem Satz eine Waffe wird, die am Ende nicht den Gegner trifft, sondern das System selbst.
Er beginnt mit einer Zahl, die man im Berliner Betrieb gern kleinredet, weil sie das eigene Weltbild stört. Die AfD wird im Westen von rund 20 Prozent gewählt, im Osten erreicht sie Werte, die man früher nur Volksparteien zugestand. Martenstein formuliert es so: „Wir sprechen hier also in einer Art Schauprozess über das Verbot einer Partei, die im Westen Deutschlands von 20 Prozent der Menschen gewählt wird und im Osten von 35 bis 40 Prozent.“ Und er sagt den Satz, der in diesem Land sofort als Tabubruch gilt, obwohl er nur die Logik beschreibt: „Mit anderen Worten: Wir reden über das Ende der Demokratie und ihre Ersetzung durch etwas anderes.“
Wer an dieser Stelle reflexhaft mit 1933 kommt, bekommt bei ihm keine Ausflucht, aber auch keinen Freibrief. Ja, er sagt, die NSDAP hätte man besser verboten, ob das geholfen hätte, wisse man nicht. Nur taugt die historische Katastrophe nicht als Dauerargument, um jede Konkurrenz in der Gegenwart unter Generalverdacht zu stellen. Wer die Vergangenheit als moralisches Brecheisen benutzt, kann jede Abkürzung rechtfertigen. Genau das ist die Gefahr.
Der nächste Punkt trifft den deutschen Lieblingssport: „Kampf gegen Rechts“ als Ausweis von Tugend. Martenstein fragt, ob „rechts“ und „rechtsradikal“ wirklich dasselbe seien, und erinnert daran, dass rechts und links seit 1789 die Grundrichtungen demokratischer Politik sind. Wer „rechts“ als Vorstufe zum Verbot behandelt, erklärt nicht nur die AfD zum Problem, sondern das demokratische Spektrum. Dann ist nicht mehr Extremismus das Ziel, sondern die Auslöschung einer politischen Richtung.
Martenstein macht das nicht mit gefühligen Appellen, sondern mit Namen, die jeder kennt. De Gaulle, Adenauer, Churchill, später Thatcher und Reagan. Rechte Politik, konservative Politik, nationale Politik, das alles ist in Demokratien normal, auch wenn man es ablehnt. Wer das im Paket mit „Nazi“ etikettiert, lügt sich nicht nur die Geschichte zurecht, er streicht die demokratische Normalität aus, bis nur noch ein einziger erlaubter Korridor übrig bleibt.
Dann greift er sich das Wort, das in Talkshows wie ein Totschläger verwendet wird: Populismus. Es wird gern so gebraucht, als sei Zustimmung der Bevölkerung etwas Schmutziges. Martenstein dreht es wieder auf die demokratische Achse: In einer Demokratie ist Zustimmung nicht das Problem, sondern Voraussetzung. Wer „populistisch“ sagt und „unerwünscht“ meint, sagt am Ende, Mehrheit sei lästig. Und wer Mehrheit lästig findet, landet irgendwann bei der Idee, Mehrheiten zu neutralisieren. Genau dort beginnt die Verbotsfantasie.
Hier setzt Martenstein den Maßstab, der eigentlich selbstverständlich sein müsste. Ein Parteiverbot ist keine politische Option wie Steuererhöhungen oder Tempolimits. Es ist die härteste Waffe des Rechtsstaats gegen eine Kraft, die das System selbst zerstören will. Martenstein benennt als illegitim, was wirklich illegitim ist: Meinungsfreiheit abschaffen, Bürgerrechte entziehen, Parteien verbieten, die den Regierenden stören. Und er setzt den Satz, der alles auf einen Punkt bringt: „Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen.“
Wer das für übertrieben hält, bekommt von ihm den Blick in die Geschichte, nicht als moralische Dekoration, sondern als Warnung. Er nennt Chinas Anti Rechtsbewegung ab 1957, Millionen Verhaftungen, Straflager, Morde, das Ziel Einparteienstaat. Er erinnert daran, dass es bis dahin sogar ein Mehrparteiensystem unter Mao gab, das dann im Namen des „Kampfes gegen Rechts“ abgeräumt wurde. Das Muster ist alt: Erst wird eine Richtung zum Feind erklärt, dann wird aus der Feindbekämpfung die neue Ordnung.
Martenstein bleibt nicht im Fernen stehen. Er zeigt, wie schräg die deutsche Selbstüberhöhung klingt, wenn man sie mit Europa vergleicht. In mehr als einem Dutzend europäischer Staaten saßen AfD ähnliche Parteien in Regierungen oder stützten sie, auch in Skandinavien. In Frankreich und Großbritannien könnten solche Kräfte regieren. Nur in Deutschland wird so getan, als müsse man das Land vor dem eigenen Wähler retten, notfalls mit dem Richterhammer. Das ist keine Stabilität, das ist Nervosität, die sich als Staatskunst verkleidet.
Er arbeitet sich dann durch die Inhalte, die in Deutschland sofort als gefährlich etikettiert werden, obwohl sie anderswo normale Politik sind.
Der entscheidende Punkt daran ist nicht, ob man diese Positionen teilt. Entscheidend ist, dass eine Demokratie ein breites Spektrum aushalten muss. Wer das nicht aushält, hat kein Problem mit dem Gegner, sondern mit Freiheit. Wer ständig nach Verboten ruft, zeigt keinen Mut, sondern Kontrollwunsch. Dann geht es nicht um Argumente, sondern um Ausschluss.
Martenstein legt den Verbotsanspruch auf den Seziertisch. Wer ein AfD Verbot fordert, muss belegen, dass diese Partei das Land in ein anderes System überführen will, dass sie alle anderen Parteien ausschalten will. Genau dieses Ausschalten der Konkurrenz liegt aber eher als Fantasie bei manchen Verbotsfreunden, nicht als Programm beim Gegner. Er sagt zudem, von einer Verbotsforderung der AfD gegen politische Konkurrenz sei nichts bekannt. Und er setzt eine Grenze gegen das bequeme Sammeln von Skandälchen: Bloßer Bullshit einzelner Mitglieder taugt nicht als Grundlage, um eine große Partei zu verbieten.
Um zu zeigen, wie billig die Empörung oft arbeitet, bringt er einige „skandalöse Zitate“. Er nennt unter anderem: „Was wir hier in diesem Land brauchen, sind mutige Bürger, die die roten Ratten dorthin jagen, wo sie hingehören: in ihre Löcher.“ Und: „Ich bin ein Deutschnationaler und fordere bedingungslosen Gehorsam.“ Dann die Auflösung: Diese Zitate stammen nicht von Höcke, dem das zu dem Zeitpunkt schon völlig blassgesichtige Publikum wohl sofort zugeschrieben hätte, sondern von Franz Josef Strauß. Der Mann saß neben Willy Brandt im Kabinett. Weder Brandt noch Strauß seien Nazis gewesen, Strauß nur ein Reaktionär. Der Effekt ist klar: Wenn man den Nazi Begriff so inflationär nutzt, entwertet man ihn, und man lügt sich eine politische Geschichte zusammen, in der alles rechts von der eigenen Haltung bereits „Faschismus“ sein soll.
Damit ist Martenstein beim Kern der deutschen Verrohung. „Nazi“ wird zum Sammelbegriff für alle, die nicht an Sozialismus oder Wokeness glauben. Der Begriff dient nicht mehr der historischen Einordnung, sondern der sozialen Auslöschung. Er verweist auf Godwins Law, den Mechanismus, dass in großen Streitigkeiten irgendwann der Nazi Vergleich auftaucht. In Deutschland ist dieser Punkt nicht das Ende der Debatte, sondern ihr Startsignal.
Martenstein macht die Absurdität der Gleichsetzung sichtbar, wenn man sie konsequent denkt. Alice Weidel, offen lesbisch, mit Partnerin, wäre im NS System im KZ gelandet. Wer diese Realität ausblendet und trotzdem „Nazi“ schreit, zeigt historische Blindheit. Martenstein sagt, Unbildung sei kein Verbrechen. Sein Vorwurf an die Verbotsbetreiber zielt aber tiefer: Sie wüssten, was sie tun. Sie wollten nicht ein „Viertes Reich“ verhindern, sie wollten politische Konkurrenz ausschalten.
Dann kommt der Teil, der den Berliner Betrieb am härtesten trifft, weil er das bequemste Alibi zerstört. Martenstein behauptet, es sei ein Kinderspiel, die AfD klein zu halten, wenn man reale Probleme angeht, statt moralische Kampagnen zu fahren. Migration an wirtschaftliche Möglichkeiten anpassen. Ein Sicherheitsniveau herstellen wie 2010. Schulen wieder funktionstüchtig machen. Die Wirtschaft konkurrenzfähig halten. Er fragt, ob das für die Verbotsfreunde bereits Faschismus sei. Der Angriff sitzt, weil er die Debatte vom Etikett zurück auf die Leistung zwingt.
Zum Schluss weitet er den Blick auf die ideologische Einseitigkeit, die in diesem Land als Anstand gilt. Er erinnert an die Verbrechen im Namen des Sozialismus, an die Opferzahlen in der Sowjetunion, an Pol Pot, an Mao. Er nennt Venezuela nach der Wahl 2024 mit außergerichtlichen Hinrichtungen von Demonstranten, auch Minderjährigen, und spießt die Doppelmoral auf: Wenn Trump so etwas täte, wäre „ganz schön was los“. Dieses Ungleichgewicht ist nicht nur moralisch faul, es ist politisch gefährlich, weil es den Maßstab zerlegt. Am Ende bleibt nur noch: Links ist gut, rechts ist böse.
Martensteins Trennlinie verläuft deshalb nicht zwischen rechts und links, sondern zwischen autoritär und frei. Entscheidend sei, ob alle die gleichen Bürgerrechte besitzen, egal, ob sie die Regierung lieben oder verachten. Entscheidend sei, ob der Staat sich an Regeln bindet oder ob er morgens klingelt, weil jemand falsch gewählt hat. Genau dort entscheidet sich, ob eine Demokratie sich verteidigt oder sich selbst amputiert.
Wer in dieser Lage ein Parteiverbot als Allzweckwaffe feiert, arbeitet nicht an der Stabilität des Landes, sondern an seiner Spaltung. Er erklärt Millionen Bürger zu einem Problem, das man juristisch entsorgen könne. Das ist der Schritt vom politischen Streit zum politischen Ausschluss. Und wenn dieser Schritt getan ist, bleibt von der Demokratie zwar noch die Kulisse, aber nicht mehr der Kern. Das ist keine Rettung, das ist der Wechsel des Systems, sauber formuliert, freundlich moderiert, bejubelt vom Publikum, das glaubt, es sei auf der richtigen Seite.
Die Junge Freiheit hat die Rede von Harald Martenstein transkribiert, Sie können Sie hier nachlesen.


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Ohne die Rede Martensteins negativ kritisieren zu wollen – nur bei der Erwaehnung Winston Churchills als grossen Europaeer bekam ich kurzfristig Schnappatmung – , ist doch die eigentliche Sensation , dass man diesen fundierten und von Logik und Klarsicht bestimmten Beitrag , in dem die Kehrseite der Unseredemokratierettungsmedaille aufgezeigt wurde , also in einer Demokratie als ganz normal und wuenschenswert anzusehen ist , heutzutage fuer Sensationell halten muss . Die meisten der Zuhoerer , denen man ansah , dass sie sich in den Kreisen der Hochbildung duenken , wird der Redner nicht erreicht haben . Der Evolutionspsychologe William von Hippel… Mehr
Das Hamburger Abendblatt zu den Ergebnissen dieses Theaters, Zitat: „Eine der Geschworenen verkündet die Entscheidung. ‚Ist die AfD verfassungsfeindlich‘, lautet die Frage hinter dem ersten Anklagepunkt, dem Verbot der AfD. ‚Wir haben mit 5 zu 2 Stimmen dafür gestimmt, dass das Verbot geprüft werden soll.‘ Für ein Verbot der AfD habe es aber keine Mehrheit gegeben. Mit 4:3 Stimmen habe man aber dafür gestimmt, die AfD von der staatlichen Finanzierung auszuschließen. Da brandet Jubel im Saal auf. Und: Stachelt die AfD zu Gewalt auf?, lautete der dritte Anklagepunkt. Da fiel das Votum eindeutig aus: Sechs Geschworene stimmten mit Ja, nur… Mehr
Martensteins Rede war fulminant. Aber leider zumindest für die direkten Zuhörer im Saal sinnlos. Man sollte sich wirklich die Gesichter der während der Rede eingeblendeten Zuschauer ansehen. Herrlich! Man sieht vielen von ihnen im Gesicht an, wie sehr Martensteins Rede, die Realität seine Rede auf ihr sehr eingeschränktes, linksgrünes Weltbild trifft und das ideologisierte und indoktrinierte, Danisch würde wohl sagen sich im Rudel-Modus befindliche, linke Gehirn versucht, das Gesagte mit dem eigenen Weltbild in Einklang zu bringen. Was natürlich nicht funktionieren kann. Das Resultat ist eine im Gesicht offen sichtbare kognitive Verzerrung, regelrechter Hass auf das Gesagte und den Redner,… Mehr
Ohne Herrn Martensteins Rede auch nur im Mindesten antasten zu wollen, möchte ich aber noch auf Joana Cotars Rede hinweisen.
Auch sie dürfte für das Publikum dieser Veranstaltung schwer verdauliche Kost mitgebracht haben; jedenfalls war auch ihre Rede ganz hervorragend. In weiten Teilen demokratietheoretisch stieß sie immer wieder mit Bezügen zur politischen Realität ihrem Publikum ins linksgrüne Herz, ohne auch nur einmal die AfD auch nur erwähnt zu haben. Sie hat dort erhebliche Schmerzen verursacht, vielleicht ablesbar an den Reaktionen Herta Däubler Gmelins.
Hier der Ausschnitt: https://www.youtube.com/watch?v=4xf8E-bleI4
Es wird ein wenig schwer gemacht, solches zu finden – aber dann halt doch.
Hier das gesamte Theater, in dem sicher noch weitere Highlights zu finden sein werden:
Eröffnung: https://www.youtube.com/watch?v=IxsJmRPhBOY
Muss die AfD verboten werden: https://www.youtube.com/watch?v=KjwfRttxsQ8
Verherrlicht die AfD die Gewalt: https://www.youtube.com/watch?v=lxiC5iS7Ir
Schlusssitzung: https://www.youtube.com/watch?v=mM3mw9dsaZY
Alice Weidel, offen lesbisch, mit Partnerin, wäre im NS System im KZ gelandet….nicht wenn sie zur elite gehört hätte siehe hinkebein Goebbels oder nichteheliches verhältnis von Hitler. Und Ernst Röhm wurde nicht umgebracht weil er schwul war sondern machtpolitisch im weg stand. Auch die nazis waren da flexibel siehe auch zb vorzugsjuden/austauschjuden. Man wollte das übel ausrotten lässt aber dann wegen vorteilen die man sich erhofft juden laufen?! Ach ja da war dann noch dieser deutsche „schlanke“ vorzeige nazi der immer fetter wurde (Göring). Und wenn ich mich nichttäusche lebte (lebt?) frau Weidel doch in der neutralen schweiz. Dazu haben… Mehr
Demokratie im Namen der Demokratie abschaffen….hier zeigt sich auch die ganz große schwäche der demokratie. Das problem ist das man menschen beeinflussen und manipulieren kann – und je gebildeter desto leichter geht das. Wer wählt denn den untergang bzw die alternative*? Wer an dieser Stelle reflexhaft mit 1933 kommt….es gibt aber schon dinge die zusammenpassen aber anders als man denkt. So waren/sind die AfD und NSDAP rechts (politisch) – nur wird die AfD überwiegend von arbeitern gewählt während die NSDAP überwiegend vom wohlhabenden bürgerlichen lager und der oberschicht gewählt wurde**. Heute ist das genau andersrum da wählt der arbeiter die… Mehr
Anmerkung: mit „Wer wählt denn den untergang bzw die alternative*?“ meinte ich das die die den untergang wählen die sind die jetzige politik wählen bzw gewählt haben und nicht die alternative im sinne von das die der untergang ist.
Wie wäre es denn mal mit verständlicher deutscher Rechtschreibung?
Ausgezeichnet, Herr Martenstein! Die ganze Veranstaltung erinnert mich ein bisschen an das öffentliche Streitgespräch zwischen dem Schleswigschen Superintendenten Paul von Eitzen und Ahasver im grossartigen Roman von Stefan Heym. Man darf gespannt sein, wie das ausgeht. Sowas birgt das Potenzial, die Nerven zu verlieren und die Maske vollends fallen zu lassen.
Ich war erst voller Vorbehalte gegen dieses Stück. Jetzt finde ich es aber gut, sehr gut sogar. Ankläger wie Verteidiger kommen frei und ungehindert zu Wort. Es ist derzeit das einzige und seit langem das erste Forum, in dem wirklich eine Debatte stattfindet; leidenschaftlich ja, aber sachlich; hart ja, aber fair; schmerzhaft ja, aber duldsam. Dass die Veranstalter – setzen wir mal eine eher linke Überzeugung voraus – sich wortmächtigen Gegenspielern wie Martenstein aussetzen, zeugt von der Ernsthaftigkeit der Sache und nötigt mir Achtung und Respekt ab. Wie auch immer der „Prozess“ ausgeht, welches „Urteil“ auch gefällt werden wird, ist… Mehr
Warum hat man die Veranstaltung „Prozess gegen Deutschland“ genannt? Ist das nicht eine „Freudsche Fehlleistung“?
Das stimmt schon so. Denn seit Merkel, wenn nicht vordem, ist das der offizielle Titel. Und von grün ist aus 1989 von einem Parteitag schon beschrieben, dass sich die Fischer-Partei für Asyl ohne Kontrolle und ohne Limit einsetzt: https://www.spiegel.de/politik/die-gruenen-verklaeren-die-asylbewerber-a-c492bb5a-0002-0001-0000-000013496169 Schily – erst grün dann spd – ließ auch Fischer übers Außenamt Massen an „Ukrainern“ schon um das Jahr 2000 einschleusen: https://www.spiegel.de/politik/der-schleuser-skandal-a-29e03baf-0002-0001-0000-000039268907 Und Schily installierte die Süssmuth-Kommission, die Deutschland zum Einwanderungsland erklärte: https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Schily Wobei Migration nur eine Speerspitze dessen ist, was gegen uns lange in Gang gesetzt wurde. . Sie, die grüne Viola von Cramon-Taubadel, behauptet auf dem Bundesparteitag der Grünen… Mehr
Die Rede von Herrn Martenstein war brilliant, hat sie doch den anwesenden linken Geiferern den Spiegel vorgehalten. Die Rede war ein notwendig, um der Veranstaltung noch ein wenig Würde zu verleihen. Die Veranstaltung selbst ist unterste Schublade und eines Rechtsstaates unwürdig! Wie kann es sein, daß ein Parteiverbotsverfahren, das nur vom Verfassungsgericht verhandelt werden darf, jetzt als Theaterstück aufgeführt wird, in dem das Urteil bereits im Drehbuch steht. Ist das die neue Meinungsbildung in unserem Staat? Da sich Juristen als Mitwirkende für diesen Schauprozeß hergegeben haben, wird Correctiv anschließend den Rest erledigen und das Urteil als rechtskräftig verbreiten. Man könnte… Mehr