Die neuesten Umfragen sind für Deutschlands Sozialdemokratie ein Warnsignal: Im aktuellen „Deutschlandtrend" der ARD rutscht die SPD auf ihren niedrigsten Wert seit sechs Jahren ab. Ein Blick nach Österreich: Auch dort ist die Situation für die Sozialdemokraten ziemlich schlecht.
picture alliance / dts-Agentur | -
Wäre am kommenden Sonntag Bundestagswahl, kämen die Sozialdemokraten laut der am Donnerstagabend veröffentlichten Erhebung nur noch auf 13 Prozent. Gegenüber dem Vormonat bedeutet das einen weiteren Verlust von einem Prozentpunkt. Einen ähnlich schlechten Wert hatte die Partei zuletzt Anfang 2020 erreicht, auf dem Höhepunkt ihrer damaligen Führungskrise nach dem Rücktritt von Andrea Nahles. Noch schwächer schnitt die SPD nur im August 2019 ab, als sie zeitweise auf zwölf Prozent gefallen war.
Während die Sozialdemokraten weiter an Zustimmung verlieren, entwickelt sich das Bild für die CDU/CSU leicht positiver. Die Union verbessert sich im Vergleich zum Dezember um einen Punkt und erreicht nun 28 Prozent. Die AfD liegt unverändert bei 25 Prozent.
Unveränderte Ergebnisse liefern auch die übrigen Parteien: Die Grünen kommen erneut auf zwölf Prozent, die Linke auf zehn Prozent. Beide Parteien verharren damit auf ihren bisherigen Werten, ohne erkennbare Dynamik nach oben oder unten.
Deutlich schwieriger bleibt die Lage für kleinere Parteien: Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) verliert einen Punkt und fällt auf drei Prozent zurück. Auch die FDP verharrt bei drei Prozent. Beide Parteien würden damit klar an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern und wären im Bundestag nicht vertreten. Die Gruppe der sonstigen Parteien legt hingegen leicht zu und erreicht zusammen sechs Prozent.
Die Daten für den aktuellen „Deutschlandtrend“ wurden vom Institut Infratest dimap erhoben. Befragt wurden 1.323 wahlberechtigte Bürger zwischen Montag und Mittwoch dieser Woche. Trotz der üblichen statistischen Schwankungsbreite lässt sich ein klarer Trend erkennen: Die SPD steckt weiterhin in einer Phase anhaltender Schwäche, während Union und AfD das politische Feld dominieren.
Für die Sozialdemokraten verschärft sich damit die strategische Ausgangslage: Ein Wert von 13 Prozent liegt deutlich unter früheren Ergebnissen und verstärkt den Druck auf die Parteiführung.
Auch in Österreich: Sozialdemokratie am Tiefpunkt
Im Nachbarland Österreich ist die Situation für die Sozialdemokratie ähnlich, mehr als ein Jahr nach der Nationalratswahl am 29. September 2024, bei der die SPÖ mit 21,1 Prozent der Stimmen auf dem dritten Platz landete, zeigt der Verlauf der Umfragedaten einen deutlichen Abwärtstrend: Ab dem Sommer 2025 setzte bei den Umfragedaten für die SPÖ ein Rückgang der Zustimmung ein. INSA meldete im Juli 19 Prozent, während die Sozialdemokraten bei den Meinungsforschern von OGM im September noch bei 22 Prozent lagen. Im Herbst 2025 fielen die Werte weiter: Die Demoskopen der Lazarsfeld-Gesellschaft sahen die SPÖ im Oktober nur noch bei 17 bis 21 Prozent.
Jüngste Daten aus dem Januar 2026 zeigen einen absoluten Tiefpunkt: IFDD (im Auftrag der Kronen Zeitung) ermittelte 18 Prozent (Fieldwork: 2.–5. Januar), die Lazarsfeld-Gesellschaft ebenso (5.–7. Januar).
Politikwissenschaftler deuten den Abwärtstrend der österreichischen Sozialdemokraten als eine Folge interner Debatten um die Parteilinie und um die Führungsschwäche von Parteichef Andreas Babler – er kam bei der Kanzlerfrage zuletzt auf nur noch sechs Prozent (Lazarsfeld-Gesellschaft), FPÖ-Chef Herbert Kickl auf 35 Prozent.

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13% – immer noch so viel für die Sozen?
Beim der Sonntagsfragen-Portal liegen die Sozis im Mittel bei 13,9 % und sind derzeit keineswegs am Sinken und damit muß man sich fragen aus welchem Milleu ihre Wähler eigentlich kommen oder sind die Zahlen getürkt, was auch nicht auszuschließen ist.
Wo wurde diese angebliche Umfrage denn gemacht? In der Bundestag Kantine?
Parteien, die ihren programmatischen Kern und ihre Stammwählerschaft verraten, verlieren die Daseinsberechtigung. Das gilt für SPD, FDP, CDU (und irgendwann auch Grüne, wenn deren Wähler kapieren, daß Kriegstüchtigkeit und Umweltzerstörung nicht zur grünen DNA gehören).
Die deutsche Einheitspartei wurde von Merkel geschaffen um die nationalkonservative Konkurrenz zu bezwingen, denn diese müßte 50% und mehr erhalten um eine Regierung zu stellen und somit können alle anderen zusammen immer Mehrheiten aufbieten um das sozialistische Elend fortzuführen, was ja unbestreitbar und die Rolle der Schwarzen ist auch völlig unnormal, wenn man sie von ihrem Ausgangspunkt her betrachtet. Allein die Tatsache wie man ganz bewußt BSW unten hält um diese als Koalitionspartner für die AFD zu verhindern ist der sichtbare Ausdruck der Umgehung des Wählerwillens und so halten sie sich an der Macht, denn der Wunsch des Bürgers ist… Mehr
Und trotzdem regiert die SPD das ganze Land. Finde den Fehler!
Mir ist vollkommen schleierhaft, wie es immer noch 13% gibt, die weiterhin diese Kommunisten wählen würden!
Nächstes Jahr wird es heißen: Schlechtestes Ergebnis … seit sieben Jahren
Übernächstes Jahr … heißen: Schlechtestes Ergebnis … seit acht Jahren
Lässen sich daraus Mutmaßungen über die politische Zukunft ableiten?
Die SPD wird untergehen. – Zeitverzögert wird ihr die Union folgen. Denn die Geknechteten werden irgendwann aufbegehren…
Ich verstehe nicht, wie Sozen, Grüne, Linke und vor allem die CDU überhaupt noch auf Werte über 5% repspektive 10% bei der CDU kommen. Diese Parteien arbeiten so offensichtlich gegen die eigene Bevölkerung, dass ich mir das nur mit entweder gefälschten Umfragen pder einer absoluten und völligen Verblödung der Wähler erklären kann. Oder war in den C-Impfungen doch irgendwas drin, was das logische Denken, die Ratio komplett ausschaltet?
Sehr geehrter Herr „WGreuer“, Ihr Unverständnis trifft auf vielfache Resonanz.
Hadmut Danisch fragt wiederholt: „Wer wählt die eigentlich?“
Hochachtungsvoll
CDU-Wähler: Vergreist, uninteressiert, aus der Zeit gefallen, verblödet.
Wohl eine Mischung aus allem.
Absolute und völlige Verblödung der Wähler trifft es genau.
Die SPD wurde zur Beute von Radikalen und Deutschlandhassern, den vorgeblichen Internationalen.
Doch wenn die Einschnitte und Kürzungen immer näher an die Nutznießer der angeblich sozialen Politik herankommt, dann wenden sich auch diese Leute ab.
Das Juckt die Aparatschicks doch nicht! Das verstehen die noch nicht mal!
Die begreifen das doch gar nicht! Als ob irgendein SPD-Clown den Zusammenhang von Wählerstimmen und Mandaten begreifen würde! Die können nicht mal Wasser kochen!
Solange die Deutschen nicht wie 1929 vier Milliarden für ein Hühnerei bezahlen, werden sie weiterhin Kartellparteien wählen.
Zumindest westwärts. Die Ossis haben das mehrheitlich längst begriffen….
In den alten Ländern eine spezifische Form der Verstrahlung, oder nach Einstein, Wahnsinn!