Besser ist der Feind des Guten. Im tobenden Wettbewerb zwischen Elektroautos und Verbrennerautos scheinen Batterie-Elektroautos in der Gunst der Kunden offensichtlich immer noch nicht das Bessere zu sein. Der Verkauf bricht auch in China ein.
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Auf den beiden größten Automobilmärkten der Welt, in China und den USA, sind die Zulassungen von Elektroautos in den ersten Monaten 2026 drastisch eingebrochen: In China um 35, in den USA um 32 Prozent.
Im krassen Gegensatz dazu scheint die Entwicklung in Europa zu stehen, wo der Absatz von E-Autos bislang in 2026 um 21 Prozent zugenommen hat. Der Zuwachs um 78 Prozent im Rest der Welt ist vernachlässigbar, da hier die Vergleichsbasis homöopathisch klein ist.
Ausschlaggebend bei den Marktschwergewichten China und USA ist in beiden Fällen der Wegfall staatlicher Förderprämien und Kaufanreize. Dies hat dazu geführt, dass der Gesamtmarkt zu Jahresbeginn in China um 13,8 Prozent eingebrochen ist und in den USA stagnierte.
Meldungen, wonach VW in China im Januar und Februar mit 13,9 Prozent Marktanteil zurück auf Platz 1 vor Geely (13,8 Prozent) gerückt, und der bisherige Marktführer BYD auf Platz 4 zurückgefallen sei, verlieren vor diesem Hintergrund an Charme: Der Positionswechsel in China ist ausschließlich VW-Verbrennern zu verdanken, über die BYD seit 2021 nicht mehr verfügt, VW und Geely dank der Tochter Volvo aber schon. Ausgerechnet im Mutterland der E-Autos fallen diese wieder hinter den Verbrenner zurück – bittere Ironie.
Auch Europa ist keine Ausnahme. In Norwegen, wo E-Autos inzwischen den Markt zu 95 Prozent dominieren, führte der Wegfall der staatlichen Förderung zu Jahresbeginn 2026 zu einem Einbruch um 76,7 Prozent. Dänemark plant ebenfalls den Wegfall der Kaufprämie im Frühjahr 2026, hier kam es offensichtlich zu vorgezogenen Käufen: die Zulassungen bei E-Autos stiegen sprunghaft um 53 Prozent an.
Auch in Deutschland zeigt die Rückkehr der Kaufförderung erste Wirkung. Die Neuzulassungen von Batterie-Elektroautos (BEV) nahmen bis Februar um 26,3 Prozent zu (Gesamtmarkt: -1,4Prozent), der Marktanteil schnellte von 16,6 Prozent im Vorjahr auf 22 Prozent im Februar 2026 hoch. Das gleiche zeigt sich bei Plug-In-Hybriden (PHEV), wo der Marktanteil von 8,5 Prozent auf 11,2 Prozent sprang.
Bei VW, dem Marktführer in jeder Antriebsart, ging der Anteil der BEV-Neuzulassungen indessen in den ersten Monaten 2026 von 18,9 Prozent im Vorjahr auf 17,6 Prozent zurück. Nur wenn die E-Autos mit Verbrennern gekoppelt waren, als Hybride oder PHEV, nahmen die VW-Verkäufe deutlich zu. Zusammen erhöhte sich ihr Anteil am VW-Deutschland-Absatz von 24,6 Prozent im Vorjahr auf 28,8 Prozent.
All dies belegt, dass die Verbrenner trotz aller statistischen Erfolge der elektrobetriebenen Konkurrenz weiterhin hoch in der Gunst der Käufer stehen. Da mag das E-Tanknetz wachsen wie Krokusse im Frühling, da mag die Reichweite der E-Speicherbatterien in sündhaft teuren fancy cars inzwischen 1000 Kilometer betragen und die Ladezeiten eines E-Autos sich in Einzelfällen schon auf den Konsum eines Ein-Gang-Menüs verkürzt haben – die Komforterschwernisse in der Nutzung von Batterie-Elektroautos wurden offensichtlich durch die staatliche Förderung nur verdeckt, nicht nachhaltig aus dem Weg geräumt.
Nur am Rande: Wintereinbrüche und endlose Autokolonnen auf der Flucht in Kriegs- und Katastrophengebieten konnten sich in den Zulassungs-Statistiken der unterschiedlichen Antriebsarten noch nicht niederschlagen.

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Das ist doch völlig klar, denn schon beim Kauf völlig überteuert, dann ohne vergleichbare Leistungseffizienz und das Ende vom Lied ist der Verkauf, wo man die Hosen runterlassen muß, weil sich kein Mensch einen Gebrauchten dieser Art kauft, wohlwissend, was das teuerste daran ist, wenn es gewechselt werden muß. Das ist und war von anfang an eine Eintagsfliege, mit der Ankündigung diese würde nun zwanzig Jahre alt werden und mit dieser Lüge auf den Lippen werden sie ihr Objekt zu Grabe tragen müssen, denn das System ist schon seit über hundert Jahren bekannt und an der Leistung gescheitert, was sich… Mehr
Man merkt an dem Dauerfeuer, dass langsam wirklich der fossilen Industrie die Felle davonschwimmen. Letztes Jahr wieder 25 % Plus weltweit bei Elektroautos, inzwischen ist jedes fünfte verkaufte Auto weltweit ein E-Auto. Ziemlich viel für eine völlig irrelevante und nutzlose Technik. Meine Prognose: Der LKW-Markt wird als nächstes aufgerollt. Hier wird mit spitzem Stift gerechnet und wenn sich Storm zu vernünftigen Preisen beschaffen lässt (nicht die Abzockerpreise an den Ladesäulen derzeit), wird das noch viel schneller gehen als bei PKW. Auch hier ist China der Vorreiter.
Wundert diese Entwicklung noch irgend jemand? Wer will denn schon das Surren eines Elektromobils, welches wiederum nur durch erhöhten technischen Aufwand zu beseitigen ist, und nicht kalkulierbare Antriebstechnologie, wo es schon eine ausgereifte Technik zu einem bezahlbaren Preis gibt eintauschen?
Diesem Bericht fehlt es m.M.n. an Substanz. Denn er hebt nicht hervor, ob der Rückgang der Förderung in China nur den BEV Markt betrifft oder den gesamten Automarkt. Wäre es vielleicht denkbar, dass auch in China momentan die Wirtschaft etwas schwächelt und die Menschen den Autokauf verschieben, insbesondere wenn ein Prämie wegfällt? Es werden also vielleicht nicht nur weniger Elektroautos verkauft sondern generell weniger Autos? Warum hat man nicht hier eine Tabelle aufgestellt der die Zulassungszahlen nach reinem Verbrenner, Hybrid und reinem Elektroauto darstellt. Vielleicht wird man dann sehen dass der gesamte Autoverkauf zurückgegangen ist? Das hätte dan wiederrum nichts… Mehr
Die Ideologisch bedingten Verkaufshilfen für eine bestimmte Technik, welche alle Bürger mit Steuergeldern bezahlen müssen sofort eigestellt werden. Jeder soll das kaufen was er für richtig hält aber mit seinem eigenen Geld.
Bei TE ist man mE etwas überkritisch ggü E-Autos. Berechtigte Kritik – vor allem an der unsinnigen Förderung von BEVs und der absurd hohen Besteuerung von Verbrennern – mischt sich mit einseitigen Berichten. Die Zulassungszahlen in Norwegen haben sich im Februar schon wieder erholt und die Quote an E-Autos ist überhaupt nicht gesunken. BEVs können für bestimmte Autofahrer durchaus sinnvoll und auch ökonomisch besser sein. Natürlich nicht für den Stadtbewohner im Hochhaus ohne Parkplatz. Für den Hausbesitzer mit eigener PV-Anlage schon. Wobei auch hier zur Wahrheit gehört, dass ohne die hohe Besteuerung von Verbrennern, diese immer billiger wären als E-Autos.… Mehr
Zitat: „Auf den beiden größten Automobilmärkten der Welt, in China und den USA, sind die Zulassungen von Elektroautos in den ersten Monaten 2026 drastisch eingebrochen“
> Och, ma kene Sorge: das grünwoke Berlin und EU-Brüssel werden’s schon machen und der weltweiten E-Auto Industrie schon auf die Bene helfen. Schließlich muß doch auch das „Weltwetterklima“ gerettet werden.(Sark/Iro/Zynism off)