Der Gewinn bei BMW bricht im zweiten Quartal um 35 Prozent ein. Die China-Krise trifft nun auch den Münchner Konzern mit voller Wucht. Weltweit sollen 8.000 Stellen wegfallen – die meisten davon voraussichtlich in Deutschland.
picture alliance/dpa | Peter Kneffel
BMW konnte sich der Krise der deutschen Automobilindustrie länger entziehen als viele Konkurrenten. Nun schlagen China-Schwäche, steigender Wettbewerbsdruck und hohe Entwicklungskosten voll auf die Bilanz durch. Der Konzern reagiert mit einem umfassenden Stellenabbau.
Im zweiten Quartal 2026 brach der Gewinn von BMW gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 34,9 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro ein. Der Umsatz sank um 7,9 Prozent auf 31,3 Milliarden Euro, wie der Münchner Automobilhersteller am Donnerstag mitteilte. Auch die Halbjahresbilanz fällt deutlich schlechter aus: Von Januar bis Juni erzielte BMW einen Konzernüberschuss von 2,9 Milliarden Euro – 28,5 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2025. Die Umsatzerlöse gingen um acht Prozent auf 62,3 Milliarden Euro zurück.
Bereits am 16. Juni hatte BMW seine Prognose für das Geschäftsjahr 2026 gesenkt. Zwar erwartet das Unternehmen in Europa und den USA weiterhin steigende Verkaufszahlen. Diese können den Rückgang in China und im übrigen asiatisch-pazifischen Raum jedoch nicht ausgleichen. BMW rechnet mit einem schrumpfenden chinesischen Automobilmarkt. Gleichzeitig drängen chinesische Hersteller verstärkt auf weitere Märkte in Asien und verschärfen dort den Preis- und Technologiewettbewerb.
Berichten zufolge sollen knapp 50.000 Beschäftigte ein Abfindungsangebot erhalten. Angesprochen werden ausschließlich Mitarbeiter außerhalb der direkten Fertigung. Betroffen sind vor allem Verwaltung, Forschung und Entwicklung, Planung und Management. Die Produktion selbst bleibt ausgenommen. Das Abfindungsprogramm soll im Oktober 2026 beginnen und bis Ende 2027 laufen. Wie viele Beschäftigte das Angebot annehmen werden und welche Standorte besonders stark betroffen sind, ist bislang offen. Sobald die vorgesehene Gesamtsumme ausgeschöpft ist, soll das Programm enden.
Die Höhe der Abfindungen richtet sich nach Einkommen und Dauer der Betriebszugehörigkeit. Über das endgültige Gesamtbudget ist noch nicht entschieden. Für das laufende Jahr soll BMW nach Informationen der „Bild“ bereits einen dreistelligen Millionenbetrag eingeplant haben. Wie viel Geld 2027 zusätzlich bereitgestellt wird, steht noch nicht fest.
BMW-Chef Milan Nedeljkovic bereitete die Beschäftigten auf einer Betriebsversammlung auf einen tiefgreifenden Umbau vor. Die Bedingungen in der Automobilindustrie hätten sich „substanziell“ verändert. Strukturen und Arbeitsabläufe müssten schneller verschlankt, die Kosten deutlich gesenkt werden. Der Umbau soll ausdrücklich auch die Führungsebenen erfassen. Nedeljkovic kündigte an, Organisationseinheiten auf sämtlichen Managementebenen zusammenzulegen. Nedeljkovic steht erst seit dem 14. Mai 2026 an der Spitze des Konzerns. Der 57-Jährige hatte Oliver Zipse abgelöst. Bereits einen Monat nach seinem Amtsantritt musste BMW die Erwartungen für Absatz und Gewinn deutlich nach unten korrigieren.
Mercedes meldete für das zweite Quartal einen Absatzeinbruch in China um 30 Prozent auf 98.624 Fahrzeuge. Im gesamten ersten Halbjahr lag das Minus bei 28 Prozent. Der Stuttgarter Konzern verwies auf zurückhaltende chinesische Käufer und den aggressiven Preis- und Technologiewettbewerb einheimischer Hersteller. Wertminderungen von 704 Millionen Euro auf chinesische Beteiligungen drückten das operative Ergebnis der Pkw-Sparte im zweiten Quartal auf nur noch 49 Millionen Euro – nach 783 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.
Auch US-Zölle und die hohen Kosten für die Entwicklung neuer Fahrzeuge belasten BMW. Der Münchner Konzern war bislang besser durch die Branchenkrise gekommen als Volkswagen, Mercedes, Audi oder Porsche. Mit dem Gewinneinbruch und dem Abbau von 8.000 Arbeitsplätzen ist diese Schonfrist beendet.
BMW beschäftigt weltweit rund 150.000 Menschen. Der geplante Stellenabbau entspricht damit etwa fünf Prozent der gesamten Belegschaft. Im Geschäftsbericht hatte das Unternehmen bereits einen „leichten“ Rückgang der Beschäftigtenzahl angekündigt. Als leicht definiert BMW eine Verringerung um bis zu fünf Prozent.




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Wenn die Autohersteller immer mehr abgebaut werden, dann triff es auch die Zulieferer. Und von den Zulieferern trifft es auch deren Zulieferer und auch deren Zulieferer. Damit verschwindet die Industrie vollkommen immer mehr. Nach der Wiedervereinigung hat ein älterer Politiker der SPD in den 1990er Jahren gesagt, dass im Osten mehr Industrie aufgebaut werden muss. Durch das so steigende Einkommen entstehen dann auch mehr Gaststätten, Hotels und Läden. In dem Kreislauf funktioniert immer mehr Wirtschaft. Und wenn jetzt immer mehr Autoindustrie abgebaut wird, steigt der Abbau der gesamten Industrie, der Gaststätten, Läden usw. immer mehr.
Was zu stark gewachsen ist, muss beizeiten wieder schrumpfen. Vor allem die Anzahl der Modelle und Derivate, die über die Projektorganisstionen den Wasserkopf gebildet haben. Zynismus an: alles, was noch fehlt, ist ein X5 Cabrio, schwimmfähig. Das gilt so allerdings auch bei anderen OEM.
ÜBERRASCHUNG! Mit woken Genderstudies kann man eben kein Auto konstruieren. Die Welt wartet auch nicht auf mondpreisige deutsche Lastenfahrräder. Grünlinke deutsche Ideologie ist überall auf der Welt abgemeldet und erst recht moralisierendes Besserwissertum à la Madame Baerbock oder Karl Lauterbach.
Die Einzigen, die das bisher noch nicht begriffen haben, sind die deutschen Schlafschafe, die stur weiter das Lügenkartell wählen.
Scheinbar ist der E-Schrott trotz aller Dementis, Förderungen und Werbung nicht der große Hit bei den Autokäufern, viell. sollten die Vorstände da einmal darüber nachdenken und sich gleich selbst entlassen, sie haben dieser Entwicklung schließlich jahrelang Vorschub geleistet. Wo sind sie alle hingekommen die Hochleistungsaggregate mit Dieselantrieb? Betrifft übrigens alle deutsche Autokonzerne, man sehe sich nur VW an, ID3 bis ID7 eine Kiste grausliger als die andere, und einen Elektroporsche will scheinbar auch keiner. Die Vorstände so gut wie aller Autokonzerne haben diesen Mist mitgemacht statt der Politik klar zu sagen, da gehen wir nicht mit. Deutsche Dieseltechnik war Weltmarktführer… Mehr
das hat nichts mit E-Mobilität zu tun sondern WAS man an die Rampe stellt. Wäre der Wechsel zum E-Auto das Problem würde Tesla Grünheide nicht massiv ausbauen. Dort stellt man dir aber für 40-50.000€ ein über 300PS starkes familentaugliches E-Auto hin dessen Software einfach funktioniert, das dir keine teure Inspektion aufzwingt und das auch ohne Ladekartenchaos auskommt.
Warum dann also einen überteuerten Audi, BMW, Mercedes oder Porsche für den doppelten Preis nehmen dessen Software selbst heute noch nicht funktioniert. Und bei denen der Wertverlust pro Jahr den Wert eines Kleinwagens hat.
Wenn BMW 150.000 Mitarbeiter hat und niemanden in der Produktion entlassen werden soll aber 50.000 Angestellte anschreibt, daß sie gerne gehen könnten, dann heißt das, daß mindestens (!) ein Drittel der BMW-Mitarbeiter nur Sesselakrobaten sind. Das bedeutet, daß auf je 2 Produktive ein Unproduktiver kommt, der von den anderen mitgeschleppt wird. Und davon wird um gerade mal 8000 reduziert. Nach meinem Gefühl ginge da sicher das Doppelte bis Dreifache und keiner würde es merken.
Jetzt heißt es schnell sein und die Kohle mitnehmen, solange der Topf gut gefüllt ist. Bei den nächsten Runden gibt es die Ķündigung ohne Beilage.
Übersetzt heißt das: Die Gewerkschaft hat dafür gesorgt, dass die auch von ihnen vertretene, katastrophale Politik der „Energiewende“ und E-Mobilität nicht von der aktuellen Generation (die das mitverschuldet hat), sondern von der zukünftigen Generation getragen werden muss.
Es trifft ja keinen Armen.
In letzter Zeit werden solche Massenentlassungen immer vor wichtigen Wahlen angekündigt. Ich vermute ausländische Mächte am Werk …
Ein Teil des Einbruchs ist mit Sicherheit dem absolut hässlichen Design der aktuellen BMW’s geschuldet. Mir fehlt jedes Verständnis für solch abstoßendes Aussehen. Wer „designed“ solche Alpträume?
Der Rest des Einbruchs ist dem kriecherischem Folgen politischer Entscheidungen geschuldet. Man hätte ja mal, im Verbund mit allen anderen deutschen Herstellern, die Stimme erheben können. Nennt sich, meines Wissens, Lobbyismus.
Die Frage stelle ich mir allerdings auch oft. Bei den meisten neuen Modellen fehlt eigentlich nur noch der Geschützturm. Was ist bloß aus der Eleganz geworden, die BMW auch mal hatte? Was aus solchen schönen Modellen wie zB dem Z3? Alles vorbei und es wird auch nicht mehr wieder kommen.
Vielleicht sollen das Dual-use-Fahrzeuge sein. Verkappte Rüstungsproduktion.
Das Angebot an Dieseln wurde auch verkleinert. Einen X1 mit 180 kW Diesel gibt es nicht mehr genausowenig wie Reifen mit Notlaufeigenschaften. Die neuen Türgriffe sind ein Sicherheitsrisiko. Ich brauche auch dieses riesige Mäusekino samt Mädchenkompaß nicht. Das kann alles ein Smartphone besser und aktueller. Viele praktische Detaillösungen wurden eingespart. Das geht alles vollkommen an meinem Bedarf vorbei.