225.000 Arbeitsplätze fallen in der Auto-Industrie weg

Verbandspräsidentin Hildegard Müller rechnet mit einem Verlust von 225.000 Arbeitsplätzen bis 2035. Solange der VDA an der „klimaneutralen Mobilität“ festhält, anstatt gegen die vollkommen falsche, zerstörerische Politik auf Grundlage einer Ideologie kompromisslos zu opponieren, trägt er eine Mitschuld an dieser Entwicklung.

IMAGO / dts
VDA-Präsidentin Hildegard Müller, Berlin, 09.10.2025

Wer TE liest, den wird die neueste Schätzung des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) nicht überraschen. Laut Verbandspräsidentin Hildegard Müller wird man „nach aktuellen Berechnungen von einem Beschäftigungsverlust von 225.000 Arbeitsplätzen bis 2035 ausgehen“ müssen. Das seien, wie sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) sagte, „etwa 35.000 Arbeitsplätze mehr als bisher angenommen“.

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Die Berliner und die Brüsseler Politik, das unheilvolle Zusammenspiel von Ursula von der Leyen, Robert Habeck, Steffi Lemcke, gegen die sich Friedrich Merz und die Helden von der Union nicht ausreichend genug wehren, ist für den Niedergang der deutschen Autoindustrie, der deutschen Ingenieurskunst verantwortlich. Vor allem sind vom Arbeitsplatzabbau, aber auch von Insolvenzen und Geschäftsaufgaben die Zulieferer betroffen. Mit der Förderung der E-Mobilität, der Flottenrepression, des drohenden Verbotes der Verbrenner wurde systematisch die deutsche Autoindustrie von Merkel, von der Leyen und Habeck in die existentielle Krise getrieben und die chinesische Auto-Industrie indirekt gefördert.

Das alles findet im Rahmen des großen Umverteilungsprojektes, im Rahmen der Umverteilung von den Bürgern Deutschlands zum Klima-Kartell statt. Müller sagte nichts Neues, wenn sie von einer „gravierenden und anhaltenden Standortkrise“ sprach und darauf hinwies, dass sich die Bedingungen zusehends verschlechtern würden. „Hohe Steuern und Abgaben, teure Energie, hohe Lohnkosten, überbordende Bürokratie – die Liste der Herausforderung ließe sich fortführen.“

Das alles ist bekannt, doch das alles tangiert die Bundesregierung nicht, die vollauf mit Paartherapie beschäftigt ist. Ein Bundeskanzler geht, statt die Problemfelder, die Müller richtig beschreibt, nämlich „hohe Steuern und Abgaben, teure Energie, hohe Lohnkosten, überbordende Bürokratie“ anzugehen, lieber zum DGB, um sich in der Versammlung Ewiggestriger ausbuhen und auslachen zu lassen.

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Solange der Verband an der Narretei der „Klimaneutralität“ festhält, übrigens nicht nur das Bezeichnete ist inexistent, sondern auch die Bezeichnung ist linguistisch gesehen Unfug, trägt der VDA eine gehörige Mitschuld an der Entwicklung. Es ist eine Ideologie, von der man annehmen könnte, dass sie in Schilda ersonnen worden sein könnte, wenn ihr rationaler Kern nicht in der Umverteilung bestünde. Müller und der VDA sind nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems, Mitschuldige an Firmen- und Jobvernichtung, wenn sie ideologiefest verkünden, dass, wenn ab 2035 ein höherer Anteil an Plug-in-Hybriden, Range Extendern und Verbrennern – zunehmend mit erneuerbaren Kraftstoffen – zugelassen werden würden, würde dies mit einer weit geringeren Veränderung der Beschäftigungsstruktur einhergehen und trotzdem den Weg zur klimaneutralen Mobilität fortschreiben. Der Weg der Klimaneutralität ist der Weg in „die gravierende und anhaltende Standortkrise“.

Die Schuld des VDA am Niedergang der deutschen Autoindustrie besteht darin, dass der Verband den Weg zur klimaneutralen Mobilität grundsätzlich weiterverfolgt, anstatt gegen die vollkommen falsche, zerstörerische Politik auf der Grundlage einer Ideologie kompromisslos zu opponieren.

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Kommentare ( 14 )

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GermanMichel
18 Minuten her

Wie sagten erst Biden dann Trump:

NS2 muss weg und wir haben die Mittel.

Der deutsche Exportüberschuss muss weg.

Die deutsche Autoindustrie soll amerikanisch werden.

Sie lassen ihren Worten Taten folgen.
Die Deutschen sind mittlerweile so verblödet dass sie, selbst nach direkter öffentlicher Ansage, nicht mehr verstehen wer ihr Feind ist.

Turnvater
20 Minuten her

Das alles sind sehr, sehr gute Nachrichten für den Kampf gegen die globale Erwärmung, den Kampf gegen RÄÄÄCHTZZZZ und gegen den demographischen Wandel samt Fachkräftemangel.

Wo nichts mehr produziert wird, wird auch kein Klimatodesgas ausgestoßen. Dann braucht es ohne Arbeitsplätze auch keine Fachkräfte, und das Auto ist ohnehin eine Erfindung des ewigen Tätervolkes. Außerdem werden uns unsere Gäste verlassen, sobald es deswegen für niemanden mehr Geld gibt.

Ich sehe der Zukunft positiv entgegen und möchte diese frohe Botschaft am liebsten allen Wählern vor allem in Baden-Württemberg, im Großraum Wolfsburg und Ingolstadt persönlich in die Hand drücken.

Wir sind gerettet !!!!

Maja Schneider
25 Minuten her

Auch hier lässt sich nur sagen: es ist alles gewollt! Und die Mehrheit der Bürger reagiert nach wie vor mit Schulterzucken und nimmt den eigenen Untergang zur Kenntnis.

Juergen Waldmann
33 Minuten her

Wann beginnt der Staat seine Beamten ab zu bauen , die überflüssig sind ? Es fällt der Autoindustrie leicht , überflüssige Facharbeiter herauszufinden , das erwarte ich jetzt auch vom Staat , denn wer soll die ÜF Beamten zahlen ?

yeager
37 Minuten her

Hildegard Müller wie auch die anderen Verbands-Funktionäre werden sicher nicht hungern müssen. Ihnen droht mehr von Haltungsjournalisten und Opportunisten im eigenen Verband als vom Niedergang der Industrie.
Sie weiß auf welcher Seite ihr Brot gebuttert ist, und dass es ihr egal sein kann, wenn sich der VDA mit der Autoindustrie zusammen in auflöst, sie ist sicher gut versorgt und wird vor dem Aus noch genug Zeit haben sich abzusetzen.

Ohanse
41 Minuten her

Tja, man müsste einfach nicht mehr die Blockparteien wählen. Aber so…

Digenis Akritas
43 Minuten her

Ein Gesicht aus einer Zeit, in der die CDU modern (also sozialdemokratischer oder grüner) werden wollte. Ende der 90iger Jahre war das. Damals gehörte die seinerzeit junge Wirtschaftsministerin auch dazu. Welch ein Trugschluss! Heute die teilnahmslosen Gesichter von Trauerrednern auf der Beisetzungsfeier der BRD. Wer trauert eigentlich noch? Viele scheinen froh, dass sie beerdigt wird. Warum nur?

Kraichgau
44 Minuten her

Ganz vergessen,das die Dame da als jetzige Präsidentin des Verbandes vorher die beste Freundin und Parteigenossin der Dame Merkel war?
also stimmt doch die Richtung,immerhin wollte/sollte Merkel die BRD abwickeln

Britsch
45 Minuten her

Wann wird endlich aufgehört von „Klimaneutralitat“ zu schreiben und zu Sprechen
Richtiger Weise muß man angebliche Klimaneutralität schreiben.
Es muß deutlich werden daß die so genannte Klimaneutralität Unsinn ist
Wann geht es Endlich in die Köpfe daß Man diesen Unsinn durch Benutzung des Begriffes Klimaneutralität (gewisser Maßen als feststehende Tatsache) nicht weiter Unterrstützen darf.
Der Mensch kann durch mehr oder weniger CO² Erzeugung das Klima., die Natur nicht steuern. Bei der derzeitigen Kälte wäre es nicht schlecht ein Lagerfeuer zu machen und sich an dem Brennenden zu, wärmen

Last edited 45 Minuten her by Britsch
Endlich Frei
50 Minuten her

Wenigstens hier hat die Politik einen durchschlagenden Erfolg zu verzeichnen. Vermutlich war der Umstand, dass Deutschland mit seiner Automobilindustrie jahrzehntelang ein Alleinstellungsmerkmal in der Welt hatte, einfach zu weit „rechts“ – „jetzt werden sie halt woanders gebaut“. Die Frage ist, ob für das Klima etwas gewonnen ist: Ich habe lange in Südamerika gelebt und war immer froh, wenn auf den Bergserpentienen im Stau vor mir ein deutsches Fabrikat – egal ob älter oder nicht – stand: Denn da sah man kaum eine Rauchwolke. Bei den Verbrennern aus den USA und Asien waren die schwarzen Abgaswolken oft ein echtes Problem. Ich… Mehr

Last edited 41 Minuten her by Endlich Frei