Das Wort Krise stammt aus dem Altgriechischen und lässt sich auch als Wendepunkt übersetzen. Friedrich Merz und seine Wirtschaftsministerin Katherina Reiche haben das Ausmaß der Krise bislang nicht erkannt. Ganz gleich, wer die energiepolitische Verkrustung aufbricht und eine Wende in Deutschland erzwingen will: Zunächst muss das Merz-Regime überwunden werden.
picture alliance/dpa | Bernd von Jutrczenka
Sollte die Union auf eine günstige Gelegenheit gewartet haben, sich gesichtswahrend aus dem energiepolitischen Fiasko fortzustehlen, so ist dieser Moment wohl gekommen. Am Donnerstag formte das Europäische Parlament eine breite Koalition der unionsgetragenen EVP-Fraktion mit den Nationalkonservativen. Ziel war, eine Migrationswende zu initiieren, die Chatkontrolle zu verhindern und das groteske Lieferkettengesetz abzumildern.
Zu den nationalkonservativen Parteien im EU-Parlament zählt auch die AfD-Fraktion. Das zeigt: Die Brandmauer gegenüber dieser Partei ist ein deutsches Phänomen, ein Produkt hysterischer links-grüner Medienmacher und saturierter Politiker des Brandmauer-Kartells, die angesichts der neuen Konkurrenz um ihre Pfründe fürchten.
Nie war die Gelegenheit günstiger, die lähmende Logik der Brandmauer ein für allemal hinter sich zu lassen und national-bürgerliche Koalitionen zu formen als gegenwärtig.
Das, was die grünen Zentralplaner hinterlassen haben, ist kaum noch als Energiemarkt-Design im eigentlichen Sinne zu bezeichnen. Auf den Trümmern der einst gut eingespielten, hochkomplexen Struktur und den gesprengten Kühltürmen der AKWs entstand ein System mit eingebauter Fragilität. Im Krisenfall stehen weder ausreichend Reserven noch systemische Resilienz gegen Stromausfälle und den drohenden ökonomischen Super-Gau zur Verfügung. Über allem schwebt das Damoklesschwert möglicher Krisen, die jederzeit an jedem Ort der Welt ausbrechen und Deutschland unmittelbar treffen können.
Hormus offenbart das Ausmaß dieser Fragilität und legt so die unfassbare Verlogenheit, die hinter der grünen Transformation ruht, offen. Die Erzählung von Sonne und Wind, die keine Rechnung schicken, war von Anfang an für jeden, der sich nicht von Trittin, Habeck und Merkel trunken quasseln ließ, ein bitteres Märchen.
Es ist nicht mehr zu verbergen: Grüne Transformation ist nichts anderes als Auswuchs und Treiber einer zerstörerischen Degrowth-Ideologie.
Vernünftige Politik müsste an den Verhandlungstisch mit Russland zurückkehren, um die Wiederaufnahme von Gaslieferungen zu diskutieren. Das forderte auch Belgiens Premierminister Bart de Wever. Er steht mit dieser Meinung längst nicht allein. Ungarn, die Slowakei und Italien formen eine veritable Opposition, mit der sich der Brüsseler Machtkörper künftig auseinanderzusetzen hat.
Doch vorerst überwiegt die Schockstarre angesichts des wirtschaftlichen Niederschlags. Es ist überdeutlich: Friedrich Merz und seine Wirtschaftsministerin Katherina Reiche haben das Ausmaß der Krise bislang nicht erkannt. Sie setzen auf Kontinuität der grünen Transformation und verstehen nicht, dass genau dieses Gebilde Ursache und Endpunkt der Krise sein wird.
Die Brücke, über die sie nun gemeinsam mit der AfD schreiten könnten, haben beide bislang ignoriert. Reiche diskutierte zwar in der vergangenen Woche erstaunlich offen die strategischen Fehler der deutschen Energiepolitik. Eine mögliche Verlängerung der Nutzung deutscher Kohleverstromung steht auf einmal wieder im Raum. Doch im Großen und Ganzen hält man Kurs. Gemeinsam mit Umweltminister Carsten Schneider half Reiche bei der Absicherung der bestehenden Klimapolitik. Weitere acht Milliarden werden kurzfristig in die grüne Günstlingswirtschaft gepumpt. Man hält fest am CO₂-Handel und am Verbrenner-Aus.
Doch Friedrich Merz stemmt sich mit aller Macht gegen Kritik an der Brüsseler Transformationspolitik, verteidigt den CO₂-Zertifikatehandel bis aufs Messer und bereitet nun gemeinsam mit seinen sozialistischen Glaubensbrüdern von der SPD den massiven Steuerschlag gegen die Mitte der Gesellschaft vor.
Kommende nationalkonservative oder nationalliberale Regierungen werden keinen Moment zögern, die fiskalpolitischen Gaunereien, Täuschungsmanöver und den ideologischen Wahnsinn – wie etwa den Klimakomplex – vollständig zu enttarnen. Es wäre ein Leichtes, den deutschen Haushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen, die Ukraine-Hilfen einzustellen, die Transfers an den grünen Komplex, an Brüssel und an die vielfältigen NGOs weltweit sofort zu beenden. Auch eine notwendige Sozialstaatsreform würde folgen, ein Programm zur Rückführung illegaler Migranten inklusive.
Vertieft sich die Krise in den kommenden Jahren, wovon wir ausgehen müssen, werden die Patrioten massiv an Zustimmung gewinnen. Dazu zählen auch die Libertären und europäischen Kulturpatrioten, die ihre Leidenschaft für Heimat, ihren festen Willen, den ökonomischen Schaden der Vergangenheit zu reparieren, sowie den Willen, die kulturelle Vielfalt Europas zu bewahren, authentisch zum Ausdruck bringen.
Würden die Leistungsträger der Gesellschaft wieder in den Fokus gerückt, wäre die Bereitschaft, einen – auch schmerzhaften – Reformkurs mitzutragen, enorm.
Politiker wie Katherina Reiche werden es dann bereuen, dass sie nicht Teil dieser Wende waren. Niemand wird den Zauderern und opportunistischen Wendehälsen der Gegenwart dann noch eine Brücke in zukünftige politische Verantwortung bauen.




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Was ist die Reiche gerade in konservativen Kreisen anfänglich gehypt worden – und was ist davon übriggeblieben?! Klar, Konservative begeben sich einfach zu gerne auf die Suche nach (vermeintlichen) Verbündeten. Viele von ihnen fanden ja auch mal den Weimer ganz super. Reiche ist ein CDU-Apparatschik, niemals würde sie es wagen, dem inkompetenten und am Tag ein halbes Dutzend Mal umfallenden Merz auch nur einmal entschieden zu widersprechen. Und sie zählt zu den Gewinnern des Parteienkartells, das sich den Staat zur Beute gemacht hat, wie alle anderen auch,die es im Linksstaat zu hohen Positionen gebracht haben. Von der Dame ist überhaupt… Mehr
Schön wäre es. Aber ich glaub nicht dran. Zu Viele sind Profiteure (oder glauben zumindest es zu sein) des aktuellen Systems. Der gesamte ÖD, Migranten/Bürgergeldempfänger, Klimakomplex, NGOs, auch Rentner (sh. deren Wahlverhalten), die Bürokraten in den Unternehmen… Das sind leider einfach die Mehrheit des Wahlvolks. Die werden erst umsteuern, wenn wirklich nichts mehr bei den Leistungsträgern zu holen ist. Und anders als 1945 wird es dann kaum noch genug Leute geben, die anpacken können (und wollen), um den Wiederaufbau zu starten. Der wird zwar kommen – aber auf einem deutlich niedrigeren Niveau als damals. Der Vergleich mit GB nach dem… Mehr
Vom idologischen Starrsinn befallen waren auch die Politfunktionäre der DDR. Nur ein enormer Druck von innen wie von außen hat sie zum Wanken und letztlich zum Sturz gebracht. Dieser Druck zur Veränderung ist bis heute weder innen- noch außenpolitisch stark genug. Da ist eine große vom langen Wohlstand weichgespülte Bevölkerungsschicht, verbohrte grüne, rote und linke Ideologen, die in „ihrer Wissenschaft“ sowie in ihren unrealistischen Träumen von einer besseren Welt gefangen sind und besonders negativ mit ihrer manipulativen Wirkung die einseitigen linksgerichteten Haltungsmedien als Sprachrohr der Regierung. Dieser Schlamassel ist zusammengenommen zu groß, damit sich kurzfristig etwas in positiver Richtung entwickeln… Mehr
Nichts kann die Energiedichte kW/kg von Kohle-Wasserstoff Brenstoffen überbieten, kein Akku, kein Stromgenerator, noch nicht einmal Kernspaltung.
Deswegen werden auch noch eure Ur-Urenkel mit Kerosin Düsenjet fliegen und Verbrenner Auto fahren – normative Kraft der Fakten siegt immer,
aber nur wenn Oskar Spengler Unrecht hat.
„Der Untergang des Abendlandes“ – Oskar Spengler, 1911- 1918/1920
Energieträger………..Energiedichte (ca.)
Uran-235……………..23-24 Mill kWh/kg ( ca. 24.000 MWh)
Wasserstoff (H2)……33,3 kWh/kg (ca. 120 MJ/kg)
Benzin…………………12,0 kWh/kg (ca. 43 MJ/kg)
Diesel………………….11,9 kWh/kg (ca. 43 MJ/kg)
Methan (Erdgas)……13,9 kWh/kg (ca. 50 MJ/kg)
Lithium-Ionen-Akku..150–250 Wh/kg (0,15–0,25 kWh/kg)
Soviel zum Überbietungswettbewerb
Lassen sie es gut sein it ihrer Laienperspektive. AKW, Bleimantel, Kühlung, usw. – soviel zum Besserwisserwettbewerb an dem sie sich beteiligen.
Es wird keine nationalkonservativen oder nationalliberale Regierungen oder Bündnisse geben, definitiv nicht. Die Macht der Linken und Grünen , die Zerstrittenheit der Konservativen in der EU, wir müsse da gar nicht über Deutschland reden, werden das zu verhindern wissen! In Deutschland z.B. verhindert das schon ganz bewusst der Wähler oder gab es bei den letzten beiden Wahlen etwas Gegenteiliges zu bewundern?
Zwei Anmerkungen: Die Erzählung von Sonne und Wind, die keine Rechnung schicken, ist so nicht ganz richtig. Nur sollte die Rechnung lediglich den Preis einer Kugel Eis betragen. Ferner ist es nicht richtig, dass die Grünen zu strategischem Denken nicht fähig wären. Ganz im Gegenteil. Sie haben oder hatten zumindest eindeutig die beste Strategie aller Parteien. Denn nur so ist erklärbar, dass Medien, Politik und große Teile der Bevölkerung grün ticken, dass grüne Indoktrination selbst in den Verwaltungen der hinterletzten Kuhkäffer angekommen ist, die Justiz unterwandert hat und auf unsichtbaren Wegen die deutsche Politik total dominiert. Und das eine Menge… Mehr
es gab da mal einen unleidigen deutschen Politiker der sagte:
Wenn ich eine Lüge oft genug wiederhole, wird sie zur Wahrheit.
Marketing /Propaganda funktioniert, in der Masse auf jedenfall
Siehe auch: Gustave le Bon
Zitat: „Politiker wie Katherina Reiche werden es dann bereuen, dass sie nicht Teil dieser Wende waren. Niemand wird den Zauderern und opportunistischen Wendehälsen der Gegenwart dann noch eine Brücke in zukünftige politische Verantwortung bauen.“
Werter Autor, deshalb machen Sie sich Sorgen? Im Gegenteil, nichts wäre schlimmer, als wenn diese Banaus*innen frisch gewaschen und gekämmt wieder weitermachen könnten. Mit deren Einstellungen und Haltungen, mit denen sie gerade dieses Land an die Wand krachen lassen liefe es auf Sicht auf das Gleiche hinaus. So etwas wechselt man nicht wie ein beliebiges Wäsche- oder Kleidungsstück.
Sollte man diesen Menschen wirklich eine Deutschlandfahne auf den Tisch stellen? Sie wirkt seltsam fehl am Platze, mit den Gesichtern ihrer Verräter auf demselben Bild. Ein Schmidt, ein Kohl, auch ein Schröder noch (ohne Fischer) passt dazu. Aber die? Niemals!
Normalerweise ist das öffentliche Zeigen der Schwarz Rot Goldenen Fahne ein Fall für den Verfassungsschutz und der Staatsschutz beginnt zu ermitteln.
Migranten könnten sich in ihren Gefühlen verletzt fühlen.
Toller Sarkasmus, aber Gott sei Dank noch keine Realität. Im „Hambacher Schloss“ können sie sich mit einer schwarz/rot/gold Fahne von 1848 ein Einnerungsphoto machen lassen.
Die Verlogenheit nur der grünen Transformation zuzuschreiben, greift viel zu kurz. Die ganze westliche Politik ist zutiefst verlogen. Das ist alles viel zu Komplex, um das überhaupt zu durchschauenund. Das hat sich über 100 Jahre entwickelt. Es gibt viel faktenbasierte Literatur, die das alles aufzeigt. Das sind keine Verschwörungstheorien, das ist belegt. Auch die sogenannten Alternativmedien kratzen da nur leicht an der Oberfläche. Tiefer zu graben ist ein geföhrliches Terrain. Die Wurzeln dafür gehen zurück in die USA in die ersten Jahrzehnte des letzten Jahrhunderts, ob man das nun wahrhaben will oder nicht. Über Jahrzehnte hat sich da ein Geflecht,… Mehr
Ich bin davon überzeugt, dass es weder bei Merz, noch bei Reiche ein “ Erkenntnisproblem“. Es sind allenfalls Opportunisten, insbesondere die Dame, in jedem Fall handeln sie mindestens mit bedingtem Vorsatz, wobei die persönlichen Motive unterschiedlich sein können. Das gilt im übrigen für den gesamten Täterkreis, von Oligarchen über Opportunisten bis zu den ideoligisch, sprich psychisch Verpeilten. Letztere vor allem bei den Wählern resp Gläubigen zu finden. Und nur bei diesen , anderweitig gesteuert, gibt es ein massives Erkenntnisproblem. Die anderen wissen zumindest genug, um zu verstehen, was sie hier für wen vernichten. Zu Optimismus, die letzten Wahlen zeigten es… Mehr