Boris Palmer: „Ich bin kein Merkel-Fan“

Eigentlich dürfte es jemanden wie Boris Palmer gar nicht geben – einen Grünen mit Klarsicht und deutlicher Sprache. Roland Tichy, Wolfgang Herles und Oswald Metzger diskutieren mit ihm über Herles neues Buch „Die neurotische Nation“

 

Bei einem Italiener am Checkpoint Charlie trifft sich eine Runde „alter, weißer Männer“. Die ironische Formulierung wählt Boris Palmer, der grüne Oberbürgermeister von Tübingen, der ziemlich quer liegt zu seiner Partei in der Flüchtlingsfrage. Er diskutiert mit seinem früheren Parteifreund und ehemaligen Bundestagsabgeordneten Oswald Metzger, mit Herausgeber Roland Tichy und mit Wolfgang Herles. Dessen neues Buch ist der Anlass: „Die neurotische Nation.“

Wie funktioniert das neue Führungsduo bei den Grünen? Wie kann man das Phänomen erklären, dass es in so vielen Ländern eine Sehnsucht nach Führung gibt? Und warum führt der „Kampf gegen rechts“ dazu, dass in Deutschland niemand mehr über Tatsachen sprechen darf?

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Kommentare ( 98 )

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Denkhilfe
2 Jahre her

Der Verdacht, dass Boris Palmer nur das Feigenblatt der ansonsten linksextremistischen „Grünen“ ist, ist nicht ganz von der Hand zu weisen.
Andererseit hatten und haben wir bei anderen Parteien ebenfalls politische Einzelgänger und Querköpfe. Das genau nenne ich dann löblichen Individualismus.
Palmer passt nicht zur einförmigen, gleichförmigen Gleichschaltungsideologie der „Grünen“.

AP
2 Jahre her

Es wird ambivalenten Politikern eine Plattform geboten, deren Reden in ihrem Handeln nicht bestätigt wird. Ihre Funktion innerhalb ihrer Parteien ist tichyseinblick-Lesern klar. Ich finde das Gesagte seicht und langweilig. Palmer sagt auchnur das, was jeder Normalbürger schon lange im Alltag erleben kann. Ich würde mich über ein Interview mit einem AfD-Politiker, z. B. Dr. Curio, freuen, der intelligent und stringent in Reden und politischem Vertreten ist. Zu langweilig? Eines hat er mit Palmer gemeinsam. Ein Merkelfreund ist er auch nicht.

Karli
2 Jahre her

Ich bin kein Palmer-Fan. Von meinem Wohnort könnte ich zu Fuß in sein Büro gehen, daher bekomme ich seine Eskapaden zeitnah mit. Er ist wie ein Blatt im Wind, völlig unberechenbar, wohin es ihn gerade weht. Seine Ideen sind oft sehr spontan und unausgegoren. Danke, für mich ist das nix.

reiner
2 Jahre her

Palmer war damals bei der Stuttgarter 21 Diskussion ,die von Geißler geleitet wurde und im Fernsehen übertragen wurde, der so ziemlich einzige in der Runde der mich bei seinen Fragen und Statements überzeugt hatte.
Finde, er ist in der falschen Partei.

IngridM
2 Jahre her

Herrn Palmer konnte ich beim besten Willen nicht lange zuhören. Das fing schon mit seiner Behauptung an, Gauland hätte gesagt, er wolle Boateng nicht als Nachbarn haben.
Warum hat man ihn nicht berichtigt, er zitierte ja ( bewusst? ) falsch.

Henni
2 Jahre her

Palmer hätte man schon längst abgeschossen, wenn er zu weit davongeeilt wäre, ist er aber nicht. In der Flüchtlingsproblematilk ist er schon authentisch. Ich würde sogar sagen, speziell in der Flüchtlingthematik ist er der AFD näher. Vermutlich ist er insgeheim ein wenig rassistisch. Damit teilt er ein Gefühl mit Milliarden von Menschen. Ja ich sage Milliarden, weil es wirklich so ist. Japaner, Chinesen als Beispiel. Tief rassistische Nationen. Für mich ist es auch kein negatives Wort, es ist halt die nackte Wahrheit. Die hört bekanntlich niemand gerne. Dazu vielleicht etwas Nationalistisch. Das sind Biofranzosen, Bioitaliener, Biobriten auch in großen Teilen.… Mehr

Steve Acker
2 Jahre her

Palmer ist der einzige Grüne den ich ernst nehmen kann.
Bezeichnend dass er bei den Grünen allein auf weiter Flur steht.

FionaMUC
2 Jahre her

Ohjeh. DAS ist typisch Deutsch! Sinnloses Herumpalavern ohne Ziele und Taten. Nicht lange auszuhalten.

Danton
2 Jahre her

Unter dem Thema „DSGVO: Das dümmste Gesetz“ hat der Kommentator „Ulrich“ einen link auf You-Tube gesetzt. Diesen möchte ich hier zum Thema mit einbauen um anschaulich zu machen wie stark und integer die Grünen im Europaparlament agieren. Und NEIN, dieses Video it kein Fake.
http://www.youtube.com/watch?v=XPynZgJgMt4

Eugen Karl
2 Jahre her

Gutes Format, und schön, daß Herr Palmer, anders als der „liberalkonservative“ Herr Merz, keine Berührungsängste mit Tichys Einblick hat. Was Herr Palmer sehr richtig feststellt, ist, daß wir es beim gegenwärtigen Zeitgeist und seinen Folgen keineswegs mit einer deutschen Spezialität zu tun haben. In Frankreich ist es teilweise schon schlimmer, in England ebenfalls. Ob das nun daran liergt, daß jedes Land so seine eigene Neurosen hat (die aber merkwürdigerweise alle ähnliche Folgen zeitigen), wie Herr Herles dafür hält, oder ob wir das mehr wie D. Murray sehen müssen und einen krankhaften Autoagressionstrieb in allen westlichen Gesellschaften diagnostizieren müssen – das… Mehr